Wie erlebt Ihr das zweite (dritte,...) Kind?

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Beitrag von kirstin.aylin 28.01.11 - 12:02 Uhr

Hallo zusammen,

am 9.1. bin ich zum zweiten Mal Mama geworden, meine große Tochter ist 2 3/4 Jahre. Obwohl mein Sohn relativ ruhig ist (und ich vermutlich auch gelassener) bin ich nicht wirklich glücklich. Ich bin quasi rund um die Uhr alleine mit dem Kleinen, morgens und ab nachmittags ist natürlich auch noch meine Tochter da. Irgendwie habe ich das Gefühl, das neue Baby überhaupt nicht "genießen" zu können, weil ich ständig am rennen bin (zum Kindergarten beispielsweise). Kaum unterwegs, hat er Hunger und in den Öffentlichen stillen geht nicht- also muss er häufiger mal warten. Denn einmal in der Stunde will er gestillt werden und ich bin länger unterwegs. Das heißt auch: fast die ganze Zeit, wenn meine Tochter da ist, trinkt er- und ich habe dementsprechend kaum Zeit für sie. Was ihr natürlich auch schwer fällt und sie traurig macht, weil sie ständig warten muss und nicht kuscheln kann (beim Stillen geht das nicht, weil er sich recht leicht ablenken lässt). Bin irgendwann genervt, weil sie recht laut und aktiv ist (was mich natürlich vorher nie gestört hatte) und er dadurch kaum trinken kann, die Situation wird noch angespannter...

Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich recht frustriert bin. Ich habe das Gefühl, keinem Kind gerecht zu werden. Zwar weiß ich, dass sich alles einspielen muss- aber es ist trotzdem frustrierend. Ich habe das Gefühl, eine Rabenmutter zu sein, nur noch am schimpfen oder beim genervten Stillen- selbst das kann ich dieses Mal nicht genießen. Den ganzen Tag mit dem Baby im Bett kuscheln und stillen lese ich hier immer wieder- schön wär's! Der Alltag gibt das aber garnicht her. Klar wusste ich vorher, dass zwei Kinder anstrengend würden, aber ich brauche einfach etwas Aufmunterung... :-(

Wie geht es Euch mit dem Zweiten? Wo schafft Ihr Euch Freiräume für die Zweisamkeit mit dem Kleinen?

Gruß, Kirstin

Beitrag von maylu28 28.01.11 - 12:17 Uhr

Hallo Kirstin,

ja, bei uns ist im November auch der 2. gekommen und ich kann Dich voll verstehen....

..bei mir ist es so, dass ich vormittags alleine mit dem kleinen bin, denn er große ist in der Krippe, von dem her hab ich eigentlich schon das Gefühl ihm gerecht zu werden...Klar ist es dann nachmittags stressiger und ich bin auch diese ganze Schlepperei schon wieder leid....(Babyschale, Kleinkind, Rucksack usw...Treppe hoch, Treppe runter) Aber ich hab den Vorteil (und ich hab lange gebraucht bis ich verkraftet hab, dass ich nicht stillen kann) dass ich ihm die Flasche geben kann, so ist es irgendwie entspannender und mein Mann kann häufig einspringen und ich hab auch etwas Zeit mit dem Großen..Wir versuchen uns so viel wie möglich abzuwechseln, dass jeder mal mit jedem drankommt....
Mein großer darf abends ne halbe Stunde Maulwurf anschauen (wenn mein Mann zu spät von der Arbeit kommt) und ich kuschel so lange mit dem Kleinen..zusammen auf der Couch...bevor er ins Bett geht...ich glaube, dass tut beiden gut...(auch wenn Fernsehen nicht immer das richtige Mittel ist, das weiss ich schon)

Versuche gezielt, auch Zeit zu planen, sag Deinem Mann Bescheid, dass jetzt Deine Zeit mit dem Baby ist....
Wir schaffen uns sogar Platz für Zeit für jeden einzelnen, Dienstag darf mein Mann abends zum Sport und ich Donnerstags abend..ich gehe häufig nicht und bade nur lange oder lese oder schau mir einen DVD an...

Ich glaube, Du steckst auch noch etwas im BabyBlues....versuche Dich zu entspannen, es geht mit 2 Kindern nicht alles perfekt.....und das muss es auch nicht....Der Große muss bei mir auch manchmal zurückstecken, aber ich versuch es ihm zu erklären...

Wichtig wird glaube ich, dass Du Dir einen Kurs suchst, vielleicht eine Krappelgruppe oder Pekip, falls Du den Großen irgendwo unterbringen kannst...Ich glaube, dass würde Dir gut tun...

