Trotzphase? 18,5monate alter junge

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Beitrag von mama6709 30.01.11 - 22:15 Uhr

Guten abend,

mein sohn 18,5 monate alt, ist in moment verdammt schlimm wenn er nicht seinen Willen bekommt.
Zb heute, waren wir draußen spazieren am See wo auch enten waren, wir lassen natürlich den kleinen rausaus dem Buggy, er rennt los und sagt ,,da wasser gack, gack"
Wir ihn natürlich ruhig erklärt, dass das Wasser zu kalt ist und er nicht rein kann. Auf einmal geht das gebrülle los, der ganze Weg nur am schreien:-[

Das geht schon seit ca einer Woche so, jedesmal beim spazieren obwohl er gerne draußen ist, wenn wir drinnen sind genauso!!
Ist es vielleicht eine Trotzphase?
Kennt das jemand?


Schönen abend noch#winke

Beitrag von schwarzesetwas 30.01.11 - 22:27 Uhr

Was soll daran unnormal sein?

Dein Kleiner hat einen Willen und möchte ihn durchsetzen.
Der Begriff Trotzphase hat seine Tücken.
Es ist eben nicht nur Trotz, sondern Lebenswillen.

Wie könntest Du beurteilen, nicht schwimmen zu gehen, wenn Du nicht abschätzen kannst, dass das Wasser kalt ist?!

Dem Kind die Erfahrung machen lassen und eine Lungenentzündung riskieren? Nein.
Dafür sind wir ja Eltern.

Lass ihn die Hand ins Wasser tauchen und sage ihm: Brr... kalt.
Oder aber: Geh einen Weg ohne Wasser. Dann kommt er nicht in Versuchung.
Oder aber Du sagst ihm: Nee, ist nicht. Und erklärst es ihm und hast Gebrüll. Was normal ist und sich auch auf andere Sachen ausweitet.
Es wird später nicht mehr das Gewässer sein, sondern der Buggy, den er gerade schieben will, oder das Laufrad, was aber gerade zu Hause ist... Und und und.

Gute Nerven und konsequentes Handeln wünsche ich Dir!

Beitrag von sommerrain 31.01.11 - 08:04 Uhr

Hallo,

ist bei uns auch so, alles andere als harmonisch zur Zeit. Meiner ist 20 Monate und ist zum Bestimmer mutiert.
Sobald was nicht nach seinem Kopf geht ( und das ist wohl den ganzen Tag der Fall ) jagt ein Wutanfall den anderen.

Er ist mein erstes Kind und ich habe nicht mit so heftigen Reaktionen gerechnet und muß erst mal daran gewöhnen, was mir sehr schwer fällt.

Ich dachte immer, wenn er größer und mobiler ist, können wir mehr unternehmen und viel Spaß haben, aber eigentlich kämpfen wir beide nur den ganzen Tag:-( das macht mich sooo traurig zur Zeit.
Es lässt sich nicht anziehen, nicht ins Auto schnallen, will alles haben und ist dabei ultra hartnäckig. Den ganzen Tag nur hüh und hott. Er will das ich ihn auf den Arm nehme um 20 Sekunden später wieder lauthals runter zu schreien. Er zieht mir wie ein irrer an den Haaren wenn er sauer ist, das hat er nicht mal als Baby gemacht. Die Nächte werden aufgrund seiner Wutanfälle immer schlimmer#schock
Erst brüllt er, er will eine Milch, macht riesen Geschrei und wenn ich ihm die Flasche dann bringe, schmeißt er sie im hohen Bogen durchs Zimmer und lässt sich kaum besänftigen#kratz
Irgendwann nimmt er sie dann, aber ich kann im Moment das Theater nicht nachvollziehen.
Ich könnte noch 100 andere Sachen aufzählen. Zur Zeit quäle ich mich durch den Tag mit Ihm und versuche so konsequent wie es nur geht zu sein. Es macht mich kaputt. Ich bin ein sehr harmonischer und ruhiger Typ und komme mit den extremen Willensspielen von meinem Sohn nur schwer klar.
Ich arbeite noch 3 Tage die Woche Teilzeit und sehe es im Moment als Segen, das ich ihn nicht den ganzen Tag ertragen muß, was mich wiederum sehr traurig macht.
Im Moment hoffe ich noch, das es eher eine Phase ist und vielleicht wieder besser wird, aber im Moment wird es eher von Woche zu Woche schlimmer.
Ich werde mir wohl ein Buch über das Trotzalter holen. Ich weiß zwar, das viele damit zu kämpfen haben, aber ich habe einfach das Gefühl, das meiner besonders trotzig ist. Er war als Baby super. Ich bin immer angesprochen worden, was für ein freundliches Wesen er hat. Er hat so viel gelacht als Baby und davon ist so wenig im Moment übrig.

Ich hoffe, das ich meinen süßen Schatz auch wieder zurückbekommen werde, aber das wird wohl noch dauern.

LG Rhea mit Adrian 20 Monate