Kinder- und Katzenlieber Hund?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von yve771 31.01.11 - 09:43 Uhr

hallo!

unsere tochter (6 jahre ) wünscht sich schon lange einen hund.#hund da wir vor haben dieses jahr ein haus zu kaufen haben wir ihr versprochen das sie dann, wenn wir umgezogen sind, ihren hund bekommt.
nun habe ich allerdings noch nie einen hund besessen und mein mann auch nicht und wir kennen uns gar nicht aus.
wir haben nur 2 katzen#katze die wir natürlich auch behalten werden!
meine frage ist einfach, was für ein hund wäre geeignet für uns? er sollte nicht zu gross sein und auf jeden fall kinder- und katzenlieb!
uns ist natürlich bewusst das wir unsere tochter bei der pflege des hundes unterstützen müssen. es soll also praktisch unser aller hund werden natürlich!#hund
vielleicht kann mir jemand weiterhelfen der sich gut mit hunden auskennt.

lg yve

Beitrag von cherymuffin80 31.01.11 - 09:56 Uhr

Hallo,

Kinder und Katzenfreundlichkeit ist eine Prägungs und Erziehungssache, sowas ist kein Rassemerkmal.

Man sollte vieleicht nicht unbedingt einen Hund wählen der Jagdinstinkte hat, also aus einer Jagdrasse kommt, wobei auch das gut gehen kann wenn ein Welpe früh genug auf Katzen geprägt wird.

Hundeschule ist denke ich auch ein Muss für Hundeanfänger, denn man kann recht viel Falsch machen bei der Erziehung.

Dann spielt bei der Auswahl auch noch die Frage nach Zeit eine große Rolle, denn ein sehr arbeitsintensiever Hund der viel Bewegung und Kopfarbeit braucht will auch gut überlegt sein.

Schaut doch mal im Ansässigen Tierschutz nach, da gibt es oft tolle Hunde und bei einem erwachsenen Tie weist du auch schon wie er so "Tickt".

Jetzt eine Rasse zu empfelen ist sehr schwehr da halt zu jedem ein anderer Hund passt.

LG

Beitrag von meandco 31.01.11 - 10:10 Uhr

kann mich der vorrednerin soweit nur anschließen #pro

folgendes noch:
wollt ihr einen jungen oder einen erwachsenen hund? das ist ein unterschied mit vor und nachteilen ...
ein junger hund ist quasi noch fast unerzogen, also eine menge arbeit und wie ein baby. dafür hat er noch "wenig" erlebt und kann sich gut auf vieles einstellen.
ein ausgewachsener hund ist soweit schon erzogen das es mal fürs tägl leben reichen sollte. aaaber: er bringt auch seine geschichte mit. vieles war anders als bei euch oder als ihr es euch vorstellt und möglicherweise gabs auch schlechte erfahrungen.
in beiden fällen, also arbeit und auch erziehen für den anfang. ihr solltet euch also gedanken machen was ihr wollt.

ansonsten noch:
in beiden fällen würd ich drauf achten, dass er optimalerweise schon wo herkommt wo es auch katzen gab, dann kennt er das und kann gut damit umgehen. und wo er natürlich mit kindern zumindest zu tun hatte - auch wenn es nicht unbedingt die eigenen waren.
wenn es geht würd ich mir aber auch die situation dort anschauen. leider werden hunde oft als kinderspielzeug missverstanden - und haben dann entsprechende nebenerscheinungen. ich denke aber, dass du das schnell beim anschauen merkst wie mit den hunden umgegangen wurde #pro

lg
me

Beitrag von aussiegirl600 31.01.11 - 10:32 Uhr

Ich denke ihr solltet die Suche etwas anders angehen. So ziemlich jeder Welpe und auch viele erwachsene Hunde lassen sich an Kinder und Katzen gewöhnen, mit der Rasse hat das wenig zu tun. Es vertragen sich zB Jagdhunde auch nicht schlechter mit Katzen als andere.

Wichtiger wäre, was wollt ihr dem Hund bieten?

Wieviel Zeit rechnet ihr pro Tag für Gassigehen ein? Wollt ihr in die Hundeschule? Wollt ihr Hundesport machen? Wieviel Zeit wollt ihr für Fellpflege opfern? Wollt ihr eher einen sensiblen, leichtführigen Hund oder einen Dickkopf, der seinen eigenen Weg geht?
Wie lange muss der Hund jeden Tag allein sein?
Wollt ihr einen Welpen oder einen erwachsenen Hund?