Liebe Grüße,
Maike

Beitrag von deenchen 28.01.11 - 12:21 Uhr

Es wird sich alles noch einspielen, dein Baby ist doch erst wenige Wochen alt. Irgendwann wird sich beim Stillen ein Rythmus eingependelt haben so das du den Tag besser planen kannst.

Ich habe mich in den ersten Wochen auch überfordert gefühlt aber inzwischen, 2. Tochter ist nun 10 Wochen alt, hat sich alles irgendwie eingespielt.

Da ich eh zufüttern muss habe ich nicht so das Problem mit dem Füttern. Unterwegs gibts die Flasche und wenn keine Zeit ist zu Hause muss Baby auch mal allein die Flasche im Wipper trinken. So hab ich auch mal Zeit für meine große Tochter. Auch stelle ich den Haushalt an letzter Stelle, meine Kinder gehen vor und so hab ich dadurch auch weniger Stress. Putzen kann man auch wenn mal Zeit ist oder der Mann muss ran nach Feierabend.

Beitrag von kirstin.aylin 28.01.11 - 12:27 Uhr

Danke für Eure Antworten. Tut gut zu lesen, dass es bei anderen am Anfang- oder auch jetzt- auch nicht leichter war. Mein Problem ist, dass mein Partner gerade Doppelschichten arbeitet und daher nur zum Schlafen zuhause ist. Daher kann ich auch keines der Kinder mal an ihn abgeben, Oma oder so ist auch nicht vor Ort. Aber wir werden das auch noch irgendwann schaffen...

Ich bin zumindest froh, dass meine Tochter in den Kindergarten geht. So hat sie Beschäftigung tagsüber und und Leute, die wirklich Zeit für sie haben. Die Wochenenden sind da viel anstrengender. Das mit dem Babykurs hatte ich mir auch überlegt, werde wohl mit meinem Kleinen zur Babymassage gehen- vielleicht komme ich ihm dadurch etwas näher. Am meisten frustriert mich, dass ich das Gefühl habe, nicht richtig auf den Kleinen einzugehen- obwohl ich ihn sehr liebe. Aber noch bin ich so gestresst, dass ich ihm das vielleicht garnicht richtig zeigen kann.

Naja, die Zeit wird noch kommen... Realistisch betrachtet: beim ersten Kind war ich auch nicht gerade entspannt am Anfang, hab sicherlich auch vieles "falsch" gemacht und trotzdem ist sie heute ein tolles Kind ;-) !

Wünsch Euch ne schöne Zeit mit Euren Kindern!

Beitrag von maylu28 28.01.11 - 12:45 Uhr

Hey, dass schaffst Du schon....warte ab, das pendelt sich schon ein....

Ich leg Tom nachtmittag einfach neben uns und mach mit dem Großen ein Puzzle oder hab Tom auf dem Schoß und schau mit Liam ein Buch an....dass sind schon Kleinigkeiten, die glaube ich sehr wertvoll sind....schaff Dir einen Raum, wo Du in Ruhe stillen kannst und erklär Deiner Tochter, dass Du Dir nachher Zeit für sie nimmst und sie solange irgendetwas machen soll....Mein Großer spielt sehr viel für sich alleine.....das kommt mir häufig zugute...aber ich sage auch gezielt, nachher wenn Tom getrunken hat, dann machen wir das oder jenes....

"Falsch" macht man es bestimmt nie, wenn man nur sein bestes gibt...wir sind alle nicht perfekt...und manchmal kann ich abends auch nicht mehr, vorallem wenn die Nacht schlimm war...Aber ich erkläre viel..."Liam, Mama ist müde und kann dies/jenes gerade nicht tun, aber...."

Liebe Grüße,
Maylu

Beitrag von nele27 28.01.11 - 12:36 Uhr

Hi,

meine Kinder sind 3,5 und 9 Wochen. Der Große ist von 8 bis 13 Uhr in der Kita, da habe ich entweder Freizeit oder Arzttermine oder treffe mich mal mit ner Freundin um ohne Kind zu quatschen (Alma schläft vormittags meistens).

Nachmittags sind dann beide da.

So klappt es bei uns:

- ich nehme die Kurze oft ins Tragetuch, wenn ich was mit Anton mache. Sie ist gut aufgehoben und er hat Mama quasi allein (das Baby auf dem Bauch stört ihn nicht)

- fahre mit Anton 1-2x die Woche zum Kinderturnen, dort stille ich die Kleine während er Spaß hat. Wenn sie gerade nicht trinkt, halt ich mit Anton auch mal Händchen auf dem Trampolin oder so

- zu Hause beim Stillen liest Anton gern mal ein Buch

- ich lade gern Besuch mit Kind ein, dann können die beiden Spielen und ich sitze da mit Baby und quatsche mit der Mutter.

