Angeber mit Schulentscheidung...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von diegute 31.01.11 - 10:03 Uhr

Hallo,

findet Ihr es auch total nervig, wenn Kinder mit der Schulempfehlung für die weiterführenden Schulen prahlen?

Gerade die zukünftigen Gymnasialkinder bilden sich leider sehr oft ein, was besseres zu sein #klatsch.
Durfte es gerade wieder miterleben! Schrecklich.

diegute

Beitrag von litalia 31.01.11 - 10:08 Uhr

ja das kenne ich auch ;-)

aber es sind eben kinder, ich denke da färbt eben sehr viel von den eltern ab.
die eltern sind stolz auf ihre kinder und geben ihnen auch das gefühl "was besseres" zu sein.

Beitrag von zaubertroll1972 31.01.11 - 10:17 Uhr

Hallo,
Bei uns ist es noch nicht soweit aber ich denke daß viele Kinder eben auch stolz sind und dies dann auch sagen.
Sie werden von ihren Eltern sicherlich für ihre guten Leistungen gelobt und natürlich ist es toll daß sie somit die Empfehlung für das Gym bekommen haben.
Ich glaube allerdings daß sich die Kinder weniger draus machen als die Eltern der Kinder, die nicht die gymnasialempfehlung bekommen haben....Mal sehen wie es mal bei uns sein wird :-)

LG Z.

Beitrag von arthurmama 31.01.11 - 10:22 Uhr

Hallo,

es kommt immer drauf an ob es eine Angeberei ist: "ich bin was besseres weil, ..." oder ob es die Freude ist, nach eigenem Massstab was geschafft zu haben!

Ich freue mich auch, wenn ich mein persönliches Ziel erreicht habe und würde es auch gerne in der Welt rumposauanen, aber da kommen leider immer die Neider um die Ecke ......

Ich würde mich auch freuen ein neues, rotes Cabrio in meiner Einfahrt stehe zu haben, eben weil es MEIN Herzenswunsch ist, damit rumzufahren und nicht, weil mein Auto schöner wäre als der graue Corsa der Nachbarin.

LG, I.

Beitrag von sandra7.12.75 31.01.11 - 10:29 Uhr

Hallo

Könnte es auch sein das du es nicht ganz verkraftest das dein Kind vieleicht nicht so gut ist???
Für die meisten ist es eine Freude das mitzuteilen.Das ist wie bei den ersten Noten.

Die freuen sich einfach.

Meine Tochter hatte nach der Grundschule eine Hauptschulempfehlung.Pech halt.

Mittlerweile hat sie ein Schuljahr wiederholt,gehört zu den Klassenbesten und kann die gym.Oberstufe machen#huepf#huepf.Die besucht die IGS.

Meine andere Tochter kam ein Jahr später auf eine Förderschule.

Die hatten wir vorher Schulreif gefördert.Wurde dann ein Mobbingopfer und hat nun Angst.

Sie traut sich wenig zu.Steht auch so im Zeugnis.Schade#schmoll.


lg

Beitrag von diegute 31.01.11 - 10:40 Uhr

Nein, hier muss ich Dich enttäuschen.

Mein Kind ist auf dem Gymnasium und das schon länger (besteht es auch!!)

diegute

Beitrag von sandra7.12.75 31.01.11 - 10:49 Uhr

Hallo

Ich denke die freuen sich einfach.

lg

Beitrag von similia.similibus 31.01.11 - 10:32 Uhr

Vielleicht freuen sich diese Kinder einfach nur über ihre gute Noten und die Gymnasialempfehlung, die ja die Folge von guten Leistungen ist. Ich finde, da dürfen die ruhig ein bisschen mit "angeben"! :-)

Beitrag von marathoni 31.01.11 - 15:09 Uhr

Genau meine Meinung !!!
Und....ich würde mir da doch nicht so viele Gedanken drüber machen. Schon gar nicht ins urbia posten. Warum wohl...???;-);-)

Beitrag von erdbeertiger 31.01.11 - 10:54 Uhr

Hallo,

mmm, ich habe das so zwar noch nicht erlebt, meine Kinder sind auch noch etwas kleiner.

