Stillen und zufüttern!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von murmel1209 28.01.11 - 12:16 Uhr

Hallo,

ich habe am 31.12. meinen Sohn entbunden und er kam mit 4540 Gramm auf die Welt, also ein ganz schöner Brocken. Nun stille ich, mußte aber auf Grund des großen Hungers meines Kleinen im Krankenhaus zufüttern. Jetzt ist es so das ich zwar nach fast 4 Wochen pro Mahlzeit ( ich pumpe die Muttermilch ab ) zwischen 150 ml und 80 ml Milch habe. Er trinkt im Schnitt 135 ml pro Mahlzeit. Wenn ich weniger als 135 ml Milch habe füttere ich zu. Nun nimmt mein Kleiner so schnell zu, er hat nun nach ca. 4 Wochen ein Gewicht von 5700 Gramm. Ich bin darüber ziemlich erschrocken. Er hat fast alle 2 - 3 Stunden Hunger. Ich komme nicht auf die 5 Mahlzeiten am Tag die auf der Fertigmilch angegeben sind.

Ist das Essverhalten normal?

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.

Viele Grüße murmel1209


Beitrag von qrupa 28.01.11 - 12:40 Uhr

Hallo

das sind ganz normale Abstände für ein Baby in dem Alter. Und auch die Gewichtszunahme ist wirklich nichts ungewöhnliches für gestillte Babys. Wobei die Frage wäre ob du nicht lieber versuchen willst vom pumpen wegzukommen und nurnoch zu stillen, denn das würde dir sicher einiges an Arbeit einsparen

Beitrag von tigrib83 28.01.11 - 12:40 Uhr

hallo murmel!

ich habe am 14.1. einen buben mit 4260g entbunden. auch ich musste in de klinik zufüttern, da ich auf grund eines ks einen verspäteten milcheinschuss hatte und er bereits über 10% des anfangsgewichts verloren hatte. leider habe ich immer noch nicht genügend muttermilch und kombiniere stillen und zufüttern. ich gebe ihm pre aptamil - laut meiner hebamme darf er das so oft und so viel er möchte - ist der muttermilch nachempfunden und darf frei gegeben werden. mein kleiner hat so alle 3-4 stunden hunger und bekommt dann zwischen 90-120ml.

welche nahrung verwendest du? auch eine pre?
was meinte der kinderarzt zur gewichtszunahme?

lg tigrib

Beitrag von urmel29 28.01.11 - 12:57 Uhr

Hallo,

kann das immer nicht nachvollziehen, wenn es heisst "zufüttern". Sobald man mit einer Fertigmilch zufüttert, hat man automatisch weniger Milch.

Meine Hebammen haben mir gesagt, dass man genügend Milch hat um sein Baby zu stillen. Die Milchmenge stellt sich ein, Angebot und Nachfrage!

Kein Stillkind wird verhungern, man muss nur Geduld haben, der Körper stellt sich auf die Stillmenge ein. Und es ist klar, dass man als Stillmama öfters ran muss, als mit der Fertigmilch.

Mein Großer kam tagsüber alle 2-3 Std. Nachts auch alle 3-4 Std. Ist jetzt 23 Monate alt und wurde bis 11 Monate (da nur noch zum Einschlafen) gestillt. Manchmal sass ich Abends 2-3 Std. da, da er nur am Trinken war, nach 2-3 Tagen stellte sich sowohl die Stillmenge als auch er darauf ein und es paßte wieder, diese Phasen hatten wir alle paar Monate.

Der Kleine mit 4 Monaten kommt sowohl Nachts wie Tagsüber alle 2 Std.
Es ist anstrengend, aber ich stille aus Überzeugung und käme nie auf den Gedanken zuzufüttern, wobei mir das schon einige empfohlen hätten...

Angebot und Nachfrage heisst es beim Stillen.

Alles Gute für euch!

lg
s´urmel

Beitrag von anulka 28.01.11 - 13:14 Uhr

Hallo

habe gerade weiter oben ähnliches gepostet.

Ich weiß es heißt immer Angebot und Nachfrage, glaube mir ich habe es versucht, mein Sohn war auch nach einer Woche ausschließlich stillen nach keiner Mahlzeit richtig satt - und ich meine nicht das Kommen aller zwei Stunden ich meine direkt nach der Mahlzeit unzufrieden, könnte weiter trinken aber spuckt dann.

Ich habe auch wenn ich Fertignahrung gegeben habe, die Brust nicht "in Ruhe gelassen" sondern dafür abgepumt und ich kriege damit sogar mehr raus als mein Baby - es trinkt an der Brust ca. 100 ml und ich pumpe ohne anzulegen ca. 200 ml ab.

Ist schon irgendwie komisch, ich weiß - aber es scheint tatsächlich Kinder zu geben die vielleicht aufgrund einer Trinkschwäche oder Saugverwirrung nicht genug Trinken können..

Ich weiß auch nicht - wäre froh wenn mein sohn nach den mahlzeiten zufrieden wäre und suche jetzt auch nach einer lösung..

Beitrag von qrupa 28.01.11 - 13:32 Uhr

Aber sowohl eine Trinkschwäche wie auch eine Saugverwisruung lassen sich mit professioneller Hilfe (ausgebildete Stillberaterin) normalerweise beheben.
Es gibt wirklich nur einen winzigen Prozentsatz an Frauen die tatsächlich zu wenig Milch bilden können für ihre Babys (immer vorausgesetzt stillen nach Bedarf und die Mutter ist gesund und hat nicht mehr Streß und Sorgen als das mit einem neuen Baby eh normal ist).

Wobei es auch ganz normal ist dass Babys an der Brust nicht immer gleich viel trinken und auch nicht jedes weinen nach dem Stillen/ Flasche bedeutet auch dass es immernoch hungrig ist. Wenn doch dann hilft nur weiter stillen bzw mehr Milch in die Flasche

Beitrag von rana1981 28.01.11 - 13:11 Uhr

Hallo Murmel,

ich habe am 12.11 entbunden. Jannika wog 4630g. Auch im KH habe ich das Zufüttern möglichst kurz gehalten. Habe dann auch gepumpt und das auch noch daheim. Ich kann nur sagen: Anlegen! Die Milch kommt dann schon und es reguliert sich! Mittlerweile brauche ich nicht mehr zufüttern und kann voll stillen! Das hat aber auch seine Zeit gebraucht! Nur MUT!

Liebe Grüße Maike mit Jannika (11 Wochen)