Wie soll das nur enden? Eltern :-(

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jennychrischi 28.01.11 - 20:20 Uhr

Ich hab in letzter Zeit viel Streit mit meinen Eltern. Seit unser Schatz auf der Welt sind, sind wir eine kleine Familie. Wir genießen auch mal gern die Zeit zu dritt. Am Dienstag eskalierte der Streit mit meiner Mutter nun . Ich hatte vor kurzem schonmal gepostet, das sie den kleinen Mann "gehauen" hat. Es gab am Telefon ein Wort das andere und sie fing an zu heulen. Sie ließe sich nicht sagen, wie sie mit ihrem Enkel umging, ich würde ihr da keine Vorschrift machen können.
Ich habe lediglich klipp und klar gesagt: Unser Kind, unsere Regeln. Und mein Kind wird von niemandem geschlagen, gehauen oder sonstwas! Ich habe ihr gesagt, dass ich als Kind nicht glücklich war zu Hause und seit sie ihren neuen Mann und das "neue" Kind hat, ich ohnehin abgeschrieben war.
Ich bin mit 17 von zu Hause weg und habe mich bemüht, ein normales Verhältnis zu wahren. Es sind nun schon so viele Sachen vorgefallen, das ich eigentlich denke, ohne sie komme ich besser klar. ABer es sind immer noch die Großeltern unseres Enkels und meine Eltern. Dazu kommt, das ich es nur so kenne, dass seit 10 Jahren immer einer von beiden über Krankheiten gejammert hat. Immer. Mein Stiefvater hatte einen schweren Verkehrsunfall und saß eine Zeit im Rollstuhl. Mama hat mehrere Bandscheibenvorfälle gehabt. SIe lässt sich aber auch nicht helfen. Sie weiß alles besser als die Ärzte. Das geht nun seit gut 10 Jahren so und irgendwann mag man es einfach nicht mehr hören.
Es haben ihr mehrere Ärzte eine psychologische Behandlung nahegelegt. Viele ihrer "Schmerzen" seien auch eine Kopfsache. Ich habe immer versucht, meinen zwei jüngeren Schwestern den Rücken zu stärken, denn sie haben es nicht so einfach zu Hause. Sie bekommen alles, wirklich alles was sie möchten. Wohnen sehr schön. Werden überall hingefahren wo sie möchten etc. Und trotzdem leiden sie unter dem "gejammer" der Eltern. Ich hab mir immer gesagt, es sind meine Eltern, sie waren für mich da als ich Kind war und nun ist es meine Pflicht, für sie da zu sein. Aber ich kanns nicht mehr. Und bei einem Telefonat am Dienstag eskalierte es und ich habe meiner Mutter die Meinung gesagt. Das ich nicht sehr glücklich zu Hause war. Das ich nicht das Gefühl hatte geliebt zu werden. Habe dann das Thema mit unserem SOhn nochmal angesprochen, das ich das nicht möchte etc. Sie wurde fast hysterisch.

Auf der einen Seite denke ich, ohne sie komme ich besser klar. Auf der anderen vermisse ich sie. Man ist immernoch eine Familie. Ich bin auch gern bereit den ersten Schritt zu machen, denn ich weiß, sie tun sich damit schwer ;-)

Nur wie?

Beitrag von aletheia 28.01.11 - 20:37 Uhr

Hallo,

ich kenne diesen Konflikt. Und meine Erfahrung sagt mir: Egal was passiert ist, es sind die Eltern und man will doch von ihnen geliebt und anerkannt werden.
Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass vor allem mein Vater sich nicht ändern wird und gewisse Dinge, die in der Kindheit versäumt wurden, auch nicht mehr nachgeholt werden können.
Ganz den Kontakt abbrechen ist vielleicht ein bisschen radikal aber sobald du merkst, dass es dir zu viel wird und es dir nicht mehr gut geht, solltest du wieder ein wenig auf Abstand gehen, finde ich.
Gut, dass du das Thema mit deinem Sohn nochmal angesprochen hast, das sollte echt nicht nochmal vorkommen.
Wie gesagt, es ist echt ein schwieriges Thema, über das ich auch schon viel nachgedacht habe, aber eine endgültige Lösung kann man da bestimmt nicht finden. Man muss immer schauen, wie es einem gerade mit der Situation geht und wie weit man auf den anderen zugehen kann, ohne selbst darunter zu leiden.
Ich hoffe, du kannst mit deinem Partner auch immer mal darüber sprechen.

