Kündigung nach Herzinfarkt und Schlaganfall

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Beitrag von stoepsl1978 31.01.11 - 12:36 Uhr

Habe schon in einem anderem Forum gepostet, wir brauchen aber jede Hilfe die wir kriegen können.... Danke :-)

Liebe Forumsmitglieder,

Meine Mutter ist seit knapp 25 Jahren bei einer Hausverwaltung als Hausmeisterin in einer großen Anlage beschäftigt. Sie selbst wohnt auch in der Anlage.

Am 15.12.10 erlitt sie einen schweren Herzinfarkt, kurz vor knapp konnten die Sanitäter schlimmstes verhindern! Im Krankenhaus wurde auch ein "gleichzeitiger" Schlaganfall diagnostiziert. Der wirkt sich vorallem auf ihre Aussprache aus, sie verdreht Wörter, kann manches nicht aussprechen. Sie versteht Briefe nicht, erst wenn man sie ihr vorliest. Bei den einfachsten Rechenaufgaben ist sie sich immer 100% sicher, richtig gerechnet zu haben, aber das Ergebnis ist meistens falsch. Es fehlt an Feinmotorik in der rechten Hand.

Nach dem Krankenhausaufenthalt kam sie auf Reha.

Letzten Samstag kam sie endlich wieder nach Hause, und nichteinmal 1Std. später steht der Postbote mit einem Einschreiben vor der Tür!

Eine Kündigung zum 28.06.11 mit der Begründung das sich Mieter schon oft über ihr Arbeitsweise beschwert hätten. Dieser Begründung ging aber niemals, in den ganzen 25 Jahren, eine Abmahnung voraus.

Dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen das es in der Anlage schon manche Reiberreien gab, vorallem mit Rentnern, die den ganzen Tag am Fenster hingen und meiner Mutter beim arbeiten zugesehen haben, und sich danach beschwerten über Dinge wie:

- Sie könnte mal wieder Rasenmähen, oder auch, warum sie jetzt Rasenmäht, schließlich blühen die Gänseblümchen grad soooo schön.

- Der Busch ist so groß, in kann gar nichts mehr aus meinem Fester sehen, und dann: sie hat vielzuviel abgeschnitten...

- 2006 hatten wir viel Schnee: Ich, mein Mann, sogar Freunde von uns haben geholfen zu räumen, sind dem Schnee aber einfach nicht Herr geworden, und trotzdem gingen beschwerden in der Hausverwaltung ein. Wir wussten nicht, wohin mit dem Schnee, aben in jedem ach so kleinem Eck Häufchen gemacht -> da kam die Beschwerde das sich unter dem Schneehaufen ein Blumenbeet befinde, und der Schneehaufen muss weg, sonst wächst da nix mehr....

Diese Liste könnte ich ewig weiterführen... und es handelt sich immer nur um Lapalien, und sie bekam deswegen NIE eine Abmahnung vom Arbeitgeber!

Entschuldigt bitte meinen langen Post aber ich bin so wütend! Seit ich 7 bin hat meine Mutter dort gearbeitet.

Und auch nachdem ich schon lange ausgezogen war, bin ich in der Urlaubszeit meiner Mutter hingefahren um einem Techniker die Tür aufzusperren oder ähnliches....

Am liebsten würde ich den Telefonhörer in die Hand nehmen und den Geschäftsführer ordentlich rund machen...! -> mach ich natürlich nicht...

Nun endlich zu meiner Frage: Wie gehen wir am besten vor?

- Erst Widerspruch beim Arbeitgeber einreichen oder gleich Kündigungsschutzklage?

- Meine Mutter hat keine Rechtsschutzversicherung.. das Geld für einen Anwalt haben wir nicht, meint ihr wir kriegen das auch ohne hin?

Und wie, und wo, und womit, und mit wem stellt man das alles am besten an? Wie formuliere ich das ganze?

