Das Thema Burka

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Beitrag von purpur100 31.01.11 - 22:11 Uhr

Guten Abend,

ja über dieses Thema wurde hier im Forum schon diskutiert, hier z. B.
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=64&id=2610911

Jetzt ist es Thema im Bürgeramt Frankfurt am Main. Hier ein Artikel vom 29.01.11
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/mit-burka-ins-buergeramt_rmn01.c.8629335.de.html

und hier ein Artikel von heute:
http://www.n-tv.de/panorama/Burka-Verbot-fuer-Stadtangestellte-article2496911.html

Man darf gespannt sein.

Meine Meinung? Ich möchte Personen, die u. U. doch recht persönliche Dinge von mir erfahren, nicht nur in die Augen, sondern ins Gesicht sehen können.
Ja klar, wäre ich blind, dann könnte ich das sowieso nicht. Dann hätte ich aber vielleicht den Wunsch, mit meinen Händen zu sehen und mein Gegenüber im Gesicht anfassen und abtasten zu wollen. Was ja dann auch nicht gehen würde.

Wie seht ihr das?

Es grüßt
purpur

Beitrag von silbermond65 31.01.11 - 23:09 Uhr

Wenn ich das richtig verstehe,hat sie vorher schon 10 Jahre nur mit Kopftuch
dort gearbeitet.
Wenn sie meint,sie muß sich plötzlich völlig vermummen,soll sie zu Hause bleiben.
Ich bin ja ziemlich tolerant ,aber irgendwo muß mal eine Grenze gezogen werden.

Beitrag von shmenkman 01.02.11 - 07:26 Uhr

Hallo!

Ich kann den Arbeitgeber verstehen, ich möchte auf dem Amt dem Mitarbeiter ins Gesicht sehen können.
Außerdem verstehe ich nicht, warum sie das Bedürfnis hat, sich noch mehr zu verhüllen als vorher schon.
Ich glaube Kopftücher und Burkas dienen immer öfter nur dazu, eine Aussage zu machen, sie sind ein religiöses (manchmal auch politisches) Symbol und sollten als solches behandelt werden.

Sie muss sich ja nicht unverhüllt zeigen, d.h. in ihrer Religionsausübung wird sie nicht behindert.
Mich würden ihre Argumente mal interessieren.

Grüße

Beitrag von purpur100 01.02.11 - 20:21 Uhr

"Mich würden ihre Argumente mal interessieren"

mich auch

Beitrag von ninnifee2000 01.02.11 - 07:34 Uhr

Kopftuch ja, Burka nein.

Beitrag von ayshe 01.02.11 - 08:22 Uhr

Hallo,

also ich hatte ja schon ausgiebig in dem genannten Thread gepostet.


Wenn man davon hört, kommt es einem so vor, als würden die Straßen hier voll von Burkas sein, was völliger Blödsinn ist.
Die meisten Leute haben noch nie auch nur eine gesehen.
In dem Punkt wird das Thema sinnlos aufgebauscht.

Tragen alte Frauen Kopftücher, hat nie jemand etwas gesagt, alles tutti, tragen junge Türkinnen Kopftücher, bekommen manche schon einen Herzinfarkt #augen

Es wird nicht mit gleichem Maß gemessen.


Mir persönlich ist es sowas von egal, ob Frauen Kopftücher tragen oder Leute Basecaps oder gruslige Strickmützen.
Ja, auch der Hintergrund ist mir egal.



Wenn nun aber die Frau in dem Beispiel einen Job hat, der mit Kunden zutun hat, paßt es meiner Meinung nach nicht, eine Burka zu tragen, Kopftuch ist völlig egal, aber Burka ist zu viel, es paßt für mich nicht zum Job. Da kann ich den AG auch verstehen.
Ein sehr schlanke Frau mit Größe 34/36 wäre als Verkäuferin in einem Laden mit Übergrößen auch deplaziert.


Wenn sie überhaupt keinen Kundenkontakt hätte, wäre mir ihre Burka egal.



Mich stört allgemein, daß es hier zwar eine Religionsfreiheit gibt, diese aber nicht gelebt werden soll, weil es angeblich gegen eine Integration arbeitet.
Und daß manche Leute so paranoid sind, daß sie glauben, eine Frau würde eine Kalaschnikow unter einem Burkini verstecken, ist dann noch die Krönung.
Klar könnte man Waffen unter einer Burka verstecken und einen Überfall machen, aber es ging auch jahrelang prima ohne Burka.


