"Kann"-Kinder

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von physa 01.02.11 - 10:03 Uhr

Hallo,

meine Kleine ist nun 4,5 und ein sog. "Kann-Kind" was die Schule betrifft.
Nun ist es so, dass ihre beste Freundin def. nächsten Sommer in die Schule kommt. Die beiden sind nicht in unserem Dorf im KiGa sondern ein Dorf weiter. Somit wären die Schulkinder alle "neu" (eingeschult wird ja im eigenen Dorf)

Nun bin ich am überlegen wie man es richtig macht. Die beiden sind wirklich kopp und popo...selbe Gruppe, Nachmittags trifft man sich, selbe Hobbies etc. Alle sagen mir, ich solle sie später einschulen lassen. Aber dann wäre sie quasi "allein". Klar sie lernt die anderen kennen, aber sie würde auch immer ihre Freundin (die dann ja eine Klasse höher ist) sehen, wo sich sicherlich andere Freundschaften entwickeln. Wenn eine von beiden im KiGa krank ist, fragt die andere täglich wann sie wieder kommt.

Außerdem freut sie sich so auf die Schule und ich weiß nicht, ob sie sich dann zurückgesetzt fühlt, wenn sie dann ohne ihre Freunde im KiGa ist.

Was denkt ihr denn: ist 1 Jahr warten sinnvoll oder lieber mit der besten Freundin einschulen. Klar kommt es auch auf´s Kind an - aber prinzipiell höre ich immer später einschulen sei besser.

VG
Physa

Beitrag von sparrow1967 01.02.11 - 10:07 Uhr

Du willst dich nicht ernsthaft nach der Freundin richten, oder?

Wenn die Freundin morgen 20km wegzieht- zieht ihr dann hinterher?

Kinder schließen schnell Freundschaften - und ich achte darauf, wie weit mein Kind entwickelt ist und ob es dem Schulstress standhalten kann - und nicht drauf, ob xy eingeschult wird ;-)


sparrow

Beitrag von criseldis2006 01.02.11 - 10:14 Uhr

Hallo,

Laura ist nächstes Jahr auch ein Kann-Kind, ebenso ihr allerbester KiGa-Freund.

Er wird auf jeden Fall nächstes Jahr zur Schule gehen.

Was Laura betrifft, werde ich zu gegebener Zeit ein Gespräch mit den Erzieherinnen führen und dann entscheiden, ob sie eingeschult wird oder nicht.

Diese Entscheidung werde ich aber nicht an anderen Leuten festmachen, sondern am Entwicklungsstand meines Kindes.

LG Heike

Beitrag von anira 01.02.11 - 10:15 Uhr

die frage ist ja auch
wann sind bei euch die einschulungen
wann hat deine kleine geburstag


es ist sehr leicht möglich das der weggang der freundin dafür sorgt das die freundschaft zerbricht
einfach wegen anderen kindern
schulstress beginnt usw

ich kann deine bedenken ja verstehen
aber ich würde eher schauen wie deine kleine fit ist
und wie gross der altersunterschied zur schule is
wenn sie im August ind ie schule kommt und anfang september schon gebrustag
denke ich kansnt du dies so machen das sie früher geht
bei einen halben jahr müsste man sehr genau schauen
und was noch mehr drüber liegt eher abhacken

was sagt dir dein bauch?
als mich mein Kiga letztens fragte ob er ein kann kind sein soll sprich einschulung für 2012 sagte ich spontan nein

klar jetzt frag ich mich schon ob ich ihn nicht doch usw
aber ich denke mein bauch kopf herz sagte mir da schon das richtige

also wie war dein erstes gefühl dein erster gedanke als du mit dem thema konfrontierst wurde?:)
Handle danach!;)

Beitrag von perserkater 01.02.11 - 10:20 Uhr

Hallo

Egal wie sehr mein Kind an einem anderen hängen würde, die Einschulung ist so wichtig. Die Entscheidung kann das ganze schulische Leben beeinflussen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,645004,00.html

Mein Kann-Kind wird definitiv nicht nächstes Jahr eingeschult, auch wenn sein bester Freund nächstes Jahr schon gehen wird. So ist das eben.

LG

Beitrag von thea21 01.02.11 - 10:21 Uhr

Hallo,

die Frage ist doch nicht, ob du sie zwingend mit einschulen lässt wegen der Freundin, sondern wohl eher, ob deine Tochter bereit wäre für die Schule.

