große Angst vor anderen Kindern

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von shiatsu8 31.01.11 - 20:29 Uhr

Hallo. Mein Sohn, 5 Jahre, hat große Angst vor anderen Kindern. Weil dies so ist, haben wir ihn erst jetzt in den Kindergarten gebracht. Wir sind gerade in der Eingewöhnungszeit, er hat schon guten Kontakt zu seiner Erzieherin, aber nimmt fast keinen Kontakt zu anderen Kindern auf. Er ist zu angstbeladen. Ich wäre sehr froh über Tips, wie ich ihm die Angst nehmen kann.#gruebel

Beitrag von puschel80 31.01.11 - 20:37 Uhr

Hallo,

wisst ihr wieso er soviel Angst vor anderen Kindern hat? Hat er schlechte Erfahrungen gemacht?

Mein Sohn ist 3 1/2 Jahre alt und sucht eigentlich auch überhaupt keinen Kontakt zu den anderen Kindern. Er geht auch erst die zweite Woche in den Kiga. Bei uns ist es so das er die letzten 2 Jahre mit meinem Cousin keine allzuguten Erfahrungen gemacht hat, er ist halt dominanter als unser Sohn und unserer viel zu gutmütig.... er wehrt sich nicht - lässt sich alles gefallen was der andere mit ihm macht.... wir haben jetzt schon die Hoffnung das er im Kiga ein bisschen anders wird.

Vielleicht haben die Erzieherinen die Möglichkeit ihn langsam ins Spiel mit anderen Kindern miteinzubeziehen?
Das hoff ich zumindest für meinen Sohn.... wobei das sicher noch dauern wird.

Lg Katja

Beitrag von 225 31.01.11 - 20:46 Uhr

Hallo,
hat er gar keine Spielpartner oder gibt es in der Verwandtschaft/Bekanntschaft Kinder mit denen er gerne spielt ?
Das sind so wenige Infos,so dass man schwer Tipps geben kann, was ihm helfen könnte.
VG Katja

Beitrag von shiatsu8 31.01.11 - 21:16 Uhr

Hallo, also er hat keine Geschwister. In unserem Mietshaus wohnen keine anderen Kinder. Kinder, die wir über Krabbelgruppen kennengelernt haben, lehnt er ab und mit seinem einzigen Freund, zwei Jahre älter, hat er im Moment auch keinen Kontakt. Schlechte Erfahrungen hat er eigentlich keine gemacht. Er ist sehr sensibel, wahrscheinlich hochsensibel. Am liebsten ist er mit Erwachsenen zusammen. Wenn da nicht die Schule nächstes Jahr wäre, hätte er auch nicht in den Kindergarten gemusst. Ich hoffe, dass er im Kindergarten, durch den regelmäßigen Kontakt mit immer den gleichen Kindern, seine Ängste verliert. Aber was, wenn nicht?#zitter

Beitrag von a79 01.02.11 - 07:14 Uhr

Ich denke, gerade bei hochsensiblen Kindern ist es wichtig, dass sie Kontakt zu anderen Kindern bekommen -er geht ja nun auch in den Kindergarten- und außerdem solltest Du eine positive Einstellung einnehmen, dass es mit anderen Kindern im Umgang klappen kann. Dein Sohn merkt, ob DU selbst Vorbehalte hast, ob er mit den anderen klar kommt und wird sich dadurch noch mehr zurückziehen, verstehst Du, was ich meine?
Ansonsten hilft wohl nur Geduld.

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs, die zum Glück völlig unbefangen auf andere Kinder zugehen

Beitrag von 225 01.02.11 - 14:01 Uhr

Ich finde es erstmal sehr gut, dass er jetzt geht. Aus der Ferne kann man nicht helfen, aber ich denke, dass Du auf jeden fall mit den Erzieherinnen sprechen solltest, ob ihnen was auffällt. Welche Interessen hat er denn ? Dinos, Autos, Technik,.....?
Wenn Du so große Bedenken hast, würde ich mich an eine Beratungsstelle wenden, viell. hat Eure Kita ja einen Psychologen oder ähnliches.
Viele Grüße Katja

Beitrag von bruchetta 31.01.11 - 21:27 Uhr

Ich habe auch so ein Kind. Meine Tochter ist hochsensibel.

Sie kommt in diesem Jahr zu Schule und ist seit 3 Jahren im Kindergarten.
Sie hat regelmäßig Kontakt zu anderen Kindern, daran liegt es nicht.

Sie hat Angst vor fremden Kindern, nicht vor denen, die sie schon länger kennt.

Sie steigert sich in Dinge rein (was ist wenn...).

Sie ist sehr auf mich fixiert und geht auch keinen Hobbys nach, weil ich dann nicht dabei bin und da in dem Moment FREMDE Kinder sind. #zitter

Sie geht auch auf keine Geburtstagsfeier und bleibt allein, wenn sie dort Kinder nicht kennt.

Es kostet viel Kraft, damit umzugehen. Ich werde mich diesbezüglich mit dem Kinderarzt zusammen schließen, vielleicht gibt es eine Möglichkeit, sie zu stärken.

Sonst sehe ich für die Schule schwarz, zumal das immer schlimmer wird.

Beitrag von shiatsu8 01.02.11 - 20:36 Uhr

Hallo bruchetta,
danke für deine Antwort. Woher weißt du, dass deine Tochter hochsensibel ist? Warum denkst du wird es immer schlimmer mit ihrer Zurückgezogenheit bzw
bzw. Schüchternheit? Paul ist auch sehr auf mich fixiert, war er besonders als ganz kleines Kind. Ich konnte nicht mal ne halbe Stunde aus dem Haus, Papa war nicht genug. Ich kann nachvollziehen, was du mit "es kostet viel Kraft damit umzugehen" meinst. Gibt es in Bremen Beratungsstellen, die sich mit Hochsensibilität auskennen? Bei Berlin gibt es eine Beraterin, die selbst hochsensibel ist. Wenn du Interesse hast, kann ich dir ihre Webadresse zumailen. Ich wünsche dir viel Energie#klee

Beitrag von shiatsu8 01.02.11 - 20:42 Uhr

Noch ein Nachtrag: Kennst du das Buch
das hochsensible Kind von Elaine N. Aron?
Gute Nacht#blume

Beitrag von kiki.08 01.02.11 - 15:05 Uhr

Ich denke, das sihr das Problem verstärkt habt dadurch, dass ihr ihn erst so spät ind en Kiga gegeben habt. Gerade bei diesen Kinder ist es wichtig, im ständigen Kontakt mit Kindern zu sein und so positive Erlebnisse zu fördern und Hemmungen abzubauen. Je älter das Kind ist desto schwieriger wird dies. Für ihn ist es im Kiga nun schwer auf die Kinder zuzugehen, da sich schon feste Gruppen gebildet haben, die seit langen bestehen und er aussen vor ist.
Aber wie dem auch sei - versuche Kontakt zu den Erltern der Kinder aufzunehmen und ladet sie zu euch ein. In heimischer Umgebung wird es deinem Sohn leichter fallen, Kontakt zu den Kindern aufzubauen.
Und auch sonst immer unter Kinder gehen - Spielplätze, Kinder-Eltern-Kurse, etc.