Thema Stillen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von funkeline1976 30.01.11 - 12:59 Uhr

Huhu,

ich habe schon immer den Wunsch in mir, mein Kind nicht zu stillen. Mir ist bewusst, dass Stillen für das Kind gesund ist. Aber ich habe
- warum auch immer - eine Abneigung dagegen. Vielleicht ändert sich das noch, aber ich vermute das eher nicht.

Als ich über das Thema vor mehreren Jahren gesprochen habe, waren alle ganz entsetzt.

Erzähle ich es heute, kommen manchmal komische Blicke, aber die meisten sagen, dass es dann auch ok ist.

Auch meine Hebamme hat super reagiert. Sie meinte, dass sie dann sogar vermutet, dass es auch gar nicht klappen würde. Und ich bin sehr froh, dass sie mich bei meiner Entscheidung unterstützt.

Ich weiß, dass es noch immer ein Reizthema ist. Ich bin mir sicher, dass mein Sohn genauso viel Liebe und Zuneigung bekommt. Und ich gehe ganz offen mit dem Thema um.

Hat jemand von euch noch das Bedürfnis nicht zu stillen?

Lg

Beitrag von erbse2011 30.01.11 - 13:02 Uhr

ja ich möchte auch nicht stillen.

und ich finds schade das manche so gegen das thema sind wenn man es anspricht.

ein flaschenkind ist genauso gesund und munter wie ein stillkind.

und ich bleib dabei. ich möchte nicht stillen.

Beitrag von lorelai84 30.01.11 - 13:03 Uhr

Ei mit ist es andersrum!
Ich konnte meine beiden nicht stillen und hoffe
Jetzt um so mehr, dass es diesmal klappt!;-)

Beitrag von gsd77 30.01.11 - 13:05 Uhr

Hallo,
ich konnte meine erste Tochter nur 2 Wochen stillen, dann war die Milch weg....warum auch immer!
Aber ich kann Dir sagen das es ihr dennoch an nichts gefehlt hat und heute eine hübsche, glückliche fast 14jährige ist die ein sehr enges Verhältnis zu mir hat!

Klar wirst Du immer auf Widerstand stossen, aber es ist DEINE Sache und geht niemanden etwas an!

LG

Beitrag von chaos.theory 30.01.11 - 13:05 Uhr

Also ich werde auf jeden Fall wieder stillen. Ich liebe es #verliebt

Aber wenn du es nicht magst, ist das auch ok, finde ich! Es nützt deinem Kind ja nix, wenn du dich dabei so stresst! Und es ist noch kein Kind von Nicht-Stillen gestorben!

Es werden gleich sicher einige nicht so nette Kommentare kommen. Einfach überlesen! ;-)

Außerdem... vielleicht kommt es ja doch noch, dass du stillen möchtest! Kannst ja zumindest mal probieren und wenn es dich trotzdem stresst, lässte es halt wieder. ;-)

LG Danni, mit Melina (20 Monate) & #ei 8+6

Beitrag von raevunge 30.01.11 - 13:06 Uhr

Ich bin zwar grundsätzlich sehr für das Stillen (und werde, wenn alles gut geht auch mein zweites Kind stillen), aber ich denke auch, dass es jeder so machen sollte, wie es für ihn angenehm ist. Was nützt dir das Stillen, wenn du dich nur quälst?

Allerdings muss ich sagen, dass ich vor der Geburt meines Sohnes den Gedanken, dass dann da immer jemand an meiner Brust rumnuckelt auch befremdlich fand #schein Gestillt habe ich dann 21 Monate, davon sicher 11 Monate voll.

GLG #sonne

Beitrag von janimausi 30.01.11 - 13:11 Uhr

Hallo, schade das du nicht stillen willst, aber gut, es ist deine Entscheidung und dein Kind wird deswegen von dir natürlich nicht weniger geliebt und die Milch heute ist ja so weit entwickelt, das die schon ziemlich na an Muttermilch ran kommt.

