Umgangsrecht mit Übernachtung

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von nessi200700 31.01.11 - 18:43 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

meine Tochter und Ich haben zur Zeit einige Probleme mit dem KV. Ein Thema ist das Übernachten.
Getrennt sind wir seit bald vier Jahren und meine Tochter ist sechs.

Bisher war der Umgang in der Regel jedes 2. WE von (meistens) Freitag bis Sonntag. So lief es in den letzten 2 Jahren, davor gab es schon einige situationsbedungte Änderungen.
Da meine Tochter nicht bei Ihrem Vater übernachten will, obwohl sie es seit der Trennung gewohnt ist, bin ich nun der Ansicht, dass sie nur dort schlafen soll, wenn sie das auch will.
Ich finde, wir haben sie lange genug dazu gezwungen in der Hoffnung auf ein gutes Verhältnis der beiden; so dass sie gerne hingeht.
Da es aber nicht gut genug zu sein scheint, dass sie sich bei ihm sicher und geborgen fühlt, finde ich, soll sie dort auch nicht mehr schlafen MÜSSEN. Außerdem ist sie meiner Meinung nach alt genug um sagen zu dürfen, nein, ich will nicht.
Prinzipiell geht sie schon nicht gern zu Ihm. Wie lange MUSS sie dort hin, bis man sagen kann, sie ist alt genug um selbst zu entscheiden?

Seine Reaktion darauf, dass sie nicht bei ihm schlafen will und ich dahinter stehe, war nicht gut. Er redet ihr nun ein schlechtes Gewissen ein, sagt, wie schlecht er sich dadurch fühlt und das sie ihn im Stich lassen würde. Das ist doch nicht ok, oder? Um so etwas auszuhalten halte ich sie wiederum für viel zu jung, klar!

Wie seht Ihr das alles?
Ist es verwerflich von mir, zu meiner Tochter zu sagen, du musst dort nicht mehr schlafen, bzw. wenn ich sagen würde, du musst dort nicht mehr hin, nur wenn DU WILLST!

Hier noch ein paar Hintergrundinformationen:

Ich war seit der Trennung immer der Meinung, der KV soll sich um sein Kind kümmern und hab auch alles dafür getan, um das Verhältnis der Beiden bestmöglich zu halten, bzw. schon auch von Ihm verlangt, jedes 2. WE mit seiner Tochter zu verbringen. Ich habe mich immer sehr eingemischt und gesagt, wenn ich etwas an seinem Verhalten für wenig förderlich für die Beziehung der beiden hielt oder wenn er die zeit mit seiner Tochter praktisch nicht genutzt hat. (Nur zu Hause rumgammeln und sie halt nebenher leben lassen)
Wir hatten in diesen langen 4 Jahren schon recht viele Unstimmigkeiten, was aber fast ausschließlich von meiner Seite ausgieng, weil ich mit dem Umgang, Erziehungsmethoden, Aufenthalt meiner Tochter und ärztlicher Versorgung uvm. unzufrieden war.
Häufig war es so, dass er an dem Papa-WE feiern gegangen ist. Damit war ich nicht einverstanden, da durch Kater und wenig Schlaf ja auch die gemeinsame Zeit mit dem Kind am nächsten Tag in mitleidenschaft gezogen wird.
Nun ist es so, dass ich im Laufe des letzten Jahres immer mehr Bedenken bekam, inwiefern das Papa-Wochenende meiner Tochter gut tut. Ihr Vater lebt mit ihren Großeltern zusammen und die Oma hat mich mittels Kinderbetreuung bei meiner Schulausbildung unterstützt. Zwischen Ihr und mir bestand eigentlich immer ein gutes Verhältnis und sie hat oft als Vermittler gewirkt. Während des Semesters hat die Oma meine Tochter 1-2mal in der Woche vom Kindergarten abgeholt und dann war sie da für ca. 2 Stunden.
Als ich vor ca. 2 Monaten meine Tochter zur Oma gebracht habe, sagte Sie etwas ziemlich krasses: Sie fragte, ob ihr Papa da sei oder noch kommen würde und äußerte dann, dass sie froh sei, dass er nicht kommt, weil sie lieber bei Ihrer Oma sei. Das und Ihr Verhalten ihrem Vater gegenüber hat mich dazu gabracht, nun nicht mehr von ihr zu verlangen, bei ihrem Vater zu übernachten.

