Wie soll ich damit umgehen wenn meine Schwester bald schwanger wird?

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von miss_manu 28.01.11 - 16:45 Uhr

Hallo!

Seit fast 5 Jahren versuchen wir nun, ein Kind zu bekommen. Außer mehrerer negativer künstlicher Befruchtungen und einem Frühabort hat sich nichts getan. Ich leider sehr darunter, meine Psyche ist knapp vorm zerbrechen. Die Schwangerschaften anderer Frauen belasten mich, besonders in meinem nähreren Umfeld.
Nun wird meine jüngere Schwester im Juli heiraten und sie wollen dann auch sofort mit Baby basteln beginnen. Ich liebe meine Schwester, trotzdem habe ich schon jetzt wahnsinnige Angst vor einer Schwangerschaftsnachricht, sodass ich jeden Tag daran denke und sich mir alles zusammenzieht.
Meine Mutter sagte heure zu mir:" Wenn deine Schwester vor dir schwanger werden sollte, solltest du dich schon darüber freuen können. wenn du das nicht kannst, dann arbeite an dir." Sie hat mir das direkt im Fitnesscenter gesagt, sodass ich zu heulen begonnen habe und aufs klo geflüchtet bin.
Was soll ich nur tun? Wie soll ich damit umgehen. Ich ertrage es einfach nicht, wenn dann alle in der Familie wegen dem eventuellen zukünftigen Nachwuchs außer Häuschen sind. Ich weiß ich werde mich leer und wie der größte Versager fühlen.
Bin sehr verzweifelt und für jeden Tipp dankbar.
lg manu

Beitrag von sparrow09 28.01.11 - 16:59 Uhr

Hallo,
genau das Problem hab ich jetzt.
Wir basteln ja nun schon seit über drei Jahren an einem Baby und meine Schwester bekommt jetzt ihr drittes Kind.
Meine Mutter hat es mir gesagt,und es hat mir einen Stich gegeben,hätte fast geheult. Natürlich freue ich mich für sie,aber es tut schon ziemlich weh und ich weiß nicht,wie ich damit umgehen soll.
Letztens haben die am Tisch getuschelt (sie weiß noch nicht,dass ich es weiß) und ich saß direkt daneben!!!Das tat schon weh,ich wäre am liebsten gegangen.
Ist ja nicht so,dass keiner mehr schwanger werden darf,aber ein bisschen mehr rücksicht und Verständnis hab ich mir schon gewünscht. Ist schon mies,wenn ich merke,dass die sich freuen und hinter meinem Rücken über mich reden und sagen,sie dürften sich wegen mir nicht freuen.
Ich würde mich ja freuen,aber ich brauche halt Zeit und das Getuschel macht es mir noch schwerer.
Ich hoffe,dass deine Familie einfühlsamer ist.
Klar tut´s weh,aber irgendwann wirst du damit umgehen können.

Liebe Grüße

Beitrag von gelb0101 28.01.11 - 17:02 Uhr

Ich weiß, dass das schwer ist. Aber d e i n Schicksal hat nichts mit deiner Schwester zu tun. Sie ist nicht Schuld daran, dass du noch kein Kind hast. Sie kann nichts dafür, also sei nicht zu ungerecht zu ihr. Die Nachricht wird bestimmt hart, aber ich glaube, auch du wirst dich dann irgendwann über eine kleine Nichte oder einen kleinen Neffen freuen. Das braucht Zeit.

Beitrag von littlecat 28.01.11 - 17:10 Uhr

Hi,

ich kann Dich gut verstehen. Wir mussten auf unsere erste Schwangerschaft fast 4 Jahre warten. In der Zeit sind in unserem Umfeld 12 Babys geboren worden - zwei davon waren meine Nichten. Sowohl meine Schwester als auch meine Schwägerin haben im Abstand von drei Monaten ihre Töchter bekommen. Es war nicht immer schön, mal wieder daneben zu stehen. Aber es gibt Frauen, die trotz Schwangerschaft vernünftig mit "FoKiWu-lerinnen" umgehen können.