Ich fand das stillen damals so schön, es war für mich zumindest ein ganz wundervoller und unberührbarer Moment, wenn ich mein Keks gestillt habe.
Es ist etwas was nur die Mutter dem Kind geben kann und es ist eine nur so kurze Zeit.
Aber evtl ändert sich deine Meinung dazu ja doch noch, wenn du dein Baby im Arm hast und es nach der Brust sucht.

LG

Beitrag von haruka80 30.01.11 - 13:11 Uhr

Hallo,

ich wollte meinen Sohn ganz unbedingt stillen, klappte nicht, da er zu früh kam und erst nach Tagen das 1. Mal angelegt wurde, die Brust aber nicht nahm trotz 2-3 Wochen immer wieder probieren.
Ich habe oft das Gefühl, dass mir was fehlte, obwohl ich abgepumpt habe und wir beim Fläschchentrinken ganz viel geschmust haben.
Ich konnte also auch die Vorteile des Flasche gebens erleben.

Bei Nr.2 weiß ich noch nicht, was ich mache, ich würde gerne stillen, aber leider produziert meine eine Brust nur Milch, dann habe ich in der Abpumpzeit nur zugenommen und meine Brust ist nach dem Abstillen von D(vor der SS hatte ich aber C ) auf A geschrumpft, was ganz schrecklich aussieht.

Ich denke, ich mache es davon abhängig, wie es nach der Geburt ist,ich würde so gerne mal stillen, aber wenn ich an das Chaos beim letzten Mal denke, wo ich noch andauernd zu ner Stillberatung rannte, weil ich stillen wollte und nie genug Milch hatte, weil nur eine Brust produziert, bin ich eigentlich vom Stressfaktor eher für die Flasche.
MAl gucken ob Herz (Stillen) oder Verstand (Flasche) siegen.#

L.G.

Haruka

Beitrag von winniwindel 30.01.11 - 13:12 Uhr

Ich möchte auf jeden Fall stillen, aber ich habe das Bedürfnis dabei mit dem kind immer alleine zu sein. Abgesehen von meinem Mann, der darf dabei sein. =)
Aber Familie und co möchte ich auf keinen Fall dabei haben.

Beitrag von yulunga 30.01.11 - 13:13 Uhr

Hallo!

Im Endeffekt ist es deine Entscheidung und du musst das tun, was du für dich und dein Kind als richtig empfindest.

Sowohl in meiner ersten SS als auch jetzt wieder konnte ich mir das Stillen nicht vorstellen, das Gefühl, wenn das Baby an der Brust trinkt. Aber als es soweit war war es für mich das Natürlichste der Welt und deshalb will ich es beim 2. Kind auf alle Fälle wieder machen. Mich stört beim Flasche geben v.a. auch der Aufwand (Milchpulver dosieren, richtige Temp. des Wassers, ständig Fläschchen spülen und sterilisieren...) und das Geld, dass ich mir durch das Stillen sparen kann :-D

Für mich ist Muttermilch definitv die bessere Nahrung, zudem einfach und unkompliziert, aber auch Flaschennahrung ist heute OK und wichtig ist, dass du zu deiner Meinung stehst.

LG

Beitrag von geraeuschefabrik 30.01.11 - 13:18 Uhr

Hej ich finds ok auch wenn ich stillen sehr praktisch finde und es einfach eine Bindung herstellt, die sehr eng ist.
Ich finds aber super, dass du damit so offen umgehst, denn ncihts ist schlimmer als innerlich nichtstillen wollen, es aber auf gesell. Druck zu versuchen mit dem Ergebnis, dass es gar nicht klappt.
LG

Beitrag von chez11 30.01.11 - 13:19 Uhr

huhu

ich wollte beim ersten auch nicht stillen, als meine maus aber dann immer die brust gesucht hat hab ichs probiert und sie hatpsomt angefangen zu trinken.

im nachhinein war es sehr schön und ich werde wieder stillen.

ich respektiere aber auch die meinung wenn man es nicht machen möchte, leider ist das hier ein reizthema und es werden wohl viele nicht so nette antworten kommen.

thema nicht stillen, einleitung, und andere brsante themen sind hier immer sehr heikel, was ich schade finde denn ich denke jeder hat seine gründe.

werde am montag eingeleitet wegen schlechten herztönen seit mehreren wochen und lese hier immer wieder bloss nicht einleiten#augen da kann ich nur mit dem kopf schütteln denn ich tu es ja fürs kind.

