Zwiespalt, Kind im KH besuchen oder nicht?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von beth22 31.01.11 - 17:05 Uhr

Hallo zusammen!

Ich komme grad vom HNO-Arzt und mein kleiner Mann (3,5 Jahre) muß zur Mandelop ins KH und gleichzeitig werden noch Pauckenröhrchen eingesetzt (wenn ich das jetzt alles richtig verstanden hab).
Das KH ist ca. 2 Stunden entfernt und ich müßte immer meine kleine Tochter mitnehmen (16 Monate alt).
Ich weiß auch nicht wie mein Sohn das verkraftet wenn ich dann wieder los fahre nach dem Besuch. Ich nehme mal an das er ein riesen "Aufstand" machen wird. Er hat auch heute bei der Untersuchung die ganze Praxis zusammengeschrieen #hicks und sich mit Händen und Füßen gewehrt, dabei war es nur Ohrendruck messen und beim DR. in die Ohren schauen lassen.
Ich denke mal das ist doch nicht gut, wenn er sich nach der OP dann so dolle aufregt. Ach ich könnte jetzt schon heulen bei dem Gedanken, aber ich möchte nicht das es durch sein Verhalten zu Nachblutungen kommt. Ich weiß das er nicht ruhig zuschaut wenn ich wieder nach dem Besuch nach Hause fahre. Er wird trotz Bettruhe aufstehen und mir hinterherlaufen wollen, er wird trotz Sprechverbot nach mir BRÜLLEN !!! Ich hoffe er läßt sich die Flexülen drin und reißt sie nicht vor Wut heraus.

Wie würdet ihr handeln?

Ich kann Lea nicht zu Hause lassen und ich kann auch nicht bis abends spät im KH bleiben, da ja auch noch der Große versorgt werden muß.
Ich würde dann am Vormittag bis über Mittag hinfahren und dann am Nachmittag wieder los nach Hause müssen (wäre dann "nur" ca.3 Stunden dort).
Ich weiß das es unheimlich wichtig ist für ihn, das ich ihn besuchen würde, aber meine Angst ist doch zu groß das etwas passiert, nur weil ich wieder los fahren muß.


So, nun bin ich doch am heulen, mein armer Kleiner Mann #heul #heul #heul

LG
Sandra mit Max (9Jahre), Ben (3,5 Jahre) und Lea (16 Monate)

Beitrag von tauchmaus01 31.01.11 - 17:08 Uhr

Ähm....bleib doch einfach in einem Familienzimmer mit der Kleinen dort.
Der Große kann doch sicher mal für 2 Tage bei Freunden bleiben nach der Schule oder?

Mona

Beitrag von michback 31.01.11 - 17:09 Uhr

Hallo,

hast du denn keine Möglichkeit deine Kinder betreuen zu lassen.

Ich würde nie im Leben eines meiner Kinder allein im Krankenhaus lassen.

Ich hab das als Kind selbst durch. Da war es nicht üblich, dass Eltern bei den Kindern blieben. Ich fand es total schlimm und kann mich noch an jede Einzelheit erinnern, obwohl ich damals erst 5 Jahre alt war.

LG
Michaela

Beitrag von sandra7.12.75 01.02.11 - 10:12 Uhr

Hallo

Du schreibst mir aus der Seele #herzlich.5 Jahre,schwer krank und der erste Klogang alles voller Blut#schock#zitter.Dazu standig Kathederuntersuchungen.

Ich habe so eine Angst in Krankenhäusern.

lg

Beitrag von 96kati 31.01.11 - 17:12 Uhr

Hallo Sandra!

Was ist mit deinem Mann? Kann er sich nicht mal freinehmen?

Niemals würde ich ein Kindin dem Alter auch nur eine Minute alleine im KH lassen.

LG
Kati

Beitrag von beth22 31.01.11 - 17:29 Uhr

leider ist das mit meinem Mann keine Option, da er selbst auf Hilfe angewiesen ist (Pflegestufe 2, 100% Schwerbehindert). Er ist nicht in der lage sich um die Kleine zu kümmern, damit ich im Kh bleiben kann. Auch kann er nicht mit Ben im KH bleiben.

