Tja, jetzt weiß ich ja wieso mein Kind krank ist

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von danja1983 30.01.11 - 09:35 Uhr

Morgen,

muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.
Sind gestern morgen aus dem KH entlassen worden.
Unsere Tochter hat Itp(Thrombozytopenie). Wird jetzt mit Kordison behandelt da ihre Werte innerhalb eines Monats wieder im kritischen Bereich liegen.
Wir haben eigentlich "unseren" Arzt, aber auf Station bekommt man ja immer mal verschiedene zu Gesicht.
So auch diese Ärztin, noch nie vorher gesehen.
Sie machte die Anamnese mit uns. Behandelte unser Kind als wäre es gar nicht anwesend#kratz
Dann kam die alles entscheidende Frage:
Ärztin.:Haben sie gestillt?
Ich:Ja, aber nur 2 Monate.
Ä:Warum nur so kurz?
I.:Ich konnte leider nie so viel trinken. Nachdem sie nicht mehr zunahm bekam sie die Flasche(auch auf ärztlichen Rat hin).
Ä.:Das ist ein vollkommener Irrtum. Nicht die Trinkmenge der Mutter ist entscheidend sondern das Anlegen des Kindes.
I.:Ich schaffe am Tag nicht mehr als maximal 2 Liter und das auch nur an guten Tagen. Die Milch war dann einfach nicht mehr voranden.
Es folgte nochmal die Erklärung des Anlegens sowie eine ausführliche Beschreibung wie man erkennt das das Baby Hunger hat.
(Im Nachhinein bin ich wirklich froh das meine Kinder mir nicht verhungert sind, so unwissend wie ich bin).
Auf Nachfrage weshalb sie mir das Erzählt: "Falls sie nochmal ein Kind bekommen."#zitter
Und dann kam der alles entscheidende Satz:
Gestillte Kinder bekommen auch nicht solche Krankheiten#schock
Danach hat sie das Zimmer verlassen weil ich sie keines Blickes mehr gewürdigt habe.
Ich habe sie auch nicht nochmal gesehen.
Naja, jetzt weiß ich auch weshalb mein Kind soetwas hat, weil ich nicht gestillt habe.
So rächt sich alles.
Ich höre lieber auf und wünsch euch einen schönen sonnigen Sonntag.

LG
Dani

Beitrag von berry26 30.01.11 - 09:41 Uhr

Hi,

naja mit dem Anlegen hat die Ärztin völlig Recht ;-), das mit der Krankheit ist aber Schwachsinn! Gut gestillte Kinder sind durch die Abwehrstoffe in der Milch etwas besser geschützt aber deshalb werden auch gestillte Kinder krank. Zudem ist deine Tochter doch aus dem Stillalter raus, oder? #kratz

Lass dich mal nicht ärgern...#herzlich

LG

Judith



Beitrag von danja1983 30.01.11 - 09:54 Uhr

Na, klar hau`noch drauf;-)

Meine Milch hat trotzdem nicht gereicht. Zumindest hat sie nicht mehr zugenommen.
Sie wird im Mai 3.
Also ich denke die meisten haben da das Stillen komplett beendet.
Vielleicht sollte ich wieder anfangen. Ich probier gleich mal sie anzulegen.
Wenn ich nicht mehr zurückschreibe bin ich im KH, meine zerbissene Brust behandeln lassen.:-p

Beitrag von berry26 30.01.11 - 10:12 Uhr

#rofl

Nein ich wollte keins mehr draufhauen! Ich habe nur zu bedenken gegeben das die KIÄ mit ihrer Grundaussage recht hatte aber den genauen Fall damals kennt weder sie noch ich!

Ich finde es allerdings schon frech, jemanden in seine Entscheidungen so reinzureden. Vor allem wenn die Stillzeit so oder so schon einige Zeit vorbei gewesen wäre.

Würde mich mal interessieren was deine Tochter dazu sagt, wenn du ihr plötzlich die Brust in den Mund steckst.....#rofl

Beitrag von brausepulver 30.01.11 - 10:10 Uhr

Huhu

also die Ärztin hat grundsätzlich wirklich recht was das Stillen angeht. Ich stille seit 4 Jahren und auf 2 Liter komm ich im Leben nie. Aber es gibt eben den psych. Faktor beim Stillen, weshalb die Milch wegbleiben kann. Aber das ist total unwichtig an dieser Stelle.

So eine Diskussion ist in der Situation völlig unnötig und ich vermute auch das die Behauptung falsch ist, das sie das nicht bekommen hätte, wenn du gestillt hättest.

Meine Freundin lebt vegan und ihre Tochter hat eine Störung sodass ihr Körper kein Vit. B12 aufnehmen kann. Sie bekommt alle 3 Monate Depotspritzen. Der erste Arzt meinte auchd as SIE daran schuld ist, weil sie vegan lebt #schock Das stimmt natürlich auch nicht. Und ihre weiteren Kinder haben diese Störung auch nicht.

Sowas ist echtfies von Ärzten :-(

LG

Beitrag von juiciest 30.01.11 - 10:22 Uhr

oh ja genau ...

ich habe meine Tochter 6 Monate gestillt und trotzdem hat sie autoimmune Granolozytopenie bekommen..

