Haus kaufen oder Finger weg?

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von connychi 29.01.11 - 13:34 Uhr

Hallo,

wir haben ein kleines Häuschen im Auge. 110qm, mit großem Grundstück. Preis ist für die Lage eigentlich auch i.O.
Jetzt aber der "Haken":
Das Haus ist Baujahr 1947 in Holzständerbauweise. Die Gefache sind gefüllt mit Putz, "Sauerkrautplatte" (ähnlich Heraklit), Blähbeton, Sauerkrautplatte, Aussenputz.
Dach und Dachdämmung relativ neu (2004). Heizung und Elektrik muss auf jeden Fall neu.
Nun sind wir echt ratlos. Sollen wir das riskieren?
Hat schon mal jemand so ein "Großprojekt" in Angriff genommen?
Redet Ihr noch mit Euren Partnern ;-)? Ich könnte mir schon vorstellen, dass man sich da das eine oder andere Mal ankeift...

Gruß
Connychi

Beitrag von ayshe 29.01.11 - 13:58 Uhr

Ich finde nicht, daß das jetzt ein Großprojekt ist.

Da haben wir schon mit 2 Häusern wesentlich mehr durch.


##
Redet Ihr noch mit Euren Partnern ? Ich könnte mir schon vorstellen, dass man sich da das eine oder andere Mal ankeift...
##
Ja, sicher reden wir noch miteinander.
Ankeifen?
Ach weißt du, natürlich gibt es auch mal Druck durch so eine Sanierungsaktion, aber das macht eigentlich nichts.

Beitrag von connychi 29.01.11 - 14:22 Uhr

Hmm, ich finde schon, dass es ein Großprojekt wird, denn bei so einem alten Haus muss ja noch wesentlich mehr gemacht werden, um es auf neuen Standart zu bringen.
Dämmung, Fenster (ist noch Einfachverglasung), die Räume ggfs anders aufteilen..
Von neuen Böden und Wandbelägen mal ganz ab.
Habt Ihr denn alles selber gemacht oder machen lassen?
Irgendwie scheu ich mich vor dem ganzen Aufwand, da wir beide arbeiten gehen, ein kleines Kind haben und leider keinen Freundeskreis, der uns unterstützen könnte....

Beitrag von harveypet 29.01.11 - 14:24 Uhr

Für eine Kernsanierung nur mit Handwerkern wirds ein Abenteuer!!

Beitrag von ayshe 29.01.11 - 16:12 Uhr

Du meinst wegen der Kosten?
Oder weil die sich immer streiten?
#rofl

Im Ernst, man braucht eine gute Bauleitung, gute Organisation um die Gewerke auch zeitlich und im Ablauf miteinander zu organisieren, sonst zecken sie sich nur an.

Beitrag von harveypet 29.01.11 - 16:19 Uhr

wenn man selbst die Baustelle leiten will muß man Ahnung von der Materie haben sonst ist Anzicken und Streß programmiert.

Beitrag von ayshe 29.01.11 - 16:26 Uhr

Ja, ich weiß, mein Mann macht das aber sowieso beruflich.

Ich habe allerdings den Eindruck, daß sich manche Gewerke untereinander irgendwie nie mögen, Sanitär und Elektrik zb.

Beitrag von harveypet 29.01.11 - 16:33 Uhr

stimmt und versuch mal Trockenbauer und Fliesenleger zu koordinieren! Eine Aufgabe für gestandene Bauleiter.

Beitrag von ayshe 29.01.11 - 17:15 Uhr

Die beiden Richtungen haben wir für uns privat selber gemacht, aber auf offiziellen Baustellen ja nicht, ja, das gibt regelmäßig Ärger und auch die Maler und Glaser.
Es ist dann schön, wenn man immer dieselben Firmen nehmen kann, denn dann kennen sie sich schon und sind auch menschlich besser aufeinander abgestimmt.
Ich bin ja froh, daß ich damit nichts zu tun habe.
Manchmal war mein Mann nur noch angenervt, weil er sich vorkam wie ein "Kindergärtner" #rofl

Beitrag von ayshe 29.01.11 - 16:10 Uhr

Naja, es ist doch relativ neu.
Unsere sind von ca. 1760 und 1850 oder irgend so etwas.

Ja, Fenster sind doch kein Problem, Dämmung kommt darauf an was und wo.
Wir haben fast ganz entkernt, auch neu aufgeteilt und in einem mußten eine Sohlplatte legen, Böden sowieso und ein Dach haben wir komplett umkonstruiert sowie 2x ein DG aufgestockt.

Wir haben sehr viel selber gemacht und den Gewerken, die wir brauchten zugearbeitet, also zb schonmal Kabel verlegt usw.
Dann hat der Elektriker nur noch angeschlossen.

Beim ersten Haus hatten wir noch kein Kind, das ist tatsächlich günstiger, beim zweiten war unsere Tochter ein Baby bzw. wurde währnddessen geboren, da konnte ich in der Schwangerschaft auch nicht mehr so wie ich wollte mitmachen. Gearbeitet habe ich immer, mein Mann nur teilweise, da hat man sich schon die gesamten WEs und Urlaube damit rumgeschlagen.

Es ist ein Haufen Arbeit, das ist keine Frage.

Beitrag von wilma.flintstone 29.01.11 - 16:13 Uhr

Hallo connychi,

ja, das habe ich bereits durch.

War bei uns kein Problem und ich glaube wir haben sogar mehr gemacht (zusätzlich diverse Wände raus, Treppenhaus raus und 6 Wochen über Leitern in Schlafzimmer :-) etcpp.). Wir sind aber beide auch sehr stress- und schmutztolerant (wenn es sich absehen lässt).

Hilfreich ist sicher, wenn Ihr beide ein Grundverständnis über die Dinge habt, die anfallen, damit Ihr Euch nicht grundlos anmault :-). Ausserdem ist es gut, wenn Ihr das ein oder andere selbst machen könnt. Auf Freunde würde ich da ohnehin nicht bauen, das ist eine ganze schöne Anforderung an die Freundschaft....

Nur Mut :-)

LG W.

Beitrag von lebensretter 29.01.11 - 16:31 Uhr

Is halt mit ner menge Arbeit verbunden.
Wenn Ihr die Zeit, das Geld und die Gedult habt, bitte dann viel spaß und glück mit eurem neuen Zuhause.

Beitrag von kanische 29.01.11 - 19:27 Uhr

Hallo ich arbeite bei einem Energieberater und wir haben schon oft kurzgutachten bei solchen Käufen gemacht. Oft wurden wir von den banken vermittelt. Die Käufer kommen auf uns zu, wir schauen uns das Objekt an und schreiben einen Bericht was gemacht werden muss und was es ungefähr kostet. Vielleicht macht ihr das mal. Bei uns kostet das nur so 100-200 €.

LG