Sophia ist ziemlich weit. Motorisch, sowie vom "Denken", allerdings ist sie sozial halt ziemlich normal. Auch sie wäre ein Kann-Kind, nur denke ich, dass sie in dem Jahr Kindergarten ihre Persönlichkeit nochmal so entwickeln könnte, dass sie zum Schnulstart weniger Probleme hat.

Beitrag von angelinchen 01.02.11 - 10:21 Uhr

Hallo
du machst dir jetzt schon Gedanken darüber, was NÄCHSTES Jahr sein wird?
Alles kann passieren bis dahin, es kann sein dass die beiden sich so dolle streiten, dass sie keine Freunde mehr sind. Es kann sein, dass die Freundin wegzieht, etc. etc. etc.

Du solltest wahrlich den Schulstart DEINER Tochter nicht (und vor allem JETZT noch nicht) an ihrer Freundin festmachen. Als allererstes musst du schauen, ob dein Kind sozial das in allen Bereichen auch als Kann-Kind schaffen wird. Der Kindergarten wird ja hierzu auch seine Empfehlung aussprechen.

Ich persönlich bin für spätere Einschulung, einfach weil sich in dem Alter innerhalb von ein paar Wochen/Monaten beim Kind noch sooo viel tut. Es gibt sicher 5-jährige, die das schaffen, aber ich denke, die meisten werden sich schon schwer tun...

Und überhaupt würde ich zum jetzigen Zeitpunkt an deiner Stelle noch gar nicht so arg drüber nachdenken. Diese Entscheidung wirst du ja frühestens zum nächsten Kindergartenjahr treffen, nehm ich an, und wer weiss, wie die ganze Situation sich dann darstellt!

LG Anja

Beitrag von momplonoel 01.02.11 - 10:22 Uhr

Hallo,mein Großer war letzten Sommer ein Kann-Kind.Er wollte aber unbedingt noch ein Jahr Kiga machen,weil sein kleiner Bruder letztes Jahr auch reinkam...Er wollte also mit ihm zusammen dort bleiben...

Mittlerweile ist es aber so,daß sich mein Großer im Kiga total langweilt.Deshalb auch mal Blödsinn da macht oder stört#augen

Wenn ich ihn frage,warum er das macht,sagt er,er wolle jetzt endlich in die Schule was lernen...
Ich würde die kleine also diesen Sommer einschulen.Und wenn ihre Freundin dann auch mitgeht-prima!Das wird schon klappen.

Ich werde bei meinem Kleinen auch nicht mehr unnötig ein Jahr warten und bereue schon,daß mein Großer jetzt noch sooo lang auf "seine"Schule warten muß#schmoll



LG Mompi

Beitrag von joel-laurin 01.02.11 - 10:32 Uhr

Hallo,

wenn er sich dort langweilt würde ich ja mal mit den Erzieherinnen sprechen, dass sie ihn mehr fördern.

Diese Bedenken habe ich bei meinem Sohn auch, dass er in dem ein Jahr (muss Kind lassen Ihn aber zurückstellen) sich langweilt. Aber so bald er das tut sollen wir bescheid sagen damit sie ihn mehr Fördern können, was ja auch deren Aufgabe ist.

LG Sandra

Beitrag von momplonoel 01.02.11 - 13:21 Uhr

Ja das habe ich schon gemacht.Die Erzieherin meinte dann zu mir:Das was er lernen möchte,wie lesen und rechnen(schreiben kann er schon)solte er doch auch besser in der Schule lernen.

Er ist zwar auch oft in der Vorschulkinder-Gruppe,aber ich würd´s nie wieder machen...Jetzt müssen wir halt dadurch.


LG Mompi

Beitrag von joel-laurin 02.02.11 - 09:32 Uhr

das ist ja doof. Da bin ich froh, dass es bei uns in der Kita anders ist. Die geben ihn jetzt schon hin und wieder einen Bauplan und danach soll er dann die Murmelbahn nachbauen. In der Vorschulkinder-Gruppe bleibt er weiterhin und nächstes Jahr dann hat nochmal.

Ich denke schon, dass unsere Kita alles tut damit er sich nicht langweilt. Jetzt startet ein Schwimmkurs in der Kita.

LG Sandra

Beitrag von joel-laurin 01.02.11 - 10:23 Uhr

Hallo,

das stimmt viele sagen ein Jahr warten ist besser. Wenn sie vom Kopf her soweit ist und alles andere passt schick sie mit zur Schule.

