Finanz-Frage...Bekomme Angst wenn ich an die Zukunft denke....

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von hibbelein 31.01.11 - 20:50 Uhr

Hallöchen zusammen!

Langsam aber sich geht auch bald mein Elterngeld zuende. (Letzter Auszahlungsmonat:April)


Kurz zu unserer Lage.
Vielleicht kennt sich ja jemand im Finanzwesen aus.Oder arbeitet gar beim Sozialamt oder sowas.


Mein Mann geht Vollzeit arbeiten und bringt um die 1600,-Euro netto mit nach Hause.

Ich werde voraussichtlich nicht arbeiten gehen können, da wir 1. keinen Krippenplatz für unseren 1.Zwilling haben, und 2. weiß ich nicht wann unser 2.Zwilling evtl. mal aus dem Krankenhaus entlassen wird. :-( (Liegt seit der Geburt im KH und wird nach der Entlassung auf 24h Pflege angewiesen sein)
Wenn das dann mal soweit ist, werde ich ihn 24h versorgen und pflegen.Da wird leider nicht viel Zeit zum arbeiten sein. #schmoll
Zumindest nicht in der Anfangszeit. wir dann mal unseren Tag einzuteilen gelernt haben, kann ich vielleicht wieder meine 9h in der Woche arbeiten wenn mein Mann zu Hause klar kommt mit den Beiden.

Aber was mir nun im Kopf rum schwirrt, ist, wie wir finanziell klar kommen sollen.

Pflegegeld kann ich ja sicher erst beantragen wenn ich unseren Knirps bei mir habe.

Nun ist es so, dass wir uns vor der Schwangerschaft einiges per Kredite/Ratenkauf angeschafft haben, was vielleicht nicht das cleverste war, aber sonst wären wir zu nichts gekommen.Auch ein anderes Auto musste her, da unser altes nicht ausgereicht hätte.Also wieder eine finanzielle Belastung. :-[

Lange Rede, kurzer Sinn.

Round about haben wir nach Abzug aller Kredite noch ca. 1000,-Euro über.
Davon muss noch die Miete (inkl. aller Nebenkosten 601,-Euro)
und natürlich andere Verbindlichkeiten wie Versicherungen, Benzin, Telefon und so´n Kram bezahlt werden.

Wenn ich dann mal pi mal Daumen rechne, sind wir bei gut 200,-Euro Restlohn.
Da kommen dann die 368,-Euro Kindergeld hinzu.

Und da kommen mir die Tränen in die Augen, denn ich weiß nicht wie man davon leben soll?!

Wir sind nicht verschwenderisch.Aber ist das nicht etwas knapp?

Ich habe Angst, dass wir nicht klar kommen.

Wenn es nicht zu persönlich ist, könnt ihr mir vielleicht sagen was ihr in etwa über habt, um Lebensmittel, Kleidung und das was noch so anfällt zu kaufen?(Keine genauen Zahlen) ;o)


Ich zerbreche mir seit Tagen die Birne und habe Angst als die "faule" nichts verdienende dazustehen.


LG Anja mit dem zermaterten Kopf #augen

Beitrag von vwpassat 31.01.11 - 21:08 Uhr

Einem unverschuldeten 4-Pesonen-Haushalt müssten 1600 Euro + 2 x Kindergeld reichen.

Leider habt Ihr halt wirklich vor der Schwangerschaft nicht von der Tapete bis zur Wand gedacht.

Anstattetwas zurückzulegen für die einkommensschwache Zeit, habt Ihr Euch verschuldet.

Ich hab leider keine Idee, außer arbeiten.

Beitrag von jennychrischi 31.01.11 - 21:18 Uhr

Ich bin sonst ja oft Deiner Meinung ABER: Dafür, ein komplett pflegebedürftiges Kind zu bekommen, dafür kann niemand was. Mit einem Kind wäre sie ja sicher wieder arbeiten gegangen. Notfall eben mit Tagesmutti.Die Frage ist ja eigentlich, was machen bis zum Erhalt des Pflegegeldes, oder? Sicher war es nicht schlau Dinge auf Raten zu kaufen. Vielleicht könnt ihr mit den Gläubigern sprechen, dass die Raten reduziert werden?! Httest du die Möglichkeit bis dahin vielleicht Abends einen Job anzunehmen? So, dass es sich mit den Zeiten deines Mannes nicht überschneidet. Können vielleicht eine Omi und ein Opi aufpassen?

Beitrag von vwpassat 31.01.11 - 21:26 Uhr

Ich hätte in einem normalem Fall ja auch anders geantwortet.