Gerade die Beziehung zu meiner Schwester ist durch ihre Schwangerschaft besser und enger geworden. Sie war sehr rücksichtsvoll und hat mir sehr vorsichtig und mit viel Zeit in angenehmer Atmosphäre erzählt, dass sie ss ist. Was mir sehr geholfen hat, war dass sie mich zwar an ihrer Schwangerschaft hat teilnehmen lassen (US-Bilder gezeigt, Babyshopping...). Aber sie kannte auch noch andere Gesprächsthemen, man konnte sich trotzdem noch mit ihr ganz normal unterhalten.

Außerdem hat sie auch akzeptiert, dass es bei mir immer wieder auch mal Tage gab, an denen es mir in ihrer Gegenwart eben nicht so gut ging. Das solltest Du ihr ehrlich sagen können.

Ich denke, Euch hilft ein ruhiges Gespräch, in dem ihr für Euch die Situation besprechen könnt. Jeder sollte Verständnis für den anderen aufbringen und vielleicht solltet Ihr auch drüber sprechen, wie Ihr miteinander umgehen wollt, wenn es soweit ist.

LG
Littlecat

Beitrag von skea 28.01.11 - 17:25 Uhr

Hallo
Als ich damals gleichzeitig mit meiner Schwester schwanger war und das Kind verloren habe bin ich sogar in ein anderes Bundesland gezogen und habe mich von meiner Familie entfernt weil ich es nicht ertragen konnte dieses Baby aufwachsen zu sehen.

In der neuen Stadt habe ich meinen Mann kennengelernt und zu den Kinder mittlerweile auch drei Stück meiner Schwester halte ich seit ich in einer Kinderwunschklinik bin und weiss uns wird geholfen telefonischen Kontakt.
Als wir noch nicht in der Klinik war und gehört habe sie ist schon wieder schwanger bin ich immer wieder heftigst abgestürzt.

Die Kinder habe ich auch jetzt obwohl mein Neffe schon 7 Jahre alt ist nur einmal im Leben gesehen.

Meine Schwester wurde dann noch 2 mal schwanger. Einmal sogar kurz nach einen negativen Versuch von mir. Sie sagte es ist einfach passiert.
Leider endeten alle beide Schwangerschaften in einer Fehlgeburt.

Mittlerweile sehe ich aber vieles mit anderen Augen und weisst du was ich mir gewünscht hätte. Das meine Schwester mich gefragt hätte ob ich nicht vielleicht Taufpatin werden würde. Es ist zwar nicht das eigene Kind aber auch als Patin hat man Verantwortung zu tragen. Vorallem wenn es dann auch noch in der Familie ist finde ich das toll.

Eine gute Freundin machte mir das grösste Geschenk was es gibt. Sobald sie schwanger ist darf mein ich und mein Mann Paten werden. Wir freuen uns sehr drauf das wir die Eltern mal entlasten dürfen und sie es uns erlauben mit dem Kind mal in den Zoo zu gehen oder vielleicht auch mal übers Wochenende Babysitter zu spielen. Wir dürfen sogar mit dem Kind in den Urlaub mein Mann plant hier schon. *gg* Dieses Kind wird in unserer Familie voll integriert. Das heisst es darf hier ein und aus gehen wenn es uns braucht sind wir da.

Es ist zwar nicht das eigene Kind und wir wollen um gottes willen das Kind den Eltern nicht wegnehmen aber auf eine Patenschaft die nur aus Geld und Geschenke besteht haben wir keine Lust. Den sollte den Eltern mal was passieren wird das Kind beim Paten aufwachsen. Dies wird auch alles notarlich festgelegt.

Sollte ich vorher schwanger werden dürfen sie Paten werden und für mich und meinen Mann gelten die gleichen Voraussetzungen bzw ich erwarte es auch und ich weiss das die beiden diese Aufgabe die sie bekommen gewissenhaft übernehmen.

Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für euch.

lg Skea

Beitrag von nigna 28.01.11 - 17:29 Uhr

Hallo,

ich habe das durch. Wir versuchen seit Juni 2007 ein Baby zu bekommen. 2009, einen Tag vor meinem Geburtstag, hat meine kleine Schwester mir am Telefon erzählt, dass sie schwanger ist. Dabei war das gar nicht geplant.

Plötzlich drehte sich alles um sie, die SS, etc. Meine ganze Familie schien vergessen zu haben, dass es mir vielleicht schwer ist oder ich ab und zu mit der Situation zu kämpfen habe.

Meine kleine Nichte ist das süßeste Kind, das es gibt (noch :-p), aber es war und ist hart. Ich hab immer versucht, gut damit umzugehen, aber zwischendurch hab ich auch meine Tiefpunkte.

Grade jetzt hat mir meine kleine Schwester verkündet, dass sie die Stillpille abgesetzt hat und mal sehen... Eigentlich verhüten sie und ihr Mann noch. (aber man weiß ja, wie sowas endet)

Ich stehe kurz vor meinem ersten IUI- Zyklus (der auch unsere erste wirkliche Chance auf eine SS ist und es geistert mir natürlich die ganze Zeit im Kopf rum, dass SIE nicht schon wieder dran sein darf, sondern erstmal ICH.

Aber was will man tun, ich liebe sie deswegen nicht weniger. Auch wenn ich mir manchmal vorkomme, als hätte sie mir etwas weggenommen. :-(


Ich wünsch dir viel Kraft und drück dir fest die Daumen, dass du dein Glück erleben darfst, bevor deine Schwester anfängt. #klee

#blume LG nigna

Beitrag von motmot1410 28.01.11 - 17:53 Uhr

Ich kann schon verstehen, dass es schwierig ist zu sehen, wie andere Frauen in Deinem Umfeld einfach schwanger werden. Und ich kann auch verstehen, dass Du Angst vor einer Schwangerschaft Deiner Schwester hast. Aber Deine Mutter hat recht! Auch wenn es schwer ist, aber das Leben ist nun einmal so. Niemand wird seine Lebensplanung nach Dir richten und deshalb wirst Du an Dir selbst arbeiten müssen.
Du schadest Dir nur selbst, wenn Du nicht lernst mit solchen Situationen umzugehen und Dich vielleicht auch dem Gedanken stellst, dass Du Dich vielleicht irgendwann einmal von Deinem Kinderwunsch verabschieden musst.
Ja, das ist hart und Deine Gefühle werden sich auch nicht von heute auf morgen ändern. Aber so geht es nicht weiter!
Ich kann Dir wirklich nur empfehlen, Dir professionelle Hilfe in Form eines Psycho-Therapeuten zu suchen. Mir hat das damals in einer anderen sehr belastenden Situation sehr geholfen und es hat mir vor allem auch geholfen, mich von meinem unerfülltem Kinderwunsch nicht völlig einnehmen zu lassen.

Alles Gute#klee#klee#klee

Beitrag von chez11 28.01.11 - 18:49 Uhr

huhu

oh das tut mir leid und ich weis genau wie du dich fühlst.
ich weis das seit geraumer zeit meine cousine bastelt und ich hatte auch immer angst vor der Nachricht.
meine cousine ist übrigens noch nicht schwanger, aber im Februar kam unerwartet meine schwester mit dieser nachricht, sie hat 2 kinder und hatten eigentlich mit der planung abgeschlossen.

Im ersten moment war ich echt geschockt aber komischerweise hab ich mich dann auch gefreut;-) hätte das selbst nie gedacht das ich mich da freuen kann;-)
und dann kam der knall im Mai 10 hat tasächlich unser 9. versuch gefruchtet und nun bin ich schon 3 tage vor der einleitung und der kleine meiner schwester bereits ein halbes jahr.

was ich sagen will, du kannst es nicht ändern, du musst lernen damit umzugehen auch wenn es schwer ist und das weis ich nur zu gut.
wir haben 4 jahre gebraucht und eben 8 negative´s gehabt bevor dann eben der neunte versuch eingeschlagen hat.

LG und alles gute, hoffe dein traum erfüllt sich auch bald#herzlich