Na, ob das wieder so ausartet, wie in allen anderen Threads? ;-)

Beitrag von purpur100 01.02.11 - 08:55 Uhr

ich hoffe nicht, daß es ausartet! #schwitz

Nun, gegen ein Kopftuch sagt ja auch keiner was. Kopftücher gabs auch "bei uns" schon immer. Ist halt die Art und Weise, wie man ein Kopftuch trägt. Aber selbst da ist es jedem selbst überlassen, genauso wie es jedem selbst überlassen ist, wie er die Haare trägt, oder?

Kuck mal hier, da gehts um die Berufskleidung der "Banker"
http://www.heise.de/tp/blogs/6/148932

Ein Arbeitgeber darf demnach einen Dresscode vorgeben? Jawohl, darf er.

Ich habe mir gestern abend noch überlegt, was mein Chef wohl sagen würde, würde ich ab jetzt im Clownskostüm, vollmaskiert im Büro aufschlagen. Ich meine, meine Arbeit könnte ich derart angezogen und geschminkt weiterhin prima verrichten und die Mandanten hätten mal was zu lachen;-)

Trotzdem denke ich, meinem Chef würde es nicht gefallen#rofl

Beitrag von ayshe 01.02.11 - 11:28 Uhr

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Nun, gegen ein Kopftuch sagt ja auch keiner was. Kopftücher gabs auch "bei uns" schon immer. Ist halt die Art und Weise, wie man ein Kopftuch trägt. Aber selbst da ist es jedem selbst überlassen, genauso wie es jedem selbst überlassen ist, wie er die Haare trägt, oder?
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Finde ich ja auch, aber ich habe hier schon andere Meinungen gelesen #gruebel


Der Artikel ist echt belustigend ;-)
Die Unterwäsche! #rofl
Und morgedns müssen sich alle die Hosen runterziehen, wenn kontrolliert wird ;-)

Ja, Dresscode, in einem gewissen Rahmen und dort, wo er auch Sinn macht. Es gibt auch genug Jobs, wo man eine "Firmenuniform" trägt, in manchen Hotels, Restaurants usw.


Du als Clown? ;-)
Ja, aber du hast eben mit Mandanten zu tun.
Wenn du einen abgeschotteten Arbeitsplatz hättest, wäre es im Prinzip ganz egal.

Ich brezel mich zum Homeoffice auch nicht gerade auf.

Beitrag von muqq 01.02.11 - 09:41 Uhr

Klar steht in unserem Grundgesetz die Religionsfreiheit drin, aber geben tut es die nicht wirklich (siehe auch die Diskussionen um die ersten Moscheen in Deutschland).

Man darf aber halt nicht vergessen, dass Deutschland ein überwiegend christliches Land ist und es eben dort nicht die Vorschrift zur Verschleierung gibt. Wobei ja auch in der Islamischen Welt die Verschleierungsvorschrift umstritten ist (In der Türkei und in Ägypten ist es eigentlich nicht erlaubt).

Zu diesem Thema habe ich mal einen Prima Artikel gelesen, in dem ein Hoher islamischer Geistlicher aus Ägypten sagte, dass dieses aus religösen Gründen auf den Schleier bestehen, Schwachsinn ist. Hier wurde die entsprechende Sure falsch interpretiert.

Generell bin ich der Meinung, dass jeder machen kann, was er will, aber in einer öffentlichen Stelle eine Burka??? Ne das ist zu viel des Guten.
Vorallem passt das ganze nicht so ganz in das Bild der Frau in Deutschland.

Ausser du bist Nonne, dann ist das wieder in Ordnung ;-)

Beitrag von purpur100 01.02.11 - 09:56 Uhr

nun, einer Nonne kannst du ins Gesicht sehen#aha

Beitrag von muqq 01.02.11 - 11:23 Uhr

Okay falsch ausgedrückt :-)

Viele regen sich ja genrell wegen der Kopftuchträgerinnen auf.

Aber auch nur weil Sie eben einer anderen Religion engehören.
Habe noch nie gehört, dass sich jemand über eine nonne aufgeregt hat, weil diese eine Kopfbedeckung getragen hat.