Ach es ist zum #heul #heul #heul

Beitrag von zahnweh 31.01.11 - 23:29 Uhr

Das ist natürlich hart.

Könntest du für ihn in dieser Zeit eine Betreuungsperson organisieren (Diakonie oder ähnliches), die ihn versorgt. Die Kleine evtl. ins KH mitnehmen?

Oder eine Betreuungsperson für ihn und deine Kleine?

Beitrag von jana-marai 31.01.11 - 20:23 Uhr

Hallo,

wie sieht es aus mit einer Haushaltshilfe / Nachbarschaftshilfe / Caritas?
Bei uns springt z.B. die Caritas beeindruckend schnell ein, wenn Not am Mann ist.
Dein Mann ist Pflegestufe 2. Er lebt zu Hause? Wer versorgt ihn zu Hause? Du? Steht Euch dann nicht Verhinderungspflege zu?
Erkundige Dich mal, wie das ist. Sicherlich findet sich eine Lösung.
Aber lass bitte nicht den Kleinen alleine ins KH. Mein Kleiner musste oft dort sein, und ich würde ihn niemals alleine dort lassen.
Auch eine Schwester sagte mal zu mir in einer sehr unruhigen Nacht, sie wüsste nicht, wie sie das damals geschafft haben, als die Mütter noch nicht bei ihren Kindern geblieben sind.
Ich möchte Dir jetzt kein schlechtes Gewissen bereiten, wenn es wirklich nicht anders geht, geht es eben nicht anders.
Nimmt dieses KH denn überhaupt Kleinkinder ohne Begleitperson auf?

Nun noch eine Frage: Hast Du eine Mandel-OP hinter Dir? Wenn ja, versetzt Dich zurück in diese Zeit, wie es Dir damals ging, und was Du gebraucht hast. Wenn nein, erkundige Dich bei ehrlichen Menschen, die das schon hinter sich haben, wie es war. Und dann treff eine Entscheidung.
Übrigens, vor 12 Jahren war es schon möglich, ein Kleinkind mit ins KH zu nehmen. Meinem damals 2Jährigen wurden Gitterbettchen und Töpfchen besorgt, damit er bei mir sein konnte, als ich wegen drohender Fehlgeburt im KH lag, und niemanden für ihn hatte. Ein Zivi hat ihn dann tagsüber in einen nahen Kindergarten gebracht, da ich ja liegen musste.
Bei Euch wäre das deutlich unkomplizierter, da Du ja fit bist.
Aber wenn die Kleine nicht mit soll, kann man auch eine Betreuung rund um die Uhr bekommen. Es handelt sich ja nur um ein paar wenige Tage, und nicht um Wochen.

Ich wünsche Euch alles Liebe, und dass Ihr eine gute Lösung findet, die für Euch alle stimmig ist.

LG
jana-marai

Beitrag von fiori_ 31.01.11 - 17:20 Uhr

Hallo,

ich denke auch das in diesem Falle einfach dein Mann herhalten muss. Vielleicht kann er ja auch ein Zimmer im KH nehmen und bei dem kleinen bleiben, während Du zu Hause bei den Kids bleibst oder kann nicht jemand anderes aus deiner Familie zu den dein kleiner Vertrauen hat mit Ihm im Kh bleiben?

Ich weiß selber wie es ist wenn man ein Kind im KH hat und eins zu Hause. Ich habe damals meine Tochter auch 3 Tage im KH lassen müssen und konnte nicht da bleiben, sie war damals 1 Jahr alt. Es ging, aber Sie hatte ja auch keine OP. Ich würde es aber trotzdem nicht wieder so machen.

Und die kleine mitnehmen ist auch keine Lösung, schließlich wird es Ihr sicher langweilig werden und die Kinder dort brauchen Ihre Ruhe.

LG

Beitrag von sterni84 31.01.11 - 17:21 Uhr

Hallo!

Ich würde definitiv mit meinem Kind im KH bleiben und wenn es nicht anders geht, nimm deine kleine Tochter mit. Dein Mann ist doch auch noch da oder?

