Stellenangebot von SS erzählen oder lieber nicht?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von pinklady666 31.01.11 - 18:11 Uhr

Hallo ihr Lieben

Ich komme gerade vom Tierarzt. In meiner Abwesenheit hat wohl ein Kindergarten angerufen, in welchen ich mich vergangenen Sommer beworben habe. Meine Mutter hat mit ihnen gesprochen. Sie wollen mich ab 1.03. fest einstellen. Von meiner Schwangerschaft hat meine Mutter ihnen nichts gesagt. Sie meinte nur sie richtet mir alles aus und ich würde mich dann direkt melden, sobald ich zuhause bin.
Jetzt sitze ich total in der Bredulie. Ich habe jetzt nur einen befristeten Vertrag bis Ende August (gehe die letzten zwei Wochen die mir nach dem Mutterschutz noch bleiben auf jeden Fall wieder arbeiten, weil ich auf eine Festanstellung hoffe). Und bin auch nicht nur in dem Bereich, für welchen ich mich eigentlich interessiere (und auch weitergebildet habe).
Es wäre eine absolute Traumstelle. Genau das, was ich machen will.
Morgen früh werde ich direkt bei der Einrichtung anrufen. Aber was soll ich denen denn sagen? Erzähle ich ihnen von der Schwangerschaft? Immerhin sieht man es schon, ich kanns aber auch noch einigermaßen kaschieren. Aber wäre es nicht fies, wenn ich kurz nach Vertragsbeginn ausfalle?
Oder erzähle ich es und sage auch gleich, dass ich mitte August auf jeden Fall wieder einsteige?
Die Stelle verstößt eigentlich gegen die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes, so dass ich es auf jeden Fall zeitnah erzählen müsste. Müsste Früh- und Spätschicht fahren, außerdem habe ich keine Imunität gegen Ringelröteln (das ist ab Mittwoch aber nicht mehr relevant) und Zytomegalie (ich wäre bei Kindern unter 3 Jahren).
Ach, scheiße. Was mach ich denn nur?
Ich will diese Stelle, aber ich will denen auch nicht gleich in den Rücken fallen.
Ratet mir mal bitte was!

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Sophie Marielle (ET 22.06.2011)

Beitrag von nanunana79 31.01.11 - 18:17 Uhr

Hey,

ich habe einen Mann der Selbstständig und selber Arbeitgeber in einer kleinen Firma ist. Deshalb finde ich es unfair es dem neuen AG nicht zu erzählen. Wenn du jetzt grade ganz am Anfang wärst, wäre es vielleicht was anderes, aber da Du vermutlich auch vor dem MuSchu nicht viel arbeiten kannst, würde ich es sagen und hoffen, das die dich trotzdem einstellen.

LG

Beitrag von pinklady666 31.01.11 - 18:22 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort.
Ich bin von meinem jetzigen AG seit der 9. Woche ins BV geschickt worden und darf eigentlich vor dem Mutterschutz gar nicht mehr arbeiten. Ich denke nicht, dass die mich unter diesen Umständen überhaupt einstellen würden.
Ach, ist grad alles sch***. Ich wollte da so unbedingt arbeiten, aber damals wollten sie mich nicht. Und jetzt, wo sie mich wollen kann ich nicht.

Liebe Grüße

Beitrag von nanunana79 31.01.11 - 18:24 Uhr

Vielleicht belohnen die ja auch deine Ehrlichkeit und die haben nach Deinem MuSchu noch Bedarf....

Ich drücke Dir die daumen

Beitrag von jwoj 31.01.11 - 18:23 Uhr

Das ist ja wirklich doof, aber meines Erachtens solltest du von deiner Schwangerschaft erzählen. Das ist nur fair. Du hättest hinterher auch kein Vertrauensverhältnis mehr zu deinem Arbeitgeber und das muss ja auch nicht sein.

Viele Grüße!#winke

Beitrag von juice87 31.01.11 - 18:26 Uhr

du wirst nicht herumkommen dem AG das zu erzählen..du bist ja auch schon etwas weiter.ist zwar doof,aber kann man nix machen..bei mir war das vor kurzen auch.da hätte die stelle endlich haben können,hab aber gesagt das ich ss bin..so hat sich das erledigt was klar war..lg franzi mit finja (fast 3j)und krümmel 13 ssw

Beitrag von himmelblau85 31.01.11 - 18:28 Uhr

Du fragst nicht ernsthaft obs ok is dem was vorzumachen oder? Hm wie würdest du es finden wenn das jemand bei dir täte? Glaub du würdest das auch nicht prickelnd finden wenn es um dein Geld geht. Nicht böse auffassen ;)

Beitrag von flummi1988 31.01.11 - 18:31 Uhr

Ich wüsste jetzt nicht was ich dir raten sollte, ich weiss aber nur, dass man mit EHrlichkeit nicht weiter kommt. Ich war selber letzte Woche noch in der Situation.
Ich hatte am Dienstag meine Abschlussprüfung und es stand fest, dass ich übernommen werden sollte. Hatte aber 3 Wochen vorher meinem AG von der SS erzählt, weil ich auch langsam Angst hatte, dass sie es sehen und mich dann nicht nehmen und ich dachte mit Ehrlichkeit komm ich weiter nd werde wenigstens Teilzeit übernommen und nichts war. Sie sagten, dass ich gerne nach der Geburt wieder kommen könnte, wenn ich wieder arbeiten will, aber die jetzt für mich nichts mehr tun können... Hat mich so geärgert, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, hätte ich versucht es zu verstecken bis ich meinen Vertrag hätte... Na ja, zu spät und leider Pech :(