Zu den weiteren Gründen, die meiner Meinung nach gegen das Übernachten-Müssen sprechen gehören:
Nach jedem Papa-WE kommt meine Tochter unausgeglichen nach Hause. Man merkt ihr an, wie sehr sie durch den Wind ist, es fällt ihr schwer, sich an geltende und funktionierende Regeln zu halten. Sie schläft schlecht ein und unruhig. Als sie noch kleiner war, ging häufig dann was ins Bett.

Sie geht nie gerne hin (bis auf insgesamt ca. 4 Ausnahmen), das Verhältnis zwischen den Beiden wirkt recht unbeständig. Ich denke das ist abhängig von dem "Grad der Aufmerksamkeit" die er ihr schenkt. Er ist für seine 27 Jahre recht unreif. Wenn er sie abholt oder bringt ist er immer unter Zeitdruck, hat immer noch was vor, was ich für nicht gerade förderlich halte. Ich habe schon oft gesagt, wenn er sie abholt, soll er Zeit mitbringen, sich mit ihr beschäftigen, dass sie vielleicht Lus auf mehr bekommt. Aber es bringt alles nichts. Wenn er da ist, hängt er entweder die ganze Zeit am Handy, oder unterhält sich mit meinem Freund - jedenfalls beschäftigt er sich nicht wirklich mit seiner Tochter, wundert sich dann aber, dass sie nicht mit will.

Unreif, macht sich keine Gedanken über die Folgen seines Verhaltens, was er seiner Tochter vorlebt. Da verbringt sie beispielsweise ein WE bei ihm, dann erfahre ich, dass er erst Samstags von der Arbeit (Montage) zurückgekommen ist und dann an dem Samstag noch zum Friseur und in die KFZ-Werkstatt gegangen ist. Ohne seine Tochter. Da fragt man sich doch, wozu so ein WE beim Vater?
Was ich damit sagen will ist, dass er zu oft keine wertvolle Zeit mit ihr verbringt. Er hat was zu tun, muss irgendwo hin, setzt das Kind vor den TV oder lässts bei Oma. Er macht Versprechungen, die er nicht einhält, versucht, die kleine damit glaub ich zu locken.

Dann etwas, was weniger meine Tochter betrifft: er hält sich nicht an Vereinbarungen, zeitlich, finanziell und was Erziehung und die Zeit mit seiner Tochter angeht. Er ist sehr vergesslich, sagt, er bringt sie um 5 und plötzlich heißt es, er ist um 5 eingeladen, sie muss schon um vier bei mir sein. das war erst letztens. Dann wird alles versucht, dass er die Kleine um 4 abgeben kann, belabert meine Eltern, seine Eltern,...
was ich daran so scheiße finde, meine Tochter hat dann nicht das Gefühl, als würde ich mich auf sie freuen, wenn sie nach so langer Zeit wiederkommt, wenn ich nichtmal Zeit habe. #wolke
Solche Aktionen gab es schon zu oft und immer, weil er es verpeilt.
Was generell gegen Ihn und für seinen Egoismus spricht ist, dass er in solchen und ähnlichen Situationen mit jeglichen Mitteln sein Vorhaben durchbringen will, aber blos nicht auf etwas verzichten kann. Sonst würde er womöglich noch aus seinen Fehlern lernen und in Zukunft besser planen. ;-)

Naja dann bin ich mal gespannt, wie ihr das so seht!