Unser Sohn muss dieses Jahr zur Schule (Stichtag 31.08. und am 30.08. wir er sechs). Wir lassen ihn noch ein Jahr in der Kita. Vom Kopf her wäre die Schule kein Probleme da ist er sehr weit für sein Alter aber er hat im sozialen Bereich Probleme (selektiver Mutismus) und seine Freunde kommen alle nächstes Jahr zur Schule. Daher ist es für Ihn das beste. Weil er nicht einfach so Freundschaften aufbauen kann.

Ihr werdet schon richtig entscheiden.

LG Sandra

Beitrag von wemauchimmer 01.02.11 - 10:59 Uhr

Hi physa,
wir sind in haargenau der gleichen Situation (beste Freundin, 1 Jahr älter, kommt diesen Sommer in die Schule, unsere Große, sehr weit, wäre so gerne auch gegangen) und haben uns gegen die vorzeitige Einschulung entschieden, da ihr einfach noch die emotionale Stabilität (Frustrationstoleranz) fehlt. Das war ein schwerer Schlag für die Kinder, aber es hat doch keinen Sinn, wenn sie dann im Klassenverband untergeht machst Du Dir ewig Vorwürfe. Und ich sehe es ebenso, auch wenn diese Freundschaft etwas besonderes ist und über das normale Maß hinausgeht, wird sie sicher leicht wieder andere Freundschaften schließen.
LG

Beitrag von bine3002 01.02.11 - 13:56 Uhr

Meine Tochter ist auch 4,5 (hat im Juli) Geburtstag. Sie ist kein Kann-Kind. Ich wünschte, sie wäre es.

Sie ist zwar so weit ziemlich fit, kann sich lange konzentrieren, ist interessiert an Buchstaben und Zahlen, kann schon ein wenig schreiben und lesen und ist auch kognitiv so weit. Allerdings setzt uns dieser Stichtag einfach total unter Druck. Es wäre schöner, erst im nächsten Jahr relativ kurzfristig zu entscheiden, ob sie wirklich fit für die Schule ist.

Ich würde es allerdings auch nicht abhängig von den Freunden machen. Meine Tochter hatte letztes Jahr im Kindergarten einen ganzen Haufen Freundinnen, die alle in die Schule gekommen sind. Als sie weg waren hat sie sie natürlich vermisst, aber so ist das halt: Einige Kinder kommen eher in die Schule als andere.

Beitrag von ballroomy 01.02.11 - 17:29 Uhr

Ich bin nicht prinzipiell für spätes Einschulen.
Wenn das Kind in die Schule möchte, die Erzieher ihr ok geben, und die Schuluntersuchung auch glatt läuft, würde ich einschulen.


Grüße
ballroomy

Beitrag von weisefrau 02.02.11 - 12:50 Uhr

Hallo Physa,
so, nun meldet sich noch jemand, die das alles hinter sich hat.

Meine Zwillinge sind 21 und die Große 23 Jahre alt. Ich war nie in Zweifeln, dass die Kinder, da im September geboren, erst mit fast 7 Jahren in die Schule gingen.

Sie gingen zur Waldorfschule im Nachbarort und kannten dort niemanden. Das war nie ein Problem.

Die früheren Freunde aus dem Kindergarten, die teilweise auch älter waren, blieben trotzdem erhalten. Sogar bis zum heutigen Tag.

Die meisten Kinder sind heutzutage ziemlich fit im Kopf, aber das Sozialverhalten und die seelischen Fähigkeiten hinken hinterher.

Ich war als Mutter bei vielen Schullandheim-Aufenthalten als Betreuerin dabei und habe immer wieder festgestellt, dass die Kann-Kinder eher heimweh hatten, als die Älteren. Tagsüber war alles o.k., aber abends fehlte dann doch die Geborgenheit.

Schenk' Deinem Kind das Jahr - es wird es Dir später danken. Und mit entscheiden kann ein Kind in diesem Alter sowieso noch nicht. Es braucht den Halt und die Stütze der elterlichen Kompetenz und Autorität.

Liebste Grüße
von weise Frau

Beitrag von toclana 02.02.11 - 14:05 Uhr

Hallo Physia, also ich war damals selbst ein heute so genanntes "Kann-Kind" und meine Eltern standen vor der Wahl: 1. Klasse überspringen oder nicht? Sie entschieden sich dafür, dass ich die 1. Klasse ganz normal weitermache, da ich meine Kindheit nicht verkürzen oder verlieren sollte. Im Nachhinein haben es meine Eltern bitter bereut, da es für mich in der weiteren Schullaufbahn ausschließlich negative Folgen hatte: Unterforderung, Langeweile wurde in den späteren Zeiten zu Faulheit und Desinteresse, da mir bis dahin alles in den Schoß gefallen war und ich nicht gelernt habe zu lernen. Mein abi habe ich dann nicht mehr geschafft (nur noch Fach-Abi). Stünde ich vor der Entscheidung, dann würde ich Sie einschulen, zumal Sie mit Ihrer besten Freundin zusammen bkleiben kann.

