TSH Wert von 54,9

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Beitrag von mausengelchen 29.01.11 - 17:40 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hatte im Oktober 2010 eine SD-OP wegen zwei kalten Knoten und einem neutralen. Bei dieser OP wurden mir der komplette linke und teilweise der rechte SD-Flügel entfernt. Nach der OP bekam ich einmal täglich 100 µg L-Thyroxin verordnet. Ich war dann Anfang Dezember bei meinem Internisten um die Werte nochmal kontrollieren zu lassen. T4 0,75 TSH 54,9

Ich bin fast ausm Stuhl gekippt bei dem TSH Wert. Mein Doc hat die Medication sofort auf 150 µg L-Thyroxin einmal täglich erhöht. Jetzt habe ich am Donnerstag den nächsten Termin zur Blutabnahme und Freitag erfahre ich dann die Werte.

Nachdem wir unseren kleinen Schatz letztes Jahr im Mai in der 39.SSW zu den Sternen reisen lassen mussten wünschen wir uns nicht sehnlicher als ein Folgekind, welches wir gesund in den Armen halten dürfen. Aber mit so einem hohen TSH Wert ist das ja ziemlich aussichtslos oder?

Kann es sein, dass sich der TSH-Wert in den 10 Wochen seit der letzten Kontrolle durch die Medikation und auch durch die zusätzliche Einnahme von Folio Forte (ist das mit Jod) dem Maximum von 2,5 halbwegs angenähert haben könnte?

Hat da irgendwer Erfahrung damit?

LG
Claudia

Beitrag von knackundback 29.01.11 - 17:56 Uhr

Bist Du sicher das der Wert über 54 ist?
Ich hatte einen TSH von 9,9 und da war der Nukleardoc schon alamiert und wollt mich garnich aus der Praxis lassen.

Ich nehme nun aktuell Jod-Thyrox 125/150
Mein Wert hat sich recht schnell wieder eingependelt (zuletzt von 4,9 auf nun 0,8 in 12 Wochen).

Aber wenn der TSH bei Dir wirkich über 54 ist würde ich fast vermuten er ist nach 10 Wochen noch nicht in der Norm.

Sollst Du vom Doc aus das Folio mit zusätzlich Jod nehmen?

Beitrag von mausengelchen 29.01.11 - 19:26 Uhr

Also der Wert von 54,9 steht auf dem Laborbefund. Quasi schwarz auf weiß. Ich hab zwar auch schon oft vermutet, dass dene das Komma verrutscht ist und es eigentlich 5,49 heißen soll, aber sicher kann man da nicht sein.

Das Folio soll ich von meiner FÄ aus nehmen. Sie meinte bei dem TSH Wert und nachdem beim AK-Test negativ rauskam bestehe da keine Gefahr. Soll ja schon mal anfangen mit Folsäure wegen KiWu.

Als sie die Werte sah, war ihr O-Ton: Dass sie überhaupt einen Zyklus haben, der dann auch noch regelmäßig ist nur von der Länge her schwankt, und auch der ES da ist grenzt an ein Wunder. Und genau da beginne ich zu stutzen. Wenn der TSH so ausser Kontrolle ist, müsste dann nicht auch mein Zyklus was zeigen?

Ich habe auf jedenfall für mich beschlossen, falls der Wert noch immer im zweistelligen Bereich ist, in eine KiWu mit Endokrinologie hier in München zu gehen. Die wurde mir wärmstens empfohlen.

Beitrag von emi98 06.01.12 - 10:04 Uhr

Hallo zusammen!

Eure Diskussion ist zwar schon etwas länger her, macht aber nichts!

Mein TSH liegt bei 230. Soviel zum Thema da ist ein Komma verrutscht. Bei solchen Messwerten verrutscht nicht eben mal ein Komma ;-)

Ich wollte mal nachfragen wie lange es gedauert hat bis der Wert sich normalisiert hat!?

VG EMI

Beitrag von miau2 30.01.11 - 18:23 Uhr

Hi,
als ich mit SD-Hormonen angefangen habe war mein TSH im Bereich von 40.

