Trotz TZ-Wunsch auf VZ-Stelle bewerben?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von pista 01.02.11 - 11:35 Uhr

Hallo,

ich suche schon länger wieder einen Job, TZ, max. 20 Stunden im Marketing-Bereich. Es gibt schon einige ausgeschriebene Stellen in den Bereichen, die mich interessieren, allerdings zu 99% in VZ.

Wer hat Erfahrung damit gemacht, sich dennoch auf diese Stellen zu bewerben und wer hatte vielleicht sogar Erfolg damit? Gebe ich das im Anschreiben an, rufe vorher an oder lasse ich es ggf. im Vorstellungsgespräch darauf ankommen?

Gruß,
pista

Beitrag von ninnifee2000 01.02.11 - 11:59 Uhr

Bevor du dir die Arbeit einer Bewerbung machst, würde ich vorher anrufen.

Ich habe mal eine 20-Stunden-Stelle im Bereich Marketing in der Zeitung gesehen. Der Aufgabenbereich war so groß, dass ich mir nicht vorstellen konnte, wie das in 20 Stunden zu schaffen sein soll, weil ich selbst in dem Bereich arbeite. Mit einer TZ-Stelle würde ich meine Arbeit nicht schaffen.

Unter einer TZ-Stelle im Marketing-Bereich kann ich mir nur Folgendes vorstellen:

- Hilfstätigkeiten/Zuarbeiten
- Kundenakquisition

Eine verantwortungsvolle Stelle kannst du meist bei 20 Stunden in der Woche vergessen.

Deshalb: wenn die eine VZ-Stelle ausschreiben, dann wird auch die Arbeit für 40 Stunden da sein. Wie willst du die in 20 Stunden schaffen?

Beitrag von erdbeertiger 01.02.11 - 12:33 Uhr

Hmmm,

also wenn du auf keinen Fall mehr als 20 St arbeiten willst, wird das glaube ich schwierig...

ich kenne das (habe es selber und bei Freunden und Bekannten schon erlebt) eher so, dass bei Neueinstellungen VZ bevorzugt wird. EVtl. ist ein TZ Einstieg möglich, wenn die Arbeitszeit näher an einer VZ Stelle liegt (also z.B. 30 St - oder Mo-Do und Fr frei). Das wird im Vorstellungsgespräch verhandelt, wobei du dann auch damit rechnen musst, dass dir jemand vorgezogen wird, der VZ zur Verfügung steht (ist mir auch schon passiert). Die Alternative ist, für die Einarbeitung oder die Probezeit VZ zur Verfügung zu stehen und nachträglich zu reduzieren. Da kenne ich viele, die das gemacht haben, auch einige, die sich bereits im Vorfeld vertraglich haben zusichern lassen, dass sie nach 3-6 Monaten die Arbeitszeit um x% reduzieren können...

LG

Erdbeertiger

Beitrag von viva-la-florida 01.02.11 - 13:13 Uhr

Hi Pista,

20 Stunden ist in dem Bereich kaum machbar. Es sei denn, eine Vollzeitstelle wird direkt auf 2 MA aufgeteilt.

Wenn Du Dich aber auf eine Vollzeitstelle mit für dich möglichen 30 Stunden bewirbst, könnte das klappen. Kommt halt auch drauf an, was Du zu bieten hast ;-)

Ich hatte da jedenfalls schonmal Glück.

LG
Katie

Beitrag von knackundback 01.02.11 - 13:18 Uhr

Hi,


ich würde das vorher telefonisch klären.
Fand das immer extrem nervig wenn die Bedingungen (eben VZ) in der Anzeige extra deutlich geschrieben wurden und dann beim Vorstellungsgespräch plötzlich die Rede davon war das eine VZ Stelle leider nicht das ist was der Bewerber möchte.
Für uns war das immer total unnötig verplemperte Zeit da sich die Sache damit erledigt hatte (hätten wir TZ gesucht hätten wir das auch so geschrieben).