Aber ich gebe zu bedenken: die Grundschulkinder werden heute von den Eltern so auf Leistung getrimmt. Wie oft bekommen sie zu hören, wenn du es nicht aufs Gymnasium schaffst, hast du dir schon deine Zukunft versaut. Schon in der ersten Klasse sorgen sich Eltern um die schulische Zukunft der Kinder, sitzen bei der Lehrerin auf dem Schoß, weil das Goldkind nicht so weit ist, wie sie es gerne hätten. In der 2. Klasse geht es dann los mit Nachhilfe, in der dritten Klasse und am Anfang der 4. müssen die Kindern büfeln ohne Ende, damit sie nur ja die Empfehlung schaffen...

dann ist es doch kein Wunder, wenn sie am Ende stolz darauf und froh darüber sind, diesen Erwartungen gerecht zu werden...

LG

Erdbeertiger

Beitrag von paddelboot-neu 31.01.11 - 16:49 Uhr

Hallo!

Falsch: die Grundschulkinder werden heute von den Eltern so auf Leistung getrimmt

richtig: Die Schule trimmt unsere Kinder so auf Leistung und:

richtig: die gesellschaftlichen Bedingungen erfordern nun einmal Bestleistungen, damit man etwas erreichen kann! So ist das leider!

Und: man kann auf erbrachte Leistung ja wohl stolz sein und dann auch gern ein wenig damit angeben, oder nicht?

Beitrag von juniorette 31.01.11 - 11:12 Uhr

Hallo,

schrecklich fand ich es, als eine Mutter damit angegeben hat, dass ihr Kind es auf die Hauptschule geschafft hat #klatsch

Passend zu dem, was ich mir dabei über diese Familie gedacht habe, hatte die andere Tochter dieser Mutter (ca. 5 Jahre) ein Oberteil, das ihr auf der einen Seite von der Schulter rutschte (also schulterfrei), und Minirock an - also so richtig einen auf Lolita gemacht.

Kinder, die damit "angeben", dass sie aufs Gymnasium kommen, habe ich noch nie erlebt, Kinder, die sich freuen, auf die von ihnen angestrebte Schulform zu kommen, sehr wohl. Und dass ein Kind seine Freude über etwas mitteilt, ist wohl okay.

Ein Kind, das sagt "Ätschibätsch, ich darf aufs Gymnasium und du nicht" wäre unterste Schublade (den Eltern sei dank), habe ich aber wie gesagt noch nie erlebt.

LG,
J.

Beitrag von zubbeline 31.01.11 - 12:42 Uhr

naja, was nun die Kleidung mit der Schulempfehlung zu tun hat ist mir schleierhaft, aber egal.

Es gibt aber tatsächlich Eltern, die mehr als stolz sein können, wenn ihre Kinder es auf die Hauptschule schaffen. Eine Minderheit, ja, aber manche Kinder müssen nunmal leider mehr Ehrgeiz an den Tag legen um die Hauptschule zu besuchen, als andere fürs Gymnasium.

Also darf eigentlich auch jeder stolz sein, sein persönliches, bestmöglichstes Ziel erreicht zu haben....natürlich auch die Kids mit der Gymnasialempfehlung...aber eben auch alle anderen.

Beitrag von marion2 31.01.11 - 12:59 Uhr

Hallo,

auf welche Schule kommen Kinder, die die Hauptschule nicht besuchen dürfen und für die Förderschule zu schlau sind?

Gruß Marion

Beitrag von zubbeline 31.01.11 - 13:17 Uhr

so riesig ist die Spanne zwischen der Förderschule und der Hauptschule nicht und wer die Hauptschule nicht schaffen kann, aus welchen Gründen auch immer (es muß nicht an der Intelligenz und auch nicht am Fleiß liegen), für den kommt halt nur eine der verschiedenen Förderschulformen in betracht.
Bei einem Kind, bei dem man ursprünglich aber nur von der Möglichkeit einer Förderschule ausgeht (und dort ist leider nicht überall ein regulärer Hauptschulabschluss möglich), ist es sicherlich ein Grund zum stolz sein, wenn dieses bis zum 4 Schuljahr so weit aufgeholt hat, das es im ganz normalen Hauptschulunterricht klar kommt.

Klar, kommt alles erstmal auf die Hauptschule, was in der Grundschule schlecht ist und wo sich niemand darum, kümmert, dass eine bessere Förderung mögliche gemacht wird. Das werden dann aber auch die Hauptschüler mit häufigem Sitzenbleiben und letztendlichem Schulabgangszeugnis. Sollte aber eigentlich nicht sein, da ja die Lehrer die Sonderschulverfahren eröffnen.

Wollte ja nur mal kurz anmerken, daß es auch Kinder gibt, bei denen man auch auf die Hauptschule stolz sein kann.

Es gibt übrigens auch Kinder die als "nicht beschulbar" eingestuft werden.