MfG nessi

Beitrag von harveypet 31.01.11 - 18:49 Uhr

Was generell gegen Ihn und für seinen Egoismus spricht

Aus deinem Geschwafel geht eins hervor: ICH ICH ICH ICH ICH ICH.... DU willst nicht das euer Kind bei ihm übernachtet und das bringst du dem Kind ja auch prima bei.....Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte.

Beitrag von winnie_windelchen 31.01.11 - 19:13 Uhr

"Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte. "

Und das mit 50 #klatsch

Du bist auch nur hier angemeldet um deiner Langeweile wegen oder?

#contra

Beitrag von nessi200700 31.01.11 - 19:16 Uhr

@ winnie_windelchen #danke
da sind aber ein paar hier im Forum aktiv, die nur so herumstänkern und nichts produktives ablassen, den Eindruck hab ich zumindest heute beim querlesen gewonnen.

Beitrag von winnie_windelchen 31.01.11 - 19:22 Uhr

Ich sag mal so, jeder hat halt mal seine Tage, ob weiblich oder männlich #huepf aber man kann es auch übertreiben und von einem erwachsenen Menschen, erwartet man zumindest eine vernünftigere Wortwahl als wie bei einem Teeny.

Beitrag von nessi200700 31.01.11 - 19:13 Uhr

Das nenn ich mal eine objektive Meinung!#augen

Beitrag von winnie_windelchen 31.01.11 - 19:18 Uhr

Hi, ich habe jetzt ehrlich geschrieben, nicht den ganzen Text gelesen, ein kleiner Teil fehlte aber meine Meinung, im allgemeinen hatte ich bereits nach wenigen Sätzen im Kopf und die vertrete ich auch sonst.

Ich lasse mein Kind entscheiden, es sei denn es schadet ihr. Wenn es dem Vater nicht passt soll er sich ans JA wenden oder umgedreht -> wende du dich ans Jugendamt und frage wie du dich bzw. ihr euch am besten verhaltet. Vieleicht bekommen diese auch raus warum deine Maus nicht will, folglich sollte dies geändert werden damit sie wieder gern zu ihrem Papa möchte, ob nun zum übernachten oder nicht.

Lg

Beitrag von nessi200700 31.01.11 - 19:29 Uhr

ich scheue mich ein wenig, mit dem Amt Kontakt aufzunehmen. Die Arge hatte mich z.B. aufgefordert, einen Unterhaltstitel machen zu lassen, wodurch es viel Streit mit ddem KV gibt/gab, deswegen will ich nicht wissen, was dabei rauskommt, wenn ich das JA einschalte. Ich hoffe doch, dass sich das Verhältnis wieder normalisiert.
Hört sich das echt so an, als wollte ich nicht, dass Sie dort schläft oder hat der Typ was in den falschen Hals gekriegt?(Wegen dem 50 Jährigen)
Wie gesagt, ich war immer dafür, obohl meine Kleine nie wollte. Aber irgendwann muss ich mir von ihr anhören, warum ich sie immer dahin geschickt habe- gegen ihren Willen.
Aber du hast schon recht, es wäre gut die schlummernden Gründe für die Angst vorm Übernachten zu kennen.

Beitrag von winnie_windelchen 31.01.11 - 19:49 Uhr

Kann dich verstehen was das JA angeht aber besser du gehst diesen Schritt, denn der Vater könnte das später ganz anders auslegen zb. könnte er sagen das du ihm das Kind vorenthälst oä. aber wenn du dich so schnell wie möglich bei dem JA meldest, die Situation schilderst und eben Hilfe dort suchst weil du ja möchtest das der Kontakt zwischen Kind und Vater bestehen bleibt, aber eben nicht weil sie muss sondern weil sie möchte, sieht das viel besser aus, sonst könnte dir der KV später einen Strick aus der Geschichte ziehen und es würde nach hintern los gehen, folglich könnte es heißen "wieso haben sie keine Hilfe gesucht" oder "wurde das Jugendamt bereits informiert" oder ähnliches. Mit ist besser als ohne. ;-)

Ich gehe mittlerweile auch keine Schritt mehr ohne, wenn sich Lini ihr Dad diese Woche nicht meldet, schreibe ich meiner Beraterin eine E-Mail. :-P

Streit wegen dem Unterhaltstitel? Frag mich was er zu streiten hatte schließlich musstest du diesen ja machen lassen aber daran sieht man wieder das manche Väter sich ihren Pflichten nicht bewusst sind.

