17 Jahre Altersunterschied, kann das gut gehen?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von estella4 01.02.11 - 09:11 Uhr

Ich, 43, bin seit 9 jahren mit einem um 4 jahre juengeren mann liiert, aber die beziehung ging aus anderen gruenden in die brueche. Mein mann und ich haben wenig gemeinsamkeiten. Wir leben noch zusammen, aber ich orientiere mich schon anderweitig, da es bis zur endgueltigen trennung nicht mehr lange hin ist.
Vor fast 2 jahren lernte ich Damien im Internet kennen. Zunaechst interessierte er mich nicht so und ich wollte nur mit ihm Netzkontakt.
Als mir mein mann meinen computer kaputt machte, es hatte nichts mit Damien zu tun, traf ich diesen.
Er wohnt nur 5 gehminuten von mir entfernt. Es war winter und wir gingen zu ihm, wo es zu tiefen gespraechen kam und zu individuellen zaertlichkeiten. Ich dachte an unseren altersunterschied und beendete das ganze. Damien war ein Jahr spaeter noch immer da und wir trafen uns erneut. Es war wieder viel gefuehl im spiel und ich merkte, dass ich mich spaeter gedanklich mehr mit ihm befasste, als ich wollte. Ich ging ihm erneut aus dem weg, aber wieder ein jahr spaeter kreuzten sich unsere wege erneut. Jetzt habe ich mit ihm leidenschaftliche treffen und viel zaertlichkeit. Wir verstehen uns oft ohne worte und das liebesleben ist so erfuellend wie mit keinem anderen bisher. Ich koennte daraus eine Affaere laufen lassen und das einfach so weiterhalten. Wenn ich aber tiefer in mich gehe, merke ich, dass Damien fuer mich mehr ist als das. Er ist ein reifer und ehrlicher Charakter, dessen Unverdorbenheit und Natuerlichkeit ich schaetze. Dann moechte er nichts tiefes investieren, wenn er keine dauerhafte sicherheit hat. Als ich so alt war wie er, war ich ganz anders drauf. Viel unreifer und verantwortungsloser und ich hatte auch viele affaeren. Er hingegen hatte nur wenige feste beziehungen. Ich merke, dass ich auch ihm viel bedeute und dass er keine dauerhafte Affaere sucht, sondern eine ernste Verbindung, die sich langsam entwickeln kann. Er sagt, er mag reifere Frauen und ist eher stolz darauf. Ich hingegen hatte noch bis vor 9 Jahren selbst maenner, die mindestens 15 jahre aelter waren. Heute koennte ich mit keinem um so viel aelteren mann zusammen sein. Mein vorletzter freund ist jetzt fast 60 und ich denke, doch schon etwas alt fuer mich.
Als ich mitte 30 war, verliess ich ihn wegen meines mannes. Dass dieser um ein paar jahre juenger ist, war reiner zufall.
Damien ist 26 und ich weiss nicht, ob das nicht zuviel altersunterschied ist.
Wir verstehen uns gut und ich suche auch keinen jungbrunnen, wie frauen in meinem alter oft. Es war reiner zufall, dass es gerade er ist.
Ich selbst sehe juenger aus als ich bin und man sieht uns den altersunterschied von 17 jahren nicht an. Dennoch wuerde ich es (noch) nicht schaffen, dass er mir seine freunde vorstellt. Wir waren schon mal zusammen auf einer ausstellung, wo seine bekannten kamen. Da habe ich so getan, als ob wir uns nur fluechtig kennen. Als ich seine Ex sah, sie ist so alt wie er, kam ich mir deplaziert vor. Ich dachte, dass diese leute, sollten sie wissen, wie wir zueinanderstehen, noch denken, dass ich einen juengeren mann noetig haette. Hab ich aber nicht.
Meine bedenken sind weniger, dass sich damien eine juengere nehmen wuerde, denn er ist ein sehr treuer und bestaendiger mann, sondern mehr die leute, wenn wir eine offizielle beziehung haetten.
Die muessen ja denken, dass ich total durchgeknallt bin.
Ich verstehe mich mit der achzigerjahre- generation besser wie mit meiner. Das faengt bei der musik an und endet beim piercing.
Maenner in meinem alter oder aelter, fangen schon an eingefahren zu werden und dann leben sie nicht mehr frei und unbeschwert. Sie bekommen ihre midlifecrisis oder sind schon geschieden und frustriert.
Es ist dann schwer mit so einem mann etwas anzufangen. Ich selbst war in der punker-generation der achzigerjahre, wenn auch noch sehr jung damals und bin auf pagan und metal. Damien versteht das und findet meine musik super. Maenner in meinem alter oder etwas aelter bleiben meist bei ac/dc, deep purple und anderen alten bands stecken. Musik ist fuer mich sehr wichtig und ich kann keinen mann gebrauchen, der musical oder sonst was generationsangepasstes hoert.
Kann so ein Altersunterschied dauerhaft gut gehen? Und wie denken aussenstehende, wenn sie eine frau mit einem viel juengeren mann sehen? Denkt man dann, dass es die frau noetig hat oder der mann einen mutterkomplex?

