Meine Tochter 4 fragt, was ist wenn ich nicht mehr da bin!!!!?????

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von _cat_ 31.01.11 - 15:52 Uhr

Hallo, ich weiß nicht woher es kommt? #gruebel
Meine Tochter wird jetzt vier Jahre und fragt mich öfter was wäre wenn ich (die Mama) nicht mehr da bin und ob Sie dann die Mama wäre?
Erst jetzt wir haben uns Im Bad die Zähne geputzt und auf einenmal fragt Sie mich was mit meiner Zahnbürste passiert wenn ich nicht mehr da bin und wer dann die Wäsche macht. Und fängt dann an zu weinen an.
Wir hatten aber keinen Todesfall ind er Familie ,
aber wir hatten schon mal darüber gesprochen das unser Hund schon Alt sei und vieleicht nicht mehr lange da sein wird!

DAs thema ist bei uns sehr oft und ich weiß nicht was Sie zu diesen Gedanken führt. Hab schon daran gedacht mit meiner Kinderärztin darüber zu sprechen!!
Bitte um euren Rat!!
Danke !!!#danke

Beitrag von hsi 31.01.11 - 16:05 Uhr

Hallo,

erst letzten hatte ich eine Fortbildung gehabt wie man mit Kindern über den Tod redet ;-). Deine Tochter versteht in dem Alter noch nicht richtig was "Tod" bedeutet, das kommt erst später. Ich denke sie hat einfach angst davor das eure Beziehung zueinander "verloren" geht und macht sich deswegen gedanken. Meine Tochter (4,5 j) stand auch schon vor uns und meinte, wenn die Oma noch älter wird, dann stirbt sie und geht in den Himmel und dann sehe ich meine Oma nie wieder und bin dann traurig #heul. Das zerreizt einem das Herz, aber man sieht darin, wie sehr sie an ihrer Oma hängt und das sie sich darüber eben gedanken macht. Wir haben es ihr erklärt, das es irgendwann mal so sein wird ja, aber das sie irgendwann die Oma wieder sehen wird im Himmel und das die Oma sie vom Himmel aus sehen wird und damit war sie zufrieden. Ich würde an deiner Stelle mit deiner Tochter darüber reden, natürlich Kindgerecht und ihr soweit die fragen beantworten die sie hat, bis sie damit zufrieden ist und ihr versuchen zu erklären, das es hoffentlich noch gaaaaanz laaaange dauern wird bis die Mama nicht mehr da ist ;-).

Lg,
Hsiuying + May-Ling 4 J. & Nick 3 J. mit Ü-#ei 22 SSW

Beitrag von _cat_ 31.01.11 - 16:15 Uhr

Hallo, Danke für deinen Rat.
Habe schon oft darüber mit Ihr gesprochen das es noch ganz Lange dauern wird bis ich nicht mehr da bin . DAs ich noch sehen möchte und werde das Sie ihren KIndergartenfreund Heiratet und das Ich auch noch da sein werde wenn Sie mal Babys hat . Sie hat im April ein Brüderchen bekommen und das ich Sie dann auch im Krankenhaus besuchen werde!
Aber aus dem nichts heraus kommen dann immer diese Fragen. Ich hoffe das ich alles richtig mache, damit ich Sie nicht noch mehr verunsichere!

Beitrag von schlumpfine23 31.01.11 - 16:08 Uhr

Hallo!

Das finde ich ganz traurig, wenn ein kleines Kind schon solche Gedanken hat.#heul Aber wahrscheinlich normal, dass das irgendwann kommt.. aber 4 Jahre erscheint mir schon früh.

Von dem, was Du schreibst, würde ich auch vermuten, dass die Gedanken aus dem Gespräch über euren Hund resultieren. Für Kinder sind wir wahrscheinlich auch schon richtig alt (#schock ) und davon könnte sie ableiten, dass du auch bald nicht mehr da bist.

Ich kenne mich da aber leider gar nicht aus. Ich würde auch mal den KiA ansprechen und mir professionellen Rat holen. Vom Gefühl her finde ich es einfach schrecklich, dass ein kleines Mädchen sich vorstellt, seine Mma zu verlieren - darunter leidet sie bestimmt sehr. Damit kommt ja manch Erwachsener kaum klar..