Nein, es liest sich nicht so als ob du den Kontakt nicht möchtest, habe mir daher deinen Text nun nochmal gesamt durchgelesen. Man liest zwar auch heraus das noch ältere Dinge die zwischen euch passiert sind eine Rolle spielen und auch sein Privatleben was im Grunde keine Rolle spielen darf aber gleichzeitig auch deine Sorge, daher für mich nachvollziehbar. Solange wie das Kind im Vordergrund steht und es hauptsächlich auch um dieses geht, ist alles ok. :-)

So wie bei dir, ist es bei uns, nur umgedreht. Lini redet täglich von ihrem Vater, malt zig Dinge für ihn und sammelt schon fleißig Geschenke die sie ihm geben möchte wenn sie ihn wieder sieht nur sie versteht leider noch nicht welches Spiel er spielt. Manchmal wünschte ich mir das sie schon "verständnismäßig" etwas weiter wäre aber bis jetzt ist ihr Vater alles für sie, irgendwann wird es sich ändern und dann wird es genauso sein wie bei euch, das weiß ich.

Versuch es übers Jugendamt. :-)

Lieben gruß

Beitrag von nessi200700 31.01.11 - 20:57 Uhr

Ich hab dein Thema auch vorhin gelesen...einfach ist das nicht! wenn ich damals mit ihrem dad nicht so strikt umgegangen wäre, hätte sich das bestimmt auch anders entwickelt.
Jedenfalls, so wie er sich meistens anstellt, wird er es vollends ganz ohne meine Hilfe schaffen, dass meine Tochter keinen Bock mehr auf ihn hat. Da muss ich nichts zutun. und das tu ich auch nicht. in gegenwart meiner tochter stand ich immer voll hinter ihm (im gegensatz zu ihm). da brauch ich mir nichts vorwerfen zu lassen. aber was das übernachten angeht ist das nun anders. und wenn sie mit acht-neun jahren immer noch keine zeit mit ihm verbringen will....warum sollte ich sie dann noch zwingen?

Was ich unbedingt noch sagen muss, ich bin ja nicht plötzlich aus heiterem Himmel bei meiner Tochter angekommen und sagte, du musst nicht mehr dort schlafen wenn du nicht willst. das hat sich ja im gespräch entwickelt, als sie wieder darüber klagte, dass sie dort nicht schlafen will, angst hat etc.

na denn...#winke

Beitrag von zahnweh 01.02.11 - 00:00 Uhr

Hallo,

und wenn du dich mal bei Profamilia erkundigst? Oder eine andere ähnliche Stelle? Wenn es nichts gebracht hat, verwerfen. Aber vllt. ist die ein oder andere Idee ja doch dabei...

Die kennen sich - z.T. - auch mit den gesetzlichen Bestimmungen aus und haben Schweigepflicht (soweit ich weiß).

Beitrag von janamausi 31.01.11 - 20:24 Uhr

Hallo,

ich finde, du mischt dich viel zu sehr in die Beziehung zwischen Vater und Tochter ein. Lass ihn machen wie er es möchte. Zudem lebt er bei seinen Eltern, das ist doch eigentlich optimal. So hat eure Tochter Vater und Oma/Opa gleichzeitig.

Deine Tochter spürt sicherlich, dass Du vieles an ihrem Vater bzw. am Umgang zwischen Vater und Tochter auszusetzten hast. Vielleicht will sie deswegen nicht mehr bei ihrem Vater übernachten?