Auch mich bestürzt sowas, zumal eine Fehlentscheidung uns auch einen Pflegefall beschert hätte.

Beitrag von alex_22_nrw 31.01.11 - 21:30 Uhr

Erstmal finde ich sollte man, wenn das Kind endlich daheim ist, mal gucken wie sich dir Tage und auch Nächte überhaupt gestalten. Und nicht jeder Mann kann abends nach der Arbeit noch solche last tragen. Zumindest nicht auf Dauer!

Lg

Beitrag von windsbraut69 01.02.11 - 07:37 Uhr

Ja, das andere Kind hat doch aber auch keinen Krippenplatz?!
Ich denke, sie wird um einen Job nicht herumkommen bei den monatlichen Fixkosten, zumindest einen Minijob, wenn der Ehemann Zuhause ist.

LG

Beitrag von bruchetta 31.01.11 - 21:12 Uhr

Wir sind zu dritt und würde mit den benannten € 568,-- hinkommen.

Aber viel ist halt nicht mehr drin, zum Sparen oder sich mal was gönnen.

Ich hoffe, Du bekommst Pflegegeld, mir wäre das zu eng. Brauch ja nur mal das Auto kaputt zu gehen oder die Waschmaschine.

Beitrag von alex_22_nrw 31.01.11 - 21:27 Uhr

Hey, das ist heftig...wenn dein kleiner den ganzen Tag versorgt werden muss. Da kenne ich mich nicht aus, aber an deiner Stelle würde ich mir dann ums arbeiten nicht grossartig Gedanken machen in nächster zeit! Wenn er erstmal daheim ist braucht er dich und dann genießt erstmal die zeit!!!

Zu viert brauchen wir (ohne urlaube, weggehen, unvorhergesehenes was kaputt geht und unnötiges) ca. 2700 € monatlich! Also alles was wirklich fast nicht anders geht, Haus, Öl, essen, tanken, Versicherungen, Strom, kigakosten,

Lg

Beitrag von littlequeen 31.01.11 - 21:42 Uhr

Was sagen denn die Ärzte um wieviel zeit es sich handelt bis dein kidn nach Hause darf? Vielleicht wäre es ja eine möglichkeit bis hdain mit einem 400 euro job über die runden zu kommen? Oder an eine umschuldung zu denken, also alle schulden bei einer bank zu bündeln und dort eine insgesamt geringere Rate zu vereinbaren, so dass es weniger monatliche Belastungen sind? Habt ihr evtl auch anspruch auf Wohngeld oder sonstige zuschüsse? bin eigentlich kein freund davon vom Staat zu leben, aber denke es ist genau für die familien da die es auf grund von schicksalsschlägen kurzfristig nicht anders packen, denn wenn ich es richtig verstehe geht es nur um die überbrückung vom ende der EZ bis zum anfang des Pflegegeld, oder? Ich würde es aber erst einmla mit Ratenverringerung/Umschuldung oder/und einem 400 euro job versuchen wenn das machbar ist.

Darf ich fragen was ist wenn dein 2.Kind dann zu hause ist, wirst du einen pflegedienst benötigen und wenn ja was muss dieser alles übernehmen? wenn der pflegedienst auch die grundpflege übernehmen soll kann es sein das dir das vom Pflegegeld abgezogen wird! deswegen unbedingt darauf achten, das der Pflegedienst z.b. nur für die anderen Dinge (Behandlungspflege) zuständig ist, nicht aber für die grundpflege, wenn du diese alleine machen kannst, und auch das Pflegegeld hierfür kassieren möchtest.Denn wie ich das hier verstehe rechnest du ja auch mit dem Pflegegeld, was ja auch verständlich ist, dann musst du aber echt darauf achten das DU es auch bekommst für dein Kind. denkt dann auch daran das das alles mit erhöhten Kosten verbunden ist, wenn eine pflegedienst im haus ist verbraucht man automatisch mehr Strom, Wasser etc. wenn dein kidn Geräte benötigt wirkt sich dies ebenso wieder im Strom aus je nachdem welche geräte es sind und wielange diese benötigt werden pro tag --> wirkt sich dann auf die monatlichen Abschläge aus. Usw usw. verplant also nicht das ganze Geld.

Ich wünsche euch alles gute, viel Erfolg beim überbrücken und viel Glück bei der Wahl eines evtl. notwendigen Pflegedienstes!