Lass deinen Sohn nicht alleine, dafür ist er noch zu klein. Schon gar nicht nach einer OP und dann soweit weg von zuhause.

LG Lena

Beitrag von beth22 31.01.11 - 17:32 Uhr

vielen Dank für eure Antworten

leider ist das mit meinem Mann keine Option, da er selbst auf Hilfe angewiesen ist (Pflegestufe 2, 100% Schwerbehindert). Er ist nicht in der lage sich um die Kleine zu kümmern, damit ich im Kh bleiben kann. Auch kann er nicht mit Ben im KH bleiben.

Ach es ist zum #heul #heul #heul

Verwante haben wir hier auch nicht, die unseren Part im KH übernehmen könnten. #schmoll

Beitrag von kati543 31.01.11 - 17:36 Uhr

Hat denn dein Mann außer seiner gehbehinderung noch eine andere Behinderung? Wenn nicht sollte er ja mit einem 9-jährigen für ein paar Tage klarkommen. Ihr bekommt doch auch Verhinderungspflege. Dann müsst ihr eben mal einen Pflegedienst für die Tage beauftragen, deinen Mann zu helfen bei seinen täglichen Verrichtungen.

Beitrag von duvute 31.01.11 - 19:41 Uhr

Eine Haushaltshilfe beantragen! Die kriegst du (in deinem Fall) bestimmt.

Las den kleinen nicht alleine. Ich habe Gänsehaut bekommen als ich das gelesen hab.

Alles gute und viel Glück

D

Beitrag von kati543 31.01.11 - 17:34 Uhr

Ich bin auch (gefühlte alleinerziehende) Mutter von 2 Jungs. Die beiden haben sehr viel Krankenhauserfahrung und ich dadurch natürlich mit. Ich bleibe IMMER mit im Krankenhaus. Immer. Da geht gar nichts anderes. Ein 3,5 Jahre altes Kind hat Null Möglichkeiten, sich dort irgendwie im Notfall verständlich zu machen. Das Personal im KH ist nicht ausreichend, um sich um einzelne Kleinkinder zu kümmern. An deiner Stelle würde ich die Kleine ins KH mitnehmen - auch über Nacht. Ich habe mit meinen Söhnen schon zu dritt in einem Krankenhausbett geschlafen. Es geht alles. Aber ein Kind in dem Alter allein im Krankenhaus, das ist schon ziemlich gefährlich. Dein Mann und dein Großer schaffen es sicher allein zu Hause.
Dein Kleiner würde es nicht verstehen, wenn du nicht die ganze Zeit bei ihm wärst. Er hat Schmerzen und Mama ist nicht da. Aber warum hast du dich nicht vorher über Lösungen informiert? Es gibt bei uns zum Beispiel AKiK. Die können auf Geschwisterkinder aufpassen. Eine Haushaltshilfe kann man auch bekommen. So etwas kann man doch vorher planen. Ansonsten nimm genügend Spielzeug mit. Auch neues Spielzeug und kleine Überraschungen sind gern gesehen bei Kindern. Meine Söhne lieben den Brummkreisel und Seifenblasen. Das ist immer das Highlight im KH.

Beitrag von beth22 31.01.11 - 17:39 Uhr

vieln Dank für deine Antwort.

Ich hab ja heute erst erfahren das er operiert werden muß. Einen Termin zur OP bekomme ich noch zugeschickt.

ich werd mal bei meiner Krankenkasse anrufen was ich machen kann, vieleicht haben die ja auch ne Idee.

Beitrag von kati543 31.01.11 - 17:49 Uhr

Also was mir jetzt ganz spontan einfällt:
* Haushaltshilfe, wenn ihr in der GKV versichert seid
* Pflegedienst, der deinen Mann betreut
* AKiK, die zumindest zeitweise die Kleine betreuen
* Freunde des Großen, bei denen er vielleicht schlafen kann, falls deinem Mann das zu viel wird
* Familienmitglieder, die vielleicht langfristig geplant kommen können

Beitrag von amile 31.01.11 - 17:35 Uhr

Hallo!

Was ist denn mit den Großeltern?