Meine Tochter hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, aber letztens kam sie auch an, dass sie lieber bei ihrer Oma (Mutter von meinem Ex ist) als bei ihrem Vater. Im nachhinein hab ich dann erfahren, dass sie lieber bei ihrer Oma als bei ihrem Vater ist, weil sie bei der Oma viel mehr darf (Süßigkeiten bis zum umfallen essen, die Oma kauft ihr alles was sie will etc.).

Auch sagen ja z.B. Kinder oft zu anderen Kindern "Du bist nicht mehr meine Freundin" und am nächsten Tag ist wieder alles Bestens.

Daher würde ich das nicht überbewerten.

Eure Tochter ist 6 Jahre und kann doch selber mit dem Papa reden wenn ihr etwas nicht passt. Da würde ich mich nicht mehr groß einmischen.

An Vereinbarungen sollte man sich schon halten, aber man kann doch auch Ausnahmen machen und sich absprechen? Mein Ex kommt auch manchmal an, ob er unsere Tochter später holen kann bzw. ob er sie später zurück bringen kann weil er das und das vorhat (ich bin da genauso). Und ich finde einem 6jährigen Kind kann man das doch erklären, das heißt ja nicht, dass der Vater oder die Mutter das Kind nicht mehr lieb hat.

Selbst meine Tochter sagt manchmal, dass sie erst später zu ihrem Vater will weil sie noch mit einer Freundin etc. spielen will oder auf einem Geburtstag eingeladen ist etc.

Es kommt halt immer darauf an, wie man es dem Kind rüberbringt.

Und mein Ex war auch schon am Umgangswochenende beim Frisuer und unsere Tochter hat er zur Oma gebracht. Unserer Tochter hat es nicht geschadet #schwitz

Jeder lebt doch sein eigenes Leben und ich finde, Du solltest deinem Ex nicht so viele Vorschriften machen.

Auch "erzieht" (wenn ein Kind nur alle 2 Wochenenden beim Papa ist würde ich da nicht von erziehen sprechen, sondern eher von Regeln die dort gelten und an die sich das Kind halten soll) mein Ex unsere Tochter anders als ich. Was ist daran schlimm? Im Kindergarten, in der Schule, in der Mittagsbetreuung etc. gibt es überall andere Regeln, warum dann nicht auch beim Ex? Ein Kind weiß ganz genau was es wo darf.

LG janamausi

Beitrag von nessi200700 31.01.11 - 21:17 Uhr

hmm, steckt viel Wahres in deinen Aussagen. Nur eins kam glaub falsch rüber: sie wollte noch nie gern zu ihm, fast immer mit geheul. Es ist nicht so, dass sie erst seit kurzem nicht hin will. Das war noch nie anders.

Beim einmischen, da hast du schon recht, ist wahrscheinl. oft besser sich rauszuhalten. macht dann auch vieles einfacher. Aber es hat sich auch schon oft als sinnvoll bewiesen. So konnte ich verhindern, dass er mit ihr baden geht, trotz Krankheit. Bei der Diskussion darum sprach er ständig davon, wie gern er baden geht... Aber mit einem Kind mit Mittelohrentzündung, das wochenlang schlecht hört geht man bei minusgraden nicht baden!

Das mit den Zeiten ist bei uns sowieso von Wochenende zu WE verschieden. Aber wenn man Freitags eine Zeit vereinbart und man sich darauf einrichtet, unterwegs ist und dann auch nicht früher heim kann, ists einfach blöd! im idealfall sieht das einfach anders aus. natürlich wird die kleine das aushalten, aber es müsste einfach nicht sein.

so sieht es ja bei den meisten problemen aus. die kinder werden dadurch stärker, lernen viel, wissen sich dann später besser zu helfen, als kämen sie aus einer musterfamilie, in der sie nie mit problemen konfrontiert waren (wenns das denn gibt).

na denn...schönen abend!

