Hausaufgabendrama

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nica23 28.01.11 - 16:42 Uhr

Hallo,

sagt mal bin ich die einzige, die einen 2. Klässler daheim hat, der ständig ein riesen Drama aus den HA macht? Wir sitzen bis zu 2 Stunden, aber nicht weil ers nicht kann, sondern weil er die meiste Zeit bockig ist. Wehe ich sage, er soll ordentlicher schreiben, dann hört er gleich auf. Die Lehrerin hab ich schon oft angesprochen, denn er schmiert wirklich sehr, aber sie reagiert nicht und lässt es so durchgehen.
Dann stehen Aufgaben im Heft, die er aber angeblich nicht machen soll, also nächster Streit. Stehen ja schließlich drin, damit er sie macht!
Sag ich ihm er solls dann eben nicht machen, hat er halt Ärger in der Schule, bockt er auch.
Auf Lernen hat er gar keine Lust!

Was sind denn so eure Tricks?

Nica

Beitrag von sandra081981 28.01.11 - 16:56 Uhr

Hallo,
ja hier ich, ich hab auch so einen. Deine Beschreibung passt 100 % auf meinen... Wobei er teilweise noch länger als 2 Stunden an den Hausaufgaben sitzt (oder nicht sitzt...) Da wird gebockt, getobt, geheult was das Zeug hält.

Was da hilft? Keine Ahnung... Er darf halt erst spielen, raus, Süßes o.ä. wenn die Hausaufgaben fertig sind. Aber helfen tut das nicht wirklich.

Bin gespannt ob jemand anderes vielleicht den ultimativen Tipp hat.

VG
Sandra mit 3 Jungs

Beitrag von tauchmaus01 28.01.11 - 17:01 Uhr

Bei uns gab es in der Zeit einfach Hausaufgabentaler

https://www.gummibaerenland.de/produkt-bilder/brause_taler.500.400.0.jpg

für Hausaufgaben die ohne Stress und ordentlich gemacht wurden gab es davon 2-3 Stück, je nach Umfang der Hausaufgabe.
Nach wenigen Wochen schlich sich der Alltag ein und die Taler wurden vergessen. Aber immer wieder wenn es Krisen gibt, dann tauchen sie wieder auf und helfen.;-)

Die waren heißbegehrt und es hat wunderbar geklappt.

Mona

Beitrag von hinterwaeldlerin09 28.01.11 - 17:07 Uhr

Hallo,

du machst, was die Schrift anbetrifft, mehr Druck als seine Lehrerin?

Er macht die Aufgaben nur unter Mühsal und mit Widerwillen...und du sagst ihm dann noch, er soll ordentlicher schreiben?

Hm.

Hast du es mal anders rum versucht?

Nicht meckern, drohen (Ärger), schimpfen...sondern wenn er etwas EINIGERMAßEN macht, mal belohnen? Kleine Ziele vorgeben und für das Erreichen loben? Und das Kritisieren seiner Schrift einfach mal lassen?

Das er so keine Freude am Lernen entwickelt, ist klar.

Er hat noch Jahre Zeit, eine leidlich gute Handschrift zu entwickeln.

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von nica23 28.01.11 - 19:56 Uhr

Naja, die Lehrerin sagt halt nichts bei den Hausaufgaben, in den Proben bekommt er dann die Punkte abgezogen, weil es eben nicht lesbar ist.

Ich verlange keine Schönschrift, aber die Buchstaben sollten doch wohl wenigstens in den Zeilen stehen und eine 5 als solche auch erkennbar sein. Oder sehe ich das falsch?

Übrigens schimpfe ich nicht, ich sage eher gar nichts dazu und höre mir nur sein Gezetter an.

Beitrag von leiahenny 28.01.11 - 17:17 Uhr

Es sind seine Hausaufgaben und nicht Deine;-).
Wieso sitzt Ihr und nicht ER ?

Hör auf Ihn als Baby zu behandeln , er ist jetzt ein Schulkind. Und dazu gehört auch die Erfahrung, das es Ärger in der Schule gibt wenndie Hausaufgaben nicht gemacht sind.