Achja, was vielleicht noch interessant wäre:
Während der Reha haben wir erfahren das meine Mutter höchstwahrscheinlich niemals wieder 100% hergestellt werden kann, also die Sprache und Feinmotorik betreffend.
-> Davon weiß der Arbeitgeber eigentlich noch gar nichts...

Bitte helft uns beim weiterem Vorgehen, wir selber haben von solch Dingen leider "oder zum Glück bis jetzt noch nicht" überhaupt keine Ahnung!

Vielen, vielen Dank im voraus, der meistens stille Mitleser vorallem in der Ecke "Kindergartenalter"

Nicole :-)

Beitrag von seikon 31.01.11 - 12:49 Uhr

Ein Widerspruch bringt bei der Kündigung gar nichts. Ihr müsst Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Dabei zahlen erstmal alle Parteien ihre Auslagen selber. Wenn deine Mutter sich keinen Anwalt leisten kann, dann könnt ihr beim Gericht einen Beratungsschein beantragen. Sollte es zum Prozess kommen, dann kann deine Mutter Prozesskostenbeihilfe beantragen.

Die Begründung des AG zur Kündigung ist sehr schwammig und wird vermutlich so auch nicht durch gehen. Wie du schon schreibst hätte man ihr bei einer verhaltensbedingten Kündigung vorher eine Abmahnung aussprechen müssen.

Aber vermutlich wird der AG ihr dann wegen der Erkrankung kündigen. Und da stehen die Chancen ganz gut, dass er damit durch kommt, denn für deine Mutter ist eine schlechte Gesundheitsprognose zu stellen so wie du das schreibst. Und dann kann man durchaus auch während, oder wegen einer Erkrankung gekündigt werden.

Ihr solltet schnellstmöglich Kündigungsschutzklage einreichen. Dafür hat man nur 3 Wochen ab Erhalt der schriftlichen Kündigung Zeit. Dazu brauchts auch nicht unbedingt einen Anwalt.
Parallel dazu sofort einen Fachanwalt einschalten. Deine Mutter wird ja vermutlich einen hohen Grad der Behinderung anerkannt bekommen. Ich bin natürlich kein Anwalt (deswegen unbedingt einen befragen), aber ggf. hat sie Chancen, dass der AG ihr dann gar nicht mehr so ohne weiteres ohne Zustimmung der Behörde kündigen kann. Denn schwerbehinderten Arbeitnehmern darf der AG, wie bei Schwangeren, nur nach Zustimmung der Behörde kündigen.

Beitrag von zwiebelchen1977 31.01.11 - 12:51 Uhr

Hallo

Aber die Schwerbehinderung muss bei der Kündigung zumindestens schon beantragt sein, sonst ist dieser Grund unwirksam.

Bianca

Beitrag von seikon 31.01.11 - 12:56 Uhr

Ok, das wusste ich nicht. Deswegen meinte ich ja Anwalt fragen.

Aber da hier ja als Grund die Beschwerden der anderen Mieter angegeben wurde ist zumindest DIESE Kündigung unwirksam. Denn bei sowas muss sie ja vorher abgemahnt worden sein.

Wenn sie jetzt ganz schnell also den Schwerbeschädigtenausweis beantragt, dann könnte sie Glück haben.
Denn der AG muss ihr ja dann eine neue Kündigung ausstellen, wenn er ihr wegen dem Schlaganfall kündigen möchte.

Beitrag von stoepsl1978 31.01.11 - 14:02 Uhr

Zwiebelchen und Seikon: DANKE!
An einen Schwerbehindertenausweis haben wir eigentlich noch nicht gedacht, da wir natürlich immer noch die Hoffnung auf Genesung haben und ich auch natürlich angst habe, wenn ich ihr das erzähle, daß sie sich vielleicht komplett aufgibt und nicht mehr an sich arbeitet....

Ich und auch meine Tochter wünschen uns sooo sehr die alte "Oma" zurück, ich bin einfach nur total enttäuscht und natürlich stinkesauer auf den Arbeitgeber mit dem ich aufgewachsen bin. Schliesslich war ich erst 7, als meine Eltern diese Arbeit aufgenmmen haben.

