Kann man in jedem Alter mit dem Klavierspielen anfangen?

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Beitrag von ciocia 29.01.11 - 09:57 Uhr

Hallo

es war seit meiner Kindheit ein Traum Klavier zu spielen. Ich habe ein gutes Gehör, konnte schon immer gut Melodien nachspielen, sogar mit zwei Händen.

In 1,2 Jahren möchte ich ein elektronisches Klavier holen und wenn meine Tochter es will, sie auch spielen zu lassen. Wäre es für mich nicht zu spät mit dem Spielen anzufangen? Immerhin werde ich dieses Jahr 37:-(

Gruß

Beitrag von bensu1 29.01.11 - 10:19 Uhr

hallo,

niemand ist zu alt, um etwas zu lernen. mach's!

lg
karin

Beitrag von renate61 29.01.11 - 10:50 Uhr

Das ist überhaupt nicht zu spät.das einzige was nicht mehr funktiomieren wird ist eine große Pianistenkarriere mit Auftritten in der Mailänder Scala zu starten:-)
Ich finde es klasse wenn du deinen Traum verwirklichst.
Bei clavio.de gibt es sehr viele Gleichgesinnte,schau mal rein.

Beitrag von renate61 29.01.11 - 10:51 Uhr

Ohje,meine Tastatur.Ich meinte natürlich funktionieren.

Beitrag von king.with.deckchair 29.01.11 - 11:19 Uhr

http://www.klavierschule-offenbach.de/Video.html

Der Schüler ist 65!

LG
Ch.
...die dieses Jahr auch noch anfängt.

Beitrag von hinterwaeldlerin09 29.01.11 - 11:47 Uhr

Hallo,

ich habe als Kind und Jugendliche gespielt, dann viele Jahre nicht mehr, als mein Kind in der Grundschule Klavierunterricht wollte, hat sie Unterricht genommen ...und ich auch wieder!

Der älteste Schüler meines damaligen Lehrers war Ende 50.

Ich kann dir nur eines raten: Wenn du Klavier spielen lernen willst, RICHTIG Klavier spielen, dann brauchst du ein RICHTIGES Klavier!

Diese E-Pianos...sind für das Lernen der Technik, der Nuancen, des Anschlags...nicht wirklich geeignet!

Ein gutes E-Piano imitiert den Anschlag im besten Fall zu 80%.

Ich habe viele E-Pianos probiert, wir haben selbst ein RICHTIGES Klavier und einen Synthesizer (als Rhythmus-Maschine, wenn wir Jazz-Stücke spielen...#verliebt), der Unterschied ist für einen empfindsamen Menschen einfach enorm.

Die Vibration des Holzes, das Gefühl, wie sich der Klang über die Taste fortsetzt...die sinnliche Erfahrung der Musik am Klavier ist mit einem E-Piano nicht zu erreichen.

Falls du Angst wegen der Nachbarn hast: die meisten Klaviere haben ein drittes Fußpedal zur leichten Dämmung. Dann gibt es so Spezial-Filz-Teile, wo du es draufstellst, um die Weitergabe der Vibration zu dämpfen. Und wenn du nicht nach 20 Uhr in die Tasten haust, am besten übst und spielst, wenn die Nachbarn auf der Arbeit sind...klappt es eigentlich ganz gut.

lg die hinterwäldlerin


Beitrag von flitzkacke 29.01.11 - 16:56 Uhr

>Ein gutes E-Piano imitiert den Anschlag im besten Fall zu 80%.<

Nun ja, es gibt schon welche, die neben der Anschlagsdynamik auch noch gewichtete Tasten haben, um das Fingergefühl dem Original anzugleichen, wenn man sich aber so eins kaufen möchte, dann liegt man in einer Preisklasse, die auch ein originales Klavier hergeben würde ;-)

Und die kleinen gelben Männchen von Yamaha können inzwischen auch passable Instrumente bauen.
Ich kenne einen Flügel von denen, der vom Sound und Spielkomfort schon ne Ecke über den schlechten Steinways aus den 60 und 70er Jahren liegt, allerdings erst nach einer Überarbeitung der Hämmer und der Mechanik durch einen fähigen Intonator.

Sound und Feeling eines richtigen Klaviers/Flügels sind aber, wie du richtig schreibst, von keinem E-Piano dieser Welt zu erreichen.

Beitrag von nobility 29.01.11 - 12:21 Uhr

Mensch ciocia, du bist schon 37 ? Boah !

Im Fernsehen war letztens eine Frau zu bewundern, die mit 83 !! Jahren ihr Abitur gemacht hat.

