Fühle mich überflüssig nach Papa-Wochenende

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von uaghhhhhhhhhhhhhhh 31.01.11 - 18:54 Uhr

Hallo!

Mein Mann und ich sind seit einem Jahr getrennt, er hat mich nach langer Beziehung für eine Andere verlassen (sehr unfair alles abgelaufen, mit vielen Lügen und Verarsche), bei der er seitdem auch wohnt #klatsch. Unser Kind (eigentlich gemeinsames Wunschkind) hatte er zeitweise mal zugunsten seiner Neuen vernachlässigt. Den Umgang habe ich immer gefördert (auch wenn ich seeeehr über meinen Schatten springen musste). Na ja, seit kurzem nimmt er ihn auch über Nacht mit und kümmert sich sehr gut.
Ist ja auch toll, ich weiss ja, wie wichtig das für das Kind ist. Mein Sohn freut sich immer ganz dolle drauf, und wenn er wiederkommt, ruft er auch immer den Namen von der neuen Freundin :-[. Nicht falsch verstehen: Lieber so, als wenn sie nicht lieb zu ihn wäre, aaaaber: das tut so weh! ich komme mir dann immer so vor, als sei ich überflüssig, und mein Sohn (2 Jahre), wäre lieber bei den Beiden :-(....legt sich das Gefühl auch mal wieder? Meine Gedanken spinnen rum und ich hab Angst, dass mein Sohn bald ganz zu denen will...obwohl wir beide eine Menge Spaß haben und ein gutes Team sind, aber irgendwie...ach mann...

Traurige Grüße...

Beitrag von ähnlich 31.01.11 - 19:11 Uhr

Bei mir ist es ähnlich, jedenfalls vom Gefühl her.
Habe auch Angst das meine beiden mal lieber beim Papa wohnen wollen als wie bei mir. Seine Neue ist sehr reich, sie haben ein super tolles Haus, mit Pool und allem drum und dran. Immer wenn sie am WE da sind wird was tolles gemacht (Zoo, Freizeitpark, Kino, Essen gehen, im Spielzeuggeschäft eingekauft etc.) und das finde sie natürlich super. Bei uns ist es auch immer lustig und wir machen auch wirklich viel, aber bei mir sind sie jeden Tag und da kann ich nicht jeden Tag in den Zoo oder jeden Tag was kaufen, bei ihm sind sie zweimal im Monat, und da wird halt immer alles geboten und er hat ja auch das Geld dafür.
Bisher merkt man das sie sich immer freuen wenn sie nach Hause kommen, aber wie wird es mal später sein wenn sie älter sind. Wenn man alles bekommt ist das doch besser als wie bei Mama wo man auch mal ärger hat wegen Hausaufgaben, oder?
Ich glaube das mit dem blöden Gefühl hört nie auf (ich habe es jetzt schon seit mehr als fünf Jahren :-( )

Beitrag von ephyriel 31.01.11 - 19:22 Uhr

Hallo,

ich denke ich kann euch beruhigen!

Meine Söhne waren auch immer sehr gerne beim Papa. Und haben sich da pudelwohl gefühlt und er hat auch nur die schönen Seiten des WE-Papi´s leben dürfen wärend ich den Alltag mit Höhen und Tiefen hatte.

Ich habe mich mit seiner neuen Frau allerdings immer sehr gut verstanden. Besser als mit ihm.

Heute sind meine Jungs "groß".
Und nun ratet mal zu wem sie kommen wenn es hart auf hart kommt (Probleme in der Schule, Liebeskummer, Streit mit dem besten Freund...)

G E N A U!

Zu M I R!!!

Ich habe einmal (beim Liebeskummer) gemeint das vieleicht ein Gespräch mit dem Papa auch gut wäre weil er ja ein Mann ist und er dann mal die andere Seite hört...

Antwort:

"Mit dem Papa kann man nicht reden. Er ist lieb und man kann Spass mit ihm haben und ich hab ihn ja auch lieb, aber reden will ich nicht mit ihm über so etwas."

;-)

LG
Billa

Beitrag von ähnlich 31.01.11 - 19:33 Uhr

Ich hoffe bei mir wird es auch so kommen wir bei Dir.
Aber die Angst bleibt trotzdem.
Ok mit seiner Neuen ist der Kontakt ok, aber nicht so gut wie bei Dir. Obwohl sie auch nicht soooo den Draht zu den beiden hat, sie ist eben nicht so der Muttertyp. Aber ich habe halt immer Angst, beim Papa bekommen sie eben wirklich alles. Auch wenn es nicht ums Materielle gehen sollte, aber Kinder in der pubertät denken da eben anders, und davor hab ich Angst #zitter
Ist vielleicht blöd, aber ich kann leider nichts dagegen tun

Beitrag von ephyriel 31.01.11 - 19:35 Uhr

Es gibt so viele wichtige Dinge im Leben eines Kindes/Teenies die man nicht kaufen kann:

Liebe, Geborgenheit, Verständniss, Vertrauen...

;-)

Beitrag von ninnifee2000 01.02.11 - 07:30 Uhr

Dein Sohn ist 2. Das sollte dir eigentlich schon alles sagen.

Beitrag von lichtchen67 01.02.11 - 09:29 Uhr

Ich frage jetzt mal ganz ketzerisch... Was wäre so verwerflich daran, würde ein Kind beim Papa leben wollen #kratz?

Warum haben die Mütter automatisch das "Recht" gepachtet, die Kinder ein Leben lang "behalten" zu wollen? Es wird geschrieben "wunschkind"... hatte der Vater nicht genauso den Wunsch nach einem Kind?

Ich bin selber Mutter und mein Sohn lebte/lebt bei mir, aber oft hätte ich mir auch gewünscht, er würde ruhig mal bei papa leben, warum nicht? Mein Ex-Mann hat unseren Sohn oft vermisst, es ist auch SEIN kind.

Definiert man sich als Frau hier ausschließlich über die Kinder? Warum fühlt man sich überflüssig, wenn sich das Kind beim Vater amüsierte? Man ist wer man ist und wie man ist und man bleibt die MUTTER auch wenn die Freundin des Papas nett zum Kind ist.

Lichtchen

Beitrag von frauke131 02.02.11 - 16:01 Uhr

Dein Sohn wird Dich nie zugunsten der Neuen austauschen wollen. Sie ist lieb zu ihm, wird aber sicher auch nicht seine neue Mami werden wollen.
Sei entspannt und genieße die freien WE, in denen du Karft tanken kannst. Nur wenn Dein Sohn das Gefühl bekäme, er müsse sich entscheiden, schadet es ihm. Solange er sich auch bei seinem Vaterwohlfühlen darf, besteht sicher nicht die Gefahr, dass er nicht mehr bei dir leben will.

Ich kann Deine Gefühle aber verstehen!