Ratenzahlung

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von jacki35 30.01.11 - 14:01 Uhr

Hallo

falls ich hier verkehrt bin bitte verschieben.
Ich habe eine Frage mein Sohn 15 hat sich ein Handy gekauft auf Ratenzahlung a 15€ monatlich ( ich muss dazu sagen wir haben nichts unterschrieben ).Darf er das überhaupt ein Vertrag über Ratenzahlung abschliesen? was ist wenn er es nicht bezahlen kann ,können die denn irgendwas von mir verlangen ?
Wie würde ich ihn da wieder raus bekommen ??

Danke für eure Antworten

Jacki 35

Beitrag von jennychrischi 30.01.11 - 14:09 Uhr

Ich bin der Meinung, dass er es nicht darf. Er ist unter 18 und somit nicht voll Geschäftsfähig. Rechtsgeschäfte, die Folgekosten verurasachen (Verträge, Kredite etc) dürfen meines Wissens nach erst ab 18 oder mit eurer Zustimmung getätigt werden. Ich würde zu dem Verkäufer mal hin und mit dem reden.

Beitrag von jacki35 30.01.11 - 14:36 Uhr

Ja dieser Meinung bin ich auch das die dat gar nicht hätten machen dürfen ,das sind in 2 Jahren 360 €, könnte ich das denn rückgängig machen oder stellen die sich quer und sagen tja Pech gehabt .was kann ich da machen ???

Jacki

Beitrag von lebensretter 30.01.11 - 15:37 Uhr

Zur not mit Anwalt drohen. Erstma den Vertrag schriftlich wiedderufen mit der Begründung das dein Sohn minderjährig ist und ihr keine Einverständniss gebt.
Ansonsten von dem Anbieter eine kopie des Vertrages zuschicken lassen.(Wenn ich das richtig verstanden habe hat keiner von euch was Unterschrieben und wenn keiner Unterschrieben hat ist rechtlich auch kein Vertrag zustande gekommen.

Beitrag von wasteline 30.01.11 - 15:24 Uhr

Langzeitverträge - also auch Ratenverträge - darf Dein Sohn nicht abschließen.


Geschäftsfähigkeit

Ausnahmsweise gibt es hier mal keinen Unterschied zwischen 14 und 16jährigen, ja noch nicht einmal zwischen 11- und 17jährigen! Von deinem siebten Lebensjahr an bis zu deinem achtzehnten Geburtstag bist du bedingt geschäftsfähig. Das heißt, du darfst dir Sachen kaufen, die du dir mit deinem üblichen Taschengeld leisten kannst. Wenn du von deinem Taschengeld eine größere Summe ansparst, sind auch etwas größere Ausgaben gesetzlich erlaubt. Ungültig werden Verträge jedoch die eine größere Summe beinhalten oder auch Langzeitverträge (z.B. bei Handys). In solchen Fällen benötigst du das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.

kopiert aus www.deine-rechte.de


Geh in den Laden und erkläre ganz einfach, dass Dein Sohn lt. BGB diesen Vertrag nicht abschließen durfte.


Beitrag von lebensretter 30.01.11 - 15:32 Uhr

Ganz klar darf er nicht, ohne zustimmung eines Erziehungsberechtigen ist der vertrag wirkungsloß und nichtig.

Beitrag von devadder 30.01.11 - 16:30 Uhr

Wie bereits erwähnt, zu denen hin und mit denen reden. Zur Not zum Anwalt, der Verkäufer könnte argumentieren, dass dies unter den Taschengeldparagraphen fällt.
Bist Du Dir sicher, dass Dein Sohn kein Schriftstück hatte, welches man mit einer Einverständniserklärung gleichsetzen kann und eine andere Unterschrift drunter ist?

Beitrag von wasteline 30.01.11 - 17:33 Uhr

Ratengeschäfte fallen aber nicht unter Taschengeldparagraph.

Beitrag von devadder 30.01.11 - 19:58 Uhr

Zitat:

......Verkäufer könnte argumentieren.....

Zitat Ende.

Ich habe nicht behauptet, dass es darunter fällt, aber die arbeiten mit allen Tricks um jemanden einzuschüchtern. Schließlich geht es um deren Abschlusspränie.

Beitrag von jacki35 31.01.11 - 10:05 Uhr

Hallo

ja bin mir sicher das mein Sohn kein Schriftstück hat was man als Einverständniserklärung nehmen könnte

Beitrag von devadder 31.01.11 - 10:53 Uhr

Na, Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich habe selbst mal zu den Zeiten zu denen die Walkmänner hipp waren an einer Ladentheke gestanden. Wenn Du wüßtest, was mir da alles untergeschoben werden sollte. Eltern haben geschworen, dass ihr Kind so etwas niiiiiieeeeeee machen würde. Leider sieht die Realität anders aus. Um mit anderen mitzuhalten und nicht ins Abseits zu geraten, sind die Kids sehr erfinderisch. ich kenne auch einige Eltern, die immer gesagt haben "nnnnneeeeeiiiinnnnnn mein Kind macht dies und das nicht" dann waren sie sehr sehr erstaunt mit welcher kriminellen Energie die Kids zu Werke gehen.

