frühchen noch 2-3 wochen im spital - wie macht ihr das?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von hustinetenmaus24 30.01.11 - 12:23 Uhr

Hallo ihr lieben,

am 25.01.2011 sind unsere beiden jungs geboren und liegen seitdem auf der frühchenstation. ihnen geht es prima sie müssen nur noch fett anlegen. sie müssen noch etwa 2-3 wochen im krankenhaus bleiben. wie habt ihr das organisatorisch gemacht? seit ihr in der zeit noch im Spital geblieben oder seit ihr nach hause gefahren und habt ihr eure frühchen dann besucht? momentan gehe ich alle 3 stunden, zu den fütterungszeiten, zu meinen beiden jungs, was wir sehr genießen. das spital geht mir aber schon ziemlich am wecker da ich schon lang hier bin und man hier keine ruhe findet. habe aber das total schlechte gewissen wenn ich nach hause gehe und sie nur besuchen kommen würde für 2 stunden oder so, da sie ja noch die meiste zeit schlafen.
wie habt ihr das gemacht????

würde mich über erfahrungsaustausch sehr freuen,

lg Nicole

Beitrag von yvschen 30.01.11 - 12:41 Uhr

Hallo

ich war meißtens bei der Fütterung vor dem mittag drin. Also windeln wechseln, sauber machen und flasche geben bzw sondieren. Danach hab ich gewartet bis sie geschlafen haben und dann war eh mittagsruhe im klinikum. In der zeit bin ich manchmal ins auto und hab bissel geschlafen oder hab draußen in der klinik gegessen und mich auf die bank gelegt
Und dann bin ich zur 2. Fütterung wieder hoch. War meißt so bis 6 stunden da. Zwischendurch heim fahren ging nicht.Wäre mir zu weit gewesen.

lg yvonne

Beitrag von turbokristel 30.01.11 - 14:25 Uhr

hallo Nicole,

mein Sohn lag 4 Monate im KH - da wäre ein Dableiben gar nicht möglich gewesen. Er lag 50km entfernt (einfache Strecke) und ich war jeden Tag meistens an die 6 Stunden da. Ging es ihm schlechter auch mal 24 Stunden (hab dann auf nem Stuhl bei ihm geschlafen). Meistens haben mein Mann und ich mich abgewechselt, ich war dann z.b. vormittags da und er dann abends. So dass er so oft wie es ging einen von uns an seiner Seite hatte.

LG Kristin

Beitrag von christina7787 30.01.11 - 14:34 Uhr

Hallo, erstmal Herzlichen Glückwunsch!!
Ich bin jeden Tag hin gefahren (eine Strecke 70km, also 150km am Tag und das ganze über 6 Wochen) Mir ging das KH auch auf die Nerven aber ich musste einfach zu meiner Kleinen, wenn ich Nachmittags nen Termin hatte etc dann bin ich morgens direkt um 7 uhr gefahren, weil bei uns war von 11:30-14:00Uhr Ruhepause- da kam keiner auf die Frühchen Station...
bin dann immer zum füttern, windeln wechseln, baden usw geblieben und bin dann nach ein paar Stunden wieder zurück gefahren und abends hab ich dann ganz oft nochmal da angerufen und hab gefragt ob alles in Ordnung ist:)

Alles gute

Beitrag von susa31 30.01.11 - 14:34 Uhr

ich war meist von 11 bis 17 uhr da, danach hat mein mann die spätschicht von 18 bis 21 uhr gemacht. uns wars wichtig, so viel zeit wie möglich mit unserem kleinen zu verbringen - aber länger als die drei wochen, die es gedauert hat, hätte ich es auch nicht ausgehalten. und wir hatten glück, dass es mai war, so konnte ich vielo mit dem kleinen raus.

Beitrag von 98honolulu 30.01.11 - 14:54 Uhr

Unser Sohn lag 19 Tage auf der ITS und ich war von morgens bis abends dort und habe die komplette Versorgung gemacht. Mein Mann kam abends und blieb meist bis nachts.

LG

Beitrag von montana82 30.01.11 - 15:34 Uhr

Hallo,

unsere Kleine kam bei 33+6 und war insgesamt 3,5 Wochen im KH.


Die Station hatte Besuchszeiten von 10-12 und 14-19 Uhr, ob man noch stationär im KH war oder nicht, außerhalb der Besuchszeiten durften wir nicht rein. Bei uns war auch nur ein Besucher pro Kind erlaubt, und nur Elterneteile.