Beitrag von binnurich 01.02.11 - 09:21 Uhr

oh man, ein Text ist schwer zu lesen.

Mal ganz grundsätzlich:
klar werden die Leute schauen. Na und?
Jeder Beziehung kann irgendwann schief gehen, mag am Altersunterschied liegen, kann aber auch ganz andere Gründe haben.

Beitrag von lichtchen67 01.02.11 - 09:31 Uhr

Ina Müller machts doch grad vor ;-).

Klar kann das gut gehen. Muss aber nicht. Ich persönlich habe da meine eigene Meinung zu, aber Garantien gibt es nie. Wenn ihr euch einig seid probiert es aus und es hält solange es hält.

Lichtchen

Beitrag von bruchetta 01.02.11 - 10:07 Uhr

Wenn Du selbst damit kein Problem hast, probier es doch!
Die Frage, ob es gut geht, kann Dir niemand beantworten.
Ich bin selbst 42, mir wäre ein 26-jähriger persönlich eindeutig zu jung, aber jedem das seine.
Was andere darüber denken, wäre mir allerdings völlig egal!

Beitrag von kutschelmutschel 01.02.11 - 10:37 Uhr

mein mann ist 18 jahre älter als ich, mir sind die meinungen und blicke der anderen egal...ich stehe zu meiner liebe und er zu mir...was willste gegen gefühle machen? ich habs einfach auf mich zukommen lassen und bis jetzt bereue ich nichts #verliebt

Beitrag von estella4 01.02.11 - 12:14 Uhr

Hallo, es ist oft so, dass maenner aelter sind. Aber hier ist es umgekehrt.
Ist es kein unterschied?

Beitrag von kutschelmutschel 01.02.11 - 12:23 Uhr

probiere es einfach aus :) und wenns auch nicht für die ewigkeit ist, dann hattest du wenigstens eine schöne zeit :)

Beitrag von bemmchen 01.02.11 - 11:15 Uhr

ich kann dir leider nur sagen wie es bei uns läuft...

wir haben 16 Jahre altersunterschied und die merkt man doch schon ab und an...

er hat manchmal nicht mehr die lust und laune noch was groß zu unternehmen oder ist oftmals schneller müde/geschafft...

aber ich weiß das und ich liebe ihn halt so wie er ist und es ist für mich kein drama

Wir sind zwar erst 1 jahr zusammen, aber er ist einfach genau das was ich nie wollte und letztenendes bekommen habe...und genau so liebe ich ihn komischerweise ;)

Beitrag von estella4 01.02.11 - 12:21 Uhr

Hallo,

ich war schon mit 30 oft unternehmungsunlustig, wenn mich das was unternommen werden sollte, nicht interessiert hat.
Muede war ich da auch schon, halt oft unlustig.
Ich denke nicht, dass das ein problem waere. Problematisch ist eher der generationsunterschied in der mentalitaet, wenn es einen gibt.
Aber heutzutage ist das nicht mehr wie frueher. Der krieg hat solche generationsunterschiede gebildet. Und darum war ein hippie der 68, wo die leute ca. 1946 geboren waren, ganz anders als einer der den krieg erlebt hat, und vielleicht 1925 auf die welt kam. Hier liegen welten dazwischen.

Mein vater ist auch 14 jahre aelter wie meine mutter. Sie sind noch heute zusammen und er sieht nicht sehr viel aelter aus, wie sie.
Mein vorurteil ist, wenn die frau aelter ist wie der mann.

Ist das meine verkorkste sichtweise oder gibt es tatsaechlich einen unterschied zwischen mann und frau, wenn es sich um das alter handelt?

