Wenn es nicht seinen Nachn. bekommt, erkennt er die Vaterschaft nicht

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von marienkaefer1985 01.02.11 - 12:42 Uhr

Hallo!

Ich hoffe, jemand kann mir weiterhelfen!?


Ich bin von meinem Ex-Freund schwanger. Wir sind schon seit 2 Monaten nicht mehr zusammen, als wir ca. 1 ½ Monat getrennt waren, habe ich erfahren, dass ich schwanger bin.

Er hat zwar, als ich ihm gesagt habe, dass ich schwanger bin, die Vaterschaft überhaupt nicht angezweifelt (und auch nur er kommt als Vater in Frage), aber nun habe ich gerade eine SMS von ihm bekommen:

„Das Kind bekommt automatisch deinen Namen. Damit bin ich nicht einverstanden. Entweder es bekommt meinen Namen oder ich erkenne die Vaterschaft nicht an!“


Wir wollten die Vaterschaftsanerkennung eigentlich noch während der Schwangerschaft machen. Muss ich dann auch direkt angeben, wie mein Kind mit Nachnamen heißen wird?


Was mache ich denn jetzt?

Für mich steht fest:

1.) Mein Kind wird keinen anderen Nachnamen haben als ich
2.) Er ist der Vater, da muss ich mir keine Sorgen machen, aber es geht ja um die Vaterschaftsanerkennung und somit auch um die Pflichten, die er hat (Kind abholen, Unterhalt zahlen usw.)

Viele Grüße!

marienkaefer + #ei (15+3)

Beitrag von silbermond65 01.02.11 - 12:51 Uhr

Gib dem Kind deinen Namen und laß das mit der Vaterschaftsanerkennung übers JA laufen.Nach der Geburt reicht auch.
Wenn er sie nicht freiwillig anerkennt,kommen Kosten auf ihn zu.
Ob er das unbedingt möchte ?
Erpressen lassen würde ich mich auf keinen Fall.

Beitrag von sternschnuppe215 01.02.11 - 15:36 Uhr

so seh ich das auch!!!

Beitrag von harveypet 01.02.11 - 13:02 Uhr

Du lehnst dich JETZT entspannt zurück und läßt s dir wohl sein. Im Krankenhaus zur Entbindung bekommst du Besuch vom Standesamt und gibst da den Vater an, dann schlappst du zum Ja und läßt die Vaterschaft feststellen. Will er das nicht wirds ein sehr teurer Spaß für ihn ( 2500 - 3000€) An Pflichten hat er "lediglich" Kindesunterhalt an euer Kind zu zahlen und Betreuungsunterhalt an dich (Rechtsanwalt einschalten sonst gibt es Nichts) für mindestens 3 Jahre.

Beitrag von henkelbecher 01.02.11 - 13:17 Uhr

Betreuungsunterhalt?
Kindesunterhalt?
Müssen das alle? Weiß der Vater meiner Tochter wohl nicht...

gruß

Beitrag von harveypet 01.02.11 - 13:22 Uhr

Ja, laut deutschen Gesetzen muß jeder Vater/Erzeuger Kindesunterhalt leisten und wenn die Mutter es will auch in den ersten 3 Jahren Betreuungsunterhalt ( funktioniert fast nur mit Anwalt.) Aber er MUSS zahlen sollte die Frau irgendwelche Sozialleistungen beziehen ( dann klagt die ArGe)

Beitrag von henkelbecher 01.02.11 - 13:36 Uhr

hmmm,
bei mir klagt keine Arge!
Im gegenteil die haben mir sogar nahe gelegt keinen Unterhalt einzuklagen!

naja, danke für deine Antwort

Beitrag von harveypet 01.02.11 - 13:40 Uhr

In einem Wort!! Blödsinn!! Die Arge verschenkt kein Geld!

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 13:48 Uhr

Wir müssen die Hälfte an Kiga kosten tragen, musst du glaub ich einklagen, wir haben das alles vor Gericht mitgemacht das es feststeht wieviel für beide seiten.....Und klar muss er Unterhalt zahlen#kratz

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 13:47 Uhr

Und das Recht das Kind zu sehen ansonsten stimm ich dir zu.....#winke

Beitrag von harveypet 01.02.11 - 13:49 Uhr

Umgangsrecht natürlich unberührt! Wenn er es denn wahrnehmen will.....leider.

