stillen + krankenhausaufenthalt = abstillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von sheeri 30.01.11 - 20:44 Uhr

hallo,

ich hab in knapp 6 wochen eine op die ich diesmal nicht ambulant abwickeln kann sondern bei der ich ca. 1 woche im krankenhaus liegen muss und auch auf die medikamente angewiesen bin.

finley ist jetzt knapp 6 monate alt. ich stille 3x, mittags und abends gibt es brei&flasche.

wenn ich jetzt jedoch nicht stillen kann muss ich dann im krankenhaus zu den zeiten abpumpen, damit ich nach der zeit weiterstillen kann? oder sollte ich lieber medikamentös abstillen ... und finley bekommt danach nur noch die flasche?

ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, wer mich besser beraten kann: der kinderarzt, der frauenarzt oder die hebamme (die wir aber seit den 2.monat nicht mehr gerufen haben da sie uns zu schnell zum zufüttern geraten hat)

vielleicht hat ja jemand von euch nen tipp bzw. nen rat für mich, was jetzt am besten wäre.

schon mal vielen dank im voraus.
sheeri

Beitrag von lilly7686 30.01.11 - 20:50 Uhr

Hallo!

Also wenn du noch stillst, kannst du deinen Kleinen mitnehmen ins KH. Das würd ich mir nicht nehmen lassen.
Du kannst auch nach einer OP direkt wieder stillen.

Aber wie das mit den Medis ist? Am Besten, dein FA erkundigt sich mal bei Embryotox deswegen.

Du musst aber selbst entscheiden.
Willst du weiter stillen? Oder lieber abstillen?
Wenn du weiter stillen willst, dann schau, dass dein Baby mit ins KH kommt.

Wenn deine Hebi dir damals schon zum Zufüttern geraten hat, wird sie euch jetzt auch nicht weiter helfen können.
Ich würde mich an eine Stillberaterin vor Ort wenden und an den behandelnden Arzt.

Liebe Grüße!

Beitrag von urmel29 30.01.11 - 20:53 Uhr

Hallo,

ich war im KKH als unser Kleiner 4 Wochen alt war. Mußte akut für 3 Tage ins KKh und dann nach 14 Tagen nochmal für 3 Tage.

Da ich auch beim ersten Aufenthalt Medikamente nehmen musste, konnte ich ihm diese Milch auch nicht geben. Hab also abgepumpt und diese Milch weggeschüttet... Der Kleine bekam Pre, anders ging es nicht, da es eine Nierenkolik bei mir war, die nicht vorhersehbar war.

Beim zweiten Aufenthalt wußte ich es ja schon vorher, hab also vorgesorgt und abgepumpt, im KKH hab ich auch immer abgepumpt und die Milch hat dann mein Mann abends geholt, damit man sie ihm geben konnte.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie lange du ihm deine abgepumpte Milch nicht geben darfst... Wenns nur 1-2 Tage sind, dann würd ich schonmal vorher auf Vorrat abpumpen und im KKH weiter abpumpen und die Milch abends abholen lassen. Wenn er denn auch aus der Flasche trinkt...

Was willst du? Mit dem Stillen aufhören oder weitermachen?

Würde mich an eine Stillberaterin in deiner Nähe wenden, findest du im Internet oder such dir eine Hebamme, die in dem KKH arbeitet, wo du auch bist und hol dir Rat, bzw. lass dir da mal Tipps geben.

Alles Gute!

lg
s´urmel

Beitrag von urmel29 30.01.11 - 20:55 Uhr

Hallo,

nochmal zu dem Beitrag von oben, es ist nicht so, dass man sein Baby einfach so mit ins KKH nehmen kann. Das durfte ich sowohl bei meinem 1. Kind wo ich nach einer Woche ins KKH mußte und jetzt auch bei meinem 2. Kind nicht. Es waren verschiedene Krankenhäuser.

Hätte mein Kind auch nicht mitgenommen im Nachhineinen, da ich Angst hätte, dass es Krank nach Hause kommt.

lg
s´urmel

Beitrag von matsel 30.01.11 - 20:56 Uhr

wenn du nix ansteckendes hast und während des kh aufenthaltes dein kind versorgen kannst, kannst du als stillmutti dein kind mitnehmen. ansonsten wüde ich es mir zum stillen bringen lassen, denn dein kind ist ja dann auch bei jemanden anders untergebracht. ich würde mit den ärzten auch nicht lange um den brei reden: ich stille, ich werde nicht abstillen, geben sie mir medikamnte die stillverträglich sind, mein kind bleibt bei mir. tritt souverän auf und vertritt deine meinung. es gibt einen link (vielleicht kann dir da noch jemand anders helfen) für stillfreundliche alternativmedikamente. das würde ich im grunde auch nur mit den ärzten besprechen die mich operieren. ich würde jetzt schon mit milchabpumpen beginnen, damit du ggf ein, zwei tage mumi aus der flasche füttern kannst, wenn du zu schwach sein solltest oder die stillzeiten nicht einhalten kannst. danach würde ich das stillen wieder aufnehemen.
lg

Beitrag von urmel29 30.01.11 - 21:01 Uhr

Hallo,

bei einer Nierenkolik gibt es keine "stillfreundlichen Medikamente", die diese Schmerzen eindämmen können... Und ich hätte bei dieser akuten Schmerzsituation auch mein Baby nicht versorgen können, keine Chance.

Ich war froh, dass man mir im KKH hilft und zu Hause jemand auf meine Kinder aufgepasst und sie versorgt hat und hatte das Glück, das unser Kleiner kurzfristig PRE-Nahrung getrunken hat, da ich durch diese Medis nicht Stillen durfte bzw. konnte.

lg
s´urmel

Beitrag von steffi7j 30.01.11 - 20:58 Uhr

Hallo!

Ich war jetzt eine Woche im KH, da ich sehr krank war. Mein Sohn mußte von jetzt auf gleich ohne mich auskommen. Ich habe einfach weiter abgepumpt und siehe da, er nahm dann nach 1,5 Wochen wieder die Brust. Aber er bekommt nun beides, da ich ja in 3 Wochen endlich meine Op hinter mich bringen möchte, die aufgrund von Krankheit schon 2 mal verschoben wurde. Da liege ich auch fast 1 Woche drin.

Mein Tipp, mache es ihm mit der Flasche nicht zu einfach. Damit er weiter an die Brust geht, habe ich einen 3 Monate + Nuckelaufsatz gekauft. So ist es für ein 10 Monate altes Kind auch nicht einfach und er nimmt die Brust weiter. Wie es nach der OP ist...keine Ahnung, pumpe aber weiter ab. ABER: Die Pumpe ersetzt das Kind nicht, so wurde es natürlich bei mir erstmal 2/3 weniger. Du müßtest mehr anreizen, auch mit Pumpe und verwirfst das Ganze dann.

Andererseits, wenn du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst und nicht mehr stillen magst, brauchst du das nicht. Das ist aber deine eigene Entscheidung und die kann dir keiner abnehmen!

LG Steffi mit Samira (7), Marian (6) und Emilian (10 Monate)