Beitrag von mauseannie 01.02.11 - 11:21 Uhr

Hm, mir waer das nix. Ich bin (fast) 32 und habe einen 26jaehrigen "Verehrer". Das ist mir schon zu krass (und ich sehe juenger aus als er). Gar nicht mal wegen der Leute und was sie sagen wuerden, aber einfach weil ich weiss, dass es frueher oder spaeter ein Problem wird. Maenner sind doch eh so grosse Kindskoeppe, und dann auch noch einen juengeren? Neeeee.
Was will denn ein 26 Jahre alter Mann mit einer 43jaehrigen? Wenn der Anfang bis Mitte 30 ist, faellt ihm auf einmal ein, dass Du jetzt fast 50 bist und er jetzt aber eigentlich ne Familie starten wollen wuerde. Was denn dann?
Wie gesagt, jedem Tierchen sein Plaisierchen, aber mir waere das zu riskant an sowas mein Herz zu haengen.

Beitrag von estella4 01.02.11 - 12:27 Uhr

Hallo,



Ich hatte bisher mit keinem mann eine familienplanung gestartet. Es gab welche, die keine familien wollten oder schon welche hatten.
Mein freund ist kein typ, der unbedingt kinder will.
Ich koennte mir vorstellen, dass er darauf verzichtet, da er ohnehin schon sagte, dass er keine moechte.
Wenn er denken sollte, wir passen gut zusammen, wird er auf kinder verzichten. Ich selbst hatte nie einen kinderwunsch.

Beitrag von mauseannie 01.02.11 - 15:38 Uhr

Er ist 26. Natuerlich hat er (noch) nicht unbedingt einen Kinderwunsch. Das kann sich aber schnell aendern. Auf die Aussage eines (frisch verliebten) 26jaehrigen, dass er lieber mit dem (noch nicht eroberten) Objekt der Begierde zusammen sein will, statt irgendwann eine Familie zu haben, wuerde ICH nicht zuviel geben.
Aber das ist meine Meinung. Jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen.

Ich sage bloss, dass es (Kinder hin oder her) ein Riesenunterschied ist, ob man in einer Beziehung ist, zusammen lebt, den Alltag teilt, oder ob man frisch verliebt ist. Was haben wir nicht alles ohne gross nachzudenken aufgegeben im Eifer des (Hormon-)Gefechts. Haben wir es spaeter bitter bereut? In den meisten Faellen ja.

Beitrag von karo_austria 01.02.11 - 21:46 Uhr

Hallo!

Ich bin ganz deiner Meinung - obwohl es sicherlich Fälle gibt, wo einer der beiden Parteien EIN LEBEN LANG damit klarkommen.

Allerdings kenne ich diese Situation auch - einerseits meine eigene Geschichte - im Zusammenhang mit dem HORMONGEFECHT: ich (34) bin geschieden mit 3 Kindern - mein Partner ist 11 Jahre älter als ich; er hatte nie Familie und Kinder; anfangs hätte er gerne ein gemeinsames Baby gehabt - und wie du so schön angedeutet hast - was macht man nicht alles im Hormongefecht ;-) JA - wir hatten anfangs nicht verhütet UND sind nun heilfroh, dass es nicht sofort geklappt hat, denn genaugenommen sprechen einige Dinge GEGEN ein weiteres Kind (Beziehungstechnisch läuft alles super - sind "äußerliche" Einflüsse). Nun haben wir einen kleinen Hund - DAS ist jetzt unser Baby!

Die 2. Geschichte ist von einem Freund meines Partners: Er hat seine Partnerin kennengelernt - sie ist ein paar Jahre älter als er (er Anfang - sie Mitte 40) und kann aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder mehr bekommen - alles klar, kein Problem - doch nun (HOchzeit war letzten SOmmer) hat er schon doch auch erwähnt, dass noch gerne ein Baby hätte.

Menschen verändern sich - und damit auch die Vorstellungen/Ziele.
Ich bin da auch ziemlich "kopflastig" - mir wäre es zu riskant mich auf jemanden vollends einzulassen mit der Gewissheit, dass ich ihm in ein paar Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gerecht werden kann.