Klar willst Du das Beste für dein Kind, nur das Beste für ihn ist Erfahrungen zu machen. Und das Beste für Dich und Ihn ist das klare Signal . Wenn Du hilfe möchtest helfe ich Dir, ansonsten ist es deine Sache.

Außerdem sind Jungs eh viel schlichter wenn es um Hausaufgaben geht, als die Mütter die alles im schick haben möchten.

Sprich mit der Lehrerin falls Du unsicher bis.

Beitrag von luka22 28.01.11 - 21:34 Uhr

"Und dazu gehört auch die Erfahrung, das es Ärger in der Schule gibt wenn die Hausaufgaben nicht gemacht sind."

Das dachte ich auch. Leider mache ich die Erfahrung, dass alles, was dein Kind vergisst oder schlampig erledigt, am Ende auf die Eltern (i.d.R die Mütter) zurückfällt. Einerseits liegt es ja auch in der Verantwortung der Eltern nach ihren Kindern zu schauen und gerade in den ersten Jahren die Kinder zu unterstützen. Andererseits sehe ich die Gefahr, dass sich Lehrer zu sehr auf elterliche Hilfe verlassen. Die Lehrerin meiner Tochter erwartet z.B. wirklich, dass die Hausaufgaben fehlerfrei sind. Wenn etwas falsch ist, dann macht sie kommentarlos ein Fragezeichen dahinter. Ich habe immer das Gefühl dieses Fragezeichen gilt mir, in der Art: Haben Sie diesen Fehler übersehen?
Und ganz schwierig ist es eben bei Kindern die trödeln. Meine Schwägerin tut mir da einfach leid. Das Kind schafft ungefähr die Hälfte des Arbeitspensums in der Schule. Das schreibt die Lehrerin dann mit drei Ausrufezeichen unter das Arbeitsblatt. Und meine Schwägerin soll dann zu Hause richten, was nicht einmal diese strenge Lehrerin schafft: Die Tochter muss die unerledigten Arbeitsblätter vom Vormittag zu Hause fertig machen und zusätzlich noch ihre Hausaufgabe.
Es ist alles nicht so einfach!

Grüße
Luka

Beitrag von leiahenny 29.01.11 - 14:40 Uhr

In beiden Fällen würde ich dies auf dem nächsten Elternabend ansprechen lassen - sinnvollerweise vorher bereits mit den Elternvertretern besprechen, dann können diese das Thema anbringen ohne dass es auf einen einzelnen Schüler zurückfällt.

Ein kommentarloses Fragezeichen ist im übrigen eigentlich eine Unverschämtheit - weil eben Eltern eigentlich nicht die Hilfslehrer sind.
Lehrer beschweren sich immer über die Einmischung von Eltern, nur wenn diese zu Hilfsarbeitern gemacht werden, dann ist das wohl auch normal, wenn Eltern Lehrern nichts mehr zutrauen.

Beitrag von janamausi 28.01.11 - 18:22 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht zwar erst in die 1. Klasse und macht auch in der Mittagsbetreuung ihre Hausaufgaben aber uns wurde von Anfang an gesagt, dass die Kinder alleine ihre Hausaufgaben machen sollen.

Ich kontrolliere dann Abends nur die Hausaufgaben. Bis jetzt ist es zweimal vorgekommen, dass sie nicht alle Hausaufgaben in der Mittagsbetreuung gemacht hat. Beim ersten mal gab es auch Theater als ich sie gedrängt habe die Hausaufgaben noch zu machen. Beim zweiten hab ich nicht viel gesagt weil meine Tochter auch behauptet hat, dass sie die Aufgaben angeblich nicht aufhat #augen. Sie hat dann "Ärger" von der Lehrerin bekommen weil sie nicht alle Hausaufgaben gemacht hat. Das hat viel mehr gewirkt als wenn ich etwas gesagt hätte.