Ich wurde nach vier Tagen entlassen. Von 10-12 fuhr ich dann alleine hin, ging von 12 bis 14 Uhr in die Stadt oder wartete im Auto. Von 14-15:30 oder 16 Uhr nochmal, danach habe ich meinen Mann geholt und wir waren abwechselnd von 17 bis 19 Uhr.

Allerdings war das KH nur 11 km von uns entfernt und wir habe keine weiteren Kinder, so dass dies möglich war.

Fix und Fertig war ich aber trotzdem, so richtig konnte ich mich auch nicht von der Geburt erholen.
Sicherlich konnte ich auch mal zu Hause bleiben, aber der Gedanke, daheim zu bleiben in der Zeit wo ich bei der Kleinen sein könnte, war unerträglich. Es war schon schwer genug, jeden Abend heim gehen zu müssen.

Ich war aber auch die Einzige von den Eltern, die so lange da war, die anderen wohnten weiter weg und kamen meistens nachmittags,

Wünsche Dir und den Kleinen alles, alles Gute!!!!

LG

Anastasia mit Jasmin (drei Monate)

Beitrag von irish.cream 30.01.11 - 16:00 Uhr

Hallo und herzlichen Glückwunsch :-)

mein Sohn musste damals 4 Wochen auf der Neo bleiben - 7 Tage davon war ich auch im KH, danach wurde ich "rausgeschmissen" ;-)

Bei uns waren es 70 km Fahrtweg und das Problem, dass wir kein eigenes Auto hatten, sondern uns eigentlich das Auto mit meinen Eltern teilten.. im Alltag kein Problem, aber für sowas war das eine miese Situation..

somit konnten wir immer nur 2-3 Stunden zu unserem kleinen Mann - vormittags brauchte mein Vater das Auto für die Arbeit und meine Mom hatte zu der Zeit immer Nachtschicht.. wir sind dann immer zu einer Versorgungszeit gefahren, damit man wenigstens ein bissl waches Kind hat #verliebt

Ich hab regelmäßig auf dem Heimweg geheult, weil ich mein Kind nicht alleine lassen wollte - vorallem nicht, da ich mit dem Umgang der dort herrschte nicht einverstanden war :-(

naja - nach 24 Tagen haben wir es geschafft und ich durfte meinen Sohn endlich mit nach Hause nehmen.. so eine Zeit möchte ich nicht nochmal erleben müssen!

Alles Gute euch
Tanja mit Brian (3) und Amy (31.ssw), die hoffentlich noch lange im Bauch bleibt

Beitrag von fruehchenomi 30.01.11 - 16:14 Uhr

Enkelmaus Leonie lag fast 3 Monate im Krankenhaus, welches 20 km von uns weg war und mit Zug und Bus erreicht werden konnte. Meine Tochter war täglich bei ihrer Maus - von ca. 10.00 Uhr bis fast abends.
Obwohl sie auch vom KrHaus genug hatte, konnte sie ihren Minischatz eher nicht alleine lassen.
Freilich schlafen die Kleinen noch viel, aber trotzdem hat sie ihr vorgelesen, leise Musik laufen lassen usw. Grins, vielleicht kommt Leonies kleines Plappermaul schon daher, dass sie von Geburt an "vollgequasselt" wurde ? #verliebt
Auch Musik fördert die Gehirnentwicklung, da hing sogar ein Aushang in unserer Frühchenstation.
Aber natürlich musst Du Dich auch wohlfühlen in der Situation und Du wirst noch Nerven genug brauchen, wenn die beiden Prachtkerle heimkommen - die kurze Zeit kriegst Du schon noch herum.
LG Moni

Beitrag von nadineriemer 30.01.11 - 17:45 Uhr

Hallo,
konnte leider nicht bei meiner Motte bleiben,bin alleinerziehend und hatte noch zwei Jungs.Bin dann Vormittags bei der kleinen gewesen und Nachmittags musste ich die Jungs versorgen.

Nadine

Beitrag von moeriee 30.01.11 - 21:50 Uhr

Bei euch durfte man Musik abspielen? Wow! Louis haben sie sogar den DooDoo abgestellt, obwohl der bei dem ganzen Gebimmel der Monitore kaum zu hören war. :-(

Beitrag von fruehchenomi 31.01.11 - 17:36 Uhr

Ja durften wir - Spieluhr - CD - alles, natürlich wirklich sehr leise und dezent. Und ich hab gebrannt auf Teufel komm raus, damit nicht immer das gleiche lief.
Und wie gesagt, da hing ein Zeitungsausschnitt, dass man rausgefunden hatte, dass Musik die Hirnbildung bei Frühchen äußerst positiv beeinflußt, also hätten sie es ja nicht gleichzeitig verbieten können :-p

Beitrag von moeriee 30.01.11 - 19:29 Uhr

Hi Nicole! #winke

Erst einmal #herzlich-lichen Glückwunsch zur Geburt!