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 14:21 Uhr

Warum leider#kratz

Beitrag von harveypet 01.02.11 - 14:23 Uhr

weil leider viele Väter keinen Kontakt zu ihren Kindern haben wollen/dürfen.....

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 14:37 Uhr

Das stimmt....Naja ich hoffe die TE wird den Kontakt fördern, auch wenn er sich gerade wie ein Arsch benimmt. Aber ich hoffe wenn das Kind mal da ist das seine Vatergefühle erwachen.....

Beitrag von marienkaefer1985 01.02.11 - 15:34 Uhr

Also auch wenn ich es mehr als bescheuert finde, was er gerade abzieht (das war ja noch lange nicht alles), wird er sein Kind sehen dürfen, ganz klar.

Ich weiß selbst, wie es ist, ohne Vater aufzuwachsen, das soll mein Kind nicht auch durchmachen müssen.

Mal abgesehen davon, dass ich natürlich auch erleichtert bin, wenn ich weiß, dass er sich zum Teil auch um das Kind kümmern wird (dann hab ich ja vielleicht irgendwann auch mal nen freien Tag oder freies Wochenende, wenn das Kind beim Vater ist - ist auch gut ;-)).

Meinerseits wird es da also keine "Konsequenzen" geben...

Beitrag von redrose123 01.02.11 - 15:44 Uhr

Ok :-P Wir drücken dir die Daumen das er beim Anblick seines Kindes erweicht, was doch ein paar tun die vorher gross gebrüllt haben ;-) Und wenn nicht ist es sehr schade für dein Kind und auch Ihn was er verpasst wenn er sich nicht kümmert.....

Beitrag von hedda.gabler 01.02.11 - 20:38 Uhr

Hallo.

>>> Im Krankenhaus zur Entbindung bekommst du Besuch vom Standesamt und gibst da den Vater an, <<<

Das macht sie bitte auf gar keinen Fall, wenn der Vater bei Geburt die Vaterschaft noch nicht anerkannt hat.
Das Standesamt kennt nur "ehelicher Vater/Vater anerkannt oder festgestellt" oder "Vater unbekannt".
Wenn man einen Namen angibt, ohne dass dieser Mann offiziell der Vater ist, kann das Standesamt das nicht zuordnen und stellt die Geburtsbescheinigungen, die man für Elterngeld & Co. benötigt, nicht aus und wartet bis es einen offiziellen Namen hat.
Und wenn der Vater per Vaterschaftsfeststellungsklage festgestellt werden muss, kann das dauern.

Es ist völlig unproblematisch bei der Anmeldung beim Standesamt alles freizulassen, was den Vater anbelangt ... ist er dann anerkannt/festgestellt, kann man ihn auf der Geburtsurkunde nachtragen lassen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von maschm2579 01.02.11 - 13:03 Uhr

Hallo,

ich überlege gerade. Lass ihn die Vaterschaft anerkenne. Bei der Geburt füllst Du die Formulare aus und trägst den Nachnamen des Kindes ein. (Frag aber nochmal beim JA nach)
Da mein Ex die Vaterschaft nicht vorherchabe einfach fürs Standesamt ausgefüllt wie das kind heißen soll.


Lass Dich nicht stressen und regel alles über die Beistandsschaft beim Jugendamt.

lg und eine wunderschöne Kugelzeit

Beitrag von 16061986 01.02.11 - 13:17 Uhr

Das hab ich auch durch. einfach im krankenhaus keinen vater angeben,sonst bekommst du die urkunden nicht wenn er die vaterschaft nicht anerkennt und kannst weder kindergeld noch elterngeld beantragen. danach such einen anwalt,der regelt alles weiter. Jugendamt ist zu langsam das kann sich dann ewig hinziehen.
lass dich nicht unter druck setzen und ärgern,in dem fall sitzt eindeutig du am längeren hebel!

Beitrag von babylove05 01.02.11 - 15:00 Uhr

Hallo

so ganz stimmt das nicht ... sie kann trotzdem Elterngeld und Kindergeld beantragen . Ich hatte überhaupte keine urkunde die ersten Wochen , da der Leiblichevater nicht der Gesetzliche ist bei uns .

Aber man kann beim Standtesamt so eine art vorläufige Geburtsbestätigung erstellen lassen , die erkennen Kinergeld und elterngeldstelle auch an , und man muss die Urkunde dann später einfach nach reichen .