Beitrag von manub73 02.02.11 - 14:28 Uhr

Ich habe auch das problem, Ihre beste Freundin geht nächstes Jahr zur Schule weil sie im Juni geboren ist. Meine im August. Wir hatten ein Gespräch im KiGa und die meinten erstmal zu Vorschule und dann weiter sehen. Wir melden die Kinder dieses Jahr in der Schule an. Wenn sie nich geht nächstes Jahr ist es auch ok. Viele haben auch gesagt reißt die Kinder nicht aus einander, schickt sie zusammen hin.

Manub73

Beitrag von muecke.09 02.02.11 - 14:32 Uhr

Hallo Physa,

ich habe 3 Kinder davon waren 2 "Kann-Kinder". Ich habe keines davon früher in die Schule geschickt und bin sehr froh darüber. Meine Kinder hatten immer Spaß an der Schule und sich nicht "unterkriegen" lassen.
Du solltest auch bedenken, dass die Anforderungen heute wesentlich größer sind und auch nachdrücklicher eingefordert werden als früher. Die Lehrer nehmen in der Regel auf die Kinder, die Probleme/Schwierigkeiten haben keine Rücksicht und befördern sie schnellstmöglich aus der Klasse oder gar in einen anderen Schulzweig. Dies habe ich leider live in der Schule miterlebt (war lange Jahre Elternvertreterin).

Eine Freundin hat ihren Sohn früher in die Schule geschickt und hat große Probleme bekommen. Er "wollte" irgendwann nicht mehr in die Schule sonder lieber spielen gehen - sprich in den Kindergarten zurück. Er hatte ab diesem Zeitpunkt immer das Problem, dass er meist gerade mal so in die nächste Klasse versetzt wurde. Dies hat sich erst im Laufe der Pubertät gelegt. Auch sie sagt, heute würde sie dies nicht mehr machen. Ihr zweiter Sohn ging zur "regulären" Zeit in die Schule und kam gut durch.
Dies hat natürlich nichts zu sagen, denn ich denke jedes Kind verarbeitet das andes - aber soll man es ihnen schwer machen?

LG
Mücke

Beitrag von wharetoa 03.02.11 - 02:53 Uhr

Hallo,

erst mal nicht gleich verrueckt machen und dann schauen wie weit das Kind ist und ob es denn ueberhaupt schon in die Schule will. Ich lebe mit meiner Familie hier in Neuseeland und da geht (fast) jedes Kind am 5. Geburtstag in die Schule. Funktioniert wunderbar! Hab mir auch erst Sorgen gemacht, aber wurde possitiv ueberrascht wieviel mein Grosser im ersten halben Jahr gelernt hat. Es macht ihm Spass, er ist gefordert, das Sprechen hat sich sehr verbessert und auch die soziale Enwicklung machte schnell riesige Fortschritte. Nach den langen Sommerferien zog er mit Freude wieder los.
Kann das Ganze mit Deutschland natuerlich nicht vergleichen. Da sind die Anforderungen vielleicht anders und auch der Unterricht wird anders gestaltet sein. Bin auf alle Faelle froh, dass es bei meinem ersten kind so prima geklappt hat.

Alles Gute mit deiner Entscheidung

wharetoa

Beitrag von caro2404 03.02.11 - 07:40 Uhr

Hallo,

meine Tochter war letztes Jahr auch ein "Kann-Kind". Ihre halbe KiGa-Gruppe wurde eingeschult, u.a. auch die besten Freundinnen. Aber die waren auch alle ein halbes Jahr älter und meine Tochter war definitiv noch nicht so weit. Also blieb sie im KiGa (mit noch 3 anderen dicken Kumpels/Freundin). Die Freundschaft mit der noch verbliebenden Freundin wurde dicker und mit ihrer dicksten (Schul-)Freundin treffen wir uns immer noch regelmäßig und die Freundschaft geht deswegen nicht kapputt. Sie freuen sich jetzt alle, dass sie sich ab Sommer ja im Hort wieder treffen. Außerdem machen sie nach den Winterferien zusammen Leichtathletik.

Also: Niemals nach der besten Freundin richten, sondern den eigenen Weg finden.

LG
Caro