Nachtschreck... jemand Erfahrung?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von melly_k 01.02.11 - 14:46 Uhr

Hi,

hatten heute ne schlimme Nacht hinter uns... Meine Tochter (4,5J) hatte heute Nacht laut KiA 3 mal einen Nachtschreck...

Sie war total apathisch, schlug um sich, schrie wie am Spieß, wollte sich nicht beruhigen lassen... Sie schrie immer nur: Ach Mami, ich kann nicht mehr... Aua mein Fuß tut weh... Sie war völlig weggetreten.
Genauso wie der Spuk kam, ging er auch wieder und sie verfiel wieder in tiefen Schlaf... Konnte sich auch nicht dazu äußern...
Das war ganz schön gruselig, sie war überhaupt nicht sie selbst.
Einmal um 8 Uhr ne 3/4 Stunde lang. Um 10 Uhr wieder (rief dann den Rettungsdienst, da ich mir nicht mehr zu Helfen wusste) und nochmal um 12 Uhr.

Wer hat damit Erfahrung? Kommt sowas öfters vor? Ist sowas schlimm?
Erfahrungsberichte erwünscht ;-)
Mir wars echt mulmig, bzw. ists immer noch...

LG Melly

Beitrag von kati543 01.02.11 - 15:05 Uhr

Es ist nicht schlimm - außer für die hilflosen, davorsitzenden Eltern. Lies mal hier:
http://saeuglinge-kleinstkinder.suite101.de/article.cfm/der_nachtschreck_pavor_nocturnus

Beitrag von lagefrau78 01.02.11 - 15:15 Uhr

Hallo!

Ja, ich kenne das. Mein Sohn war allerdings erst etwa ein Jahr alt. Es ging los, nachdem ich beschlossen hatte, ihn nachts nicht mehr zu stillen, sondern nur noch abends und morgens. Deswegen haben wir das Ganze auch erst nur als Protestgeschrei abgetan, weil nicht ich nachts zu ihm kam, sondern mein Mann.

Allerdings ist uns recht bald aufgefallen, dass das Geschrei ganz anders klang als tagsüber, irgendwie sehr unwirklich und gruselig, zumal es sich in keinster Weise verändert hat, wenn man ihn trösten wollte. Es war schlicht egal, ob man sich gekümmert hat oder nicht. Unnötig zu sagen, dass man es nicht aushält, das Kind so schreien zu hören und die Nacht dann trotzdem an seinem Bett verbringt...
In ganz harten Fällen hat das Geschrei dann auch mal mehrere Stunden angehalten :-[, da geht man dann wirklich auf dem Zahnfleisch... Das war meistens der Fall, wenn viel Unruhe herrschte, z.B. wenn wir nach einem Familienfest auch noch in einer ihm fremden Umgebung geschlafen haben.

Der Spuk war nach einigen Wochen genauso schnell weg, wie er gekommen war. Ich glaube nicht, dass das schlimm ist. Natürlich ist das gruselig! Man sieht sein Kind leiden, kann gar nichts dagegen tun, und wenn man am nächsten Morgen völlig gerädert aufsteht, ist das Kind ausgeschlafen und bester Laune. Ich dachte immer, ich wär im falschen Kino... #aerger

Ich habe das mal auf Entwicklungssprünge geschoben, die da nachts verarbeitet werden, aber das kann der Kinderarzt Dir sicher besser erklären. Bei uns war ganz klar festzustellen, dass zu dieser Zeit ganz viel Neues mit dem Kleinen passiert ist: er wurde (zumindest nachts) abgestillt, er lernte sprechen und laufen und veränderte sein Aussehen von Baby zu Kleinkind fast so, dass man zuschauen konnte. Noch heute ist es so, dass er in so aufregenden Zeiten schlecht schläft, Alpträume hat, usw. Aber glücklicherweise kein Nachtschreck mehr.

Mach Dir keine Sorgen. #blume Ich hoffe, ich konnte etwas helfen!