Lg Martina

Beitrag von hedda.gabler 01.02.11 - 20:42 Uhr

Hallo.

Viel unkomplizierter im Falle der TE ist es aber, wenn sie in den Formularen bei der Anmeldung beim Standesamt alles frei läßt, was den Vater anbelangt ... dann werden ihr umgehend die ganz normalen Geburtsbescheinigungen ausgestellt.

Ist der Vater dann anerkannt/festgestellt kann sie auf der Geburtsurkunde nachtragen lassen (das Standesamt bekommt unabhängig davon darüber automatisch Meldung von den offiziellen Stellen und trägt es im Familienbuch nach).

Gruß von der Hedda.

Beitrag von marienkaefer1985 01.02.11 - 21:00 Uhr

Ich habe vorhin gelesen, dass man den Vater, wenn man ihn kennt, angeben muss, ansonsten macht man sich strafbar.

Stimmt das wirklich?

Ich meine, wenn ich erst gar nichts angebe, obwohl ich ja weiß, wer der Vater ist und er dann später als Vater festgestellt wird.

Kann ich da keine Probleme bekommen?

Beitrag von hedda.gabler 01.02.11 - 21:23 Uhr

Hallo.

Du redest von 2 verschiedenen Paar Schuhen ...

... beim Jugendamt gibst Du ihn an. Wenn Du eine Beistandschaft einrichtest (kannst Du auch schon vor der Entbindung machen), kümmern die sich um die Vaterschaftsanerkennung. Wenn er nicht freiwillig die Vaterschaft anerkennt, wird Vaterschaftsfeststellungsklage eingereicht. Wenn das nötig werden sollte, würde ich allerdings die Beistandschaft aufkündigen und das einem Anwalt übergeben, die sind schneller. Außerdem kann ein Anwalt auch gleich die Unterhaltsklage an die Vaterschaftsfeststellungsklage anhängen, so ist der Unterhalt auch gleich tituliert. Und ein Anwalt setzt dann auch Deine (also Betreuungsunterhalt für Dich) Unterhaltsansprüche durch.
Bis das alles geklärt ist, kannst Du Unterhaltsvorschuß beantragen. Dafür musst Du auch den Vater angeben, egal ob er schon anerkannt ist oder nicht.
Auch bei der ARGE, solltest Du auf Alg II angewiesen sein, gibst Du ihn an, wenn danach gefragt wirst.

Du gibst ihn aber NICHT bei der Anmeldung beim Standesamt an (das übernehmen meist die Krankenhäuser für ein, sprich Du wirst dort die Formulare bekommen und die geben die für Dich weiter). Du lässt einfach die Felder frei, die den Vater betreffen (es sei denn natürlich, dass er bis dahin die Vaterschaft beim Jugendamt anerkannt hat, dann gibst Du ihn ganz normal an).
Das Standesamt kennt nur "ehelicher Vater/Vater anerkannt oder festgestellt" oder "Vater unbekannt".
Wenn man einen Namen angibt, ohne dass dieser Mann offiziell der Vater ist, kann das Standesamt das nicht zuordnen und stellt die Geburtsbescheinigungen, die man für Elterngeld & Co. benötigt, nicht aus und wartet bis es einen offiziellen Namen hat.
Und wenn der Vater per Vaterschaftsfeststellungsklage festgestellt werden muss, kann das dauern.

Es ist völlig unproblematisch bei der Anmeldung beim Standesamt alles freizulassen, was den Vater anbelangt ... ist er dann anerkannt/festgestellt, kann man ihn auf der Geburtsurkunde nachtragen lassen.

Gruß von der Hedda, die das alles durch hat.

Beitrag von marienkaefer1985 02.02.11 - 10:15 Uhr

Danke Hedda,

für deine ausführliche Antwort.

Ist wirklich alles ein bisschen kompliziert, wenn man davon keine Ahnung hat #zitter

Beitrag von rmwib 01.02.11 - 15:37 Uhr

Weißt Du wie ich es machen würde?

Tätschel ihn, na klar kriegt das Kind seinen Namen... lass ihn die Vaterschaft anerkennen-
und gib dem Kind nachher Deinen Namen #schein

Wenn Dir das zu böse ist, sag ihm, wenn er es nicht so will, wird die Vaterschaft eben nachträglich gegen seinen Willen festgestellt, sag ihm, er hört vom Jugendamt, Du sitzt doch eh am längeren Hebel #cool

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