Kath. Kindergarten vs. Austritt aus Kirche

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von reynie 31.01.11 - 09:32 Uhr

Guten Morgen liebe Mamas,

ich hoffe jemand kann mir hier eine Antwort geben,

also, mein Mann würde evtl. aus der Kirche austreten wollen (wir sind beide katholisch) können wir unseren Sohn dann später noch in einem katholischen KiGa anmelden???

Ich selbst bleibe ja in der Kirche, zahle z.Zt. aber keine Steuer, da ich ja zuhause bin, aber wenn Finley dann in einen KiGa kommt, verdiene ich und zahle somit auch wieder Kirchensteuer...

Also wisst ihr da etwas genaues oder hat jemand Erfahrungen gemacht wenn ein Elternteil aus der Kirche ausgetreten ist???

Ganz liebe Grüße und vielen Dank für eure Antworten!
Verena

Beitrag von misses_b 31.01.11 - 09:42 Uhr

Hallo!

Natürlich könnt Ihr Euren Sohn dann noch dort anmelden.

Allerdings gibt es in den Kindergärten klare Richtlinien, welche Kinder zuerst dort aufgenommen werden.

Nämlich die, bei denen beide Eltern Katholisch und in der Kirche sind.

Allerdings solltet Ihr vorher für Euch klären ob Dein Mann aus Glaubensgründen ausgetreten ist, oder um Geld zu sparen.

Sollte er aus Glaubensgründen austreten ist Stress vorprogrammiert denn in einem Konfesionellen Kindergarten wird das Thema Kirche und die dazugehörigen Feiertage schon in das Leben der Kinder eingebunden.

Gruß

misses_b

Beitrag von bluehorse 31.01.11 - 09:49 Uhr

Hallo,

bei unserem (katholischen) Kindergarten war der Glaube der Eltern und Kinder völlig egal. Meine Kinder und ich sind evangelisch, mein Mann ist auch aus der Kirche ausgetreten. Die Erzieherin hat mal erzählt, dass nur der geringste Teil der Kinder in unserem Kindergarten katholisch ist.
Aber das wird wahrscheinlich auch von Ort zu Ort unterschiedlich gehandhabt. Bei uns gibt es ausreichend Kindergartenplätze, da können die einzelnen Einrichtungen gar nicht so wählerisch sein, um ihre Plätze zu besetzen.

LG bluehorse

Beitrag von anka1974 31.01.11 - 09:49 Uhr

Hallo,
wir sind beide nicht in der Kirche und unsere Tochter ist im ev. Kindergarten. Wir wurden auch noch nie darauf angesprochen.
Außer dem gibt es bei uns im Kindergarten viele Kinder andere Konfessionen und auch hier wurde noch nie nachgeharkt.
Viele Grüße
Sandra

Beitrag von arienne41 31.01.11 - 09:57 Uhr

Hallo

Mein Sohn ist im kath. Kiga und ist evangelisch.
Ich bin gar nicht in der Kirche.

Beitrag von emeliza 31.01.11 - 10:03 Uhr

Hallo,

grundsätzlich kann jeder sein Kind in einem kath. Kiga anmelden, auch Moslems, Hindus oder Heiden...

In unserem (kath.) Kiga gibt es ein Punktesystem bei der Anmeldung. Es gibt für alles mögliche Punkte, z.B. ob beide Eltern berufstätig sind, ob Geschwisterkinder da sind, das Alter des Kindes uvm. Viele Punkte gibt es für die Tatsache, ob ein Kind getauft ist, oder nicht. Bei uns gibt es so viele Anmeldungen, dass dieses Jahr nur kath. getaufte Kinder aufgenommen werden konnen, das ist aber von Region zu Region unterschiedlich.

Wichtig für die Kirche ist eigentlich nur, ob das Kind getauft ist, was mit den Eltern ist, ist egal. Mein Mann ist auch schon vor Jahren ausgetreten.