Ich bin auch nach Hause gegangen. Ich war auch immerhin schon 8 Wochen im KKH gewesen und konnte nicht mehr. Zumal ich sowieso nur zu den Besuchszeiten hätte kommen dürfen. Egal ob zuhause oder in der Klinik. Jedenfalls bin ich dann jeden Tag gefahren und es tat mir gut. Ich hatte noch mal ein wenig Zeit für mich und konnte mich von den Strapazen vorher ein wenig erholen. Ein Kind kostet auch sehr viel Kraft, weshalb du diese unbedingt tanken solltest, bevor deine Kinder nach Hause kommen. Mir hat es sehr geholfen, um runterzukommen, anzukommen...

Ich bin jedenfalls dann jeden Tag hingefahren (außer an einem Tag; da bin ich mit dem Auto wegen des Schnees nicht durchgekommen). Louis wurde alle 4 Stunden zum Füttern geweckt. Er bekam um 8, um 12, um 16, um 20, 0 und 4 Uhr. Die Besuchszeiten waren von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 19 Uhr. Nun überprüfe mal, wie viele Mahlzeiten in die Besuchszeit fielen. Ah ja! Genau eine. Und zu dieser Mahlzeit war ich dann immer da, fütterte, wickelte und beschmuste den Kleinen. Danach wurde ich dann aufgefordert, den Kleinen bitte wieder ins Bett zu legen, denn er müsse ja schließlich schlafen. Ich konnte mich nicht mal zu ihm hinsetzen, da die Betten so eng beieinander standen, dass kein Stuhl dazwischen passte. :-( Also blieb ich ca. 2 bis 3 Stunden dort und ging dann wieder. Der Abschied war gerade am Anfang ziemlich tränenreich, aber mit der Zeit wurde es ein wenig besser. Alles in allem keine schöne Zeit, aber ich tat für meinen Sohn, was in meiner Macht stand.

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (8 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von moeriee 30.01.11 - 19:32 Uhr

Ach ja: Ich durfte aber jederzeit anrufen! D.h. ich habe morgens und abends noch einmal angerufen und gefragt, wie es Louis geht.

Beitrag von sterni84 30.01.11 - 19:51 Uhr

Hallo!

Meine Maus wurde bei 31+0 SSW geholt, nachdem ich bereits 4 Wochen im KH lag.

Leonie musste 5 Wochen und 4 Tage im KH bleiben. Ich bin jeden Morgen so gegen halb 8 zu ihr gefahren und war dann bis 13 Uhr bei ihr. Um halb 5 bin ich dann zusammen mit meinem Freund wieder hingefahren und wir waren dann bis abends 20/21 Uhr da.

Im Nachhinein ist die Zeit im KH nur so verflogen - obwohl ich währenddessen nie daran geglaubt hätte.

Alles Gute für euch!

LG Lena

Beitrag von hannah.25 31.01.11 - 07:52 Uhr

Hallo Nicole,

als erstes herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner beiden Jungs.
Schön, dass es ihnen soweit gut geht und sie nur ein bisschen aufgepeppelt werden müssen.

Unser Per kam in der 31.ssw auf die Welt. Er musste 4 Wochen im KH sein und dann nach kurzen 2 Tagen wieder 3 Wochen rein.
Ich bin die ganze Zeit mit ihm drinnen geblieben, weil ich abgepumpt hatte und ihm die Flasche geben wollte. Außerdem hab ich mich so um ihn kümmern können und hab die ganze Pflege für ihn übernommen. Medizinisch durfte ich auch nicht eher heim, da ich eine etwas komplizierter KS-Op hatte.
Mein Mann ist immer nach der Arbeit gekommen, bzw. war den ganzen Tag da, als er Urlaub hatte.