LG#winke

Beitrag von anke-s 30.01.11 - 13:29 Uhr

Huhu,

ich werde auch nicht stillen. Ich habe da eine Abneigung gegen und ich kann mich auch nicht mit dem Gedanken daran anfreunden.

Meine Mutter hätte zwar soooooo gerne das ich stille aber ich habe ihr deutlich gemacht, dass es meine Entscheidung ist und ich mich mit dem stillen einfach nicht identifizieren kann.
Meine Stiefschwester hat auch nicht gestillt und die Kleine Maus ist super Gesund und einfach wahnsinn. Meine Stiefschwester hat auch direkt gemeint, dass es meine Entscheidung wäre und das ich mir von niemandem reinreden lassen sollte.

Also, machs wie ich: Einfach weghören, wenn wieder jemand damit anfängt. Früher war halt alles anders. Aber wir leben im hier und jetzt und die heutige Nahrung ist so super weit.

Liebe Grüße Anke

Beitrag von sandmann1234 30.01.11 - 13:45 Uhr

huhu,
ich hab meine 3 kinder auch nicht gestillt, ich bin jetzt auch noch nicht ganz dafür, ich weiß nicht warum. Ich stell es mir stressig und nervig vor.

Flaschen ist zwar viel schlepperei bei einem tagesausflug mit den anderen kids, aber man kann ja doch gut vorbereiten. Un der Mann kann auch mal nachts aufstehen.

Diesmal möchte ich es ausprobieren, mal gucken was die anderen Stillbegeisterten so toll daran finden!

Hab jetzt mit meiner Hebi gesprochen und sie meinte das man es auch ausprobieren kann, direkt im KH mit dem Kolostrum, man müßte sich zwar erst dran gewöhnen aber man merkt wohl direkt ob es was für einen ist oder nicht.

Deswegen mach ich das mal, denn wenn es mir garnicht gefällt kann ich ja jederzeit aufhören, Pre-Nahrung und Fläschen werde ich aufjedenfall zu Hause haben.

Vielleicht ists ja auch was für dich#winke

Beitrag von saruh 30.01.11 - 14:28 Uhr

ich find es ok wenn man sich dagegen entscheidet uns sich das erspart das hin und her nur weil andere das wollen!!!!

allerdings bin ich der Überzeugung das es eine besondere Beziehung ist wenn man sein kind stillt.....was aber nicht heißt das Flaschenkinder dann was fehlt wenn sie es net kennen!!!!

LG saruh mit ehemaligen Stillkind(29 mon) und #ei(19.ssw was auch gestillt wird#verliebt)

Beitrag von estherb 30.01.11 - 14:38 Uhr

Hallo Funkeline,

ich selbst bin zwar absolut stillbegeistert und habe mein erstes Kind voll gestillt, werde auch wieder voll stillen, aber aus dem, was ich bei anderen mitbekommen haben, muss ich deiner Hebamme recht geben: Es wird dann wahrscheinlich auch nicht klappen.

Das habe ich bei einigen Müttern mitbekommen, wenn die Frau eigentlich nicht will, wird es einfach nichts. Entweder kommt gar nie genug Milch oder das Baby spürt die Abneigung und geht nicht an die Brust oder beides...