Beitrag von coolmum 01.02.11 - 16:02 Uhr

hey,

mein sohn hatte das auch mal ne zeitlang. allerdings war er da ca. 2 jahre alt. er schrie wie am spieß, wenn ich ihn in den arm nehmen wollte hat er sich panisch vor mir in eine ecke seines bettes verzogen.
ich hab mich dann einfach nur neben ihn hingesetzt, ihn nicht angeschaut, nur meine hand ins bett gelegt und leise vor mich hingesungen. das hat ihn am schnellsten wieder beruhigt. alles was ich sonst versucht habe hat es nur schlimmer gemacht.
insgesamt hatte er das 4 oder 5 mal in verschiedenen nächten, wobei man als elternteil natürlich immer ruhiger wird wenn man die situation schon kennt.

und so plötzlich wie das kam war es auch wieder weg.

mach dich nicht verrückt, das kommt scheinbar recht häufig vor.

lg

Beitrag von mausebaer86 01.02.11 - 17:47 Uhr

Ich hab Erfahrung-leider ! Khira hatte über 1 Jahr immer mal wieder Anfälle, mal regelmäßig, mal wieder Wochen gar nicht usw#schwitz


Unsere KiÄ hat uns dann mal zum Schlaf-Entzugs-EEG in die Kinderklinik überwiesen, nur um sicherheitshalber mal zu gucken, das da nix ernstes ist. Das EEG war unauffällig und seitdem (Sept 2010) hat sie keinen Anfall mehr gehabt.
*toi toi toi*

LG Maike mit Khira (*Nov 2007) & Alea (*Dez 2009)

Beitrag von chaosgoettin 01.02.11 - 19:11 Uhr

Hallo Melly,
auch ich habe solche Erfahrungen mit meiner Großen gehabt. Als sie damals knapp 2 war fing es an. Unsporadisch so das man es mit nichts in Verbindung bringen konnte.
Die Anfälle dauerten bis zu einer halben Stunde. Es hat für mich ewig gedauert bis sie bei Bewustsein war und gemerkt was passiert ist.
Ich kann dir gar nicht mehr genau sagen was wir gemacht haben. Ich glaube wir haben Sie immer so gut es ging hochgenommen und sind mit ihr in einen anderen Raum gegangen und haben dort ein schwaches Licht angemacht.

Der Spuk wurde dann nach 6 Monaten weniger und hörte nach einem Jahr komplett auf. Ich schiebe es im Nachhinein auf die Entwicklungsschübe und die vielen Eindrücke vom Tag.

LG Cindy

Beitrag von sabrinimaus 01.02.11 - 21:31 Uhr

Das hat mein Sohn auch so alle ein bis zwei Wochen! Er schreit sich schlagartig nachts die Seele aus dem Leib, hat die die Augen weit aufgerissen und schlägt um sich! Bis er sich beruhigt dauert es immer eine Weile und dann schläft er als wäre nie was gewesen!

Ich wäre allerdings ehrlich gesagt nicht auf die Idee gekommen den Notdienst zu rufen. Das sind schlechte Träume. Bis die Kinder daraus aufwachen dauert es! Und auch wenn die Augen offen sind, sind sie nicht wirklich wach!

Ich habe mich im Kindergarten schon mit anderen Müttern über soetwas unterhalten und so selten ist das wohl nicht! Haben mir schon mehrere andere Mütter erzählt, dass das bei ihren KLeinen auch so ist!

Versuch beim nächsten Mal dein Kind wirklich enerigisch zu wecken! Das klappt bei uns ganz gut!

LG Sabrina mit Viktor (seit heute 4) und Rosalie (12M)

Beitrag von silsil 02.02.11 - 09:01 Uhr

Hallo,

ja kenne ich, hat meine Tochter seit sie 1,5 ist. Das kommt immer so phasenweise. Momentan ist es ruhiger.

Bei uns hilft es, wenn ich die Balkontür aufmache und kühle Luft reinkommt.

Bei meiner hilft es auch wenn ich ihr mit einem Finger ganz ganz leicht über die Wange streichle. (ja nicht mehr, sonst schlägt sie um sich).

Ich wünsche dir gute Nerven. :-)

lg
Silvia