Beitrag von parzifal 01.02.11 - 01:44 Uhr

Wenn Eure Tochter nach einem Wochende sagen würde sie möchte nicht bei dir übernachten würdest Du sie dann beim Vater lassen?

Weil ja ihr Wille allein zählt?

Und wenn sie nicht zum Arzt will? Gehst Du dann nicht?

Wenn Du nicht möchtest das Deine Tochter beim Vater übernachtet beeinflusse die Tochter nicht und gehe den korrekten Weg über das Gericht und beantrage die Übernachtungen auszusetzen.

Wenn es nicht stattgibt dann ist dieses Ziel anscheinend nicht richtig.

Gruss
parzifal

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 08:40 Uhr

Zwingen finde ich auch nicht gut, wir rufen bei der Ex meines Mannes immer an und fragen, und ich kann meistens sagen wann sie auf alle fälle kommen, wenn Geburtstag war, Ostern oder Weihnachten da kommen sie beide immer. Die Ex verspricht ansonsten den Kindern schöne Sachen was sie machen können, es sei denn es gibt was umsonst.

Und ja auch wir gammeln mal nur rum. Wir sind nicht die Zweiwöchentliche Bespassung wo immer Action ist und Freizeitparks etc. angesagt ist.....

Wo war die kleine wo er Feiern war? War es IMMER so das er feiern geht? Wenn nicht wo ist dein Problem? Wir gehen auch feiern wenn mal Geburtstag ist, oder meinst du wir sagen alles ab nur weil die Kinder da sind? Wenn die Ex meines Mannes da was sagen würde würd ich Ihr den Vogel zeigen.

Die Stieftochter von mir hat auch schon mal dinge gesagt wo sie eben im Zorn oder Unbedacht gesagt hat, es sind Kinder die sich mal mehr über Eltern freuen und mal weniger, die grosse meinte letztes Jahr sie mag mich lieber als Ihre Mama, sie hatten wohl zuvor wohl streit, und dieses we meinte sie oder fragte sie, ob ich wüsste das sie mich zwar mag aber die Mama mehr.....

Vieleicht ist sie auch nur vor dir so das sie sagt sie will nicht gern hin, deine Abneigung kann man gut rauslesen und Kinder spüren sowas und damit du nicht gekränkt bist wird halt gesagt das man ungern hinwill....Ich kenn es von meinen Stiefkindern die Ihrer Mutter auch nicht wehtun wollen und Ihr dinge sagen wo sie gar nicht so meinen. Weil sie auch spüren das die Mama uns nicht arg mag.....

Überleg dein Verhalten und deine Abneigung deinem Ex gegenüber und schau mal nach ob dein Verhalten deine Tochter beeinflusst.

Beitrag von nessi200700 01.02.11 - 11:36 Uhr

mir scheint, als ist es nicht so einfach, die Situation richtig darzustellen. Beinahe jeder, der bisher antwortet ist auf einer "seite" und sieht nur argumente für diese. ich hätte schon gedacht, das hier versucht wird, objektiv zu helfen.
hier gibts irgendwie nur schwarz oder weiß. ich weiß nicht, wie ihr persönlich drauf seid, aber ich bin sehr selbstkritisch und hinterfrage mein verhalten ständig. diese krtik habe ich hier auch eingebracht, anscheinend wirft das aber ein falsches licht auf mich.

Natürlich hatte ich viel stress mit dem Dad, nie aber in gegenwart meiner tochter, meistens am telefon. ich habe mich immer neutral verhalten, bis auf eben in dieser sache, das sie dort nicht mehr schlafen muss.
wenn sie abgeholt wird, oder ich sie bringe, wird immer ganz normal miteinander gesprochen, was man so treibt, wies einem so geht, arbeit, studium... von dem her kann ich mir da nichts vorwerfen.
Wir feiern ja z.b. auch den geburtstag gemeinsam. prinzipiell ist das verhältnis entspannt, wenn es eben keine diskussionspunkte gibt.