Danke für den Tip, Nicole

Beitrag von seikon 31.01.11 - 15:12 Uhr

Natürlich wünsche ich deiner Mutter auch, dass sie wieder vollständig gesundet. Aber ich würde versuchen zumindest vorübergehend eine Schwerbeschädigtenausweis zu bekommen. So weit ich weiß wird das eh alle paar Jahre überprüft.

Ich will dir jetzt keine Illusionen machen, dass deine Mutter nicht gekündigt wird. Aber so schnell und so einfach wird es für den AG nicht gehen. Die aktuelle Kündigung wird vermutlich hinfällig wegen mangelnder Abmahung seitens des AG. Und wenn das so stimmt, wie zwiebelchen es schrieb, dass das Datum der Antragstellung zählt, dann kann der AG deiner Mutter nur dann erneut wirksam kündigen, wenn die Behörde zustimmt, sofern sie dann einen GdB zuerkannt bekommt.

Wenn du schreibst, dass deine Mutter Motorisch und Sprachlich nicht mehr voll hergestellt wird, dann muss eben geprüft werden, ob sie ihre Arbeit wieder aufnehmen kann. Ob der AG sie umsetzen kann auf einen anderen Arbeitsplatz. Wenn die Prognose schlecht ausfällt, und kein alternativer Arbeitsplatz angeboten werden kann, dann kann ihr der AG trotzdem kündigen. Da wird dann auch die Behörde zustimmen. Aber bis es so weit ist, hat deine Mama eben ihren Job erstmal noch. Und das ist ja auch eine finanzielle Frage.

Beitrag von zwillinge2005 31.01.11 - 13:29 Uhr

Hallo,

Bitte geht zum Anwalt. Die erste Beratung werdet Ihr Euch bestimmt "leisten" können. Billiger als gar kein Geld mehr zu bekommen, oder?

Sofort beim Versorgungsamt die Schwerbehinderung beantragen! Datum der Antragstellung gilt. Kann man zumindest bei uns online machen. Man muss das ausdrucken und unterschrieben hinschicken. Gilt dann also ab heute - damit dürfte auch die nächste Kündigung hinfällig sein - dass diese unrechtmässig ist sollte klar sein.

LG, Andrea

Beitrag von derhimmelmusswarten 31.01.11 - 13:38 Uhr

Kurz und knapp: Sofort Anwalt einschalten. Beratungshilfe und PKH beantragen. Anwälte kann man aber auch in Raten abbezahlen! Nach 25 Jahren kriegt man deine Mutter nicht so einfach raus. Gleichzeitig sollte sie sich darüber beraten lassen wie es mit Berufsunfähigkeit, Rentenantrag etc. etc. aussieht! Aber beeilen. Kündigungsschutzklage: Frist 3 Wochen. Nicht verlängerbar! Und direkt beim Arbeitsamt melden.

Beitrag von windsbraut69 31.01.11 - 14:00 Uhr

Und ob man sie wegen Krankheit ganz schnell loswerden kann!

Beitrag von stoepsl1978 31.01.11 - 14:48 Uhr

Danke, für die großartige Beteiligung und natürlich auch für die vielen Tipps!

Sollte das was ich jetzt schreibe ein wenig sarkastisch oder bösartig ausfallen geht das natürlich nicht gegen euch! Es liegt an meiner Wut, enttäuschung und auch machtlosigkait gegen den Betrieb, an dem sich meine Eltern quasi aufgearbeitet haben seid ich 7 Jahre alt bin. Inzwischen bin ich 32.

Für diese Hausverwaltung haben meine Eltern bereits in meinem Kindheitsalter so manchen Urlaub versetzt oder gar gestrichen... nur um der "Hausverwaltung" gerecht zu werden. Meine Eltern hatten, wie jeder Arbeitnehmer Urlaubstage, diese zu nehmen war aber mahr als schwierig! Wenn, dann mussten sich meine Eltern selbst um eine Vertretung kümmern... Manchmal hat das meine Halbschwester übernommen, das ging natürlich auch nicht immer....