Als unsere Tochter in der 27.ssw geboren wurde, bin ich nach einer Woche entlassen wurden und ich bin dann jeden Tag (eine Strecke 70km) zu Sarah gefahren und bin den ganzen Tag bei ihr geblieben, hab ihr vorgelesen, sie gestreichelt, sie sondiert oder wir durften kuscheln. Ich denke, dass es für sie ganz wichtig war, dass ich viel bei ihr war.
Und genauso hat es Per gut getan, dass die Mama mit bei ihm war. Das geht allerdings nur, wenn nicht monatelang in der Klinik liegt.

Ich kann verstehen, dass du nicht gern ins KH gehst. Ich hab auch vor der Geburt 16 Wochen im KH gelegen. Irgendwann kommt so ein Koller. Aber im Endeffekt merken deine kleinen Jungs auch, wenn du da bist und ihnen vorliest. Sicher schlafen sie jetzt noch viel. Aber wenn es zeitlich und örtlich bei dir möglich ist, kannst du auf jeden Fall auch länger bei ihnen bleiben. Sie spüren, dass die Mama da ist!

Ich wünsch euch alles Gute und viel Freude!

Liebe Grüße
Hannah mit Niklas und Sarah fest im Herzen und #baby Per ganz fest im Arm (30+2, 12 Wochen alt)

Beitrag von turbokristel 31.01.11 - 11:47 Uhr

Ich nochmal....

ich finde es krass, dass es so oft "Besuchszeiten" gibt. Bei uns dürfen die Eltern wenn sie wollen 24 Stunden am Tag bei ihren Kindern bleiben - sie müssen sich es halt dann nur auf nem Stuhl bequem machen ;-).

Wozu gibt es denn Pausen bei der Besuchszeit? Die medizinische Versorgung lief bei uns nebenbei. Wenn ein neuer ZVK gelegt werden musste oder z.b. neu intubiert werden musste, sind wir Eltern kurz rausgegangen ins Elternzimmer und danach wieder rein. Bei allen "kleineren" Eingriffen, wie z.B. Blut abnehmen blieben wir dabei. Es lagen aber auch max. 4 Kinder in einem Zimmer...

Beitrag von mizz 31.01.11 - 15:44 Uhr

hallo ,,unsere zwillinge sind am 15.11.10 in der 34ssw geboren u. mußten insgesamt 3wochen im Kh bleiben.da ich noch eine 5jährige tochter habe bin ich 5tage nach dem KS weindend nach hause u. war in gedanken immerzu bei den kleinen.habe mich jeden tag mit meinem man abgewechselt so das von 8 uhr bis 21uhr abends immer einer von uns da war!war mein man im Kh habe ich unsere große tochter versorgt u. den haushalt gemacht!es war eine sehr schwierige zeit u. ich hab mich davon bis heute nicht erholt.aber die 2 süßen sind noch viel mehr wert als all der streß!halttet durch ihr irgendwann seit ihr alle daheim u. alles ist vergessen!
lg jenny

Beitrag von musterblume 03.02.11 - 10:49 Uhr

Eins kannst du schon mal mitnehmen, dir darf niemnd verweigern den ganzen Tag und wenn es 24 stunden sind bei deinem Kind zu sein. Auch wenn es Besuchszeiten gibt, Du bist die Mutter und du hast das sagen über deine Kinder niemand anderes.

Und normalerweise gibt es Muttizimmer wo du dann schlafen kannst. Falls du vorhast deine Kinder zu Stillen dann sag es klip und klar, denn sonst nehmen sie ersatzmilch, Und Stillende Mütter dürfen nicht der Kinder verwiesen werden.

Ich habe es dreimal Durch. Und mit jedem Frühchen wurde ich schlauer und muttiger.

Frage nach dem Muttizimmer, das zahlt die Krankenkasse.

Beitrag von hustinetenmaus24 03.02.11 - 16:00 Uhr

Hallo ihr lieben,

Besten dank für eure zahlreichen Tips und Erfahrungsberichte.
Ich habe mich schwerenherzens auf eine Empfehlung der Kinderärztin hin entschieden, morgen nach Hause zu gehen. Mir geht es im Spital nicht mehr gut und das merken auch die Kinder! Hatte leider eine etwas komplizierte ss und musst zu Hause 2 Monate strikte Bettruhe halten und konnte nichts machen und mich nicht um Mann und Hund kümmern. Freue mich jetzt richtig auf zu Hause und da es bei uns keine Besuchszeiten gibt, werden wir jeden Tag unsere beiden besuchen gehen, solang wie wir es schaffen. Hoffentlich dürfen sie in 2-3 wochen zu uns nach Hause.

Danke an alle!!!
Glg Nicole