Lg littlequeen

Beitrag von rattenstark 31.01.11 - 22:04 Uhr

Hallo,
hier kann ich fast das gleiche schreiben wie in einer anderen Diskussion, auf die ich gerade geantwortet habe:

Überprüft mal euren Anspruch auf "Kinderzuschuss" (und außerdem auch Wohngeld, das ist ein guter Tipp gewesen!).

Und dir (wie allen anderen auch) kann ich ebenfalls nur den Tipp geben, einen Job bei freier Zeiteinteilung und selbstgewähltem zeitlichen Aufwand anzunehmen. Ich kann dir so einen Job (seriös, natürlich!!) anbieten. Bei Interesse einfach mailen:
alexandra . roepnack (at) gmx . de

Viele liebe Grüße,
Alex

Beitrag von anarchie 31.01.11 - 22:34 Uhr

Huhu...

hm..also eine gewisse Zeit kann man damit schon klarkommen..

Und dann käme ja Pflegegeld..

Könnt ihr fixkosten mittelfristig senken?
Kredite umschulden zu einem institut?
Umzug?
könntest du nicht jetzt abends arbeiten gehen, wenn dein mann da ist, solange dein Kleiner noch im KH ist?
Um ein bisschen Polster zu beschaffen...

ach sch***!

ich wünsch euch ganz doll, dass ihr da einen weg findet..und vor Allem alles Gute für euren KH-Spatz!

lg

melanie mit den 4 Kurzen

Beitrag von nele27 01.02.11 - 11:28 Uhr

Hallo Anja,

das ist tatsächlich nicht gerade viel und wird auf Dauer schlecht gehen...

Meine Tipps:

1. Verwandten finden, der den Kredit ablöst und dem ihr diesen in kleineren Rate zurückzahlt (mit Vertrag, das erspart ggf Ärger)

2. Auf die schnelle jetzt einen Job suchen, bis der 2. Zwilling zu Hause ist. Was hast Du denn gelernt? Kannst Du auf die Schnelle einen kleinen Job/ein paar Aufträge bekommen? Wenn das kranke Baby dann zH ist, kannst Du diesen ja aufgeben/einschränken

3. Je nachdem, was Du von Beruf bist, oder auch ungelernt etwas für die Abendstunden/Wochenenden suchen, wenn Dein Mann z.H. ist. Mit einem kranken Kind sollte das stundenmäßig nicht ausufern, aber selbst wenn Du 200 Euro machst, hilft es schon weiter.

4. Wie arbeitet Dein Mann? Hat er Option auf ne Gehaltserhöhung? Nebenjob?

Als wir mal den Gürtel enger schnallen mussten, sind wir mit 300 Euro LM hingekommen. Kleidung gab es nur, wenns sein musste. Anton hat sich mit dem Kindergeld selbst finanziert. Ausflüge gehen auch fast kostenlos (Dinge ohne oder mit wenig Eintritt unternehmen, Essen von zH mitnehmen). Anschafffungen haben wir alle auf später verschoben.
Allerdings geht das nur eine begrenzte Zeit - bei uns 1,5 Jahre - und am Ende haben wir gemerkt, dass eben doch von Zeit zu Zeit Anschaffunen nötig sind und das Auto eben auch Kosten verursacht. Nur das Nötigste kaufen geht eine begrenzte Zeit gut, aber eben nicht auf Dauer.
In unserm Fall war es noch aus dem Grund nicht so problematisch, das wir zur Not unsere Sparrate und Altersvorsorge hätten einfrieren können. Wenn man jedoch gar kein Polster hat, wird es schwieriger.

Auf die Dauer wäre es daher gut, wenn Ihr Eure Einnahmen erhöht, um nicht immer am Existenzminimum rumzukrepeln... oder wieder Kredite aufnehmen müsst. Da landet man schnell in der Schuldenfalle.

LG, Nele

Beitrag von nele27 01.02.11 - 11:29 Uhr

Ach sorry, ganz vergessen:

Alles Gute natürlich für den Kleinen!!!!!

Beitrag von marion2 01.02.11 - 13:13 Uhr

Hallo,

zuerst erkundigst du dich bei der Pflegegeldkasse ob und wann und vor allem wie du das Geld beantragen kannst. Anträge ausfüllen kann viel Zeit kosten, diese wirst du nicht haben, wenn das pflegebedürftige Kind zu Hause ist.

Dann siehst du zu, dass du eure Finanzen geordnet bekommst. Kannst du monatliche Belastung evtl. senken? Sprich gegebenenfalls mit den Gläubigern über einen vom vereinbarten abweichenden Zahlungsplan. Schaffst du dies nicht allein, lass dir von einer Schuldnerberatungsstelle helfen.

Gruß Marion