Beitrag von anarchie 30.01.11 - 10:27 Uhr

Huhu!

OMG!#schock
Sowas ist ja reizend...und natürlich bist du nicht schuld!

Aber anbei: sachlich zum tehma Milch/trinken hat die Dame völlig recht - ich wünschte hier wären mehr Ärzte, die ein wenig vom Stillen verstehen...


ich stille seit 8,5 jahren immer ein oder 2 Kinder - und 2Liter sind ein extrem gutes trinkergebnis für mich...

lg

melanie

Beitrag von juniorette 30.01.11 - 10:58 Uhr

Guten Morgen,

über diese Stillfanatikerin im weißen Kittel würde ich mich bei der Ärztekammer beschweren.

Ich habe nie gestillt, und mein Sohn hat bis jetzt keine ernsthaften Krankheiten gehabt (Erkältungen, harmlose Magen-Darm-Krankheiten, 2x Bindehautentzündung).

Sowas wie diese ahnungslose Person dürfte eigentlich nicht als Arzt praktizieren, sondern gehört in eine Irrenanstalt.

Lass dir keine Lügen erzählen...

Und selbst wenn Stillen das Auftreten von gewissen Krankheiten vermindert, hat niemand auf dem Planeten dir vorzuschreiben, ob du stillst oder nicht bzw. dir einen Vorwurf zu machen, dass du nicht gestillt hast,

LG,
J.

Beitrag von fusselchen. 30.01.11 - 11:38 Uhr

hallo,

also ich habe 3 jahre am stük mein kind gestillt und davon 1 jahr VOLL!!! und was soll ich sagen meine kleine ist seit sie im kiga ist krank, zwa nur ne erkältung, aber diesmal sehr kartnäckig...!!

ich habe NIE 2 l getrunken und was das anlegen angeht hat sie recht, ABER es gibt einfach frauen bei denen kommt nach weniger milch, dann mehr anlegen, einfach nichts mehr...

ich habe meine als es kritisch wurde viel öffter angelegt und dann war es wieder ausreichend...

jetzt muss ich schaun wie ich sie wieder los werde...

zum thema gestillte kinder werden nicht krank hätte ich sie gefragt ob sie im studium und der ausbildung denn bei dem thema gefehlt hat, ganz eiskalt;-)

auch gestillte kinder, wie ja schon gesagt wurde, werden krank!!

lg

Beitrag von alinashayenne 30.01.11 - 11:58 Uhr

Hallo!

Ach ja, ich musste grad schmunzeln. Manchmal fragt man sich wirklich, ob die im Krankenhaus einfach dumme Gespräche zum Zeit-totschlagen brauchen...
Ich bin 25 Jahre alt und wenn ich krank bin bzw. nach irgendwas gesucht wird, was ich evtl. haben könnte, dann sind meistens Dinge wie die Scheidung meiner Eltern schuld (obwohl ich so klein war, dass ich mich nicht daran erinnere). Oftmals auch das kurze Stillen, das frühzeitige Laufen oder der Stuhlgang mit 8 Monaten #augen

Nicht zu viel darüber aufregen. Wünsche dir und deiner Tochter alles Gute!
Nina

Beitrag von anja1968bonn 30.01.11 - 11:58 Uhr

Lass Dich nicht ärgern!

Ich habe kaum gestillt: Direkt nach der Geburt hatte ich unheimlich viel Stress, und da ist mir die Milch einfach weggeblieben, und da mein Sohn in der Anfangszeit sehr stark abgenommen hat, habe ich mich mit der Hebamme schnell verständigt, dass wir es mit dem Stillen nicht weiter versuchen, sondern die Flasche nehmen.

Am Anfang hat die Frage anderer: Wieso stillst Du denn nicht? auch an meinem Selbstwertgefühl gekratzt, aber nach einiger Zeit dann nicht mehr.
Krank war und ist mein Sohn (8) übrigens sehr wenig - da haben wir eben einfach Glück gehabt; das steht für mich aber nicht im Zusammenhang mit der Frage des Stillens oder Nicht-Stillens: Zum Glück haben wir keine Kinderarzt, der mir da ein schlechtes Gewissen eingeredet hat!

LG

Anja

Beitrag von jindabyne 30.01.11 - 12:33 Uhr

Das ist Blödsinn, dass Dein Kind davon krank wurde, dass du es "nur" zwei Monate gestillt hast #aerger

Immerhin hast du ZWEI MONATE gestillt, dass ist ja nicht NICHTS. Kann natürlich sein, dass Du mit häufigerem Anlegen, mehr Ruhe usw. wieder mehr Milch gehabt hättest, aber davon abgesehen liegt es sicher nicht an der Stilldauer, dass Deine Tochter jetzt krank ist... #augen

Lg Steffi

Beitrag von fusselchen. 30.01.11 - 15:38 Uhr

ea heißt ja auch nicht umsonst "die ersten tropfen sind am wichtigsten da sie am meisten enthalten"... das hat die ärtztin wohl auch noch nicht gewusst;-)

Beitrag von schnupps22 30.01.11 - 14:01 Uhr

Die Ärztin hat recht was das Anlegen angeht und dass es nicht an der Trinkmenge der Mutterliegt. Ich habe nie viel getrunken (komme auf 2 Kaffee und 2 Gläser Wasser zur Zeit) und ich habe 10 Monate gestillt.
Meine Tochter ist 1,5 und war auch noch nie krank, aber das schiebe ich nicht aufs stillen sondern einfach auf ein gutes imunsystem und auch etwas glück. Das ist quatsch dass gestillte kinder "diese" krankheiten nicht bekommen. Das kann jeden treffen.
gute besserung!