An Deiner Stelle würde ich vor allem auf ein Tragetuch zurückgreifen, damit hast Du am meisten Möglichkeiten, das Baby gut zu "verwahren" und etwas mit dem großen Kind zu machen.

LG, Nele

Beitrag von asharah 28.01.11 - 12:44 Uhr

Ich liebe mein Tragetuch!
Ohne wär ich nicht halb so mobil wie mit, und Milo schläft innerhalb von 5 min drin ein #verliebt!

Beitrag von nele27 28.01.11 - 15:01 Uhr

Unsere Kids sind fast gleich alt :-)

Beitrag von asharah 28.01.11 - 12:42 Uhr

Kann mir gut vorstellen dass du frustriert bist!

Ich wollte diesmal UNBEDINGT die ersten Wochen genießen, da mir das bei meinem Großen soo gefehlt hat! Er war ein Frühchen, lag nach der Geburt 5 Wochen im KH, und stillen konnte ich deshalb auch nicht (war doppelt Stress durchs Abpumpen).
Deshalb haben mein Mann und ich von Anfang an beschlossen, dass er beim Kleinen die ersten zwei Monate mit zuhause bleibt.
Anders hätte ich diese Zeit nicht so bewusst und toll erleben können, aber mir ist schon klar, dass das nicht bei Jedem möglich ist.

LG, Ash mit Niels (3,5 Jahre) und Milo (7 Wochen)

Beitrag von jessi_hh 28.01.11 - 12:48 Uhr

Hallo Kirstin,

ich kann dich total verstehen!

Mein Kleiner ist 8 Wochen alt, meine Große 3,5 Jahre. Besonders die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, wo der Kindergarten geschlossen war, war der absolute Horror für mich! #schock
Meine Große hatte ganz schön an der neuen Situation zu knabbern, hatte Trotzanfälle vom Feinsten, hat wieder eingenässt und den Kleinen geärgert um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Der Kleine wollte nicht abgelegt werden und hat viel geweint. Ich ging wirklich auf dem Zahnfleisch!

Ich kann Dir aber sagen: Es wird besser!!!

Morgens bringt mein Mann die Große meist in die Kita, damit ich noch ein wenig schlafen kann. Dabei kuschel ich dann auch mit dem Baby.
Ich unternehme viel am Vormittag, treffe mich mit anderen Mamas und gehe in eine Krabbelgruppe und zur Rückbildungsgymnastik.
Nachmittags spiele ich dann viel mit meiner Tochter, das Baby dann entweder auf der Krabbeldecke oder in der Federwiege neben uns. Während der Mahlzeiten (ich geb (leider) Flasche) sitzt meine Tochter meist neben mir und wir erzählen oder schauen ein Buch. Ab und an schalte ich ihr auch eine Kindersendung im Fernsehen an.
Abends beim Zubettbringen, wenn mein Mann lange arbeiten muß, nehme ich den Kleinen im Wipper mit hoch. Entweder schaut er von dort zu oder wird mit ins Bett gelegt und kuschelt mit meiner Kleinen.

Sicherlich ist es für den Kleinen störend, wenn meine Große an ihm rumfummelt, während er trinkt. Aber meiner Meinung nach muß er da durch als Geschwisterkind! Mittlerweile hat er sich ganz gut daran gewöhnt. Dennoch ist mein "Lieblingssatz" momentan: "Laß ihn bitte in Ruhe!"
Habe festgestellt, dass ich das oft schon automatisch sage, sobald sie sich ihm nähert, wenn er schläft oder trinkt. #hicks Ich arbeite aber daran, es zu lassen.

Hab ein wenig Geduld, es braucht Zeit, bis sich alles eingespielt hat. Versuche, Dir auch Zeit für Dich zu schaffen (Buch lesen, Bad nehmen, Hobby). Die perfekte Mutter gibt es nicht, Du wirst es bestimmt so gut machen, wie Du kannst!

LG,
Jessi

Beitrag von woelkchen1 28.01.11 - 13:00 Uhr

Scarlett ist 2 Jahre und 4 Monate, Marelie 7 Wochen.

Dieses Mal ist mein Mann mit mir in Elternzeit gegangen- also ab Geburt für 8 Wochen- und ich glaub, dass war eine super Entscheidung. Denn bislang finde ich es nicht anstrengend, weil er immer zur Hand ist, und so langsam pendelt es sich schön ein!