LG Sandra

Beitrag von anne_loewe 31.01.11 - 10:08 Uhr

Liebe Sandra,

das Wort "Heiden" würde ich ehrlich gesagt aus meinem Wortschatz streichen.
Leute sind Atheisten oder nicht gläubig, Heiden gibt es seit kurz nach dem Mittelalter bei uns nicht mehr ;-) Zudem sind ja in der tatsächlichen Wortbedeutung sowohl Muslime als auch Hindus Heiden.
Eine Heide ist nämlich für die Christen jeder nicht christlich getaufte Mensch.

LG Anne, nix für ungut, bin da einfach gerade drüber gestolpert.

Beitrag von emeliza 31.01.11 - 13:32 Uhr

Hallo Anne,

ich habe das Wort auch mehr mit einem Augenzwinkern gemeint (hätte wohl den passenden Urbini dazu setzen sollen). Ich wollte damit bestimmt niemandem auf die Füße treten. In punkto Religion bin ich sehr entspannt, da soll jeder glauben oder auch nicht, was er für richtig hält. Mein Mann ist Physiker, er glaubt halt an die Wissenschaft ;-)

Ich selbst bin katholisch, aber nicht blöd und bilde mir zu vielen Dingen lieber meine eigene Meinung, aber ich finde es auch beruhigend an etwas glauben zu dürfen.

LG Sandra

Beitrag von anne_loewe 31.01.11 - 10:04 Uhr

Liebe Verena,

kirchliche Kindergärten - genau wie jeder andere freie Träger - werden zum grössten Teil staatlich finanziert.
Daraus entpringt aber für den Träger - den Kindergarten - die Verpflichtung bestimmte Auflagen zu erfüllen, was Räumlichkeiten, Öffnungszeiten ect betrifft, insbesondere aber auch dass Kinder ungeachtetet ihres kulturellen oder religiösen Hintergrunds aufgenommen werden müssen. Natürlich kann ein Kindergarten eine Familie immer ablehen wenn er keinen Platz anbieten kann, die kobfessionelle (Nicht)Zugehörigkeit kann aber kein Grund sein.

LG Anne

Beitrag von reynie 31.01.11 - 10:05 Uhr

Ich danke euch für eure Antworten!!!

Hat mir erstmal schon sehr weitergeholfen!

Ums aufzuklären, mein Mann glaubt nicht an Gott, oder besser gesagt nicht an die Kirche, darum ist es natürlich eine Geld sowie Glaubensfrage... Wir wollen auch wenn der Papa nicht so daran glaubt, ihm diese "kindliche Naivität" lassen, es soll gebetet werden und wer stirbt, kommt in den Himmel, damit hat mein Mann kein Problem.

Womit er ein Problem hat, ist unserem Sohn einer Kirche "zuzuführen" oder in die Hände zu legen wo es noch in jüngster Zeit zu sexuellen Übergriffen auf kleine Kinder gekommen ist, darum möchten wir eine Betziehung zu Gott, nicht aber der kath. Kirche als solches aufbauen!!!

Vielen Dank nochmal!

Beitrag von misses_b 31.01.11 - 10:23 Uhr

Hallo!

Unter diesen Gesichtspunkten würde ich Euch raten Euer Kind definitiv NICHT in einem konfessionellen Kindergarten anzumelden.

Da ist Stress vorprogrammiert.

Sämtliche Kirchliche Feiertage spielen im Leben der Kinder eine große Rolle im Kindergarten und werden auch - mithilfe der zuständigen Pfarrer begangen/erörtert/gelebt.

Wenn Dein Mann schon im Vorfeld sagt, das er dies nicht möchte, dann meldet Euer Kind besser in einem Städtischen Kindergarten an.

Das Kind später im Kindergartenalltag von solchen Ritualen/Festlichlkeiten fernzuhalten ist nahezu unmöglich und ihr drängt Euer Kind schon früh in eine Aussenseiterrolle.