Ich glaube auch dass es schwierig ist, einem Kind beizubringen das es nicht so schmieren soll wenn die Lehrerin nichts sagt:-(

LG janamausi

Beitrag von tauchmaus01 28.01.11 - 18:29 Uhr

Jedes Kind ist doch da anders.
Gerade in der ersten Klasse war meine Tochter froh wenn wir uns gemeinsam hingesetzt haben und ich einfach bei ihr war und Fragen beantwortet habe. Die Selbstständigkeit bei den Hausaufgaben schleicht sich einfach in den Alltag ein (meine Erfahrung jedenfalls).

Bei meiner Tochter fing das Schmieren leider auch eines TAges an. Wir haben es so gemacht, dass sie geschmierte Hausaufgaben nochmal schreiben mußte. Sie kann sich also überlegen ob sie sich gleich Mühe macht, oder nochmal alles schreibt. Hat geklappt #schein und war auch mit der Lehrerin abgesprochen. Im Gegenzug zu den Hausaufgaben bei denen ich drauf achte dass alles sauber geschrieben ist, habe ich mit der Lehrerin vereinbart, dass sie eine Schönschreibhausaufgabe gegen soll wenn sie in der Schule schmiert. Das haben wir Jule erklärt und sie mußte noch nie einen Extrazettel machen.


Mona

Beitrag von sweety03 28.01.11 - 19:11 Uhr

hallo,

unsere tochter ist in der 2. klasse und hat auch im ersten schuljahr und noch zu beginn der 2. klasse oft gebockt und gezetert bei den hausaufgaben. ich habe dann mit der klassenlehrerin gesprochen, dass ich bei einem bockanfall ins merkheft schreibe, dass wir die hausaufgaben abbrechen mussten. dafür musste sie die aufgaben dann in der schule nachmachen.
als es im september ganz schlimm war, habe ich mit der klassenleherein abgestimmt, dass sie eine stunde nachsitzen muss, wenn sie wieder bockt. der fall trat ein, und meine tochter ist ein für alle male kuriert.
sie hat seit oktober nicht einmal gezetert, ist zwar nicht immer voller begeisterung dabei, aber sie macht ihre aufgaben.
ich mische mich da nicht mehr ein. ich bin jederzeit für sie ansprechbar, aber unser zauberwort ist selbstbestimmung. das ist ihr ding, ich kann nur unterstützend tätig sein, aber letztendlich muss sie dafür verantwortung übernehmen, dass sie ihre hausaufgaben gemacht hat.

sweety








Beitrag von ohmama 28.01.11 - 20:46 Uhr

Hallöchen Nica!



Zeitlimit setzen,
Hausaufgaben selbständig machen lassen- dennoch für Fragen jederzeit parat stehen,
die Verantwortung dafür auch allein übernehmen (bei uns zieht am meisten, wenn mal was im Heft rot von der Lehrerin angestrichen wird und sie kein Lob übrig hat),
wenn das Zeitlimit nicht eingehalten wird, oder das Gebocke groß wird, Hausaufgaben abbrechen und ohne oder mit halbfertigen Hausaufgaben zur Schule schicken.

Ansonsten viel loben wenn es gut läuft und über ein nicht so tolles Schriftbild (vor allem, wenn die Lehrerin zufrieden ist) hinwegsehen!!!

LG Bille

Beitrag von bi_di 29.01.11 - 06:49 Uhr

Ordentlich schreiben:
Wenn seine Schrift für die Lehrerin reicht, wieso nicht für Dich?

Aufgaben im Heft:
Woher willst Du wissen, das das wirklich keine Fleiss-Aufgaben sind? Wenn es keine sind, wird ER Mecker bekommen und Du es irgendwann erfahren. Mein Sohn hat auch manchmal Aufgaben in seinem Heft stehen, die freiwillig sind. Die macht er oder auch nicht. Und nein, ich kann es nicht beurteilen - ich vertraue ihm da einfach. Würde er diesbezüglich schummeln, würde ich es eh erfahren.

Lernen:
Wie sind denn seine Noten? Ist er so mies, das er sonst nicht mitkommt?

Wäre ich Dein Sohn, wäre ich auch bockig...

Grüsse
BiDi