Klappt die Eingewöhnung auch mal garnicht?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schnupps22 31.01.11 - 22:45 Uhr

Hallo,
ich wollte mal wissen, ob es hier auch kinder gibt, bei denen es mit der Eingewöhnung in der Krippe nicht so gut oder gar nicht klappte? Ich frage einfach nur aus Interesse. Wir haben morgen unseren ersten Krippentag und meine Tochter ist eigentlich absolut mamafixiert und ohne Mama geht gar nichts.
Ich bin gespannt wie die Eingewöhnung klappt. Bin ja noch ganz optimistisch eingestellt. ;-) Oft sind die Mäuse ja ganz anders als alle vermuten. So schätz ich meine Tochter auch ein......

Bei mir damals klappte es gar nicht und meine Mutter hat mich wieder rausgenommen..... #hicks

Gibs hier noch mehr solche Kandidaten bei denen es so garnicht klappte?

lg schnupps

Beitrag von koersche 31.01.11 - 22:57 Uhr

hallo!

also unsere eingewöhnung lief am anfang echt prima. henri war auch ein totales mama kind. er ist mit 14monaten in die krippe gekommen.
die ersten tage (bei denen ich also maximal 1h weg war) liefen super...nun ja....das hat sich dann ordentlich geändert. als die eingewöhnung vorbei war,hat er sogar schon beim betreten der kita angefangen zu weinen. die erzieherin nahm ihn dann und hat ihn ganz prima getröstet und abgelenkt.
die ganze richtige eingewöhnung hat also fast einen monat bei uns gedauert.....in der zeit hat er immer terz gemacht, wenn es in die kita ging.

und heute 3 monate später....will er gar nicht mehr mit nach hause;-) wenn ich in der tür steh, dauerts ewig bis er sich verabschiedet hat...dann wird da nochmal kurz gespielt und nochmal schnell was geguckt....erfühlt sich einfach wohl dort.

also auch wenn`s mir manchmal das herz fast zerrissen hat, wenn ich ihn heulend in die kita brachte...hat es sich am ende doch gelohnt

lg

Beitrag von rmwib 31.01.11 - 23:12 Uhr

Also hier ging es auch nur sehr schwer und zäh. Die eigentlich geplanten 2 Wochen wurden 2 Monate und bis er sich so richtig eingelebt hatte und morgens nicht mehr geweint hat, waren es insgesamt 3-4 Monate #schwitz
Ich fand das sehr hart.
Heute ist da nix mehr von zu merken, er ist der totale KITA Freak, rennt da morgens rein ohne Tschüß zu sagen und sich nochmal umzudrehen und ist da total beliebt. Er ist jetzt seit ner Woche krank zu Hause, heute hat seine Erzieherin angerufen, wann er denn endlich wieder kommt, alle vermissen ihn...

Beitrag von muckel1204 31.01.11 - 23:18 Uhr

Also wir haben auch ewig gebraucht. Beim Großen waren es 4 Wochen und dann nochmal 2 Monate, bis er nicht mehr geweint hat und beim Kleinen waren es 5 Wochen und nochmal 1 Monat bis er nicht mehr geweint hat.
Es gab auch einen Jungen, bei dem alle nach 8 Wochen aufgeben wollten, der ging dann von einem auf den anderen Tag ohne zu zucken in die Kita, also es geht alles und wird irgendwann gut.

LG

Beitrag von a79 01.02.11 - 07:09 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist mit knapp 18 Monaten zu seiner Tagesmutter bekommen (hat noch 4 andere Zwerge da) und nach anfänglichen Tränchen und langsamer Eingewöhnung hatte sich mein "Mamakind" prima eingewöhnt und so ist es bis heute -knapp 5 Monate später!

Wichtig ist die Einstellung, mit der DU in die Eingewöhnung gehst: wenn DU zweifelst, ob es klappt, wird die Eingewöhnung für Deine Tochter sicher schwieriger werden als wenn Du ihr den Optimismus vermittelst, dass Du voll dahinter stehst und es gut klappen wird!

LG

Andrea mit ihren beidne Jungs

Beitrag von derhimmelmusswarten 01.02.11 - 09:02 Uhr

Bestimmt, aber das sind nur ganz ganz wenige. Meine Tochter hat anfangs ein wahnsinniges Theater veranstaltet. Brüllen bis zum übergeben #schein Mittlerweile steht sie schon mit ihre Kindergartentasche an der Tür und rennt morgens wie ein Blitz in ihre Gruppe. Das muss man Aussitzen als Mutter, auch wenn es total hart ist.