LG
a.

Beitrag von jennychrischi 28.01.11 - 20:41 Uhr

Danke für deine Antwort. Ja leider ist das echt schwer da den perfekten Wfinden. Falls es den überhaupt gibt. So wie jetzt grad denke ich, möchte ich Mama anrufen und einach nur ihre Stimme hören. Mir widerstreben aber die Vorwürfe die dann wieder kommen :(

Beitrag von witch71 28.01.11 - 21:04 Uhr

"Ich hab mir immer gesagt, es sind meine Eltern, sie waren für mich da als ich Kind war und nun ist es meine Pflicht, für sie da zu sein."

Kleiner Denkansatz:

Fühlst Du Dich verpflichtet, für Deinen Sohn da zu sein? Oder ist es Dir ein Vergnügen?

30/40 Jahre später:

Würdest Du wollen, dass Dein Sohn sich verpflichtet fühlt, für Dich da zu sein? Oder wäre es Dir lieber, wenn er es von sich aus gerne wäre?

Und jetzt münze mal das Ganze auf Deine Eltern und Dich um. Lass Dir dabei ruhig ein paar Tage Zeit. :-)

Beitrag von jennychrischi 28.01.11 - 22:17 Uhr

Danke für deine ehrliche Antwort. Ich weiß worauf du hinaus möchtest, denke ich ;-) Ich bin normal gern für meine Eltern da. Von mir aus und nicht weil ich mich verpflichtet fühle ;-)

Beitrag von witch71 28.01.11 - 22:36 Uhr

Du solltest Dir doch ein paar Tage Zeit lassen #nanana

:-p

Wichtig ist nämlich auch, auf den Umkehrschluss zu kommen.

Beitrag von barbara67 28.01.11 - 21:57 Uhr

Deine Mutter haut dein Kind??#schock

Beitrag von jennychrischi 28.01.11 - 22:14 Uhr

Ja das hat sie getan. Und das ganze hat in meinem Kopf den Stein ins Rollen gebracht. Und ich liebe meinen Sohn über alles. Niemand, absolut niemand, hat das Recht das zu tun. Er war damals 10 Monate alt! Und da mache ich dann mit meiner Meinung weder vor meinen Eltern noch vor sonstwem halt. Das mögen vielleicht viele für Überzogen halten, aber das geht mir am Popo vorbei ;-)

Beitrag von gaia1976 28.01.11 - 23:57 Uhr

Deine Mutter scheint komplett beratungsresistent zu sein, bei solch krassen Dingen wie Kind hauen würde mir da nicht viel anderes bleiben als ein völliger Kontaktabbruch, oder, um den Schein zu wahren, nur noch kurze Besuche an Feiertagen. Niemals würde ich mein Kind alleine in die Obhut solcher Menschen geben.

Egal, für was Du Dich entscheidest, eines Tages wirst Du Deine Entscheidung Deinem Kind erklären müssen.

Da würde ich lieber erklären, warum es keinen Kontakt mehr zu Oma gibt als mich dafür zu rechtfertigen, warum ich das Kind zur Oma gebracht habe, obwohl ich wußte, dass ihr die Hand ausrutschen kann.

In diesem Sinne
Gaia

Beitrag von berry26 29.01.11 - 11:43 Uhr

Hi,

in einigen Dingen könnte man meinen du schreibst von meiner Mutter. Sie jammert auch ständig. Ist dank ihrer Beratungsresistenz bald ein Pflegefall und lässt sich absolut nicht helfen.

Da sie meine Mutter ist und ich es nicht mehr mit ansehen kann und ihr auch nicht helfen kann, habe ich den Kontakt einschlafen lassen. Sie meldet sich von sich aus eh nicht bei mir und ich möchte mich in ihre Problem einfach nicht reinstressen, wenn sie sich nicht helfen lassen möchte.
Ich schweife ab...

Tu einfach das was für dich und deine kleine Familie das beste ist. Wenn dich der Kontakt zu sehr belastet dann belass es dabei. Wenn deine Mutter ihr Enkelkind sehen will, dann wird sie sich schon melden. Ich finde übrigens auch nicht das du überreagiert hast und eine Entschuldigung fällig wäre.


LG

Judith