Hab mal einen "Rechtsfall",kennt sich jemand aus und kann helfen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von pssst77 31.01.11 - 17:36 Uhr

Folgende Geschichte:

Mein Freund hat mit seiner Nochehefrau eine Küche eingerichtet,die Wohnung gehört ihr,der Kredit läuft alleinig auf seinen Namen.
Nun ist er vor ein paar Monaten eben ausgezogen und hat ihr vorgeschlagen,dass sie den Kredit ablöst,da sie ja in ihrer Wohnung die Küche benutzt.
Sie weigert sich aber und ist zum Anwalt gegangen.
Nun meine Frage:
Muß mein Freund nun bis auf weiteres die Kreditrate weiterzahlen,auch wenn er die Küche nicht mehr nutzt? Welche Rechte hat er denn bzw. welche Möglichkeiten,da friedlich rauszukommen?
Noch eine Frage:
Er hat in den letzten Jahren für einen großen Betrag auch weitere Räume bzw an der Wohnung auf seine Kosten Renovierungsarbeiten getätigt...da es bald zur Scheidung kommt,hätte er bei einem Vergleich zu 50/50 das Recht,diese Kosten da mit anzubringen?Oder auf was beläuft sich die Aussage,bei einer Scheidung wird alles halb/halb geteilt?
Wäre dankbar um Antworten,der Anwalt meines Freundes ist leider bis 17.2. im Urlaub... :-(

Grüßle
Sylvia.

Beitrag von myimmortal1977 31.01.11 - 17:40 Uhr

Ich kann Dir nur was zur Küche sagen. Den Gläubiger interessiert es nicht, wer die Küche nutzt und wer nicht.

Den Gläubiger interessiert es nur, wer für den Kredit unterschrieben hat und derjenige steht in der Schuld und muss auch bezahlen.

Alles andere, wie sich die Eheleute gegenseitig ausgleichen, ist ein ganz anderes Thema, was im Scheidungsverfahren geklärt werden muss aber bis dahin und auch noch drüber hinaus, muss der Mann als Kreditnehmer zahlen, bis der Kredit vollständig bedient ist.

LG Janette

Beitrag von kati543 31.01.11 - 17:43 Uhr

Den Kredit muß er bedienen. Wie das Ganze dann bei der Scheidung geteilt wird, ist offen. Es kann durchaus sein, dass er dann sozusagen Geld gutgeschrieben bekommt.

Beitrag von harveypet 31.01.11 - 17:47 Uhr

Dazu kann keiner hier was sagen das ist der klassische Fall um den sich Anwälte streiten.

Beitrag von jennychrischi 31.01.11 - 19:15 Uhr

Ich würd sagen, er muss weiterzahlen. Da es ja aber dann seine ist-ausbauen-mitnehmen ;-) Es sei denn es sind Kinder vorhanden.

Beitrag von conny3006 31.01.11 - 19:25 Uhr

Hi,

an seiner Stelle hätter er die Hälfte mitnehmen sollen....und ich würde sie nicht weiterzahlen.
Es kann ja nicht sein, das er auszieht und weiterhin "ihre" Küche bezahlt....auch wenn er unterschrieben hat.
Er sollte versuchen sich mit ihr zu einigen.
Entweder er nimmt die Hälfte der Küche mit...oder er zieht den Betrag vom Unterhalt ab....
Sie würde doch auch nicht sein Auto bezahlen, wenn er es mitnimmt, oder?
Denke das ist sehr ungerecht.
Alles was in der Ehe, bei Zugewinn erworben wurde, wird geteilt, Schulden und auch Vermögen.

Klar, sie wird die Küche brauchen...er kann sie ja auch komplett ausbauen und er nutzt sie dann...und zahlt den Kredit weiter.

Aber ihr weiterhin die Küche zahlen würde ich nicht machen...
Klar, das ist ein Fall für die Anwälte....

aber für getätigte Renovierungen, die sie noch im Zusammenleben getätigt haben.....willst du das Geld für die Farbe an der Wand-das geht nunmal nicht.... so etwas wird doch in jeder Beziehung mal erneuert....

Sie sollten gerecht Sachen teilen, jeder behält das, was er mitgebracht hat....alles danach muss geteilt werden.

Grüße

Beitrag von kathi.net 31.01.11 - 21:13 Uhr

Hi,

"an seiner Stelle hätter er die Hälfte mitnehmen sollen....und ich würde sie nicht weiterzahlen."

Toller Tip #schock Dann hat er postwendend auch noch ein Mahnverfahren durch die Bank am Hals.

"Entweder er nimmt die Hälfte der Küche mit...oder er zieht den Betrag vom Unterhalt ab...."

Noch so eine Super-Idee. Was hat Unterhalt mit irgendwelchen Konsumkrediten zu tun? Solche Aktionen sind meist ein gefundenes Fressen für die Anwälte.


Solche Dinge werden in der Regel im Scheidungsverfahren geklärt und sind nicht allgemein festgelegt.


Grüße Kathi

Beitrag von windsbraut69 01.02.11 - 07:41 Uhr

"an seiner Stelle hätter er die Hälfte mitnehmen sollen....und ich würde sie nicht weiterzahlen.
Es kann ja nicht sein, das er auszieht und weiterhin "ihre" Küche bezahlt....auch wenn er unterschrieben hat"

Das interessiert doch die Bank nicht!

Gruß,

W

Beitrag von vwpassat 01.02.11 - 08:27 Uhr

Das ist wieder das typisch deutsche Rechtsempfinden.

Normalerweise sollte sowas keine Frage in nem Internetforum sein, da Allgemeinbildung.

Beitrag von sassi31 01.02.11 - 16:47 Uhr

Dein persönliches Rechtsempfinden in allen Ehren, aber er hat den Kredit aufgenommen und unterschrieben. Also muss er auch zahlen. Für den Gläubiger ist es völlig irrelevant, wer die Küche tatsächlich nutzt. Der will sein Geld und wenn der Kreditnehmer die Zahlung einfach einstellt, dann wird das Geld eben gerichtlich beigetrieben. Und dann wirds nur noch teurer.

Die Frage, wer die Küche nun nutzen darf, werden die Scheidungsanwälte klären.

Beitrag von sternschnuppe215 01.02.11 - 09:28 Uhr

Wenn er belegen kann, dass der Küchenkauf auf seinen Namen lief und die Finanzierung dafür war ... dann hat er gute Karten... dafür gibt Anwälte... ohne einen siehts mau aus ... und die Küche ist dann vlei nicht mehr in dem Zustand wie er sie kannte...

#schwitz