71 Std.Arbeit pro Woche!Was kann man tun?Ausbeutung!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nane75 28.01.11 - 11:03 Uhr

Großes int.Unternehmen.Mit Betriebsrat!
Seit 2 Mon.müssen die MA Montag-Samstag arbeiten,pro Tag 12 Std., 1 Std.Pause , alle haben noch zusätzliche Fahrtzeiten von ca.1 Std.pro Tour.
Samstag & Feiertags wurde auch gearbeitet.

Die Mitarbeiter sind müde, völlig fertig und schlecht drauf.Es gab sogar schon Verletzungen wg.Unkonzentriertheit.
Im Arbeitsvertrag stehen 38 Std.!Und gesetzl.vertretbare Überstunden können abgebummelt werden.
Betriebsrat sagt nichts dazu, die GF sagen die Arbeit muss ja gemacht werden.
Der Arbeitsaufwand ist enorm, das Projekt wurde mit 10 MA zu wenig geplant. Sie finden keine Angestellten, da Sie Hungerlöhne bezahlen.

Was kann man dagegen tun?

Beitrag von kruemlschen 28.01.11 - 11:35 Uhr

Hallo,

da diese Arbeitszeiten außerhalb des gesetzlichen Rahmens der zu leistenden Überstunden sind, kann der AN die Mehrarbeit verweigern.

K.

Beitrag von nane75 28.01.11 - 11:37 Uhr

Genau das hat er versucht, er hat angeboten 10 Std.zu arbeiten aber 12 geht nicht mehr!

Ich habe ihn gesehen, er steht kurz vorm Zusammenbruch.
Aber er ist noch in der Probezeit und hat Angst dann arbeitslos zu werden.

Beitrag von kruemlschen 28.01.11 - 11:40 Uhr

Wenn er es erstrebenswert findet 71h Wöchentlich für einen Hungerlohn zu arbeiten dann kann er ja so weitermachen.

ICH würd es nicht tun sondern es auf eine Kündigung mit anschließender Klage meinerseits ankommen lassen.

Ich hoffe er bewirbt sich wenigstens anderweitig.

K.

Beitrag von joann210586 28.01.11 - 11:38 Uhr

Beschweren
Betriebsrat um Hilfe bitten (direkt)
Streiken
Gehaltserhöhungen / Überstunden auszahlen lassen / Sonderurlaubstage
Krank melden
Kündigen

irgendwie sowas, aber defintiv nicht gefallen lassen.

Beitrag von nane75 28.01.11 - 11:45 Uhr

Der Betriebsrat duldet das ganze!Aber alle Betriebsratsmitgleider verlassen spätestens nach 10 Std.das Lager!

Gehaltserhöhung abgelehn/Überstunden /Sonderurlaub dito.

Feiertags und Samstags gibt es 25% mehr Lohn.

Kündigen geht nicht/Sperre Arbeitsamt.

Aktuell geht der Arbeitnehmer morgen nicht zur Arbeit - er kann nicht mehr.
Lt.Vertrag wird von Mo-Fr.gearbeitet.

Sein Chef ist jetzt sauer weil er ihn hängenlässt. Der Chef verdient auch das 4-fache und hat keine Arbeitszeitvereinbarung im Vertrag.

AN muss gesundheitlich aufpassen, hatte vor 1 J.leichten Schlaganfall.

Beitrag von manavgat 28.01.11 - 12:04 Uhr

Ich würde dringend eine Anwältin suchen, zwecks Beratung und eventuell zum Durchsetzen berechtigter Ansprüche.

Außerdem macht es Sinn die Gewerbeaufsicht zu informieren sowie (ganz wichtig!) die Berufsgenossenschaft. Das geht auch ohne Namensnennung.

Gruß

Manavgat

Beitrag von raena 28.01.11 - 12:47 Uhr

Gewerkschaft beitreten, Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz dokumentieren und über Anwalt (siehe Gewerkschaft) den AG anzeigen!


Allerdings wird er dann vermutlich keinen Job mehr haben!

Entweder kündigen sie ihn völlig legal da er noch in Probezeit ist, oder er bekommt wenigsten noch eine Abfindung/Entschädigung um die Klage fallen zu lassen!

http://www.bundesrecht.juris.de/arbzg/BJNR117100994.html#BJNR117100994BJNG000200307

Lest euch mal das Arbeitszeitgesetz durch, dann könnt ihr entscheiden was rechtlich bei euch zu machen ist!

LG
Tanja

Beitrag von imzadi 28.01.11 - 14:34 Uhr

Wenn eh nur ein Hungerlohn gezahlt alles was ungesetzlich ist verweigern. Manchmal ist es wirklich besser arbeitslos zu sein wie sich so ausbeuten zu lassen.

Das blöde ist halt das solche Arbeitgeber immer wieder mit Menschen so umgehen können weil sich keiner wehren traut. Manchmal kann Jay gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte. :-[

Beitrag von kapulli 28.01.11 - 19:29 Uhr

Hallo!

Arbeitsrechtlich ist diese Stundenzahl nicht zulässig. Ihr könnt eine Meldung an das Gewerbeaufsichtsamt machen. Ansonsten würde ich mich persönlich erst einmal krank schreiben lassen.

L.G. Kapulli