Beitrag von cori0815 30.01.11 - 15:54 Uhr

hi Dani,

das ist DER HAMMER!!!


Ich würde an die Krankenhausleitung schreiben und genau das, was du uns hier beschrieben hast, wiedergeben. Die interessieren sich brennend für solche Stories. Denn Krankenhäuser arbeiten ja schließlich mittlerweile auch umsatzorientiert und haben Qualitätskriterien. Und dazu gehört auch der Umgang mit den Patienten (nicht nur medizinischer, sondern auch menschlicher und kommunikativer Art).

Ich habe neulich auch ein sehr unerquickliches Telefonat mit einer Klinikangestellten gehabt und mich daraufhin gleich per mail an die Leitung der Klinik gewandt. Und diese haben mir sehr dankbar eine Mail zurück geschrieben, in der sie mir versicherten, der Sache nachzugehen. Gut, ob sie es echt machen, kann ich nicht nachprüfen. Aber da die heute ja um jeden Patienten buhlen, ist ihnen mittlerweile das Verhalten ihrer Angestellten sehr wichtig.

Und zum Thema Stillen kann ich nur eines sagen: Mein Sohn wurde von mir 8 Wochen voll und weitere 8 Monate teilgestillt. Meine Tochter wurde NIE voll und nur 3 Wochen teilgestillt. Mein Sohn ist STÄNDIG krank, meine (fast nicht gestillte) Tochter hat bis jetzt fast jeden Infekt gut weg gesteckt. Ich konnte übrigens auch nicht gut stillen. Und es lag garantiert NICHT am Anlegen. Ich finde es immer ZU interessant, dass alle Leute den WIRKLICHEN Grund wissen wollen, warum andere Leute nicht stillen können, pffft.

Lass dich nicht kirre machen: das kann jeder bekommen. Sonst hätten ganze Generationen diese Krankheit flächendeckend bekommen, denn es wurde ja schließlich jahrzehntelang flächendeckend fast nicht gestillt. Und wir leben auch alle noch ;-)

Lg
cori

Beitrag von swepper 30.01.11 - 15:55 Uhr

Hallo Dani!

Ich habe meinen ersten Sohn vier Monate VOLL gestillt! Danach langsam mit Beikost begonnen, und erst mit 9 Monaten abgestillt!
Jetzt ist mein Sohn 6 Jahre alt und hat schon einige Krankheiten durchgemacht! Auch mit diversen KH Aufenthalten verbunden!
Ausserdem leidet er an allergischem Asthma und wird momentan hyposensilbilisiert! Dazu kommt noch Zöliakie (Diagnose Okt.2010)

Meinen zweiten Sohn konnte ich nur ca. 2 Monate stillen, weil ich selbst krank wurde und wegen der starken Medis leider abstillen musste!
Der Kleine hat keine erwähnenswerten Krankheiten durchgemacht! Natürlich mal Bronchitis oder Mittelohrentzündung aber gegen den Großen ist er gesundheitlich viel besser dran! Er wird in drei Wochen 5 Jahre.

Lass Dir also kein schlechtes Gewissen einreden! #blume

LG, swepper

Beitrag von krokolady 30.01.11 - 17:16 Uhr

lool, ich hab 5 Kinder und keins davon wurde gestillt.....naja gut, des eine Kind mal ca. ne Woche.

Demnach müssten meine Kids ja ziemlich kaputt und krank sein.......
Die Jünsgte ist zwar behindert und chronisch krank - das ist aber auf nen Gendefekt zurück zu führen.

Beitrag von manavgat 30.01.11 - 18:43 Uhr

Ich würde mich schrifltlich bei der Klinikleitung über diese übergriffige (und überflüssige) Person beschweren.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zahnweh 30.01.11 - 21:06 Uhr

Hallo,

was das Stillen / Trinkmenge angeht hat sie nicht unrecht.

Allerdings finde ich solche Einmischungen daneben.
Dass eine Ärztin so sehr auf's Stillen beharrt ist eher selten.
Viele Ärzte machen einen Aufstand, wenn ein Kind mit zwei Monaten NOCH gestillt wird. Beikost, Zufüttern und sonstiges.

Kurz: auch Stillende kämpfen häufig mit solchen Einmischungen und es nervt.
Recht machen kann man es niemandem.

Gute Aufklärung während der Schwangerschaft und gut informierte Mütter/Ärzte wären sinnvoller als Vorwürfe danach.

Wie gesagt, es trifft stillende genauso, wie nicht stillende. :-(