Wenn mein Kind etwas nicht gerne tut, was nicht zwingend notwendig ist, dann schicke ich sie da nicht mehr hin, für mich ist das jetzt klarer als zuvor. Wozu jedesmal das geheule und die enttäuschung? über jede nacht, die sie nicht dort verbringen muss ist sie heilfroh.
natürlich ist das ein unterschied, wenn sie 1-2mal nicht will. das war beim turnen beispielsweise auch so, aber auch da stecken gründe dahinter. ich bin nicht der typ, wo bei jedem mucks gleich nachgibt. wenn man etwas anfängt, zieht man das auch durch, mal so prinzipiell...

es gibt doch so richtig anhängliche kinder. wenn ich so eins hätte, würde ich doch auch versuchen, es so wenig wie möglich wegzugeben, weil es so schlecht damit klarkommt. irgendwann wird sich das legen, wie viele probleme. aber ich glaube durch hartnäckigkeit und zwang kann sich das nicht entwickeln und wird wahrscheinlich länger probleme bereiten.

wenn meine tochter soweit ist, dann wird sie schon sagen, sie will wieder da schlafen. wer kennt das nicht- es war doch als kind immer das größte woanders zu übernachten. vielleicht wird es so- und wenn nicht, was solls? es geht ja nicht darum ihr den vater zu entziehen, sondern nur um ihr befinden. wenn deren verhältnis einfach nicht so viel hergibt, dann wird das erzwungene übernachten das auch nicht richten. hat es ja bisher auch nicht.

Dann noch wegen dem feiern: ich finde es gibt doch einen unterschied zwischen auf einen geburtstag gehen oder durch die clubs ziehen, we für we im vollrausch bis morgens. wenn man da nicht auf sein kind rücksicht nehmen kann...dann kann einem ja nicht so viel an der wertvollen zeit mit dem kind liegen, oder etwa nicht. egal, die zeiten sind ja vorrüber.
ihr vater sieht sein kind nur jedes zweite we, meldet sich in der zwischenzeit nie, fragt nicht , was das kind in der ganzen zeit eigentlich so macht, im prinzip hat er keine ahnung von seinem kind und seinem leben...da kann es doch nicht ganz verkehrt sein, verbesserungsvorschläge zu machen. ich schätze, er wäre heute als vater nicht so weit, wenn ich nicht so viel von ihm gefordert hätte und ihm anstöße gegeben hätte. warum hab ich das nur gemacht? doch nicht, weil ich will, das meine kleine ihren dad nicht mag!
er macht sich immer mehr, aber ist für sein alter immernoch recht verantwortungslos. er schaut grundsätzlich erstmal nach seinem arsch, erzählt immer nur von sich, zeigt dafür aber null interesse an seinem kind. wenn man dann beim abholen, oder am geburtstag sieht, wie er mit dem kind umgeht - nämlich garnicht- dann wird man doch sehr kritsch demgegenüber, wie er die zeit mit ihr verbringt, wenn sie alleine sind.

vielleicht konnte ich so den einblick verbessern, vielleicht siehts jetzt noch mehr nach hass meiner seits aus. aber bei einem kann ich mir sicher sein: ich weiß, wofür ich mir den stress mache und das es der richtige weg ist. wäre mir egal, was er mit meiner tochter macht, in der zeit, wo sie bei ihm ist, was würde das über mich aussagen?

....
zeit zum mittagessen machen....
#mampf

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 11:57 Uhr

Ich wollte dich keinesfalls angreifen, und ich kann auch nur meinen Eindruck, der auch falsch sein kann, wiedergeben oder auch hinterfragen.