Auch solltet ihr euch wirklich bewusst machen, dass nicht IHR eure Tochter bei der Pflege unterstützen werdet, sondern bestenfalls eure Tochter EUCH ein bisschen hilft. Die Erziehung müsst ihr übernehmen, auch das tägliche Spazierengehen wird Aufgabe der Erwachsenen sein - natürlich kann eure Tochter mitgehen. Aber sie ist ja auch vormittags in der Schule... Wenn sie ein 2 Jahren kein INteresse mehr hat, was passiert dann?

Beitrag von yve771 31.01.11 - 11:04 Uhr

vielen dank für die antworten.
wir würden gern einen jungen hund haben. er soll als baby in unsere familie kommen, auch damit meine katzen es einfacher haben ihn anzunehmen. wir würden dann auf jeden fall sehr gern eine hundeschule besuchen!hundesport denk ich eher nicht.lange spaziergänge auf jeden fall, auch spielen, aber alles eher gemütlich.
allein sein muss er eher selten da eigentlich immer jemand da sein wird. wir haben vor mit meinen eltern zusammen ein haus zu beziehen und mein vater wird dann rentner sein und kann sich um den hund kümmern wenn wir arbeiten sind und unsere tochter in der schule.
es sollte also eher ein sensibler hund sein, nicht so temperamentvoll.

gruss

Beitrag von julianstantchen 31.01.11 - 11:45 Uhr

Hallo,

habt ihr euch schon eine Vorstellung über Größe gemacht?

Es gibt sehr viele "tolle" Hunderassen, um nicht zu sagen, alle sind irgendwie toll.

- schaut auch mal diese hier an http://www.hundezuechter-info.de/hunderassen/hunderassen-gesellschaftshunde-begleithunde.html

Wie würde euch der Cavalier King Charles Spaniel gefallen?

Oder ein Japan Spitz?

Ein Boston Terrier?

Ein Pudel (ohne typischer Pudelfrisur ;-))

Ein Kromfohrländer?

Oder ein Briard?

Es gibt halt so viele Rassen...echt schwierig.


Langes Fell?
Kurzes Fell?

LG Alex

Beitrag von pechawa 31.01.11 - 12:37 Uhr

Hört sich klasse an, für euren zukünftigen Hund #pro
Da passen alle mittelgroßen Mischlinge aus dem Tierschutz (da gibt es auch Welpen)
oder - wie schon erwähnt - ein Pudel
oder eine franz. Bulldogge
Auch ein Labrador Retriever wäre ideal, aber denen reichen nicht nur Spaziergänge.
Dann empfehle ich dir vorher noch ein Hundebuch, z.B.
das hier
http://www.amazon.de/Ich-lauf-schon-vor-Hundeerziehung/dp/3938534028/ref=sr_1_23?s=books&ie=UTF8&qid=1296473680&sr=1-23

oder eins von Martin Rütters und dann mit dem Hund eine Hundeschule besuchen (hör dich vorher bei Hundebesitzern um und lass dir eine empfehlen)

LG Pechawa

Beitrag von aussiegirl600 31.01.11 - 12:54 Uhr

Okay, das sind schonmal ganz gute Voraussetzungen.

Ich würde erstmal abraten von allem, was eine Arbeitsrasse ist oder in jüngerer Vergangenheit war.

Vorstellen könnte ich mir:

-Collie: ist relativ groß, Fellpflege nicht so aufwendig wie man denken würde; sehr sensibel und leichtführig; gut drauf achten, dass der Züchter seine Hunde nicht exzessiv im Hundesport führt - dann lieber eine andere Linie wählen.

-Soft Coated Irish Wheaten Terrier: angenehme Größe, haaren nicht, müssen aber zum Hundefriseur. Sind nicht so eigensinnig wie der typische Terrier, haben auch weniger Jagdtrieb. ABER es gibt wenige Züchter.

-Spitze: Sowohl Deutscher Spitz, wie Mittel- und Kleinspitz und Japan-Spitz wären durchaus geeignet. Die verlangen nicht so wahnsinnig viel Auslastung, ABER man muss ein bisschen konsequent sein, damit sie nicht kläffen. Dafür sind sie angenehm wachsam, ohne aggressiv zu sein.

-Amerikanischer Cocker Spaniel: Klar, da ist noch Jagdtrieb übrig, aber es sind zauberhafte lebhafte Hunde. Aber das Fell braucht viel Pflege.

-Bichons allgemein: Angenehme kleine Familienhunde, intelligent, gut erziehbar; mit 6 ist deine Tochter auch alt genug um mit einem kleinen Hund vorsichtig umzugehen.

