Kind lässt sich beeinflussen von "Freund"

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Beitrag von adonia78 01.02.11 - 09:29 Uhr

Hallo Mädels,

ich hatte gestern das erste Elterngespräch mit der Lehrerin meines Sohnes (6 Jahre, 1. Klasse). Die schulischen Leistungen sind in Ordnung, er könnte aber noch besser sein, wenn er sich anstrengen würde. Das ist aber nicht mein Problem.
Ein Problem gibt es mit seinem "Freund". (So bezeichnet er ihn selbst)
Die Lehrerin schilderte uns verschiedene Sitationen, bei denen jedesmal der "Freund" als "Puppenspieler" und unser Sohn als seine "Marionette" auftritt. Er wird z.B. aufgestiftet die Mädchen zu ärgen, Sachen wegzunehmen, zu schubsen, in den Pausen Soldat zu spielen, wobei der "Große" das Kommando hat.
Ich hätte ihn eigentilch nicht so eingeschätzt. Ich vermute, dass er Angst hat und deshalb macht was er gesagt bekommt. Der andere Junge ist fast ein Jahr älter und körperlich wesentlich überlegen. Dass er diese Überlegenheit einsetzt hab ich schön öfter mitbekommen. Mein Sohn hat z.B. erwähnt, dass er "Kopfnüsse" bekommt wenn er nicht auf seinen "Freund" hört.

Wir haben ihn erklärt, dass wir selbst doch auch Freunde haben, wir uns aber mit Sicherheit nicht gegenseitig verletzen würden. Das tun richtige Freunde nicht!

Wie erziehe ich meinen Sohn dazu "Nein" zu sagen und nicht immer nach der Pfeife des anderen zu tanzen?

Zu anderen Jungs in seiner Klasse hat er übrigens nicht wirklich einen "Draht". Ich habe jetzt vorgeschlagen, er soll sich doch mal überlegen, ob er nicht einen der anderen Jungs einmal einladen möchte.
Die Lehererin scheint die Sitation richtig einzuschätzen. Sie kam mit dem Probelm ja auf uns zu. Die beiden sitzen jetzt auch sehr weit auseinander.

Habt ihr eine Idee, wie ich meinem Knirps hier weiterhelfen kann?

LG
adonia

Beitrag von brotli 01.02.11 - 09:42 Uhr

hallo

ja, das hatten wir anfangs leider auch so.
mein sohn kannte niemanden bei der einschulung und dieser andere junge hatte sich irgendwie gleich meinen sohn geschnappt.
der wiederholte die klasse und war älter und wesentlich größer.
erst hatte ich es mit nett sein probiert und ihn sogar eingeladen und erklärt, das es schöner ist , wenn man miteinander spielt und nicht reißt und klaut.#bla#bla
und dann war ich verzweifelt, weil es nicht ankam und mein sohn seinen "freund" verteidigt hat.
er hatte keine angst, er war total fasziniert von dem großen jungen und das er eben einen freund gefunden hatte.

dann hab ich andere kinder eingeladen einfach und habe dem anderen jungen einen ganz anderen ton angeschlagen und ihm verboten mit meinem sohn zu spielen und hab ihm das wirklich jeden morgen gesagt, sehr unfreundlich und sehr energisch.

nur, meine erfahrung ist, das es wirklich nur was bringt, wenn dein sohn diesen "freund" austauschen kann und einen anderen findet.
mein sohn hatte dann kontakte bekommen und ließ den jungen irgendwann einfach stehen, auch das war schwer, weil der eben immer hinter ihm herrannte, aber da mein sohn nicht alleine dastand war es irgendwann egal.
nur , wenn dein sohn ganz alleine da ist, ist es natürlich schwer, er bräuchte schon andere kinder, das ist überhaupt sehr wichtig in der schule, aber eben auch nicht immer leicht anfangs.

l.g.

Beitrag von janamausi 01.02.11 - 22:47 Uhr

Hallo,

ich finde deine Vorschläge gut.

Zum einem dem Kind erklären, dass Freunde einen nicht mit Kopfnüssen etc. drohen und durch Einladungen versuchen, dass sich andere Freundschaften entwickeln.

Ist dein Sohn denn sonst schüchtern? Evtl. würde auch eine Sportart ihm helfen um selbstbewußter zu werden.

LG janamausi