komplizierter Sachverhalt bzgl. Namensänderung! Bin am verzweifeln...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von niunia84 28.01.11 - 14:38 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich hätte gerne anderes zu berichte bzw. zu fragen, doch es ist wie es ist und ich könnte nur noch heulen...

Kurze Erklärung meiner Vorgeschichte.

Ich wurde als Kind (7 Jahre alt) von meinem Stiefvater adoptiert. Meine leibliche Mutter hat ihn damals als ich 3 Jahre alt war geheiratet. Ich trage seinen Nachnamen und kann damit leben aber identifiziere mich nicht wirklich mit dem Familiennamen.

Vor 1,5 Jahren kam mein Sohn zur Welt. Er hatte erst meinen Nachnamen und an seinem 5. Lebenstag bekam er den Nachnamen seines leiblichen Vaters. Ich war auch sehr zufrieden damit weil es gab ja rosa Wölkchen und er wollte mich heiraten usw.

Es sind viele traurige Dinge passiert und ich habe sooooo viel geschluckt nur damit aus uns eine Familie wird, doch es wurde noch schlimmer.

War nun beim Standesamt und habe eine Änderung des Nachnamens für meinen Sohn beantragt und er soll wieder so heißen wie ich. Bisher musste ich z.B. einige male einen Sorgerechtsnachweis erbringen (z. B. in der Kindernotaufnahme) wegen dem unterschiedlichen Nachnamen... Mir reichts...

Es war ein fehler den Namen seines Vaters annehmen zu lassen, und ich bereue es sehr. Doch die Hoffnung, dass alles gut werden könnte stirbt zuletzt, deshalb meine naive Frage.

Solange ich "alleinerziehend" bin, möchte ich schon, dass der kleine weiß, zu wem er gehört. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Für mich war es sehr ängstigend, nicht so zu heißen wie meine Mutter. Schließlich bin ich seien Hauptbetreuungsperson.
Sein Vater ist überraschend einverstanden damit und hat nicht mal gezögert. Wir haben gemeinsames Sorgerecht.

NUN DAS PROBLEM BZW. DIE EIGENTLICHE FRAGE:

Sollte mein Sohn nun wieder meinen Nachnamen bekommen und ich seinen Vater z. B. in 10 Jahren doch heiraten, kann er dann wieder seinen den Namen seines Vater annehmen? Wäre doch blöd wenn es dann nicht ginge. Oder ist diese Namensänderung dann nicht mehr rückgängig zu machen? #kratz

Bitte keine ätzenden Kommentare. Ich danke für jede sachliche Antwort.

Beitrag von karna.dalilah 28.01.11 - 14:47 Uhr

rufe doch beim Standesamt an, die Standesbeamten können sie dir fachlich richtige Auskünfte geben. :-)

LG
Karna

Beitrag von brianna123 28.01.11 - 15:00 Uhr

Hallo!

Ich schließe mich an! Frag mal beim STandesamt nach!

Eine weitere Option wäre da ja noch, dass der Kindesvater bei einer eventuellen Heirat deinen Namen annimmt. Wäre etwas unkomplizierter...

LG

Sabrina

Beitrag von manu-ll 28.01.11 - 18:46 Uhr

Soeweit ich informiert bin ist es nicht so einfach die Namensgebung wieder rückgängig zu machen auch wenn der Vater jetzt zustimmt.

Hat dir das Standesamt denn zugesichert, dass das jetzt geht??


Macht das überhaupt das Standesamt?? Dachte, da sind die nicht zuständig, Geld würde es doch auch kosten?!

Manu

Sorry für die vielen Fragen, würde mich aber mal interessieren.

Beitrag von lachris 29.01.11 - 12:24 Uhr

Hi,

eine standesamtliche Namensänderung Deines Sohnes ist leider nicht möglich, da ihr den Namen einmal festgelegt habt.

Ggf. kommt aber eine behördliche Namensänderung in Betracht, dafür benötigt man aber einen wichtigen Grund. Der Sachbearbeiter kann Dir sagen, ob er Deine Begründung akzeptiert.

Bei uns würde Deine obige Argumentation allerdings nicht ausreichen. Schließlich gibt es viele Länder in denen die Frauen bei der Eheschließung ihren Namen behalten müssen und die Kinder immer anders heißen. Man hat halt immer eine Geburtsurkunde mit und damit kann man die Mutterschaft nachweisen.

Anders wäre der Fall, wenn der Vater Dein Kind misshandelt hätte und das Kind daher zum Psychologen geht. Das ist niemandem zu wünschen, und das habe ich aus deinen Worten jetzt auch nicht herausgehört. Aber das wäre ein Beispiel für einen wichtigen Grund (müsste natürlich alles nachgewiesen werden).

Aber vielleicht ist Eurer Sachbearbeiter nicht so streng in der Auslegung der Vorschriften...

Sollte Dein Kind doch rgendwie wieder Deinen Namen bekommen, kann dieser bei einer Eheschließung deinerseits geändert werden. Aber nur dann, wenn Du auch den Namen des Mannes annimmst.

VG lachris