Muss mich da allerdings auch selber nicht ausnehmen. Verstehe auch nicht warum man unbedingt ein Kopftuch tragen muss.

Kommt bei mir vielleicht auch davon, dass man eben nichtmehr so viele Nonnen hier inDeutschland sieht.:-D

Beitrag von purpur100 01.02.11 - 11:31 Uhr

also: Ich hab das früher mal so verstanden, daß der sog. Habit die ganz normale (Arbeits)-Kleidung einer Nonne ist. Egal, was die Nonne auch an Arbeiten macht, sie hat so n Ding an.
Sie verbirgt dadurch ihren Körper und ihre Haare. Aber nicht ihr Gesicht.

Und außerdem sind Nonnen keine "normalen" Frauen;-) Jedenfalls haben sie keinen Mann auf der Erde.

Das Kopftuch - in dieser bestimmten Trageform- hat als Aufreger zwar nicht ausgedient, wird aber wohl jetzt, mehr oder weniger, geduldet, anerkannt, wie auch immer.
Sag ich jetzt einfach mal so

Beitrag von ayshe 01.02.11 - 11:33 Uhr

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Viele regen sich ja genrell wegen der Kopftuchträgerinnen auf.

Aber auch nur weil Sie eben einer anderen Religion engehören.
Habe noch nie gehört, dass sich jemand über eine nonne aufgeregt hat, weil diese eine Kopfbedeckung getragen hat.
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Eben, das ist ja der Irrsinn.
Und früher haben auch Nonnen unterrichtet usw.

Das wird eben nur nach "Geschmack" ausgelegt, wie man es haben will.

So wie eben auch die Abschaffung der Kreuze in Schulen.
Ich finde es gut und habe mich immer gewundert, wozu manche Bundesländer es überhaupt gemacht haben. Aus Norddeutschland kannte ich es nicht.

Beitrag von lisasimpson 01.02.11 - 14:51 Uhr

ich kann dir grundsätzlich zustimmen- mir persönlich ist das eh völlig schnuppe, wie jemand rumläuft.

Ich hätte keine Probleme mit einem Punk, der mich im amt bedient und auch nicht mit der von dir genannten schlanken im Übergrößenlanden- aber ich würde als Bankdirektor keinen punk einstellen und in einem Übergrößenlande darauf achten, daß mein personal sich meiner firmenploiltik entsprechend kleidet.

ich bin für absolute religionsfreiheit - aber auch von der freiheit von religion im öffentlichen Raum.
Für mich ahben kreuze nichts im klassenzimmer (oder der amtsstube) zu suchen, genaoswenig wie der koran, der gebetsteppich o.ä.
Ob die burka überhaupt als religiöses symobol zu verstehen ist steht dabei natürlich auf einem anderen blatt.

aber dennoch- ich denke, daß es in der berufswelt eben einfach richtlinien gibt. daß ein arbeitgeber das recht darauf hat, daß sich sein arbeitnehmer angemessen kleidet.
wenn ich also morgen im bauchfreien top auf die arbeit ginge, wären sicher die meisten nicht hellauf begeistert- genauso wie wenn ich i nder burka, in einer möchskutte oder einem nonnengewand käme.

was ich (oder die burkaträger unter uns:9 so in der freizeit tun -das geht mMn keinen was an

lisasimpson

Beitrag von moonerl 02.02.11 - 20:01 Uhr


*Tragen alte Frauen Kopftücher, hat nie jemand etwas gesagt, alles tutti, tragen junge Türkinnen Kopftücher, bekommen manche schon einen Herzinfarkt*

Früher war es in D. üblich Kopftuch zu tragen, auch ich habe als Kind noch ein Kopftuch getragen.

Aber man sah meine Haare, mein Gesicht und meinen Hals !!

So war es auch bei den anderen Frauen in D. - auch bei den Alten.

Seh ich junge Türkinen mit Kopftuch, seh ich keine Haare und keinen Hals !!

Hätten sie ein ganz normales Kopftuch, gebe es sicher viel, viel weniger Diskussionen !!

Beitrag von ayshe 03.02.11 - 08:56 Uhr

Aber warum wollen dann manche so gern Haare und Hals sehen?
Wozu?
Warum ist dann besser, wenn man viel sieht?
Das sehe ich nicht ein.