-Boston Terrier, Französische Bulldogge: mal was kurzhaariges; SEHR gut auf die Zucht achten, weil nicht sehr gesunde Rassen. Je nach Zucht gut sportlich, aber nicht fordernd.

-Cavalier King Charles Spaniel: goldige kleine Spaniels, wenig Jagdtrieb, sehr anschmiegsam.

-Papillons: sehr,sehr clever! Aber extrem klein und zart...

-PUDEL: für mich DER Familienhund! Von winzig klein bis richtig groß. Sehr schlau und gut zu erziehen. Teilweise Jagtrieb. HAART NICHT, muss aber geschoren werden.




Empfohlen wurden auch:
-Briard: das find ich nicht optimal. Mit etwas Pech hat ein Briard Hüte-, Jagd- UND Schutztrieb. Finde ich zu schwierig für die meisten Anfänger UND so ganz ohne Hundesport.
- Krohmfohrländer: haben recht oft noch knackig terrier-artigen Jagdtrieb.

Beitrag von julianstantchen 31.01.11 - 13:31 Uhr

Empfohlen wurden auch:
-Briard: das find ich nicht optimal. Mit etwas Pech hat ein Briard Hüte-, Jagd- UND Schutztrieb. Finde ich zu schwierig für die meisten Anfänger UND so ganz ohne Hundesport.
- Krohmfohrländer: haben recht oft noch knackig terrier-artigen Jagdtrieb.

Ja, von mir.

Ich denke aus einer guten Zucht könnten das trotzdem klasse Hunde für die Family sein, wenn sie sich bewusst für eine der beiden Rassen entscheidet.

Ich habe mich ja auch für einen "Jagdhund" - den Labrador entschieden und dann auch noch aus Arbeitslinie, obwohl ich jetzt keinen Hundesport oder dergleichen vor hatte und zusätzlich noch 3-jährige Zwillinge - jetzt schon 4 Jahre.

Kommt also ganz drauf an, wie sehr sie sich da rein "knien".
Denn die Überschrift ist ja, Kinder- und Katzenlieber Hund, weil sich die Tochter einen Hund wünscht aber im Endeffekt haben doch die Eltern den Hund.

LG

Beitrag von aussiegirl600 31.01.11 - 14:03 Uhr

Ich denke, der Knackpunkt ist das BEWUSST. Ich hab leider im entfernten Bekanntenkreis einen Briard, bei dem die Sache SEHR schiefgelaufen ist. Weil sieht ja so nett wuschelig aus und so.

Meiner Meinung nach kann JEDE Rasse familientauglich sein, aber mit der einen hat man es leichter als mit der anderen. Gerade beim Briard wäre mir das Risiko zu hoch bei einer Anfängerfamilie, wo der Hund ein Stück weit fürs Kind geholt wird und kein Sport betrieben werden soll. Ich glaub es gibt schon genug Briards, die davon ned begeistert wären.

*schmacht* Labbi aus Arbeitslinien sind sowas von schick...

Beitrag von julianstantchen 31.01.11 - 15:52 Uhr

Das ist möglich, ja. Ich meinte aber mit bewusst natürlich schon, dass man sich den Hintergrund des Hundes auch ansieht.

In dem Fall wäre ich für einen Cavalier K. Charles Spaniel oder einen Japan Spitz bzw. Pudel ohne pudeliger "Frisur".

Oder wie wäre es mit einer Continental Bulldogge? Die finde ich auch knuffig und bekommen besser Luft, als die typische engl. Bulldogge und sind auch gut zu haben.



Und unser Labrador...ui...DAS ist ein Feger. Bei dem ist es mit ein wenig Nasenarbeit nicht getan, der hat wirklich Energie für ... aber sooo hübsch. Aber ich muss sagen, ich könnte mich eben auch in alle möglichen Rassen verlieben. Am liebsten hätte ich noch einen Minifuzzi neben unserem Labrador ;-)

Beitrag von pechawa 31.01.11 - 13:44 Uhr

Pudel #pro für mich ebenfalls DIE Familienhunde, wenn Kinder da sind! Sehr spielfreudig und sehr schlau, lernen ganz schnell Kunststückchen, woran Kinder großen Spaß haben! Und Oma+Opa haben auch ihre Freude ;-)

Beitrag von julianstantchen 31.01.11 - 15:54 Uhr

Oma und OPa haben auch ihre Freuden ;-)

Stimmt #pro und die können wirklich auch total knuffig aussehen.