Die Kleine hält ihre 3-4 Stunden aus, die Große hat sich an die Umstellung gewöhnt. Es wird nochmal anstrengender, wenn Papa wieder arbeitet, aber bis dahin haben wir uns gut eingefunden.

Das stündliche Stillen ist natürlich doof, so hast du ja auch für die Große keinen Freiraum.
Da meine Maus bis Mittags im Kiga ist, hab ich Vormittags genug Zeit, das Baby nur zu betüddeln und zu genießen. Mir fehlt es eher, mit Scarlett- der Großen, auch mal ein Stündchen allein zu haben! Das geht aber mittlerweile auch ganz gut, wenn Marelie am Stück 2 Stunden schläft am Tage- da gibts dann nur Mama und Scarlett.

Das dauert noch ein wenig, ruhig Blut, auch bei dir wird es sich einpegeln.
Versuche, auch das Abholen vom Kiga ect. als schöne Momente anzusehen, und nicht als Last!

Beitrag von alinasmama2003 28.01.11 - 13:10 Uhr

Also ich bin am 26. April 2010 zum zweiten mal mama geworden, ich habe noch eine Tochter, die ist 7 jahre alt, die vormittags in der Schule ist.
Also eigentlich geniesse ich die Zeit mit meiner zweiten Tochter sehr..wir bringen morgends meine grosse zur Schule, dann gehen wir nach hause, manchmal legen wir uns zusammen noch ins bett udn wir setzen uns ins wohnzimmer, ich frühstücke und Lara spielt. meist gehen wir dann mal in die stadt oder wir gehen einkaufen..Mittags holen wir Alina ab.
Dann gibt es für alle essen und dann wird geschaut was wir nachmittags machen...

aber ich geniesse alles in vollen zügen, vielleicht leigt es auch daran, das meine grosse schon älter ist und sie sich auch alleine beschäftigen kann.

LG Sarah mit Alina ( 7 Jahre) und Lara (9 Monate)

Beitrag von nine-09 28.01.11 - 14:16 Uhr

Hallo,

ich habe im September mein drittes Kind bekommen. Ich habe zwei süße und tolle Mädels,aber einen Jungen hab ich mir immer gewünscht und den bekam ich dann auch im September.
Also ich genieß es total,da meine Töchter meist Vormittags in Schule und Kindergarten sind kann ich mich total auf den Kleinen konzentrieren.
Dann hat meine mittlere Maus hier einen Freund bei uns,so das sie jeden Tag draussen oder drinnen spielen. Abends nehm ich mir die Zeit für alle,wenn die Mädels dann ins Bett gehen habe ich nochmal Zeit für meinen Süßen,bis er dann ins Bett geht.

Also für mich ist es das letzte Kind gewesen,hab mich jetzt auch sterilisieren lassen,von daher genieß ich es richtig...:)!!!

LG Janine

Beitrag von kirstin.aylin 28.01.11 - 14:58 Uhr

Danke für Eure tröstenden und aufmunternden Antworten! Habe gerade eine kuschelige Stunde mit dem Kleinen auf dem Sofa hinter mir, nach einer kleinen Ruhepause sieht die Welt manchmal schon ganz anders aus! :-)

Beitrag von schlumiluma 28.01.11 - 20:32 Uhr

Hallo Kirstin,

ja ich kann dich auch sehr gut verstehen!!! :-D

Meine Große ist gerade 2 Jahre geworden und mein Kleiner ist nun 4 Monate alt. Und bei mir sind sie beide den ganzen Tag zu Hause! Meine Große kommt erst nächstes Jahr in den Kindergarten. Und ich bin an vielen Tagen wirklich am Ende meiner Kraft. Ich komme an meine Grenzen und manchmal wenn ich andere Mütter sehe, frage ich mich, wie ich es noch besser machen kann.

Ich bin oft hektisch und vergesse was mitzunehmen. Nichts wichtiges, aber trotzdem passiert das irgendwie anderen nie. Bei mir brüllen sie dann beide an der Tür und ich weiß nicht wo mir der Kopf steht.
Mein Mann arbeitet bis spät nachmittags und dann schalte ich nen Gang runter.
Wenn dann lege ich meinen Kleinen etwas beiseite und versuche mit der Großen was Schönes zu machen, aber ich habe oft ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht beiden gerecht werden kann.
Ich habe keine Hilfe von außerhalb, aber ich bin einmal die Woche bei einer Krabbelstunde.
Mittlerweile ist es Routine geworden, aber ich freue mich auch, wenn meine Große im Kiga ist.

Wenn du die Vormittage schon für dein Baby hast, dann genieß das mal!!!:-p Mit dem Stillen wird es ja auch von Woche zu Woche besser!!