Kindergartenanspruch auch wenn mann nicht in der KIrche ist?

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Beitrag von romance 31.01.11 - 12:12 Uhr

Huhu,

also wir leider zuviele Baustellen zur Zeit. Da wir eine Wohnung suchen, klar das nicht jeder im Ort dann DRK oder eine AWO haben. Sondern auch evang. Kindergarten.

Nun möchte ich wissen. Ob mann in der Kirche sein müsste um den Kindergartenplatz zu bekommen. Wenn der Kindergarten von der Kirche getragen wird. Oder ob sie mir den verweigern können...

Nicht jeder hat zig Kindergärten im Ort, wo mann sich einen aussuchen kann.;-);-) Und für die Wohnungssuche, wäre auch wichtig das zu wissen.

Da ich mich in den Dingen nicht auskenne, ist ja doch Neuland für mich. Da ich mich mich eben mit meiner Schwester unterhalten haben und nun am rätscheln sind. Ihre Kinder sind aus dem Gröbsten raus. Wäre ich für ein Tipp dankbar.

Da ich am überlegen bin, ob es Sinn macht aus der Kirche auszutreten.

Falls ich natürlich das Glück besitze hier im Ort eine Wohnung zu finden. Dann hat sie ein Kindergartenplatz schon sicher.;-)

LG Netti

Beitrag von anyca 31.01.11 - 12:19 Uhr

Der Kindergartenplatzanspruch als solcher ist unabhängig von der Konfession, und man muß nicht in der Kirche sein, um das Kind in einen kirchlichen KiGa zu geben.

Sind die Plätze allerdings knapp, kann es schon sein, daß Gemeinemitglieder bzw. deren Kinder als erste genommen werden ...

Beitrag von romance 31.01.11 - 12:22 Uhr

Huhu,

danke für deine Antwort. Das hilft mir echt weiter...

So könnte mann raus aus der Kirche, da wir die Kleine nicht taufen und wir immer für mich ständig nachzahlen dürfen. Mein Mann ist seit Jahren nicht mehr in der Kirche, ich zahle keine Kirchensteuer und deswegen zahlen wir am Ende des Jahres wieder drauf. Das ärgert uns.

LG Netti

Beitrag von windsbraut69 31.01.11 - 12:34 Uhr

Das würde ich mir gut überlegen.
Sobald mehr Kinder als Plätze da sind, werden Mitglieder natürlich bevorzugt.

Gruß,

W

Beitrag von king.with.deckchair 31.01.11 - 13:30 Uhr

Das ist so "natürlich" auf keinen Fall!

Da in den meisten kirchlichen KiTa die Kommunen mit einem Gutteil an den Kosten beteiligt sind, können sich diese KiTas ihre Kinder selbstverständlich NICHT nach Konfessionszugehörigkeit oder nicht aussuchen. Wäre ja auch noch schöner!

LG
Ch.

Beitrag von best2108 31.01.11 - 13:38 Uhr

Hi King of Deckchair,

habe schon viele sehr gute Kommentare von Dir gelesen. Meinen Respekt, Du kennst Dich sehr gut aus mit der Materie.

Du hast sicherlich recht, dass die "KiTas ihre Kinder selbstverständlich NICHT nach der Konfessionszugehörigkeit oder nicht aussuchen" dürfen, offiziell. Wenn man mal genauer hinhört ist die Wahrheit leider eine andere.

Wir haben hier in einer katholischen Gegend mit ca. 10 katholischen Kindergärten auch eine evangelischen Kindergarten, dort habe ich die inoffizielle Antwort hinter vorgehaltener Hand erhalten, dass bei knappen Plätzen die Evangelen bevorzugt werden und die katholischen Kinder an die anderen Kindergärten verwiesen werden.

Ob das nun alles gut und unschön ist, möchte ich gerne an dieser Stelle offen lassen.