Es stimmt zwar absolut nicht, was oben von anderen Stillgegnerinnen geschrieben wurde - ein Flaschenkind sei genauso gesund wie ein Stillkind. Ich kenne kein einziges. Tut mir leid, aber damit sollte man sich dann schon von vorneherein abfinden, wenn man nicht stillen will: Die beste Flaschennahrung gibt dem Baby nicht die Abwehrkräfte, die Muttermilch bringt. Ich kenne kein einziges Flaschenkind, das Infektionen so gut weggesteckt hat wie die Stillkinder. Zum Beispiel hatte meine gesamte Pekipgruppe mit 4 Monaten den Noro-Virus. Die Stillkinder waren alle fit, haben das locker weggesteckt. Sie haben halt auch besser getrunken, an die Brust geht ein Kind fast immer (schon alleine, weil es Trost bietet), die Flasche lässt sich ein Baby mit Magen-Darm-Infekt nicht aufzwingen. Zwei der Flaschenbabys mussten in die Klinik, eines hatte die nächsten 8 Monate Verdauungsprobleme. Und das glit auch für jede blöde kleine Erkältung. Außerdem wird ein Flaschenbaby leicht zu dick, ein Stillkind kann so rund sein, wie es will - es wird nicht fett, das ist alles nach dem Abstillen fort. Man redet sich schon was ein, wenn man sagt, es wäre gleichwertig.

Ich denke, du weißt auch um alle anderen Nachteile - dass Stillen das Brustkrebsrisiko senkt, dass du SS-Pfunde stillend problemlos verlierst und nichtstillend richtig dafür ackern musst, dein Gewicht wieder in den Griff zu bekommen. Dass Stillen praktischer ist und du nicht immer so viel mitschleppen musst, nachts nicht erst Fläschchen warm machen musst, natürlich sowieso.

Aber, trotzdem: Wenn du nicht willst, ist es vernünftiger, du erzwingst es nicht. Ein Kind ist glücklicher mit einer liebevollen Mama, die ihm gerne die Flasche gibt, als mit einer gestressten, die aus gesellschaftlicher Anpassung stillt und sich damit nicht gut fühlt. Und eine gute Bindung zur Mama kann das Flaschenkind natürlich auch haben.

Liebe Grüße und alles Gute,

Esther

Beitrag von kessita 30.01.11 - 19:31 Uhr

Es tut mir leid, aber ich habe selten einen solchen subjektive Mist gelesen.

*Es stimmt zwar absolut nicht, was oben von anderen Stillgegnerinnen geschrieben wurde - ein Flaschenkind sei genauso gesund wie ein Stillkind.*

Meiner Erfahrung nach, ist das genau umgekehrt - die vollgestillten Kinder aus meiner Bekanntschaft sind nicht nur häufiger, sondern auch längerfristiger erkrankt, als die Flaschenkinder.

Aus einer subjektiven Wahrnehmung, läßt sich aber keine allgemeingültige These ableiten.

*Außerdem wird ein Flaschenbaby leicht zu dick, ein Stillkind kann so rund sein, wie es will - es wird nicht fett, das ist alles nach dem Abstillen fort.*

Auch hier nur Kopfschütteln meinerseits. Ein vernünftig gefüttertes Flaschenbaby wird nicht eher dick als ein Stillbaby. Sowohl Pre-Nahrung als auch 1er Nahrung können nach Bedarf gegeben werden.

Auch das Gerücht, dass die Schwangerschaftspfunde ( soviel Zeit muss sein) schneller schwinden, trifft viellicht auf 50 % der Frauen zu - ich persönlich kenne keine einzige *schulterzucken*.

Vielleicht einfach mal ein wenig über den eigenen Tellerrand hinausgucken und keine subjektiv gefühlten Wahrheiten als als generell gültig präsentieren.

Eine schönen Abend noch.

Beitrag von estherb 30.01.11 - 22:16 Uhr

Naja, es gibt ja Gott sei Dank auch genügend Studien, die meine Aussagen belegen, so dass diejenigen, die sich wirklich informieren wollen, es auch nachprüfen können. Ich kann es einfach nicht leiden, wenn Stillgegnern eingeredet wird, es habe keine Folgen, nicht zu stillen. Entscheiden muss jeder, wie er will; und ich habe der Te ja auch geschrieben, dass es sicher nicht sinnvoll ist, gegen die eigene Überzeugung zu stillen. Über die Folgen sollte man sich allerdings im Klaren sein.