Allerdings war das aus medizinischen Gründen notwendig und gewollt.

Ebenfalls anders war, dass ich überhaupt keine SD mehr habe, und ich habe von 0 auf 200 "gesteigert" bei den SD-Hormonen (also ganz anderer Fall).

Fakt ist aber auch, dass meine Sd-werte innerhalb von 6 Wochen im NOrmalbereich waren. Bei MIR ging es sehr schnell. Andere, die die gleiche Behandlung wie ich hinter sich hatten haben länger gebraucht.

Es lässt sich schlicht und einfach nicht vorhersagen, wie lange eine Einstellung dauert.

Was mich wundert ist, dass du mit einem TSH von über 50 überhaupt noch herumlaufen konntest.

ich hatte Wassereinlagerungen, dass ich aussah wie ein Hefekuchen. ich war so müde und antriebslos, dass eine halbe Stunde Spaziergang zu viel waren. ich hätte permanent heulen können (ok, die Psyche hatte unter der Diagnose "Krebs" gelitten, das kam noch dazu). Usw. - alle klassischen Symptome einer heftigsten Unterfunktion, die ich halt nun mal auch hatte.

Egal, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich es ist, mit so deutlich erhöhtem TSH schwanger zu werden (es ist extrem unwahrscheinlich, zumindest dann, wenn die "eigentlich wichtigen" SD-Werte fT3 und fT4 auch nur annähernd zu diesem TsH passen, und das ist gut so): Du sollteste AUF JEDEN FALL verhüten, bis die Werte vernünftig eingestellt sind.

Ich kann deinen Kinderwunsch verstehen, voll und ganz. Aber wenn es kein Druckfehler ist, sondern deine SD-Einstellung derart miserabel ist, dann wäre DAS ein extremes Risiko für jede Schwangerschaft (genau DAS ist der Grund, warum der Körper bei schlechten SD-WErten oft das schwanger werden "verhindert").

Vielleicht hilft dir, wie es bei mir weiterging: ich musste noch 9 Monate warten (Grund für meinen hohen TSH war eine notwendige Radiojodtherapie, die Wartezeit danach vor einer Schwangerschaft beträgt 9 Monate), dann wurde ich auf Anhieb schwanger, leider mit früher Fehlgeburt. Es folgten zwei gesunde Kinder, das erste ca. 25 Monate nach der OP, das zweite weitere 2,5 Jahre später (unser Kleiner ist im Dez. 2 geworden). Und wenn mich nicht alles täuscht ist Nummer 3 auch schon in Auftrag gegeben...

Also, nur Mut. Aber ERST die Werte in ORdnung bringen (lassen), dann die Schwangerschaft. Auch wenn das warten hart ist.

Viele Grüße und alles Gute,
Miau2

Beitrag von mausengelchen 30.01.11 - 19:49 Uhr

Also ich habe auch nur noch einen kleinen Teil der Schilddrüse auf der rechten Seite...links ist komplett raus.

Ich habe einen T4 Wert von 0,75 (0,8 ist ja die Untergrenze). Also passt der Wert eigentlich überhaupt nicht zum TSH. Und da hab ich schon öfter überlegt, ob dem Labor da nicht ein Fehler unterlaufen ist und das Komma beim TSH an der falschen Stelle sitzt, dass es eigentlich 5,49 heißen sollte, weil ich ja direkt nach der OP mit L-Thyroxin 100 eingestellt werden sollte.

Ich finde es toll, dass du jetzt mit 35 am dritten Kind planst, aber ich bin halt schon 36 und habe nur ein Sternenkind, welches letztes Jahr im Mai in der 39.SSW zu den Sternen gereist ist. Wie du siehst hab ich also noch den Faktor Zeit im Nacken hängen, denn ich habe mir geschworen, wenn ich bis 37 nicht schwanger bin, dann will ich es auch nicht mehr werden alleine schon wegen den Risiken. Und meine FÄ hat eigentlich auch nicht gesagt ich solle es noch lassen. Sie wundert sich nur, dass ich bei dem TSH Wert überhaupt nen Zyklus habe.
Und es könnte gut sein, dass dein Rat jetzt schon zu spät kommt.