Oder so ein Königspudel- auch ein Knüller.
Aber das wollte mein lieber Freund dann doch nicht.

Beitrag von melcha 31.01.11 - 13:27 Uhr

Hallo! :-)

Ganz kurz was von mir...

Wir haben unsere Kinder- und Katzenlieben Hund im Tierheim gefunden. Sie war damals ca. 12 Wochen alt und die Rasse...naja...ich denke mal ein bisschen was von allem. *Hihi* Aber sie ist echt Klasse und wir sind froh sie zu haben.

Mein erster Weg, wäre auf jeden Fall zum Tierheim.

LG Melcha + #baby+#hund+#katze+#katze

Beitrag von julianstantchen 31.01.11 - 13:33 Uhr

Eine Hunderasse aber problematisch wegen Züchterfindung wäre der Markiesje. Eine holländische Rasse und ich weiß nicht, inwiefern man den in Deutschland schon bekommt.

LG

Beitrag von yve771 31.01.11 - 14:32 Uhr

danke für die vielen hunde empfehlungen und vorschläge! ich werde mir die rassen mal raus schreiben so das wir uns alle gemeinsam die mal im netz anschauen können und durchlesen können.
meine tochter wird eh bei allen rufen: oh, wie süüüss! das weiss ich jetzt schon.

gruss yve

Beitrag von sohnemann_max 31.01.11 - 14:41 Uhr

Hi,

so war es bei uns auch vor 5 Jahren. Wir sind in unser Haus gezogen und haben uns einen Hund geholt.

Bis dahin hatten wir immer Katzen - 4 Stück, welche natürlich auch mit umgezogen sind.

Für uns war es wichtig, dass es ein älterer Hund sein sollte, Katzen kennt und mit Menschen kein Probleme hat - egal ob groß oder klein. Er sollte nicht zu klein sein.

Habe dann die Tierheime via Internet abgeklappert und unseren Timmy entdeckt. Alter Herr - damals 9 Jahre - ist mit Katzen, Hunden und Kindern aufgewachsen. Grundkommandos kannte er, alleine bleiben kein Problem. Perfekt für uns - schwupps 1 Woche später war er da. Denke mal, dass seine Vermittlungschancen nicht sehr hoch gewesen wären... es ist ein slowakischer Hirtenhund.

Inzwischen ist er 15 Jahre und einfach ein tolles Tier. Mittlerweile sind wir auch zur Pflegefamilie mutiert. Es kommen immer mal Tiere aus dem Ausland, welche wir pflegen bis sie vermittelt sind. Denke mal, dass wir in den Jahren doch einiges an Hundewissen aneignen konnten.

Seit 3 Monaten haben wir noch einen Hund angeschafft. Allerdings einen richtigen Hund. Einen Leonberger. Absoluter Familienhund.

Wie gesagt, als Hundeneuling würde ich persönlich ein älteres Kaliber vorziehen. In Tierheimen musste allerdings aufpassen. Viele haben keine gute Erfahrung machen dürfen in ihrem Hundeleben und sind somit geprägt. Entweder sie schnappen oder haben sonst so ihre Macken.

Lass es einfach auf Dich zukommen! Du lernst - genauso wie mit Kindern. Hat man ja vorher auch nicht gehabt. Im Klaren darüber musst Du Dir sein, dass ein Hund Arbeit ist. Er MUSS raus, egal ob bei minus 20 Grad oder bei strahlendem Sonnenschein. Bei Regen - eben immer. Im Urlaub ist man auch angebundener als ohne Hund. Entweder Urlaub mit Hund oder so wie wir, wir haben eine tolle Hundepension gefunden. Ist kostspielig. Genauso kann es mit TA Rechnungen schnell mal gehen, dass man ein paar hundert Euro los ist. Wir haben eine Tierkrankenversicherung für unseren Leonberger abgeschlossen.

Viel Spaß beim Aussuchen!

LG
Caro

Beitrag von ylenja 01.02.11 - 00:21 Uhr

Hallo Yve,

wir standen vor einiger Zeit vor der selben Frage.
Wir -vor allem unser Sohn und ich - wollten einen Hund. Kinderlieb, leicht erziehbar, kein Kläffer, ruhig aber doch lebhaft, ein kleiner Wuschel-Kuschel :-D, nicht zu groß - tja, war nicht so ganz einfach.

Wir haben uns über einige Rassen informiert.
Jetzt haben wir einen Cavalier King Charles Spaniel.
Für uns der perfekte Hund.

Du kannst mich auch gerne über PN anschreiben, wenn Du mehr wissen möchtest.

LG

Ylenja