Grüße

Beitrag von kati543 31.01.11 - 14:00 Uhr

Sie haben aber ein ganz gehöriges Wörtchen mitzureden. Und wenn die Kommunen selber keine Kindertagesstätten haben, dann kuschen sie ganz schnell. Hier werden Kigas geschlossen, weil die Kirchen es nicht mehr einsehen für konfessionslose Kinder Kigas zu betreiben. Also man kann definitiv abgelehnt werden, weil es noch ein anderes Kind, gleichen Alters mit der "richtigen" Konfession gibt.

Beitrag von windsbraut69 31.01.11 - 14:30 Uhr

Ob sie das dürfen oder nicht, es wird so gehandhabt!

LG

Beitrag von best2108 31.01.11 - 12:46 Uhr

Hi,

ich würde mir den Austritt grundsätzlich sehr gut überlegen. Viele Einrichtungen in Deutschland sind konvesionell geführt und es kann letztendlich schon mal zu Nachteilen kommen, wenn man ausgetreten ist. Wenn man nie in der Kirche war ist das was ganz anderes, ein Austritt wird wesentlich schwerwiegender bewertet.

Da ungefähr fast alle Kindergärten konvesionell geführt werde, würde ich nicht austreten, es gibt ganz klare Regelungen, erst die eigenen Schäfchen, dann die anderen Schäfchen und dann der Rest und dann vielleicht die ausgetretenen Ex-Schäfchen.

Kindergartenplätze sind knapp und bleiben es auch.

Grüße

Beitrag von cinderella2008 31.01.11 - 15:06 Uhr

Da ungefähr fast alle Kindergärten konvesionell geführt werde,


Wie kommst Du denn darauf? In meiner Stadt sind ca. 90 % nicht konfessionell geführt.#kratz

Beitrag von zwillinge2005 31.01.11 - 13:32 Uhr

Hallo,

wenn Dir Deine Religionszugehörigkeit so egal ist.....

Ob MANN in der Kirche ist oder man ist aber ein Unterschied.

LG, Andrea

Beitrag von kati543 31.01.11 - 13:33 Uhr

Generell werden kirchliche Kinder bevorzugt. Ist auch irgendwie logisch, da in einem kirchlichen Kiga ja auch christliche Werte, der Glaube an Gotte, Gebete,... "unterrichtet" werden. Also definitiv werden evangelische Kinder im evangelischen Kiga bevorzugt, als nächstes stehen dann katholische Kids auf der Liste und ganz am Ende konfessionslose bzw. andere Religionen. Bei uns wurde das aber auch ganz klar immer offen gesagt. Und irgendwie kann ich den Kiga bzw. den Träger da auch verstehen. Warum sollen die denn konfessionslose/Kinder anderer Religionen bevorzugen?
Allerdings hat natürlich dein Kind ab 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Kigaplatz.

Beitrag von summer1981 31.01.11 - 13:34 Uhr

Mein Sohn geht in einen evangelischen Kindergarten, klar fragen die danach, dass ist aber kein ablehnungsgrund wenn er jetzt keine Religion hat.

Bei uns sind ausserdem viele ausländische Kinder muslim, inder .....
ich bezweifle stark das die alle evangelisch sind.

Beitrag von romance 31.01.11 - 14:19 Uhr

Danke dir.

So wäre das hier auch. Der Träger ist DRK und da gibt es verschiedene Glaubensgemeinschaft. Dann dürfte ja unser Nachbarsjunge dort auch nicht hingehen...Muslime.

Aber vielleicht mögen die Recht behalten und erstmal sollten wir noch in der Kirche bleiben.

Ich glaube zwar an den Gott aber ich glaube nicht so direkt an die Kirche.

Und mein Kind sollte schon so frei wählen können. Wenn sie getauft ist, dränge ich ihr ein Glauben auf den sie nicht will. In einem KIGA lernt sie, das es dort auch noch andere Glaubensrichtungen gibt.

Beitrag von best2108 31.01.11 - 14:19 Uhr

Hi,

ich glaube in der Diskussion geht es eher darum, dass Kinder von Eltern, die aktiv ausgetreten sind eher schlechtere Karten haben.

Wenn man eh noch nie in irgend einer Kirche war oder ein anderes Schäflein ist, bewertet das die Kirche nochmals anders.