Gruß

misses_b

Beitrag von zaubertroll1972 31.01.11 - 10:28 Uhr

Hallo,

wenn Ihr so denkt dann solltet Ihr Euch überlegen warum Euer KInd gerade in einen kath. Kindergarten gehen soll.
Du solltest wissen daß kath. Kindergärten viel und eng mit der Kirche zusammenarbeiten.
Mein Sohn ging selber in einen und es fanden regelmäßig Wortgottesdienste statt. Der Pfarrer kam in die Einrichtung und es wurden alle christlichen Feiertage gefeiert und thematisiert. Man ging regelmäßig zur KIrche, dort fanden Feste statt die zusammen gefeiert wurden. Es waren christliche Lieder die gesungen wurden.
Gott spielt dort schon eine große Rolle. Da ist es nicht allein mit "beten und alle Toten kommen in den Himmel " getan.
Natürlich muß man an all diesen Dingen nicht teilnehmen. Ich denke aber daß es immer einen Grund haben soll warum man möchte daß das Kind in einer solchen Einrichtung betreut werden soll und man sollte sich dann auch der Gemeinschaft anpassen und daran teilhaben und mitwirken damit der Rahmen so bestehen bleibt.
Unschön finde ich schon wenn alle einfach nur einen Platz für ihre Kinder möchten, Hauptsache sie werden betreut, alles andere ist mir egal und damit möchte ich auch nichts zu tun haben.

LG Z.

Beitrag von windsbraut69 31.01.11 - 11:45 Uhr

Ja, wenn das so ist, hat sich Deine Frage doch eh erübrigt. Dann kommt ein kath. Kindergarten doch ohnehin nicht in Frage.

Gruß,

W

Beitrag von kathrincat 31.01.11 - 10:13 Uhr

meine geht in einen kath. kiga, wir waren nie in der kirche.

Beitrag von cludevb 31.01.11 - 10:54 Uhr

HI!

Ich bin evangelisch getauft worden, mein Mann katholisch.

Unsere Jungs sind, wurden und werden nach momentanen Stand nicht getauft.

Der Grosse wurde aber trotzdem problemlos in einem katholischen Kindergarten meiner Wahl aufgenommen.

Dein Mann muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass die Kinder im Kindergarten im katholischen Glauben "erzogen" werden. Lukas geht mit seiner Gruppe einmal wöchentlich zur Kirche rüber, sie singen und zünden Kerzen an, lernen Tischgebete und christliche Lieder und ihnen werden Feste, die Stellung Jesu etc spielerisch erklärt.

Ich möchte auch dass meine Jungs wenigstens im Kindergarten den christlichen Glauben kennenlernen, ob sie aber getauft werden möchten, dürfen sie selbst entscheiden.

Ich z.b. wurde getauft und habe "damit" aber überhaupt nichts am Hut, wir wurden damals nur getauft "weil man das halt so macht(e)".

Ob du Steuern zahlst oder nicht tut nichts zur Sache... und wenn du das Thema vereinfachen willst: ob dein Mann ein Jahr länger in der Kirche ist oder nicht tut nach den Jahren wohl auch nichts mehr zur Sache. Er kann mit seiner Entscheidung genauso gut warten bis euer Zwerg zum Kindergarten geht, in manchen gibt es sicher die Auswahlkriterien ob die Eltern getauft sind. Wenn ihr den Platz aber erstmal habt, wird euer Junge aber sicher nicht "als Strafe" aus dem Kindergarten geworfen.

LG Clude mit Kidz (4 und 1,5)

Beitrag von celi98 31.01.11 - 11:05 Uhr

hallo,

seid ihr verheiratet? dann werdet ihr steuerlich auch zusammen veranlagt. meine freundin ist in der kirche, ihr mann nicht. dennoch muss auf sein gehalt auch kirchensteuer bezahlt werden, da sie gemeinsam veranlagt werden.

lg sonja

Beitrag von soafi 31.01.11 - 19:08 Uhr

Hallo,

so ist es eben ganz genau! Wir haben uns damals auch zunächst gewundert, dass mein Mann doppelt Kirchensteuer zahlt (unterschiedliche Konfessionen).

LG, Steffi