Studien von Kinderärzten belegen u.a.,

- dass Stillen vor derm plötzlichen Kindstod schützt

(Informationen z.B. unter

http://www.geburtskanal.de/Wissen/S/SIDS.pdf)

aber auch unter

http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/611963/sechs-ratschlaege-helfen-ploetzlichen-kindstod.html?sh=1&h=-144711955

- dass Stillkinder ein natürlicheres Sättgungsgefühl entwickeln und folglich weniger leicht überfüttert werden, was sich auf spätere Gewichtszunahmen auswirkt. Zudem wird überflüssige Muttermilch ausgeschieden (was sich daran zeigt, dass Stillkinder bis zu 10 x am Tag Stuhlgang haben können und dies ales normal gilt, andererseits aber auch manche Stillkinder nur 1 x innerhalb von 14 Tagen die Windeln voll haben und ebenfalls gesund sind. Das hängtt mit der perfekten Ausbeute der Muttermilch zusammen)

- dass Muttermilch unersetzliche Abwehstoffe enthält, die in Kunstnahrung nicht ersetzt werden können und sich bei Stillkindern der Nestschutz der Mutter über die Geburt hinaus um die voll gestillten Monate verlängert. Der verlängerte Nestschutz führt zu einem besseren Abwehrsystem des Babys

Sowohl zu den positiven Auswirkungen auf das verbesserte Immunsystem von Babys und Kindern als auch dazu, dass gestillte Kinder ein vermindertes Risiko haben, später an Fettsucht (Adipositas) oder Diabetes zu erkranken, kannst du dich unter folgendem Link informieren:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,687279,00.html

Der Spiegelbericht speist sich im Übrigen aus einer Studie, die an der University of Harvard durchgeführt wurde und in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde (ich denke, renommierter geht es nicht). Die Studie äußert sich auch zum Thema Plötzlicher Kindstod.

Zur Gesundheit gestillter Kinder siehe weiterhin beispielsweise unter

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/magen-darminfekte/article/505152/kinder-brechdurchfall-brauchen-nur-selten-medikamente-infusionen.html?sh=6&h=-998176589

Zur Vermeidung von Übergewicht der Kinder durch Stillen beispielsweise unter

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/499471/stillen-muetter-diabetes-bleiben-kinder-schlank.html?sh=7&h=-998176589

sowie unter

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/493979/gestillte-kinder-nicht-leicht-dick.html?sh=8&h=-998176589

und unter

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/article/507661/vier-punkte-helfen-damit-kleinkindern-keine-dicken.html?sh=5&h=-998176589

Gynäkologische Studien belegen den positiven Einfluss des Stillens nicht nur auf die Vermeidung von Brustkrebs, sondern auch von Ovarialkrebs (Eierstockkrebs); sie belegen übrigens auch, dass Stillen die Rückbildung erleichtert. Durch das Saugen des Babys werden nämlich Nachwehen angeregt, die den Uterus kontrahieren lassen. Durch die Kontraktionen bildet sich der Uterus schneller zurück, damit schließt sich auch die Rectusdiastase schneller und die Bauchmuskulatur regeneriert sich. Weiterhin ist erwiesen, dass Stillen Osteoporose vorbeugt. Die Tatsache, dass Stillen zehrt und demzufolge zu einer schnelleren Gewichtsreduktion führt, ist natürlich ohnehin unbestreitbar. Immerhin verbraucht eine Stillende pro Tag mindestens 500 Kalorien mehr als eine nichtstillende Mutter.