Beitrag von juniorette 31.01.11 - 14:31 Uhr

"naja, was nun die Kleidung mit der Schulempfehlung zu tun hat ist mir schleierhaft, aber egal. "

Eine Mutter, die ihr 5jähriges Kind in der Öffentlichkeit (Wartezimmer vom Kinderarzt) rumlaufen lässt wie eine Nutte, ist mindestens bildungsfern, wenn nicht sogar asozial.

Dass es für bildungsferne Eltern was ganz Tolles ist, wenn ihre Kinder es auf die Hauptschule schaffen, passt.

"Es gibt aber tatsächlich Eltern, die mehr als stolz sein können, wenn ihre Kinder es auf die Hauptschule schaffen. "

Wenn mein Sohn aus welchen Gründen auch immer Förderschulbedarf hätte, und es irgendwann auf eine Hauptschule schaffen würde, wäre ICH auch stolz auf meinen Sohn.

Ich erzähle aber nicht ganz stolz in Gegenwart von Fremden, dass mein Sohn auf die Hauptschule kommt.
Wenn mein Sohn irgendwelche Probleme/Krankheiten hätte, die bisher Förderschule erforderten, dann läge mein Fokus allgemein auf den Fortschritten, die mein Kind gemacht hat.
Darum ging es dieser Mutter aber nicht. Sie machte den Eindruck, als es ob es für alle Menschen in ihrem Umfeld eine akademische Glanzleistung wäre, auf die Hauptschule zu kommen.

Wenn mein Kind Förderschulbedarf hätte, wäre ich sicher froh über den Fortschritt Hauptschule. Trotzdem wäre ich betrübt, dass ihm ein besserer Schulabschluss verwehrt bleibt. Mit Hauptschulabschluss hat man doch kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Außerdem denke ich, dass das von mir beobachtete Mädchen in einer anderen Familie problemlos auf die Realschule hätte gehen können.

"Also darf eigentlich auch jeder stolz sein, sein persönliches, bestmöglichstes Ziel erreicht zu haben....natürlich auch die Kids mit der Gymnasialempfehlung...aber eben auch alle anderen. "

Wenn jemand in einem Schulfach nur 5en und 6en schreibt, darf er deiner Meinung nach auf eine 5 stolz sein, da nachweislich nicht mehr drin ist.
Sehe ich anders. Man muss sich damit abfinden, dass eben nichts Besseres für das Kind in dem Fach drin ist, aber Grund auf die 5 stolz zu sein, sehe ich nicht.

Beitrag von juki 31.01.11 - 23:26 Uhr

"Eine Mutter, die ihr 5jähriges Kind in der Öffentlichkeit (Wartezimmer vom Kinderarzt) rumlaufen lässt wie eine Nutte, ist mindestens bildungsfern, wenn nicht sogar asozial."

Es war doch von schulterfreiem Top und Mini Rock die Rede udn nciht von Reizwäsche oder????
Ich frag nur, weil wenn du Top und Mini Rock meinst, dann verstehe ich nicht was das mit Bildungsfern und asozial zu tun hat...??? Meine Maus(6) hat auch Mini Röcke und schulterfreie Tops bzw. im Sommer Hot Pants und bauchfrei...aber ich würde jetzt nicht behaupten das wir bildungsfern und asozial sind...mir bzw. uns gefallen die Klamotten einfach (außer zur Schule, da geht sie nicht so hin...)
Von Klamotten kann man nicht auf den Bildungsstandard schließen, wenn dem so wäre, dürfte die hälfte der Studenten unserer Uni nicht da sein ;-)

LG

Beitrag von sunny42 31.01.11 - 11:19 Uhr

Hallo,

solange es kein gehässiges ärgern anderer Kinder ist,
finde ich es völlig in Ordnung und eher einen Ausdruck der Freude.

Das wird einem im Leben aber ganz schnell abgewöhnt, weil es in
unserer heutigen Gesellschaft nämlich schnell als prahlen aufgefasst wird
und eine negative Besetzung bekommt.
Besonders bei Mädchen wird das nicht gerne gesehen.

Und so stehen wir dann oftmals im Arbeitsleben und heben niemals
unsere Stärken hervor und sind ganz alleine für uns stolz auf unsere Leistung.
Der Kollege hingegen, der sich für jeden kleinen Erfolg in der ganzen Firma öffentlich selbst lobt, der wird plötzlich befördert, dabei weiß man, dass man ganz andere Sachen geleistet hat als er.