Beitrag von miau2 01.02.11 - 09:06 Uhr

Hi,
die Meinung darüber, ob es Kinder gibt, wo Krippe ein Ding der Unmöglichkeit ist oder ob es derartige Kinder nicht gibt gehen auseinander.

Meine ganz persönliche, subjektive und laienhafte Meinung dazu: ich halte es für wahrscheinlich, dass es Krippen gibt, wo Eingewöhnungen komplett scheitern...und ich sehe es so, dass es Eltern gibt, an denen die Eingewöhnung scheitert ;-). Dass es "an den Kindern liegt" halte ich für den absolut seltensten Grund.

Bei uns in der Krippe ist noch keine Eingewöhnung gescheitert. Die eine ging schneller, die von unserem Kleinen war innerhalb kürzester Zeit (4 Wochen werden den Kindern IMMER gegeben, egal, wie gut sie sich eingewöhnen) problemlos abgelaufen, andere dauern länger (8 Wochen bei einem einjährigen Kind, wo die Eingewöhnung pünktlich zu einer heftigen Fremdelphase begonnen hat). Jedes Kind bekommt so viel Zeit, wie es braucht. Aber gescheitert ist noch KEINE, und die Kinder fühlen sich dort pudelwohl.

Von einigen anderen Krippen hier hört man derartiges mit unschöner Regelmäßigkeit. Nicht nur vom Hörensagen - zwei Mütter kenne ich persönlich und das schon lange. Und deren Kinder finde ich auch nicht irgendwie anders als andere Kinder in dem Alter.

Also, ich denke, es hängt ganz viel und entscheidend von der Krippe und der ARt der Eingewöhnung ab.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist wie DU dahinter stehst. Wenn du schon mit einem unguten Gefühl, Widerwillen (weil du dein Kind gar nicht abgeben willst o.ä.), Angst oder was auch immer daran gehst - dann ist die Chance, dass es Probleme gibt erheblich höher. Dein Kind merkt das. Und wenn die Mama schon Sorgen hat - wie soll sich das Kind dann dort geborgen fühlen?

Und dann gibt es sie vielleicht doch...Kinder, die sich trotz liebevollster Eingewöhnung, positiv gesimmter Mutter und perfektem Umfeld und mit viel Zeit und Geduld nicht eingewöhnen lassen...aber das halte ich doch eher für eine ziemliche Ausnahme, und derartige Ausnahmen sind nichts, worüber ich mir im Vorfeld den Kopf zerbrochen habe.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von pinklady666 01.02.11 - 11:02 Uhr

Viel besser könnte man es auch als gelernte Krippefachkraft nicht ausdrücken!

Beitrag von imi72 01.02.11 - 20:21 Uhr

Hallo!

Achte unbedingt darauf, dass die Krippe eine "vernünftige" Eingewöhnung anbietet!

Ich habe bei der ersten Krippe nicht darauf geachtet, da meine Tochter (auch ein absolutes Mamakind ;-) ) vorher sowohl in der Kinderbetreuung einer MuKi-Kureinrichtung, als auch hier vor Ort in einer Spielgruppe recht schnell sehr gut zurechtgekommen ist. Als ich angefangen habe mich zu bewerben, haben wir sie bei uns im Dorf in einer Krippe angemeldet; am ersten Tag durfte ich kurz dabei bleiben, ab dem 3. Tag sollte sie schon den halben Tag alleine dort bleiben! Es ging GAR nicht. Auch Wochen später nicht. Sie hat oft Freitags abends angefangen zu weinen, dass sie nicht in die Krippe will, mir hat es das Herz gebrochen und am Schluss wollte ich die Einrichtung schon selber nicht mehr betreten. Nach und nach kam raus (durch ältere Kinder, die sich besser ausdrücken konnten), dass die leitende Erzieherin z.T. alles andere als nett mit den Kindern umgegangen ist, v.a. wenn sie nicht sofort "gehorcht" haben.

Irgendwann hat mein Mann sie gefragt, ob sie in eine andere Krippe möchte, da meinte sie "ja, da ist eine andere Frau". Da wars für uns klar.
Wir haben gewechselt, die jetzige Krippe hatte einen guten 4wöchigen Eingewöhnungsplan und eine feste Bezugsperson für unsere Tochter. Und siehe da: es hat super geklappt! Nur als sie das erste Mal nach einer Woche zu Hause wieder hin musste und "ihre" Erzieherin gerade dann im Urlaub war wurde es etwas schwierig. Sie geht dort richtig gerne hin, auch wenn sie mir morgens erst noch oft hinterher weint, wenn ich aus dem Haus gehe.

LG
Imi