Unverantwortlich? (TF trotz ÜS)

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Beitrag von claudietta 31.01.11 - 17:24 Uhr

Hallo Mädels

Ich hatte heute Punktion und mein Eierstock (habe nur 1) war stark vergrössert. Hatte viele Follikel und darin waren 12 EZ, wobei ich erst morgen weiss ob sie reif waren und wieviele sich befruchten liessen. Wasser im Bauchraum war nur sehr wenig.

Mein Arzt meinte zuerst, dass ein Abbruch vielleicht vernünftiger wäre. Nachdem ich aber heute nachmittag nochmals mit ihm gesprochen habe und die Beschwerden tatsächlich nicht so gravierend sind (vielleicht wirkt noch das Schmerzmittel?), haben wir uns doch für den Transfer entschieden.

Nun frage ich mich, war es meinerseits evtl. die falsche Entscheidung? Schlussendlich steuere ich ja den Entscheid und nicht zwingend der Arzt. Aber mein Bauchgefühl sagte, weiter machen (oder war es der sture Kopf?! ;-) )

Eure Meinung würde ich interessieren.

LG c.

Beitrag von motmot1410 31.01.11 - 17:35 Uhr

Warte einfach ab, wie es Dir am Transfer-Tag geht.
Zur Not darf man die Embryonen dann auch einfrieren.

Dass die Eierstöcke bei der Anzahl stark vergrößert sind, ist nicht ungewöhnlich. Das heißt aber nicht gleich, dass es auch zu einem OHSS kommt.
Wenn Dein Östrogen-Wert nicht wahnsinnig stark angestiegen ist und Du in den nächsten Tagen keine starken Beschwerden hast, dann finde ich nicht, dass ein Transfer verantwortungslos ist.
Ich hatte 22 Ez und kein Probleme. Von einem Abbruch war auch nie die Rede. Ich habe lediglich (profilaktisch) ab PU Trombosespritzen bekommen. Frag Deinen Arzt ruhig, ob das auch in Deinem Fall eventuell sinnvoll ist.
#klee Viel Glück für Deine Befruchtungsparty#klee

Beitrag von claudietta 31.01.11 - 18:57 Uhr

Lieben Dank für deine Nachricht. #liebdrueck Ich glaube hier in der CH darf man nur am Tag nach PU einfrieren, bin mir aber nicht sicher.

Naja, wir werden sehen der Dinge die da kommen...

LG c.

Beitrag von motmot1410 31.01.11 - 19:31 Uhr

Hier in Deutschland auch ;-)
Aber im Notfall auch noch später. Z.B. wenn das Risiko für die Mutter zu groß wäre. Ich denke, dass ist auch in der Schweiz der Fall. Ansonsten müsste man ja unter Umständen das Leben und die Gesundheit der Mutter riskieren oder die Embryonen vernichten.
Wenn es Dir am Transfer-Tag nicht gut geht und Dir das Ganze zu riskant wird, dann wird man sicherlich eine Not-Kryo machen können.

Alles Gute für die nächsten 2 Wochen #klee#liebdrueck#klee

Beitrag von bienemaja80 31.01.11 - 19:35 Uhr

Hallo


Ich hatte auch dieses Problem 2008. Doc meinte es wäre vernünftiger abzubrechen, aber wir nun so weit sind.
Ich wurde dann mit Zwillis schwanger, vorher keine ÜS. Und was soll ich sagen, bei mir gabs keinen guten Ausgang.
Ich lag ab der 5ssw im KH, mit einer starken ÜS. Drainagen im Bauch. Dann Lungenöden, Intensivstation, Lungendrainagen, lag 16 Wochen im Kh.
Der Zwilling ist in der 8ssw von uns gegangen, unsere Tochter Lily Sophie kam in der 24+0ssw und verstarb 5Tage später.

Heute würde ich doch lieber warten und dann Kryo machen.

Lg

Beitrag von claudietta 31.01.11 - 20:24 Uhr

Tut mir leid, was euch widerfahren ist! #schmoll Aber jetzt haben wir doch entschieden weiter zu machen, mal schauen wie die Situation beim Transfer ist. Es ist echt nicht einfach, immer dieses hin und her, dieses abwägen zwischen der eigenen Gesundheit und dem grossen Wunsch nach einem Kind........ :-[

Danke und alles Gute!

Beitrag von skea 31.01.11 - 19:47 Uhr

Hallo
Nein ich denke nicht das es die falsche Entscheidung war.

Ich kann dir nur von mir erzählen. Die Klinik in Düsseldorf verweigerte bei mir einen Transfer wegen Gefahr auf Überstimmulation. Sie meinte sie kann es nicht verantworten falls ich schwanger werde und mir was passiert. Den dann haftet die Ärztin. Vorallem hatten wir eh so misserable Chancen das ich obwohl ich nu 8! Eizellen hatte die Ärztin überreden konnte das ich eines zurückbekomme eigentlich wollten wir zwei haben. Die Kosten von 10.000 Euro hat sie aber trotzdem gerne genommen...

So jetzt bin ich in Recklinghausen und obwohl ich einmal 23 Eizellen nach einer Punktion hatte bekam ich 3! ohne murren zurück. Die Ärztin wollte mich nur während der 14 Tage öfters sehen und ich wusste ja selbst ich muss mich schonen und am besten viel liegen.

Ich wurde sogar schwanger mit Zwillingen.

So aber was ich noch sagen möchte.. Mir ging es schon TF+3 recht dreckig jedesmal wenn ein HCG Schub von meinen Eierstöcken kam meistens in der früh rum bin ich nicht mehr aus dem Bett gekommen und habe wirklich rumgejammert. Es war sogar manchmal so schlimm das ich geneigt war meinem Mann von der Arbeit zu holen. Erst nach ca einer Stunde wurde es besser. Dies wiederholte sich meist alle zwei Tage.

Aber ich habs überlebt und ich werde immer wieder drei zurücknehmen.

lg Skea

Beitrag von claudietta 31.01.11 - 20:29 Uhr

Mein Arzt ist sehr einfühlsam und menschlich, also denke ich wird er schon auch dahinter stehen, wenn wir jetzt entschieden haben weiter zu machen.

Habe in meinem Leben schon einiges durch und bin recht hart im nehmen, aber das kann manchmal auch gefährlich sein.... Werde meinem Arzt evtl. auch vorschlagen, dass er mich zwischendurch mal mittels US checkt. Mal sehen was er beim TF meint....

Alles Gute für eure nächsten Versuche!
LG c.