Trotzphase mit 7 ?? Bitte Hilfe!! Wir verzweifeln hier noch!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ramona_27 29.01.11 - 08:07 Uhr

Hallo!

Sarah ist im November 7 geworden. Seit September gehtsie in die Schule.
Seit dem (ungefähr) ist sie wie ausgewechselt....

Vorher ruhig und "folgsam", nun aggressiv, schmollig und laut....
Bei jeder Kleinigkeit geht sie in die Luft! Reden bringt da gar nichts!

Gestern haben wir mit ihr (fast 1 Stunde) über ihr Verhalten geredet, sie hat auch einiges eingesehen, ein paar Tränen flossen und danach lagen wir uns allen in den Armen.

Heute morgen, ich voller Zuversicht, geht es wieder los!!!

Hat sie es nicht verstanden oder KANN sie nicht anders?

Entweder sie hat Probleme in der Schule (mit ihren Freundinnen) die sie mir nicht erzählt oder sie ist in einer Trotzphase.

Kennt jemand das Problem???

Danke und LG
Mona

Beitrag von gr202 29.01.11 - 09:19 Uhr

Ich glaube nicht, daß Deine Tochter das absichtlich macht. Es ist einfach ein Zeichen von Hilflosigkeit. Als sie noch im Kiga war, war sie die große, sie konnte alles, was sich machen sollte, die kleinen Kinder fanden die großen toll.
Jetzt ist sie wieder die Kleine, jeden Tag kommt etwas neues auf sie zu, immer neue Herausforderungen, Lesen, Rechnen, immer aufpassen...

Glaube mir, das ist nur eine Phase, spätestens im 2. Schuljahr ist alles wieder gut.

Gruß
GR

Beitrag von kleinerlevin 29.01.11 - 09:45 Uhr

hmmm

Ich weiß nicht, meiner ist jetzt 6,5 Jahre und war auch mal folgsamer #gruebel
Meistens lässt er den Loui raushängen wenn andere Leute dabei sind.
In letzter Zeit vergisst mein Sohn auch oft Bitte oder versucht mich zu kommandieren#nanana

Das klingt dann so

Geh mal weg da!
Hol mir dies und das!
Nö mach ich nicht!
Is mir doch egal!

Mir wurde gesagt es sei die "Kleine Pubertät"!
Sie werden wohl groß ;-)

Gruß Annette

Beitrag von sobinichnunmal 29.01.11 - 10:06 Uhr

Hallo,

war bei uns auch so. Seit unsere Große in der Schule ist (jetzt in der 2. Klasse schon), haben wir öfters Stress mit ihr. Ich denke, die Schule stresst die Kinder ganz schön, mehr als man sich vorstellen kann. Nicht nur der Lernstress sondern auch die sozialen Kontakte (und damit verbundenen Streits unter den Mädels).

LG Sandy

Beitrag von celia791 29.01.11 - 16:12 Uhr

Hallo,

bei uns ist es in den ersten Jahren sehr schwer gewesen. Meine Tochter (6) war die ersten 3,5 Jahre extrem trotzig, hat superviel geschrien etc. Schon im Krabbelalter ging das extreme Trotzen los. Mein Sohn war die ersten 3 Jahre ein ruhiges Kind, wobei auch er viel "Unsinn" angestellt hat (diese Art Unsinn mit Grinsen auf dem Gesicht). Jetzt im Januar ist er 3 geworden und wir haben seit ein paar Wochen mit ihm auch die Trotzphase. Es ist alles zuerst einmal "NEIN", "WILL ICH NICHT", er schimpft dauernd rum, meckert, versucht zu kommandieren, schreit, wenn er seinen Willen nicht kriegt. Wir müssen da einfach durch und konsequent bleiben.
Unser KIA hat damals bei unserer Grossen gesagt, dass die Trotzphase von jedem Kind durchlebt wird, bzw. werden muss, damit sie sich weiterentwickeln können. Das eine Kind fängt halt ganz früh an, das andere ist 6 Jahre "brav" und beginnt dann. Er meinte, dass es in den ersten 7 Lebensjahren auf jeden Fall auftritt, aber auch wieder verschwindet, wenn man liebevoll konsequent bleibt und das Kind spüren lässt, dass es für seine Sachen die Folgen selber tragen muss.
Und dass er sich keine Sorgen macht, er würde sich eher Sorgen machen, bei Kindern, die gar keine Trotzphase durchmachen.

Lg Celia

Beitrag von froehlich 29.01.11 - 20:32 Uhr

"Hat sie es nicht verstanden oder KANN sie nicht anders?"

Sie KANN nicht anders....;-)...glaube ich.....; sowas könnte exakt von meinem Sohn kommen (ebenfalls im September zur Schule gekommen, im Oktober 7 geworden, also praktisch genau im Alter Deiner Maus). Wie beobachten genau dasselbe wie ihr - und denken, daß es sehr viel mit dem Wechsel und den doch irgendwie bahnbrechenden Umwälzungen vom "großen" Kiga-Kind zum "kleinen" Schulkind zu tun hat. Wenn ich manchmal so mitbekomme, was mein Sohn alles vom Pausenhof erzählt......#schwitz...wie's da teilweise abgeht bei den 3.- und 4.-Klässlern...da schlucken die "Kleinen" glaube ich ganz schön. Dabei liegt unsere Sprengelschule in einem "Nobelviertel", also nix von wegen hoher Ausländeranteil etc. (wobei das sowieso nicht abwertend gemeint sein soll). Unser Sohn geht gerne in die Schule und tut sich auch leicht - trotzdem ist's eine große Umstellung und ausserdem passiert ja auch biologisch sehr viel in diesem Alter...auch der Übergang vom "magischen" Denken zur eher rationalen Erfassung vieler Alltagsdinge. Das macht unserem Kleinen ganz schön zu schaffen. Und äussert sich dann eben oft in betont "coolem", patzigem oder aggressivem Verhalten. Ihm tut's auch immer leid, wenn wir schimpfen und uns dann mit ihm zusammensetzen, aber es hilft nix....er "kann" eben auch nicht so recht anders. Tröste Dich, das geht bestimmt vorüber! Daneben gibt's ja auch immer viele tolle Momente und viel Nähe und Liebe....die muß man auskosten und in den anderen Situation möglichst die Nerven bewahren und nicht an die Decke gehen!

LG, babs

Beitrag von ramona_27 01.02.11 - 07:48 Uhr

Danke an alle!

Nun weiss ich wenigstens, das es nicht nur uns so geht!

Es gab ja nur 2 Möglichkeiten...entweder Trotz oder sie hat Probleme.
Daher habe ich mir schon Gedanken gemacht.

Danke und LG

Ramona