Wünsche euch Alles Gute! #winke

Beitrag von mellipirelli1015 31.01.11 - 18:51 Uhr

Ja ich kenne das Problem. Meine Tochter ist auch vier und kommt ständig mit solchen Fragen. Anfangs dachte ich auch, das wäre sehr früh... Aber ich denke viele Fragen sind immer ein Zeichen von Verstand und ein Stück weit Intelligenz. Und ein Kind nimmt halt mehr wahr als das andere.
Zum Glück ist sie damit zufrieden, daß es noch seeeeeeehr lange dauert bis wir sterben. Außerdem hat sie ein sehr großes Gottvertrauen. Und damit habe ich wirklich nichts zu tun! Aber sie tröstet es, daß alle dann zum lieben Gott in den Himmel kommen. Und dort ist es soooo schön!
LG

Beitrag von sillysilly 31.01.11 - 18:51 Uhr

Hallo

das gehört dazu - mach dir nicht so negative Gedanken, sondern sehe es als Entwicklungschritt. Bei manchen Kindern früher, bei manchen später ....

Je älter sie werden desto mehr Sorgen machen sie sich
desto mehr Gedanken machen sie sich

nicht umsonst nehmen Alpträume in dem Alter zu, eben weil man dieses : Was wäre wenn ...... anfängt zu spielen.


Sprich mit ihr einfach darüber, sei ehrlich, sage es wie es ist .....
sie will doch nur Wissen wie verschiedene Situationen weiter gehen,
die Unwissenheit macht ihr zu schaffen.

Es ist ganz normal, daß Kinder sich Gedanken machen wie sie ein Leben ohne Mama schaffen ...... gib ihr einfach Halt.
Sage ihr, daß du für sie da bist ...... du hoffst noch ganz lange für sie da zu sein, und daß auch ganz feste glaubst ....


Wir sind schon im nächsten Schritt
meine Mutter ist gestorben
und meine 3,5 Jährige redet viel über was wäre wenn - ich sterbe, die Mama stirbt. ..... weint ihr dann auch ..... was passiert mit uns wenn ihr sterbt ...... kann man einfach so sterben.....
Keine schönen Themen, aber ich bin froh, daß sie mich so offen frägt, denn dann kann ich sie begleiten und unterstützen.

Ich würde sagen
sei froh, daß ihr so ein tolles Verhältnis habt, daß sie die Sachen die ihr Angst machen ausspricht, dich frägt und bei dir Hilfe sucht ....
es gibt auch Kinder die äußern solche Sachen nicht, und leiden dann leise und ungehört ....


grüße Silly

Beitrag von mellipirelli1015 31.01.11 - 18:56 Uhr

Meine Tochter fraget letztens ob man einfach so liegen bleibt wenn man stirbt? Und ob man auch im Sitzen sterben können?
Zum Glück kam in diesem Moment irgendetwas dazwischen, sodaß ich darauf nicht mehr antworten musste.
Aber so sind sie halt. Es gibt auch Bücher zu diesem Thema.

Beitrag von schweinemoeppel 31.01.11 - 19:31 Uhr

Hi,

meine Tochter (5) fragt mich auch viele Dinge über den Tod. Sie wurde das erste mal vor knapp einem Jahr damit konfrontiert, als unser Kater starb. Er war schwer herzkrank. Unser Umzug war leider zuviel für ihn und er bekam einen Herzinfarkt. Es geschah mitten in der Nacht. Meine Tochter bekam es aber irgendwie mit und kam ca 10 Minuten nach seinem Tod aus ihrem Zimmer.... :-(

Wir haben sie allerdings sanft darauf vorbereitet, dass er unseren Umzug sehr wahrscheinlich nicht überleben wird. Sie wusste, dass er schon seit seiner Geburt einen Herzfehler hat und mti knapp 8 Jahren wirklich alt geworden ist. Er hatte in der Vergangnheit des öfteren Thromboseanfälle bei denen seine Hinterbeine gelähmt waren und wir sehr um sein Überleben gekämpft haben.

Wir haben unseren Kater gemeinsam im Garten vergraben und ihr erzählt, dass sein Körper zerfällt bzw. von Würmer aufgefressen wird, weils nur eine Hülle ist. Aber die Seele steigt in den Himmel, wo es ihm gut geht und er immer auf uns herunterschaut und in unserem Herzen wird er immer weiter leben, weil wir oft an ihn denken.

Nachdem das passiert war, hat sie sich sehr mit dem Tod beschäftigt und auch gefragt, ob mein Mann und ich sterben, ob sie sterben wird, etc. - wir haben ihr immer ehrlich geantwortet und ja gesagt, ist ja auch nun mal so. Aber das wir erst vorhaben zu sterben, wenn wir alt sind und dann ist sie erwachsen und hat schon selbst Kinder ....

Unsere Tochter hat auch gefragrt, was dann mit unseren Sachen passiert, da haben wir ihr gesagt, sie soll sich aussuchen was ihr gefällt und kann das behalten, was ihr nicht gefällt, soll sie weg werfen.

Ich denke, mit dem Thema Tod soll man einfach offen umgehen und ehrlich und sachlich antworten. Egal wie alt die Kinder sind.

Vlg.