Jetzt wirds lustig: (im nachhinein gesehen)

Wir haben im Erdgeschoss gewohnt. Auch wenn man sich hinter einer Milchglasscheibe bewegt hat, fiel das auf.
Ich war 8 Jahre alt, als ich in der Badewanne saß und aufstand um mich abzuduschen....

Frau H..... , Frau H......,
hab ich nur aus dem gekippten Fenster gehört...
das Licht im Haus 305c in dem 3. Stock funktioniert nich....
Mir egal -- war meine Antwort.
Frau H...., rief sie, wenn dann sage ich der Hausverwaltung....
Ich (jung wie ich war, kann ich natürlich nicht mehr den Wortlaut genau wiedergeben, aber so ähnich war er:) äähm, ich gebs weiter an meine Mama..
Nachbar: aber ja nich vergessen!
Ich: OK, ich sags Ihr

Diese "Dame" hat mich noch ordentlich viel gefragt.... durchs Klofenster, wenn meine Mutter das gleiche nur in vielfertiger Ausfertigung durchgemacht hat, muss ich mich um den Herzinfarkt nicht wundern! Danke fürs zu"lesen"

Nicole, (die jetzt ihre Kleine abholen geht.) :-)

Achja, ich bin noch nicht fertig eigentlich hier, ich komm später wieder

Beitrag von stoepsl1978 31.01.11 - 16:31 Uhr

Hallo zusammen....

Danke für eure Hilfe! Ich werde morgen zu dem Arbeitgeber fahren und die neuerste "Krankmeldung" abgeben, in der Hoffnung, den Geschäftsfüher greifen zu können und ihn "auf höfliche Art" zu Rede zu stellen. Was ich dann sagen werde oder sagen kann werde ich mir wohl in meiner nächsten schlaflosen Nacht zusammenstellen, aber über Tipps mit vielleicht einer indirekten Drohung oder nicht beleidigenden Aussage würde ich mich sehr freuen! Zur Zeit fällt mir nur zutiefst beleidigendes ein, das werde und kann ich aber nicht vorbringen!

Danke, DANKE, Nicole :-)

Sobald ich hier etwas durchblicke, werde ich euch auch Hilfe anbieten, versprochen!

Beitrag von woodgo 31.01.11 - 17:09 Uhr

Hallo,

Du gibst die Krankmeldung ab, sagst aber garnichts zu dem Geschäftsführer und auch zu keinem Anderen außer Deinem Anwalt!!! Das ist wichtig!!!
Geh morgen gleich zu einem Anwalt, Bitte!

LG

Beitrag von sternschnuppe215 31.01.11 - 16:39 Uhr

ab zum Anwalt ... Kündigung in Krankheitszeit ist definitiv NICHT möglich... es sei denn mit Abfindungsangebot und beiderseitigem Einverständnis...

Also bloß nix unterschreiben und Anwalt muss sofort reagieren...

Ich empfehle Dir

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de1


Wir sind beigetreten für lächerliche 45 EUR/ Jahr... die kümmern sich um alles, stellen kostenlose Anwälte, boxen Klagen durch...

sowie bei meiner Mutter die Erwerbsminderungsklage... nachdem sie vorher im Widerspruchsverfahren abgelehnt wurde...

Die sind echt spitze und bundesweit vertreten

#schein

Beitrag von windsbraut69 31.01.11 - 16:44 Uhr

Völliger Unsinn!

Gruß,

W

Beitrag von stoepsl1978 31.01.11 - 17:03 Uhr

Wie Unsinn?

Eines kann ich dir garantieren dieser ***** ist Real....! Danke für deine "nicht" Mithilfe!