Beitrag von jacki35 31.01.11 - 20:40 Uhr

Na gut ich würde auch nicht die Hand ins Feuer legen für mein Sohn ,aber nun war ich heute Nachmittag ja mit meinem Sohn in diesem Shop und habe das Handy zurück gegeben ,die haben wohl eingesehen das sie ein Fehler gemacht haben ,wollten sich erst raus reden von wegen falsches Geburtsdatum und so ,aber da sie ja den ausweis kopiert hatten und auch in dem Vertrag das richtige Geburtsdatum drauf stand konnten sie halt nichts mehr machen ausser alles Rückgängig machen

also hat er kein Bockmist gebaut gehabt :)

Ich danke nochmal allen die mir hilfreich geantwortet haben

#danke

Jacki

Beitrag von mulle0805 30.01.11 - 17:14 Uhr

Hallo

Er ist noch minderjährig und darf ohne einverständnis der Eltern keinen Vertrag abschliessen.Der Vertrag ist somit wirkungslos und ggf.Kannst du den Handyverkäufer sogar anzeigen.

LG

Beitrag von demy 30.01.11 - 17:41 Uhr

Hallo,
wie viele schon schrieben ist das eigentlich ganz einfach.

Verträge mit Minderjährigen sind grundsätzlich schwebend unwirksam.

Sie werden erst wirksam wenn die Erziehungsberechtigten zustimmen, oder die Summe unter den im Volksmund genannten "Taschengeldparagraphen" fällt.

Wobei ganz wichtig zu merken.
Dauerschuldverhältnisse, also alles was auf Abzahlung oder ein Abo ist, fallen niemals unter den "Taschengeldparagraphen", sondern sind IMMER schwebend unwirksam bis sie von den Erziehungsberechtigten genehmigt werden.
Da gibt es sogar Verträge, die ihr gar nicht ohne Vormundschaftsgericht genehmigen könnt.
Zum Schutz der minderjährigen Person.

Das mit den "rauskommen" ist also ganz einfach, ihr sagt dem Verkäufer der Vertrag ist von euch nicht genehmigt, dann macht der Verkäufer ne lange Nase.

Er kann auch kein Schadenersatz oder der gleichen von euch fordern, es ist sein Risiko wenn er schwebend unwirksame Verträge eingeht.

Gruß
Demy

Beitrag von babe2006 30.01.11 - 20:44 Uhr

Wie kam er denn überhaupt da dran??

Auch ein verkäufer prüft doch normal die Bonität? Somit das Geburtsdatum?

Na hoffentlich hat euer Sohn mal nich scheisse gebaut mit falsch angabe des Geb. Datums...
denn dann hagelt ihr euch ganz schön probleme ein...


würd mal bei nem Anwalt anfragen, bevor ich etwas widerrufe... und dies ggf. gleich durch den rechtsbeistand machen lassen....


sorry für die Rechtschreibfehler ;)

Beitrag von demy 30.01.11 - 21:07 Uhr

"Na hoffentlich hat euer Sohn mal nich scheisse gebaut mit falsch angabe des Geb. Datums..."

Meinst du er hat seinen Personalausweis gefälscht?

"denn dann hagelt ihr euch ganz schön probleme ein... "

Solange er seinen Personalausweis nicht gefälscht hat, kann er auch das Geburtsdatum von Donald Duck angeben ohne das er oder die Eltern Probleme bekommen.

Gruß
Demy

Beitrag von jacki35 31.01.11 - 10:09 Uhr

Hallo

Ja er hatte wohl Lust auf ein neues Handy (hat ja erst zu Weihnachten eins bekommen ) und ist dann in ein Handyladen gegangen und hat sich da eins aus gesucht .
Nee kann er nicht er hat ja sein Ausweis vorgelegt und die Daten stehen ja auch so auf dem Vertrag ,also kann er so ja kein schmu gemacht haben ,mit falschen Angaben ,ja wir treffen uns heute Nachmittag bei diesem Handyladen mal schauen was da bei raus kommt

Nochmals Danke für die Antwort

Jacki

Beitrag von seikon 30.01.11 - 22:35 Uhr

Ist ganz einfach. Hingehen, sagen dass dein Sohn minderjährig ist und ihr keine Zustimmung zu dem Vertrag gegeben habt. Dann das Handy natürlich nebst allem mitgeliefertem Zubehör zurück geben und gut ist.

Da der Händler ja etwas von euch will muss er beweisen, dass ein rechtswirksamer Vertrag geschlossen wurde. Und das kann er nur durch eure Unterschrift, die ihr ja nicht geleistet habt.

Das Handy kann er natürlich nicht behalten, denn da der Vertrag unwirksam ist hat dein Sohn natürlich da auch keinen Anspruch drauf.