Aber es gibt ja auch Menschen, die nur im JETZT leben, die gemeinsame Zeit genießen und immer optimistisch in die Zukunft blicken - jene, die auch eine Trennung nicht ernsthaft ins Wanken bringt - solche Leute würden diese Argumente in den Wind schießen...aber vermutlich auch nicht danach fragen, ob eine solche Beziehung gut gehen kann ;-)

LG
Petra

Beitrag von similia.similibus 01.02.11 - 11:38 Uhr

Ich kan mir nicht vorstellen, dass das in dieser Konstellation lange gut geht.

Beitrag von malkasten 01.02.11 - 11:43 Uhr

Hallo,

letztenendlich kann dir hier keiner einen Rat geben. Wenn wirfkliche, tiefe Gefühle da sind dann ist man doch machtlos, oder?
Die Frage stellt sich für mich eher:Was ist, wenn er mal Familie möchte? Heiraten, Kinder? Das würde mir mehr zu denken geben als das was seine Freunde/andere Mitmenschen davon halten.

Ich selbst bin in einer Partnerschaft, wo er 12 Jahre älter ist. Auch ich habe mir am Anfang große Gedanken über den Altersunterschied gemacht, doch die Liebe hat gesiegt. Seit ein paar Tagen leben wir nun zusammen und es ist Traumhaft...

Viel Glück

Beitrag von erfahrung 01.02.11 - 12:00 Uhr

Hi estella4,

ich habe mit 38 meinen Lebensgefährten, der damals 26 war kennengelernt. Ich hatte auch nicht nach einem jüngeren Mann gesucht. Es war Zufall oder Schicksal, wer weiß das?

Heute, über 12 Jahre später sind wir noch immer glücklich!

Ich finde das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern wie gut man harmoniert und ob man auf andere Leute Rücksicht nimmt oder nicht.

Mir sieht man mein Alter auch nicht an, werde immer jünger geschätzt, aber ich denke das ist zweitrangig. Ich war sehr viele Jahre mit einem 2 Jahre älteren Mann zusammen und die Beziehung ging in die Brüche.

Es gibt nie eine Garantie!

Wenn Dir dieser Mann gut tut, dann lebt eine Beziehung und Du wirst erleben wie lange es hält.

Es gibt sehr viele junge Männer, die auf eine ältere Frau stehen, warum auch immer! Ich verstehe es selbst oft nicht.

Aber mir geht es ja selbst so, dass Alter - wenn der Mann passt - keine Rolle spielt.

Beitrag von estella4 01.02.11 - 12:12 Uhr

Hallo, danke fuer die antwort,

so ein posting gibt hoffnung.
Ob es nun 12 jahre sind oder 17, das spielt auch keine grosse rolle mehr.
Dann bist du jetzt 50 und er 38? Und habt ihr gemeinsame freunde?
Was ist wenn ihr neue leute kennenlernt?
Was sagen sie?

Beitrag von erfahrung 01.02.11 - 13:25 Uhr

Ja, wir haben gemeinsam Freunde, die das auch wissen und denen ist das egal.

Sie sehen ja, dass wir uns super verstehen und gut zusammenpassen.

Bei neuen Leuten spielt es auch keine Rolle, denn, wenn sie uns nicht mögen würden, würden sie uns aus dem Weg gehen, denke ich.

Wie gesagt, es gibt keine Garantie!

Wir lieben uns und ob das in 20 Jahren auch noch so ist, wer weiß das?

Ich war in meinem Leben schon auf vielen Hochzeiten, schätzungsweise so 25 bis 30 und nur 1 Paar ist noch zusammen. Diese Paare waren alle ungefähr gleichaltrig.

Als ich so ca. 20 Jahre alt war, hat mal eine 40jährige Frau zu mir gesagt:

"In das Schlafzimmer eines Paares kann niemand reinsehen!"

Was soviel heisst wie, man weiß bei keinem Paar wie intakt die Beziehung (noch) ist!

Es geht auch niemanden etwas an, wie alt Dein Partner ist, also lebe das, was Dir gut tut und wenn er Dir bzw. Ihr Euch gut tut, dann genießt es!

Beitrag von seelenspiegel 01.02.11 - 12:09 Uhr

<<<Und wie denken aussenstehende, wenn sie eine frau mit einem viel juengeren mann sehen? >>>

Warum grübeln so viele Menschen darüber nach, was andere über sie denken könnten? Inwiefern ist es für Dein Seelenheil wichtig, was jemand fremdes, der Dir eigentlich doch scheissegal ist, über Dich denken könnte???