Tut mir leid, wenn ich gerade ein bisserl ausfallend wurde, aber diesen Betieb, in den meine Mutter arbeitet, kenne ich schon seit meinem 7. Lebensjahr, habe immer mitgeholfen, auch in der Zeit wo ich schon längst ausgezogen war, bin min. 3mal die Woche hingefahren um Technikern die Türen aufzusperren, Schlüsselübergaben zu machen oder Wohnungen, die zur Vermietung stehen, herzuzeigen.... und achja, dafür habe ich, von seitens der Hausverwaltung, obwohl meiner Mutter der Urlaub zusteht, niemals Geld bekommen!

OGOtt ich bin Sauer, enttäuscht, frustriert! Aber auch mehr als traurig über die Erkrankung meiner Mutter!

Wir benötigen das erste mal in unserem Leben Hilfe von euch, Staat, Rechtsanwälten, Rechtskundigen... bitte helt uns!

Beitrag von seikon 31.01.11 - 17:22 Uhr

Mit unsinn meint sie die Aussage, dass man während einer Erkrankung nicht gekündigt werden kann.
Das stimmt nämlich nicht. Man kann wegen einer Erkrankung gekündigt werden unter gewissen Umständen und man kann auch WÄHREND einer Erkrankung gekündigt werden.

Beitrag von windsbraut69 01.02.11 - 09:22 Uhr

Bevor Du ausfallend wirst, schau Dir bitte den Diskussionsstrang an.
Ich habe nicht DIR geantwortet, sondern einer anderen Userin.

Gruß,

W

Beitrag von myimmortal1977 31.01.11 - 17:35 Uhr

Man kann krankheitsbedingt bei schlechter Prognose und erst recht, wenn sich erkennen lässt, dass mann seinen Job über einen sehr langen Zeitraum nicht mehr oder gar nicht mehr ausführen kann....

IMMER KÜNDIGEN!

Da ist vom Gesetz her auch niemand speziell geschützt. Das funktioniert sogar bei Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis und besonderem Kündigungsschutz.

Man hat keinen Anspruch auf Abfindung! Das entscheidet ggf. ein Arbeitsgericht im Wohlwollen für den AN.

Dem Irrglauben, wie Du es niedergeschrieben hast, sind erschreckender Weise so einige Leute, aber

DAS STIMMT DEFINITIV NICHT!

Dein Tipp mit dem VDK ist sicherlich nicht schlecht, nur der Fall bei Deiner Mutter war anders gelagert, der Gegner ein anderer.

Mit dem, was die TE schreibt, wenn der AG die Kündigung noch ein bisschen anders begründet, sehen die Chancen für die Mutter der TE eher schlecht aus.

Der nächste Gang wäre dann der, wie Deine Mutter ihn getan hat, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente beim Rententräger zu stellen.

Alles Gute, Janette

Beitrag von parzifal 01.02.11 - 00:20 Uhr

Wenn Du Vermutungen (Du "meinst", Du "glaubst" etc.) anstellen würdest kann ich das verstehen.

Was veranlasst Dich aber zu schreiben, dass eine Kündigung während der Krankheitszeit DEFINITIV nicht möglich sei?
Dann musst Du das doch schwarz auf weiß vor Dir haben? Und das kann nicht sein.

Die Antwort würde mich wirklich interessieren.

Es kann nicht nur während der Krankheit sondern sogar WEGEN der Krankheit gekündigt werden (wobei bei einer Kündigung wegen der Krankheit recht hohe Hürden zu bewältigen sind z.B. häufige Fehlzeiten mit negativerZukunftsprognose).

Beitrag von parzifal 01.02.11 - 00:33 Uhr

Gibt es denn mehr als 5 Vollzeitarbeitnehmer (Teilzeitbeschäftigte zählen anteilig) in der Firma. Dann würde zunächst Kündigungsschutz bestehen.

Eine verhaltensbedingte Kündigung ist wie bereits ausgeführt nicht möglich. Ohne Kündigungsschutz hilft das aber nicht weiter.

Für eine krankheitsbedingte Kündigung ist es m.E. zu früh.