Ich habe jetzt einfach mal nen alten Beitrag von Dir genommen und da steht (ok Stand Juli 2010) das Deine Tochter von den Großeltern betreut werden soll!

Warum können sie für die kurze Teit nicht weiter auf sie aufpassen?

Hast Du Dir kein soziales Netz aufgebaut?

Niemals würde ich so ein kleines Kind alleine im Kh lassen, erst recht nicht wenn ich eh schon weiß das er das nicht schafft. Die Schwestern sind keine Kinderbetreuer.

amile

Beitrag von beth22 31.01.11 - 18:52 Uhr

Du meinst bestimmt das hier, oder? "Meine Kleine wird von den Urgroßeltern betreut, aber die beiden anderen bekommen sie nicht mehr auf die Reihe (sind schon fast 80 Jahre beide)." Leider können die aus gesundheitlichen Gründen keine Unterstützung bieten.

Ich werde morgen mal mit der Krankenkasse telefonieren.

LG
Sandra

Beitrag von dezemberbaby2009 31.01.11 - 19:53 Uhr

Na Du bist ja unheimlich einfühlsam. Manchmal sollte man, wenn man nichts Hilfreiches zu sagen hat, besser den Mund halten. Grundsätzlich hast Du ja Recht aber die TE steckt nun mal wirklich schwierige Vorraussetzungen. Und jemandem ein möglicherweise fehlendes soziales Netz vorzuhalten, ist nicht fair. Ich kann mir vorstellen, dass ihr ohne Verwandtschaft mit 3 Kindern und einem zu 100% pflegebedürftigen Mann auch schlichtweg die Zeit für gemütliche Kaffeeschwätzchen von Mama zu Mama bleiben.#augen

Beitrag von amile 31.01.11 - 21:16 Uhr

Bla, bla!

Wenn ich so eine schwierige Familiekonstellation habe, dann halte ich es schlichtweg für lebensnotwendig ein soziales Netzwerk aufzubauen.

Denn es kann immer was passieren, sei es das die TE selbst krank wird.

Ich habe nur nach einer weiteren Betreuungsmöglichkeit gefragt!

Beitrag von dezemberbaby2009 01.02.11 - 10:50 Uhr

Danke, Du scheinst ausgesprochen höflich zu sein.
Du hast nicht nach einer Betreuungsmöglichkeit gefragt. Und wenn es eine Frage war klang es eher vorwurfsvoll. Ich denke die TE ist sich darüber im Klaren, dass man ein soziales Netzwerk haben SOLLTE. Aber dafür muss man nunmal auch Zeit investieren. Du vertraust ja auch nicht dem Erstbesten auf der Straße Deine Kinder an. Und natürlich würde ich mein Kind auch nie allein im Kh lassen, aber vielleicht sollte man Mütter in einer derart schwierigen Situation mit mehr Sensibilität begegnen und nicht gleich auf sie "einprügeln". Sie fährt mit Sicherheit nicht gern nach Hause und lässt ihren Jungen da allein. Sonst hätte sie nicht nach Lösungsmöglichkeiten gefragt.

Es ist nicht immer alles so einfach im Leben und manchmal muss man auch mal vom Weg abweichen.

Beitrag von donaldine1 31.01.11 - 17:37 Uhr

Hallo,
die Lösung ist doch relativ einfach:
Laß es ambulant machen. Ging und war bei meiner Tochetr total problemlos. Ich persönlich wußte gar nicht, daß manche dabei noch im KKH bleiben müssen.
LG
donaldine1

Beitrag von donaldine1 31.01.11 - 17:45 Uhr

Über die Krankenkasse oder Ärztekammer müßte man doch Ärzte finden, die das bei Euch in der Nähe machen.

Beitrag von geralundelias 31.01.11 - 17:50 Uhr

Beim ambulanten Eingriff wird aber nur gelasert...ich vermute, dass bei ihrem Sohn die Mandeln komplett entfernt werden und er deshalb stationär aufgenommen wird.

Beitrag von donaldine1 01.02.11 - 08:44 Uhr

Ok, stimmt, an sowas habe ich nicht gedacht, dann geht es wohl nicht. Bei meiner Tochter was es nur eine Verkleinerung.

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