<<<Kann so ein Altersunterschied dauerhaft gut gehen?>>>

Mit einem 50 jährigen kannst Du genauso auf die Schn....ute fallen....so what?

Nur wegen irgendwelchen dummen Vorurteilen oder Bedenken es nicht mal probieren und dich ewig fragen ob es wohl gutgegangen wäre, wenn Du es gewagt hättest....blabla?

Lieber mit Anlauf auf die Nase fallen als ewig darüber grübeln ob man springen soll oder nicht, es aber nie ausprobiert.


<<<Maenner in meinem alter oder aelter, fangen schon an eingefahren zu werden>>>

Na toll...mach mir nur Mut. Wenn ich so werde könnte mich dann bitte jemand erschiessen? #rofl


<<<Die muessen ja denken, dass ich total durchgeknallt bin. >>>

Ähm.....daran ist was schlimm? Wusste ich gar nicht ! #kratz



Was hast Du zu verlieren?

Beitrag von .doctor-avalanche. 01.02.11 - 12:20 Uhr

"Warum grübeln so viele Menschen darüber nach, was andere über sie denken könnten? Inwiefern ist es für Dein Seelenheil wichtig, was jemand fremdes, der Dir eigentlich doch scheissegal ist, über Dich denken könnte??? "

Nun, vermutlich deswegen weil der Mensch an sich ein soziales Wesen ist, der mit seinesgleichen interagiert, der auf Feedback seiner Mitmenschen in jedweder Form angewiesen ist wie auf eine warme Mahlzeit täglich.

Die allerwenigsten Menschen taugen zum Lone Ranger, der nur sich selbst gegenüber Rechenschaft ablegt und dem die Meinung und die Wahrnehmung anderer bezüglich seiner Person tatsächlich völlig gleichgültig ist.

Wie leben nun mal, mehr oder weniger, in sozialen Spannungsfeldern und bekommen tagtäglich Feedback aus unserer Umgebung, ob beruflich oder privat, positiv wie negativ. Positives Feedback als Resonanz auf Übereinstimmung mit eigenen Ansichten und Einstellungen liefert uns ein Gefühl der Sicherheit und dem Maß an Konformität, dass wir meinen zu brauchen, um ein fester Bestandteil einer sozialen Gemeinschaft zu sein. Integration ist uns wichtig, denn Desintegration und damit Ausschluss aus der Gemeinschaft bedeutet mehr "Kampf" im täglichen Überleben.

Beitrag von rosenrot1974 01.02.11 - 12:27 Uhr

DAS wollte ich gerade auch schreiben...

Der Mensch ist halt ein Herdentier.

Beitrag von seelenspiegel 01.02.11 - 12:45 Uhr

Stimmt.....die meisten rennenn hirnlos irgendetwas oder irgendjemandem hinterher, anstatt mal selbst zu denken, oder für etwas einzustehen an das sie glauben.

Naja...bleib mal Herdentier :-)

Beitrag von rosenrot1974 01.02.11 - 16:41 Uhr

Es gibt auch Alpha-Tiere in jeder Herde...

Da Du offensichtlich von selbst nicht drauf kommst zählst Du wohl nicht zu selbigen... :-p.

Beitrag von seelenspiegel 02.02.11 - 09:14 Uhr

Wenn Du meinst.....................................

Beitrag von seelenspiegel 01.02.11 - 12:38 Uhr

Das ist grundsätzlich richtig, aber Dir wäre es wichtiger, dass Du nicht "unangenehm auffällst" als dass Du mit jemandem glücklich wirst den Du liebst? #kratz

Man muss kein "Lone Ranger" sein, um genug Selbstbewusstsein zu haben, schiefe Blicke und dummes Gerede einfach ignorieren zu können....egal um was es geht.

<<<der auf Feedback seiner Mitmenschen in jedweder Form angewiesen ist wie auf eine warme Mahlzeit täglich.>>>

Von einigen wenigen Menschen die einem selbst wichtig sind...aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt, und von Fremden überhaupt nicht....zumindest sollte es so sein.

Was schert mich die Meinung die jemand über mich hegt, den ich im besten Fall vom wegsehen her kenne?



Naja...vielleicht bin ich wirklich zu sehr Einzelgänger um das in allen feinen Einzelheiten nachvollziehen zu können.

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