wann richtige zeit zum abstillen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von meioni 29.01.11 - 20:40 Uhr

langsam überlege ich, wann die richtige zeit kommt zum abstillen. ich bin etwas hin und hergerissen. auf der einen seite liebe ich das stillen, diese nähe und wärme und wie zufriden mein kleiner dabei ist, auf der anderenseite frage ich mich wenn nicht jetzt wann dann? ich hatte 10 monate voll gestillt und bin jetzt noch bei morgens und abends. er ist jetzt 12,5 monate. vorgenommen hatte ich mir aufjeden fall 1 jahr zustillen und was danach kommt mal gucken. ich finde es nur so traurig, wenn ich ihn das jetzt "wegnehmen" würde, denn er wuchste schon immer wann er seine zeiten da hat zum essen und auch jetzt wartet er regelrecht morgens und abends darauf, und auch öfters übern tag würde er gerne mal ran, dann probiert er mir schon ins t-shirt zu krabbeln ;-) wie hatte ihr die richtige entscheidung für euch getroffen?
bei meiner großen war es damals so das ich mit 11 monaten wieder blutige brustwarzen bekommen hatte die sich über zwei wochen gehalten hatten und ich nach den zwei wochen voller schmerzen schweren herzen gesagt habe ok, ich höre auf. da war die entscheidung doch etwas anders.

Beitrag von lil77 29.01.11 - 20:55 Uhr

Da ja von Seiten der Ernährung her das Stillen mind. 2 Jahre empfohlen ist, würde ich vorher nicht aufhören, wenn es euch dabei gut geht.

Beitrag von ernaka 29.01.11 - 21:30 Uhr

das hab ich noch nie gehört, dass Stillen für min 2 Jahre empfohlen wird. Die Empfehlung heißt mind. 4 Monate voll stillen und alles danach ist prima, aber wenns aus welchen Gründen auch immer dann ohne Stillen gehen soll/muss, schadet das dem Kind #baby nicht.

Beitrag von gslehrerin 30.01.11 - 14:36 Uhr

Doch, die WHO empfiehlt das so.

Beitrag von lil77 31.01.11 - 21:16 Uhr

Das stimmt sicher so nicht. Das Stillen längewr als bis zum 5. oder 7. Monat bringt viele gesundheitliche Vorteile. Wie kommst du darauf?

Beitrag von hedda.gabler 29.01.11 - 20:57 Uhr

Hallo.

Ich musste die Entscheidung leider gezwungenermaßen treffen, da ich ins Krankenhaus musste ... und ich ärgere mich bis heute, dass ich nach den 9 Tagen nicht versucht habe, sie wieder anzulegen.

Ich habe 6 Monate voll gestillt ... dann wurde Beikost eingeführt, da aber alles mehr oder minder in Breiform abgelehnt wurde, habe ich quasi bis zum 10. Lebensmonat weiter voll gestillt. Ab dann aß meine Kleine vom Familientisch mit und ich habe bis knapp zum 2. Geburtstag weiter nach Bedarf gestillt (das nächtliche Stillen wurde mit 1,5 Jahren abgewöhnt, aber ansonsten ging es weiter beim Kuscheln, z.B. wenn wir zusammen Mittagsschlaf gemacht haben, frühmorgens als 1. Frühstück und abends oder wenn sie krank war).

Als ich dann abgestillt habe, wollte mein Kind plötzlich einen Schnuller, den sie 2 Jahre lang abgelehnt hatte, ein 3/4-Jahr war der Schnuller ein Heiligtum ... auch wurde die Milchflasche (normale Halbfett-Milch) morgens und abends ein Muss.
Abends haben wir inzwischen auf Wasser umgestellt und sie liegt beim Geschichte vorlesen neben mir und nuckelt an der Flasche ... sie hat also immer noch ein großes Saugbedürfnis.

Rückblickend sage ich, dass ich hätte versuchen sollen, sie wieder anzulegen (allerdings hatte ich eine schwere OP hinter mir und brauchte all meine Kraft mich zu erholen) ... und sie hätte sich dann natürlich, wann immer sie gemocht hätte, abstillen sollen.

Jetzt ist sie 3,5 Jahre alt und ich merke, dass der Japp auf die Flasche weniger wird ... vermutlich würde sie sich jetzt abstillen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von schwilis1 29.01.11 - 21:02 Uhr

mein sohn ist 15 monate und wirstillen manchmal mehr manchmal weniger. nachts nocht oft. tagsüber midnestens 2x.
ich weiß nicht wie wann wo... aber ich mach mir da uach noch keinen kopf drüber.
ich hab für mich beschlossen es solange laufen zu lassen wie ich mich mit wohlfühle...

