Folgen von Schlafinterventionen? Was tun bei Dauernucklern?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von claerchen81 28.01.11 - 23:21 Uhr

Hi,

bisher habe ich immer gedacht, wir hätten es eigentlich gar nicht so schlecht gemacht bei unserem Sohn. Nach dem JKKSL-Post habe ich da so meine Zweifel.

Unser Sohn war ein Schreikind, ich habe ihn lange Zeit in den Schlaf getragen und gestillt. Da er sehr geräusch- und lichtempfindlich war, musste ich ihn im abgedunkelten Schlafzimmer in den Schlaf begleiten (stillend, tragend, singend), ab 18:30 Uhr war für mich damit der Tag vorbei.
Nach 9 Monaten bin ich zusammen gebrochen. Seitdem haben mein Mann und ich uns abgewechselt, wir sind bei ihm geblieben, bis er schlief (wir hatten ihn im Arm oder auf dem Bauch), aber er bekam nur noch den Schnuller. Er weinte trotzdem 45-90 Minuten jeden Abend. Heute schläft er problemlos und friedlich in seinem Bett, aber im Grunde haben wir ihn damals "gebrochen", denke ich (obwohl es lange, lange Zeit Drama abends gab und wir immer bei ihm geblieben sind).

Das Problem: unsere Tochter ist jetzt ähnlich, auch sie will jetzt dauernuckeln und akzeptiert nur mich, den Schnuller nimmt sie nicht. Seit 2 Wochen verbringe ich meine Abende wieder im dunklen Schlafzimmer, tragen oder stillen im Wozi sind nicht möglich. Und langsam kommt das Trauma von damals wieder hoch, ich kann das nicht mehr.

Nur weiß ich mir nicht zu helfen: ich kann sie doch - so klein wie sie ist - nicht weinen lassen. Ich bin mir nicht sicher, ob unser Verhalten bei ihrem Bruder nicht doch Spuren hinterlassen hat (er ist heute absolut unauffällig, aber wer weiß?). Nur was kann ich tun? Selbst wenn ich sie in meinen Armen weinen lasse - sie akzeptiert den Schnuller nicht, das wäre Folter in meinem Beisein #schock.

Wenn ich hier lese, dass viele ihre Kinder in den Schlaf stillen - schlafen die dann einfach ein? Meine haben das niemal getan, sie blieben einfach dran hängen, sobald ich die Brust weg nehme, wachen sie auf! Was kann ich nur tun, um möglichst schonend mir selbst jedoch auch ein wenig Freiraum zu erhalten?

Gruß, C.

Beitrag von kapril 29.01.11 - 00:14 Uhr

Hab's grad schon in einem anderen post geschrieben. Mir hat das Buch "oje ich wachse" geholfen. Immer wenn eine schwierige Zeit kam habe ich darin verglichen ob es ein Schub sein könnte und es hat eigentlich auch immer zugetroffen. Leider macht man sich immer einen Riesen Kopf, gerade um das Thema schlafen, und dann renkt sich alles wieder ein.

Als es mal sehr schlimm war hab ich mir das Buch "schlafen statt schreien " gekauft, und auch daraus viele gute Tips entnommen.

Ob es nun an den sanften einschlaf Tips lag oder einfach der Schub überstanden ist kann ich nun nicht mehr sagen, aber auf einmal klappt es wieder mit dem schlafen.
... Aber der nächste entwicklungsschub kommt bestimmt.

Beitrag von wunki 29.01.11 - 11:03 Uhr

Hast du denn probiert sie nach dem Stillen ins Bettchen zu legen und dann einfach in den Schlaf zu begleiten? Ich hocke teilweise eine Stunde abends am Bettchen....obwohl er müde ist.

Ist sie denn müde?

Vielleicht ist ihr Bedürfnis nach Nähe am Tag nicht gedeckt worden? Dann könntest du es ja tagsüber mit ner Trage probieren.

Bei uns ist es mittlerweile so (seit ein paar Tagen), dass mein Sohn (7 1/2 M) mit uns im Bett schläft nachts. Er kam immer öfter und wollte sich nicht zurücklegen lassen (sein Bett steht neben meinem). Es ist nicht die gemütlichste Lösung für mich, aber wir bekommen mehr Schlaf weil er sich "bedienen" kann bzw ich nicht ganz wach werde..

Man muss sich ja klar vor Augen führen, dass wir kleine Babys haben. Sie haben die gleichen Bedürfnisse wie wir, nur eben vielleicht im höheren Maße.

Ich weiß nicht wie stark du psychisch leidest, aber versuch vielleicht erst mal weniger das Negative zu sehen, sondern sage dir, dass es DEFINITIV vorbeigeht.

Fühl dich gedrückt.

LG

Beitrag von strubbelsternchen 29.01.11 - 16:05 Uhr

Hallo,

hab vor kurzem das Buch "Schlafen statt Schreien - das liebevolle Einschlafbuch" gelesen und finde es wirklich gut.
Enthält viele Tipps zum Thema Schlafen und wie die Nächte insgesamt ruhiger und entspannter werden. Auch zum Thema Einschlafstillen bzw. -nuckeln abgewöhnen steht einiges drin.
Und alles auf sanfte und liebevolle Art und Weise, wirklich ohne Schreien.
Vielleicht bringt es dir ja was auch dieses Buch zu lesen.

LG #winke