LG

Miri

Beitrag von sassi31 01.02.11 - 16:16 Uhr

Hallo,

ich würde auch erst anrufen und fragen, ob man überhaupt Mitarbeiter in TZ einstellen möchte.

Mir haben Personalchefs (unabhängig voneinander) gesagt, dass sie es mehr als lästig finden, wenn auf eine ausgeschriebene VZ-Stelle bergeweise Bewerbungen für TZ eingehen. Sie haben gesagt, dass sie TZ ausschreiben würden, wenn sie TZ-Mitarbeiter suchen. Und das finde ich auch logisch.

Gruß
Sassi

Beitrag von sandy_1 01.02.11 - 20:00 Uhr

Hallo,

also bei mir hat es genau so geklappt. #huepf Da ich es sonst noch schwerer gehabt hätte, etwas in TZ zu finden. Daher habe ich mich auf Stellen beworben die nicht gerade Schichtarbeit erwünscht oder ähnliches geschrieben haben.

Das ich nunmal 2 Kinder habe, konnte man ja aus dem Lebenslauf entnehmen. Also bin ich dennoch zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Nach der Frage wie lange ich denn arbeiten könnte, weil ich ja 2 Kinder habe. Habe ich ehrlich geantwortet das ich vorher in meinem Beruf 4 Stunden täglich gearbeitet habe (nach meinen Kindern) , aber ich durchaus auch 1-2Stunden mehr kann bzw. das dann ja auch nicht ewig so sein muß. Da meine Kinder auch älter werden und die Betreuung immer besser wird.
Nach dem 2.Vorstellungsgespräch und Probearbeiten, haben wir uns auf täglich 5,5Stunden geeinigt. Wobei ich aber auch gesagt habe das ich bei Bedarf auch mal Samstags kann oder auch an einem Tag mal länger kann.
Tja, was soll ich sagen. Ich hatte eben auch das bißchen Glück und auch das Glück einen Arbeitgeber zu finden, der eben auch Frauen in diesem Beruf gut findet. #schein

Ich kenne dagegen einige die wirklich anrufen und gezielt nach TZ nachfragen und da gleich von anfang an Absagen bekommen. Warum sollte man es denn nicht so probieren. Wenn es nicht klappt dann eben nicht, aber die Chancen sind immernoch höher als wenn man gleich am Telefon eine Absage bekommt.
Kommt eben halt darauf an, was man beruflich zu bieten hat und wie weit man dennoch Kompromisse eingehen kann. Arbeitszeiten/Lohnvorstellung usw.

Zu den anderen die sagen, das man den anderen die Zeit nimmt,wenn diejenigen nur VZ suchen. Hmmm... ich sehe das etwas anders, denn die wenigsten schreiben gezielt in Ihre Anzeigen rein, Vollzeit/Schicht usw. Da könnte man doch auch von ausgehen das sie nicht nur VZ suchen. ;-)Außerdem können ja die AG auch lesen und sehen dann auch, das man Kinder hat und welches Alter die haben.
Ich will nicht sagen, das es so optimal ist sich bewerben und dann erst im Vorstellungsgespräch zu sagen das man nicht Vollzeit kann. Aber was hat man selber zu verlieren? Nichts, die Chancen für einen selber steigen.
Dann ist es doch eher schlimmer für die AG, wenn sich Leute auf Stellen bewerben die überhaupt nicht das passende Profil haben. ;-) Wenn der AG das komplett umgehen will, dann muß er halt nur Männer einladen oder eben Frauen ab einem gewissen Alter bzw. Kinder ab bestimmtem Alter. :-p

Am ende muß jeder selber wissen, wie man sich bewirbt und kommt halt auch klar aufs Berufsbild an. Ich für meinen Teil, würde es immer wieder so machen, das ich es erst im Vorstellungsgespräch drauf ankommen lasse. Spielen halt immer viele Faktoren zusammen, aber das bei VZ genauso.

Lg, Sandra