Ansonsten hab ich eigentlich keine Anzeichen für eine hohe Unterfunktion. Ja klar ein wenig Wasser hab ich in den Beinen, aber kaum sichtbar. Mit dem Gewicht hab ich insoweit Probleme, dass es mal raufgeht um max. 2 Kilo, aber genauso schnell geht es wieder runter, aber ich komm von meinem Gewicht nicht wirklich runter, was aber auch an meiner Lebensweise (ich esse gerne gut und mitm Sport hab ichs auch net so) liegen kann.

Also wie du siehst verhält sich mein Körper überhaupt nicht dem TSH-Wert entsprechend.

Beitrag von miau2 31.01.11 - 11:01 Uhr

Hi,
dann bringt wohl nichts außer einer erneuten Überprüfung etwas.

Möglichst nicht nur mit t4, sondern mit fT4 und fT3 - der letzte ist übrigens im Prinzip DER wert, auf den es ankommt, denn das freie T3 ist das, was der Körper im Endeffekt verwertet.

Ich meine mich ganz entfernt an eine Erkrankung der SD zu erinnern, wo es zu untypischen TSH-Werten kommt (daher ist ein zu hoher TSH alleine auch nur ein Indiz, kein Beweis für eine Unterfunktion). Vielleicht wäre das eine Idee.

Der zu hohe TSH alleine schadet ja nicht. Nur wenn er wie eben meistens mit einer Unterfunktion einhergeht ist es ein Risiko für eine Schwangerschaft.

Und wenn das wie bei dir nicht so wirklich der Fall zu sein scheint gibt es offenbar eine ganz andere Ursache - entweder einen Fehler bei der Auswertung oder etwas körperliches, das zu derart "untypischen" Werten führt.

Viele Grüße und alles Gute,
Miau2

Beitrag von mausengelchen 31.01.11 - 14:32 Uhr

An den Fehler in der Auswertung dachte ich auch schon. Meine Hoffnung ist halt einfach, dass die des Komma falsch gesetzt haben =)

Ich werde am Donnerstag bei der Blutabnahme auf jeden Fall sagen sie sollen alle drei Werte untersuchen, weil es ja bei mir auch um den KiWu geht.

Was so einen untypischen TSH Wert noch auslösen könnte wäre glaub ich Cortison. Und da ich ja im KH nach der OP damit behandelt wurde könnte da ja noch was im Körper gewesen sein. Und soweit ich weiß kann man einen hohen TSH Wert (angenommen natürlich die anderen Werte befinden sich in der Norm und Hashimoto wird ausgeschlossen) mit Jod zusätzlich wieder in den Griff bekommen. Nur nicht zu viel, weil sonst ja der Wert in Keller rutschen könnte.

Ich danke dir für deine Antworten und werde am Freitag, wenn ich meine neuen Werte habe, einfach mal hier bescheid geben, was nun bei rausgekommen ist. Und wer weiß...vllt kann ich ja auch bald schon in das SS-Forum wechseln, denn im Moment stehen die Zeichen in Richtung es hat vllt doch geklappt.

LG
Claudia

Beitrag von emi98 25.04.12 - 16:29 Uhr

Mein TSH war im Dez. noch bei 310 und vor 4 Wochen war er dann schon bei 1,97
Die fT3 und fT4 Werte sind auch im oberen Normalbereich.

In drei Monaten kann also viel passieren!

Wie gehts dir im Moment? Was machen die Werte?

GLG

Beitrag von mausengelchen 25.04.12 - 19:16 Uhr

Hallo emi98,

mittlerweile ist mein Wert bei 3,2 und ich habe seit 4 Monaten eine gesunde kleine Tochter daheim. Ich wurde mit einem TSH Wert von 20,0 schwanger und dank des Endokrinologikum in München wurde mein L-Tyrox so hochgeschraubt (250µg) und war zeitweise in der Schwangerschaft bei 0,69.

LG