Zum Thema Stillen und Brustkrebs finden sich Informationen beispielsweise im Ärzteblatt unter

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/mamma-karzinom/article/595031/frueh-kind-lange-stillen-schuetzt-besten-brustkrebs.html?sh=1&h=1906358887

Warum sich Stillen gerade bei Durchfallerkrankungen so positiv auswirkt, wie von mir oben beschrieben, kannst du beispielsweise hier nachlesen:

http://www.vienna-doctor.com/DE/Articles_DE/molekuel_muttermilch.html

Es tut mir ja leid, wenn das nicht in dein Weltbild passt, aber alles lässt sich auch im 21. Jahrhundert nicht wegreden. Es gibt schon Gründe, warum die Natur so verfahren ist, dass sie Frauen die biologische Befähigung zum Stillen gegeben hat.

Insofern kann ich über deinen realitätsverleugnenden Kommentar meinerseits nur den Kopf schütteln. Viel Spaß auf jeden Fall beim Lesen und Bilden.

Ebenfalls schönen Abend,

Esther

Beitrag von muehlie 30.01.11 - 16:05 Uhr

Hallo Funkeline,

ich finde es ebenfalls völlig okay, wenn du dich gegen das Stillen entscheidest. Ich hoffe nur, du hast dich vor deiner Entscheidung wirklich umfassend mit diesem Thema befasst und alle Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen.
Du schreibst z.B., dass du weißt, dass das Stillen für das Kind gesund ist. Weißt du auch, wie das konkret aussieht? Viele verbinden das Stillen nur mit dem Allergieschutz, aber da es natürlich reichlich Stillkinder gibt, die trotzdem unter Allergien leiden, zieht dieses Argument herzlich wenig. Stillen kann aber noch so viel mehr. Es schützt z.B. in hohem Maße vor Infektionskrankheiten. Jedes Mal, wenn dein Kind mit einem Erreger in Berührung kommt, tust du es auch. Dein bereits immungestärkter Körper bildet gegen diesen Erreger Abwehrstoffe, die du anschließend über die Muttermilch an dein Kind weitergibst. Diese Art von individuellem Schutz bietet keine andere Nahrung der Welt. Aber auch langfristig senkt Stillen die Wahrscheinlichkeit von (chronischen) Magen-Darm-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes 2 und sogar Krebs. Das heißt natürlich nicht, dass jedes Flaschenkind zwangsläufig all diese Krankheiten bekommt, aber ein Stillkind hat einfach dieses Quentchen Extraschutz mit auf den Weg bekommen.

Bist du dir außerdem wirklich darüber im Klaren, welcher finanzielle Aufwand mit dem Fläschchen verbunden ist? Babynahrung (also Pre und 1er, nicht die überflüssige Folgemilch) ist ziemlich teuer. Da gehen jeden Monat schon mal bis zu 100 Euro bei drauf. Dazu kommen noch Fläschchen und Sauger plus Energie für die Fläschchenzubereitung und -reinigung. Zeit kostet die Zubereitung auch. Das ist besonders nachts bitter, wenn man jedes Mal zum Füttern wirklich aufstehen muss, während sich eine stillende Mutter im Idealfall einfach nur auf die Seite zu ihrem Kind dreht, das T-Shirt hochschiebt, das Kind anlegt und weiterschläft. ;-)
Der große Vorteil des Fläschchens ist halt die Möglichkeit, die Fütterung des Babys auch mal jemand anderem zu überlassen. Wenn du allerdings ein Stillkind hast, das das Fläschchen akzeptiert (ist leider nicht die Norm), kann man auch als Stillmama zwischendurch mal einen Vorrat abpumpen, so dass das Baby eine Weile ohne Mama auskommt.

Wenn du bei deiner Entscheidung all das (und noch einiges mehr) berücksichtigt hast und trotzdem nicht stillen willst, ist das völlig in Ordnung. Es ist schließlich dein Körper und dein Kind. Aber vielleicht magst du es ja trotzdem erst einmal mit dem Stillen versuchen. Das Fläschchen als Alternative hast du ja immer noch. Fängst du allerdings von vornherein mit dem Fläschchen an, gibt es meistens keinen Weg mehr zurück zum Stillen.