Wenn man etwas geleistet oder geschafft hat, finde ich (auch öffentliche) Freude darüber nicht verkehrt.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von tauchmaus01 31.01.11 - 11:26 Uhr

Ist doch auch eine tolle Leistung die man bringen muß um eine Gmynasialempfehlung zu bekommen. Es ist die bessere Schulbildung und wenn man das schafft und sein ABI in der Hand hat, hat man mehr Möglichkeiten der Ausbildung oder des Studiums.
Daher finde ich es absolut legitim wenn Kinder die so gut in der Schule sind irgendwie damit "prahlen".

Ich war auf der Realschule, empfand es aber nicht als prahlen als meine Mitschüler sich mehr als gefreut haben wenn sie augs Gymnasium durften, ich habe mich mitgefreut.

Ist wohl eher der Neid der da im Weg ist....;-)

Sollte eines meiner Kinder so gut sein und aufs Gymnasium kommen, dann werde auch ich mit Sicherheit meine Freude kundtun.

Mona

Beitrag von ne1985 31.01.11 - 11:39 Uhr

mir ist in meiner Umgebung noch nicht aufgefallen, dass sich die Kinder für "was Besseres" halten. Aber viele sind einfach stolz und freuen sich, dass sie es auf ihre Wunschschule schaffen. Und das muss dann jedem erzählt werden. Nervt nicht mehr und nicht weniger als ein Kleinkind, dass jedem erzählen muss, dass der Weihnachtsmann endlich die heiß ersehnte Eisenbahn gebracht hat.
Andersrum kenne ich aber einige Kinder, die eher unglücklich sind, weil sie aufs Gymnasium müssen. Realschule oder Hauptschule wäre für sie weniger anstrengend.

Beitrag von h-m 31.01.11 - 11:49 Uhr

Gehört doch irgendwie zur Kindheit dazu, sich mit anderen zu messen und zu vergleichen.

Andere geben dafür damit an, schon das xy-Schwimmabzeichen zu haben oder so und so viele Tore im letzten Fußballspiel geschossen zu haben etc. pp.

Beitrag von kawatina 31.01.11 - 12:15 Uhr

Hallo,

prahlen?
Die ehemaligen Klassenkameraden wollten mit meinem Sohn nichts zu tun haben, als er die Schumempfehlung bekam.

Ein einziges Mädel (hochbegabt) bezeichnet ihn immer noch als alten Kumpel.

Mein Sohn ist aber nicht nachtragend und winkt immer freundlich, wenn er an der Bushaltestelle mit seinem eigenen Auto vorbei fährt und
diese Miesmuscheln dort an der Bushalte stehen sieht.
Nicht wenige dieser Typen haben es nicht mal zu einem Abschluss
gebracht - noch weniger zu einem Job.

Hochmut kommt vor dem Fall .....und mancher Fall ist tief...

LG
tina

Beitrag von marion2 31.01.11 - 12:28 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat hart für seine Zensuren gearbeitet.

Wenn er sich jetzt über eine Gymnasialempfehlung freuen darf (steht noch nicht fest, erfahren wir erst nach den Ferien), dann darf er meinetwegen auch eine Anzeige in der Zeitung schalten.

Gruß Marion

Beitrag von ohmama 31.01.11 - 15:10 Uhr

Hallo Marion!

Wie ich finde eine gute Einstellung!

LG Bille

Beitrag von scotland 31.01.11 - 13:32 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen und ich finde es auch supernervig - und zwar völlig unabhängig von den Leistungen des eigenen Kindes!

Ich kann mich aus meiner eigenen Grundschulzeit erinnern, dass es dann auch schnell auseinanderging. Ich ging auf die Realschule, meine beste Freundin aufs Gymnasium. Wir fuhren morgens mit dem gleichen Bus, aber nach wenigen Wochen waren wir Welten auseinander! Sie hat mich nicht mehr gegrüßt ....

Als ich aufs Gymi ging haben die uns eingeredet, wir seien nun die Elite des Landes. Als ich dann mit abgeschlossenem Hochschulstudium einen Mann geheiratet habe, der einen soliden Hauptschulabschluss hatte, waren viele total entsetzt - allen voran meine eigene Mama (die auch kein Abi hatte, aber mein Vater).

Total witzig fand ichs dann wieder 10 Jahre später. Ich habe noch einen guten Freund aus Schulzeiten, der war nie toll in der Schule, hat dann SChreiner gelernt und war so top, dass er innerhalb von 10 Jahren die führende Schreinerei am Ort aufgebaut hat und nun deutlich mehr verdient als so mancher, der Abi gemacht hat und seither vor sich hindümpelt!

GLG
Scotland



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