Aber... das muss ich jetzt auch ehrlichkietshalber sagen: ich stille in der öffentlichkeit nicht mehr. mein sohn rennt schon durch die Gegend und ich hätte angst vor blöden Blicken... zwerg akzeptiert es... da er eh immer abgelenkt ist von irgendwlchen sachen und stillen für ihn auch nur ne sache für gemütliche stunden zu zweit ist :D

Beitrag von hedda.gabler 29.01.11 - 21:04 Uhr

Hallo.

Wir haben das letzte Jahr, ungefähr mit Laufbeginn, auch nicht mehr in der Öffentlichkeit gestillt ... nur im allerhöchsten Notfall.
Aber meine Kleine hat ab dem Alter auch gar nicht mehr in der Öffentlichkeit danach gefragt ... Stillen war mit Kuscheln gekoppelt und das haben wir zu Hause gemacht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von doris72 29.01.11 - 21:38 Uhr

Hallo,

bei uns haben das Ende der Stillzeit die Kinder selbst bestimmt.

Meine Große habe ich 13 Monate gestillt. Dann von heute auf morgen mochte sie nur noch am Tisch mitessen. Auch Milch allgemein wollte sie kaum noch trinken. Sie hatte einfach genug.

Meine Mittlere hat am 10. Lebenstag nur noch an der Brust rumgemeckert. Es ging ihr nicht schnell genug... Ab dem 11. Tag hat sie dann die Flasche bekommen und war damit mehr als zufrieden. ... Ich war sehr traurig darüber...

Meinen Jüngsten habe ich 6 Monate gestillt. Eines Nachts hatte er Hunger und wollte aber nicht die Brust, sondern ein Apfel-Bananen-Gläschen. Tja, dann war es vorbei. Er ließ sich nicht mehr anlegen und akzeptierte nur noch die Löffelmahlzeiten. Fläschen lehnte er auch ab.

Bei Euch finde ich, daß es keine Not hat mit dem Abstillen. Ich würde ihm noch die Brust lassen. Irgendwann mag er bestimmt lieber nur noch wie die Großen essen.

LG von Doris

Beitrag von christianeundhorst 29.01.11 - 22:42 Uhr

Hallo Du,
die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt stillen für 2 Jahre und darüber hinaus. Ich hatte auch vor ein Jahr zu stillen, aber dann gemerkt wie wichtig ihr das stillen ist und da wir am Anfang viel Probleme hatten und sehr um das stillen kämpfen mussten habe ich mich kurzerhand entschlossen, daß Frieda sich selbst abstillen darf. Ich bin sehrr froh darum, denn gerade in der Autonomiephase hat sich das stillen sehr bewährt und war eine große Hilfe! Jetzt - mit fast 31 Monaten - stillt sich sich langsam ab und will kaum noch stillen. Es ist aber sehr hilfreich gewesen es bis jetzt weiterzumachen. Auch ist es gut für Kinder, wenn sie solange dürfen wie sie es brauchen. Dadurch entwickeln sie eine sehr gesunde Selbständigkeit und Selbstbewußtsein:-)
Ich kann Dir also nur empfehlen weiter zu stillen.
Alles Liebe,
Chris mit Frieda Lina fast 31 Monate

Beitrag von tweetyengel 29.01.11 - 22:49 Uhr

Meine Tochter war 16 Monate als wir gemeinsam abstillten.
Seit sie ca ein Jahr alt war haben wir nur noch Einschlaf-gestillt. Aber meine Tochter wurde immer hibbeliger dabei. Sie hat nicht mehr wirklich gekuschelt und auch kaum noch getrunken. Außerdem hat sie beim kuscheln auch gar nicht mehr nach der Brust gesucht.
Als sie mich dann beim abendlichen zu-Bett-geh-stillen kräftig gebissen hat, hab ich ihr gesagt das wir jetzt nicht mehr stillen können. Am nächsten Abend habe ich ihr dann zum schlafen die Flasche angeboten, damit sie was hat worauf sie zurückgreifen kann wenn sie nuckeln möchte. Ich war überrascht wie gut sie das mit machte, hatte schon Angst vor Geschrei. Aber scheinbar war es für uns beide der richtige Zeitpunkt.

Höre auf dein Gefühl und dein Kind, beides zeigt dir den richtigen Zeitpunkt. So wie es sich anhört, ist dieser Zeitpunkt aber noch nicht da.
Wenn du das stillen noch genießt und es vermissen würdest, dann warte noch etwas ab.

LG
Ela