Beitrag von himmelblau85 31.01.11 - 18:34 Uhr

Was genau erwartet ihr denn? Das er sagt "klar bleib mit dem Po daheim, ich zahl dein Gehalt weil ich dich so nett finde"? Hier im Forum liest man alle paar Stunden das die Frauen sich kurz nach der Empfängnis ein BV holen. Ich selber würde nachdem ich hier im Forum bin, auch keine schwangere einstellen. Da zahlste Geld ohne Ende und erhälst keine gegenleistung. Der Chef wäre nicht gerade clever bei einer Kalkulation mit schwangeren.

Beitrag von flummi1988 31.01.11 - 18:37 Uhr

Da hast du auch Recht.
Aber ich wollte wirklich arbeiten, ich hab sogar vorgeschlagen, dass er mir einen befristeten Vertrag gibt bis um MuSchu. Oder wenigstens auf 400 Euro, dass ich as z tun hab und nicht zu Hause sitzen muss...
Und hab mich halt nur geärgert, dass ich es nicht doch noch verheimlich hab ;) wär auch mies aber für mich besser..

Beitrag von nanunana79 31.01.11 - 18:46 Uhr

Hey,

bei einem BV hat der AG wenigstens noch den Vorteil das er das Gehalt von der KK zurück erstattet bekommt. Aber eine Schwangere wird ja auch häufig mal krank geschrieben und in den ersten 6 Wochen muss da ja nunmal das AG zahlen.
Wenn man es nicht erzählt leidet ja auch das Vertrauensverhältnis zwischen AG und AN massiv. Ich würde es auch auf jeden Fall erzählen.

LG

Beitrag von leenchen82 31.01.11 - 18:48 Uhr

Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall von der SS erzählen! Das wäre dem neuen Arbeitgeber nur fair gegenüber! Überlege mal du würdest jemanden neu anstellen und die Frau verschweigt die SS und fällt dann wegen dem Mutterschutz komplett aus. Was hast du dann von deinen neuen Angestellten wenn du ihn nicht einsetzten kannst und wegen dem Kind auch nicht mehr flexibel ist und wegen Kinderkranheiten immer wieder ausfällt?? Ausserdem wenn du es "vertuschst" und dir und dem Kind passiert was, dann ist dein neuer Arbeitgeber dran, weil er sich nicht an die Mutterschutzgesetzte gehalten hat! Er müsste also nachweisen das er nichts von deiner SS wusste!! #nanana
Ich hatte auch ein Jobangebot (mein ET ist der 06.05.) und habe die Stelle abgesagt weil ich nun mal ss bin und der Chefin die Chance gegeben hab sich jemanden zu suchen den sie wirklich gebrauchen kann!!;-) Pech gehabt, ganz einfach.

leenchen#winke

Beitrag von pinklady666 31.01.11 - 21:16 Uhr

Danke euch allen schonmal für eure Antworten.
Ich werde den AG definitiv nicht anlügen. Weiß nur halt nicht was ich denen morgen sagen soll.
Wie schon geschrieben bin ich derzeit im BV, so dass ich die Schwangerschaft ja sowieso zeitig mitteilen muss.
Aber ich weiß nicht ob ihr euch vorstellen könnt in welcher Zwickmühle man sitzt, wenn man seit Jahren nur befristete Verträge bekommt und nun ein solch tolles Angebot bekommt.
Vom Gespräch meiner Eltern mal ganz abgesehen. Die haben mir eh schon ins Gesicht gesagt "Ne, war scheiße mit der Schwangerschaft jetzt. Aber das weißt du ja selber". Das musste ich mir bei meiner Großen schon immer anhören und sobald das Gespräch auf meine Arbeit kommt wird das Thema immer und immer wieder aufgewärmt.
KEINES meiner Kinder war oder ist ein Fehler. Wir haben uns ganz bewusst für die Beiden entschieden.
Aber wenn man ständig Vorhaltungen gemacht bekommt geht das auch ganz schön an die Substanz. Dass man da selber irgendawann nicht mehr weiß was man machen soll ist vielleicht für den Einen oder Anderen verständlich. Und dann kommt dieses tolle Angebot.
Habe mich nun mit meinem Mann besprochen. Ich werde morgen da anrufen, mir alles in Ruhe anhören und dann sagen dass ich zum Einen über den Sommer ausfallen werde, ab August aber wieder einsteigen kann und derzeit im BV bin.
Somit werden sie mich mit Scherheit nicht einstellen, aber vielleicht habe ich ja eine Chance auf eine Stelle nach der Geburt.
Und damit dieses Thema gleich mal vom Tisch ist. ICH habe mich nicht um dieses BV gerissen. Natürlich gibt es Frauen die alles daran setzten eines zu bekommen, ich kenne selber solche und finde es auch nicht richtig.
Aber ich habe meinem AG sogar abgeboten ab der 21. Woche wieder einzusteigen, im Elementarbereich (hab das bei meiner Großen auch so gemacht). Dies war diesmal leider nicht möglich aus verschiedenen Gründen ( unter anderem wollte keine Kollegin tauschen).

Liebe Grüße