Nun ist die Musische Richtung nicht so trocken wie beispielsweise ein Abi. Musische Menschen leben länger !!!!! Musik hält ewig jung und wird niemals Alt !!!

Mein Mundharmonikafreund feiert die Tage seinen 67.Geburtstag und hat vor Weihnachten noch 2 Phantastische CD´s auf den Markt gebracht.

Ich suche auch noch nach einer Klavier Begleitung. Hau rein!

Gruß
Nobility

Beitrag von ciocia 29.01.11 - 13:25 Uhr

Danke für eure netten und aufmunternden Antworten:-)

Klar, eine große Pianistin werde ich wohl nicht mehr, ist eher für mich gedacht. Ich will die Schönheit des Klavierklanges selber genießen#verliebt


Ich werde mir noch überlegen ob ich ein "echtes" Klavier hole oder ein E-Instrument. Ist wohl auch eine Preisfrage.

Gruß

Beitrag von kerstin7t9 29.01.11 - 13:33 Uhr

Hi,

ich möchte dir auch Mut machen. Man ist natürlich niemals zu alt, ein Instrument zu lernen!
Mein Sohn hat seit 5 Jahren Klavierunterricht; wenn ich sehe, was er schon für Stücke spielt, motiviert mich das und ich denke mir 'Du könntest das irgendwann auch, wenn du anfangen würdest'. Also das steht sicher auf meiner To-Do-List ;-) Trotzdem habe ich mir jetzt erst mal vorgenommen, Gitarre spielen zu lernen. Und ich bin auch "schon" 31.
Wirst sehen, es ist auf jeden Fall eine Bereicherung!

LG Kerstin

P.S.: Ein akustisches Klavier ist, wenn möglich, dem E-Piano vorzuziehen. Klang und Spielgefühl sind viel besser. Man kann ein Klavier z.B. erst mieten und zahlt monatlich einen kleinen Betrag. Wenn man dann doch nicht mehr spielen will, kann man es wieder zurückgeben.

Beitrag von echtjetzt 29.01.11 - 14:01 Uhr

Aww sorry, aber ich glaube Klavier lernen kann man nur bis 35 anfangen, bist ein kleines bisschen zu spät. :-(

Nein, ernsthaft. Wenn dein Gehör echt so gut ist, dass du Melodien sogar 2-händig nachspielen kannst, bist du wahrscheinlich jemand von diesen Leuten, auf die ich schon immer neidisch war, weil sie ein Instrument wahnsinnig schnell lernen, während ich mir einen abbreche.

Mach es.

Aber kauf keinen Schrott, sonst vergeht dir gleich der Spaß. Auf jeden Fall Tasten mit dynamischem Anschlag!

Beitrag von ks83 29.01.11 - 21:04 Uhr

Hallo,
natürlich kannst du noch anfangen :-)
Ich würde dir für das Lernen doch auch ein richtiges Klavier empfehlen.

Aktuell suche ich zwar auch nach einem guten E-Piano,aber ich habe von meinem 5. bis zu meinem 20. Lebensjahr durchgängig gespielt (incl. Unterricht während der gesamten Zeit und mehreren Ensembles).
Ich hab das in den letzten 7 Jahren soo vermisst und in der alten Wohnung ging es nicht,weil es generell keinen Platz gab.
Jetzt wollten wir mein altes Steinway-Klavier,welches noch bei meinen Eltern steht,zu uns ins Haus holen - aber unten haben wir keinen richtigen Platz und es ist bei uns unmöglich,es irgendwie in eine der oberen Etagen zu bekommen.
Aber da ich nicht mehr komplett verzichten kann,habe ich mich entschieden,ein gutes E-piano zu besorgen,aber ich muss ja die Technik nicht mehr erlernen.

Wie gesagt,DIR würde ich (wenn der Platz da ist) auf jeden Fall ein richtiges Klavier empfehlen. Die bekommt man tatsächlich auch zu vernünftigen Preisen,wenn es nicht zuuu teuer werden soll.

LG und viel Erfolg,
Lene

Beitrag von meckikopf 30.01.11 - 18:08 Uhr

Hallo,

aber sicher doch! Ich habe ebenfalls mit "schon"(?) 29 zwar nicht Klavier, aber Keyboard spielen gelernt - und was soll ich sagen? Es war nicht zu spät und hat auch in "diesem" Alter noch "geklappt".

Ich finde, wenn man so etwas (also z.B. ein Instrument lernen) WIRKLICH WILL und auch noch das Talent vorhanden ist, dann klappt das auch.

Von daher - nur Mut und nur zu!



Gruß