Beitrag von musiclirana 03.02.11 - 12:11 Uhr

Wenn man davon hört, kommt es einem so vor, als würden die Straßen hier voll von Burkas sein, was völliger Blödsinn ist.


ja, nur fangen wir erst mal damit an das auch zu tollerieren, dann sind die Straßen bald voll...

Ich finde wir sind hier in D doch sehr tollerant, aber irgendwo muss eine Grenze sein.

Vor kurzem sah ich eine Frau bei uns in der Gegend sogar mit einer Burka Autofahren... das ist sogar verboten!!

Burka!! Nein!! Kopftuch, das ist mir egal.

Beitrag von ayshe 03.02.11 - 13:50 Uhr

Warum soll deiner Meinung nach die Anzahl steigen?

Werden sich plötzlich ganz viele im Glauben so sehr ändern, daß ihnen das Kopftuch nicht mehr reicht, massenhafter Sinneswandel sozusagen?

Wollen es eigentlich schon ganz viele, aber trauten sich bisher nicht?


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Ich finde wir sind hier in D doch sehr tollerant, aber irgendwo muss eine Grenze sein.
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Hier ging es um Burkas im Amt und mit Bürgerkontakt und bisher hat keiner hier gesagt, daß er es gut finden oder tolerieren würde,
da wäre schon eine Grenze.


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Vor kurzem sah ich eine Frau bei uns in der Gegend sogar mit einer Burka Autofahren... das ist sogar verboten!!
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Ja, wenn es verboten ist, was ja auch völlig logisch ist, genauso wie niemand wegen eines Turbans auf einen Sicherheitshelm verzichten darf, wenn vorgschrieben,
dann wird sie entsprechend bestraft.
Zu schnelles Fahren ist verboten, Kaffee kochen im LKW beim Fahren ist verboten etc. pp. da wird viel gegen die Gebote gemacht und entsprechend bestraft, wenn erwischt.



Beitrag von musiclirana 03.02.11 - 14:50 Uhr

Liebe Ayshe,

ich habe das Gefühl das du das alles viel zu persönlich nimmst. Niemand greift dich persönlich an und auch nicht alle Moslems.

Ich habe jetzt keine Zeit mehr.

Schönen Tag dir noch!

LG

Beitrag von ayshe 03.02.11 - 15:05 Uhr

Du irrst.
Ich habe überhaupt keinen Grund, es persönlich zu nehmen.


Meine Frage, wie du darauf kommst, daß plötzlich viele Burkas die Straßen bevölkern, war ernst gemeint.

Beitrag von selmi22 01.02.11 - 10:12 Uhr

Hallo,

mir persönlich wäre es egal wenn eine Frau mit Burka mir auf einer Behörde ggü.sitzen würde, aber ich verstehe dass es für viele Menschen hierzulande, die nen ganz anderen kulturellen und religiösen Einfluss haben als ich, befremdlich ist.

Nochwas, ich habe hier in Deutschland echt noch nie ne Frau mit Burka gesehen...

LG
Selma

Beitrag von purpur100 01.02.11 - 10:18 Uhr

ich hab das Ozon-Loch auch noch nicht gesehen, trotzdem ist es da;-)
Späßle#schein


Beitrag von selmi22 01.02.11 - 10:25 Uhr

;-) ja kein Ding,
ich wollte einfach nur mal anmerken, dass ich noch nie ne Frau mit Burka gesehen habe und das obwohl wir nen großen Freundes- und Bekanntenkreis mit muslimischen Frauen haben, die tragen dann aber eher ganz normale Kopftücher, oder Bedeckungen anderer Art.

LG
Selma

Beitrag von ayshe 01.02.11 - 11:35 Uhr

Eben!
Mich wundert es auch immer wieder, wie viele sich hier schon zu diesem Thema aufgeregt haben, aber die Straßen sind nicht voll von Burkas.
Und in einem Thread zeigte sich, daß es extrem wenige User gab, die überhaupt je eine gesehen haben, ich auch nicht.



Beitrag von purpur100 01.02.11 - 12:43 Uhr

so, jetzt mach ich dich mal blöd von der Seite an:-p

Darf man erst über ein Thema reden, wenn es bereits Thema ist? Soll ein Kind zuerst in den Brunnen reinfallen und erst hinterher ein Zaun drumrumgebaut werden?