Ich höre hier meist nur die eine Seite ist halt schwer daraus einen guten Tipp abzugeben. Das deine Tochter heult wenn sie zum Papa soll hab ich erst später gelesen. Und schade das der Papa da nicht einfühlsam ist und schaut ob er sie nicht ohne Heulen mitnehmen kann, packt er sie dannheulend ein? Auf die Art du kommst auf alle 'Fälle mit?

Wie gesagt die Kinder meines Mannes rufen wir Samstagfrüh an und fragen die Kinder ob sie kommen wollen. Jedesmal hinfahren ist uns auch zu doof mittlerweile, denn wir zwingen sie nicht wer nicht will hat gehabt...

Gut wie ich gelesen habe gehts bei euch entspannter zu als hier bei uns. Die KM hetzt eben sehr gegen alle und jeden in unserem Umfeld ob sie die kennt oder nicht egal alle wären doof fett oder saudumm.....Aussage der Kinder.....

Geburtstage zusammenfeiern? Geht null nicht mal anrufen darf mein Mann an dem Tag;-)

Ja Feiern gehen ist oftmals sehr unterschiedlich im Empfinden ;-)

Schade das hier viele Männer gezwungen werden Vater sein zu müssen. Mein Mann darf ausserhalb des Umgangswe´s nicht anrufen nicht mal zu Geburtstagen, wir bekommen die Kinder auch nicht wenn mein Mann geburtstag hat oder ich, ich kann damit umgehen mein Mann macht es traurig....

Guten Hunger euch...

Beitrag von nessi200700 01.02.11 - 22:08 Uhr

Abend...

im laufe des Tages hab ich schon gemerkt, wie ich ständig über unsere Situation nachdenke. Die Kritik tut auf jeden Fall gut!
Ich werd in Zukunft versuchen, neutal mit ihm umzugehen und mich nicht mehr einmischen, den Dingen ihren Lauf lassen.

Klar nimmt er sie dann heulend mit. Sonst wäre sie wohl noch nie mitgegangen...

Trotzdem halte ich es für richtig, das sie nicht mehr übernachten muss. ich werde das nur nicht mehr betonen.
ich bin jetzt mal gespannt, wann/ob er sich meldet um über die sache zu sprechen. er wollte auf mich zukommen, aber wie gesagt, er ist doch recht unzuverlässig und vergesslich.
ich hab mir immer gewünscht, das er sich einfach mal meldet und mit ihr telefoniert. oft angesprochen, nie die regel geworden. ich hab schon so viel versucht um den kontakt und somit die bindung zu inesivieren - bin es aber leid und konzentriere mich nun auf unser familienleben.

das mit dem geburtstag ist bei uns sowieso praktisch aber auch nervig, die zwei haben am gleichen tag!

wollen die kids von deinem mann nicht mehr kontakt? oder wird darauf keine rücksicht genommen?

lg nessi

Beitrag von janamausi 01.02.11 - 17:42 Uhr

Hallo,

<<Beinahe jeder, der bisher antwortet ist auf einer "seite" und sieht nur argumente für diese. ich hätte schon gedacht, das hier versucht wird, objektiv zu helfen. <<

<<hier gibts irgendwie nur schwarz oder weiß. ich weiß nicht, wie ihr persönlich drauf seid, aber ich bin sehr selbstkritisch und hinterfrage mein verhalten ständig. diese krtik habe ich hier auch eingebracht, anscheinend wirft das aber ein falsches licht auf mich. <<

Meine Meinung ist, dass Kinder (Ausnahmen bestätigen die Regel) ihre Eltern bedingungslos lieben. Schon alleine das Wort Mama oder Papa machen die Eltern für das Kind für etwas besonderes.

Daher denke ich, dass wenn ein Kind nicht mehr zum umgangsberechtigten Elternteil will, steckt da oftmal der andere Elternteil dahinter. Das heißt nicht, dass der Elternteil das Kind bewußt beeinflusst, sondern oftmals ist es eben unbewußt weil Kinder die Abneigung etc. spüren und den Elternteil nicht "enttäuschen" wollen.

LG janamausi