Bewerbung/Vorstellungsgespräch: Warum muss man sich so verstellen?

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Beitrag von schnubb-schnubb 01.02.11 - 14:50 Uhr

Hallo!

Ich habe eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht und danach einige Jahr ein einem Call Center gearbeitet. Erst habe ich telefoniert und war später auch Assistentin der Gruppenleitung.

So nach drei Jahren Elternzeit schreibe ich nun wieder Bewerbungen undn wieder rege ich mich über das selbe auf...

Meine Bewerbung hört sich total bescheuert an. Diese ganzen Begriffe die man dort verwendet sind doch nicht alltagstauglich. #kratz
"Meine Stärke sehe ich in..."
"Ich hoffe mit meiner Bewerbung ihr Interesse geweckt zu haben..." usw

Sorry, aber so geschwollen redet doch kein Mensch. #augen

Und dann soll man zum Vorstellungsgespräch ja was "ordentliches" anziehen. Ganz ehrlich, ich bin eher der Jeans-Typ. Warum soll ich jetzt zum Vorstellungsgespräch eine schwarze Stoff-Hose und eine Bluse tragen? WArum muss man sich so verstellen?
Natürlich sollte man sich so kleiden, wie es der spätere Beruf vorsieht, aber in einem Call Center kann man auch rumlaufen wie man will, trotzdem würde man mich nie einstellen, wenn ich zum Gespräch in Jeans und Pulli kommen würde.

Finde ich einfach schade.

Hier wurden ja schon oft Fragen zu Bewerbungen gestellt, ob man gewisse Sätze so schreiben könnte. Da kommen teilweise Vorschläge, dass ich mich frage, ob sich hier alle auf eine Geschäftsführer-Position bewerben, weil das meiste so hochgestochen klingt. #schock

Es bringt doch nichts, wenn ich eine super bewerbung habe, beim GEspräch blendend aussehe und dann ein paar Wochen dann doch wieder rumlaufe, wie ich es möchte. #gruebel

Sorry, ist ein SILOPO, aber ich verstehe das einfach nicht. #hicks

Beitrag von oberhuhnprillan 01.02.11 - 14:58 Uhr

Tja, diese Dinge nennt man "Konventionen", die für sich mindestens zum Teil sinnlos sind. Aber es gehört in gewissen Bereichen auch zur sozialen Kompetenz, diese Konventionen zu kennen und in der Lage zu sein, sie zu erfüllen. Ich finde allerdings auch, man sollte es dabei nicht übertreiben und sich selber einigermaßen treu bleiben.

LG Barbara

Beitrag von lisasimpson 01.02.11 - 15:02 Uhr

nun ja- so phrasen würde ich nicht schreiben- aber natürlich drücke ich mich schriftlich anders als als ich dies mündlich mache- ist doch klar.

ich hatte zwar erst 3 klassische Vorstellungsgespräche in meinem gesamten leben- habe mich nie verstellt, hatte nie super schicke sachen ist (weil ich darin dämlich aussehe) und habe jedes mal den Job bekommen

ich denke, das hängt allerdings ganz stark vom Arbeitgeber, vom Beruf und der Position ab, auf die du dich bewirbst.
ich würde jedenfalls nie zu einem Vorstellungsgespräch gehen mit klamotten in denen ich mich nicht wohlfühle oder die ich so niemals auf der arbeit anziehen würde.

ach ja- mein Mann hatte mal während eines gesamten vorstellungsgespräches (im Anzug gekleidet) den reißverschluß an de hose offen- hat aber offenbar gefallen- er wurde genommen:)

lisasimpson

Beitrag von salome25 01.02.11 - 15:06 Uhr

"Es bringt doch nichts, wenn ich eine super bewerbung habe, beim GEspräch blendend aussehe und dann ein paar Wochen dann doch wieder rumlaufe, wie ich es möchte. " Da hast du vollkommen Recht. Habe mich auch mehrmals für einen Ausbildungplatz in Bereich Büro beworben und ich musste mich jedes Mal verkleiden und in meinem tiefsten Inneren nach einem "geschwollenen" Deutsch suchen, damit die glauben, dass ich absolut perfekt für die Stelle bin. Wirklich sehr sinnlos, was die Arbeitgeber immer verlangen.

Beitrag von ayshe 01.02.11 - 15:11 Uhr

Man verwendet eben floskelhaftes, uniformes Geseiere.
Die meisten tun das, da fällst du dann auch gar nicht mehr auf ;-)

Du kannst dir auch deine Bewerbung umformulieren, habe ich auch schon gemacht, weil ich diese Allerweltsgrütze einfach nur für den Eimer finde.



Und die Kleidung?
Tja, ordentlich sollte es sicher sein.
Aber ich habe auch schon Beweberinnen gesehen (bei den Männern geht es ja meist), da habe ich mich auch gefragt, wo sie nach der Bewerbung wohl noch hin will ;-)
Nicht jeder AN legt den Schwerpunkt auf dieses Klamottenspielchen, kommt aber auch auf den Job an.

Ich kannte einmal einen Personaler, der eher Leute gesucht hat, die auch den Mumm haben, sie selber zu sein und sich nicht so duckmäuserisch in diese Form pressen lassen, weil es so publiziert wird.

Tja, man sollte seinen eigenen Stil finden, den man auch vertritt.
Da sind Pumps echt kein Zwang.
Lieber schöne Halbschuhe als gräßliche Pumps, die schon mit Blockabsatz oder Keil aussehen wie Stampfer.
Du mußt von dir überzeugt sein.


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Es bringt doch nichts, wenn ich eine super bewerbung habe, beim GEspräch blendend aussehe und dann ein paar Wochen dann doch wieder rumlaufe, wie ich es möchte.
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Dafür gibt es doch die Probezeit, sie können einen einfach rauswerfen ;-)


Nein, der Witz ist ja, daß alle so blöde sind und dieses Spiel spielen, der AG ja genauso wie der AN.
Der AG erwartet doch gar nicht, daß da etwas echt ist, wenn es so ankommt.

Beitrag von ninnifee2000 01.02.11 - 15:43 Uhr

Ich habe mal im Büro in einem Call Center gearbeitet und hatte sehr viel mit Bewerbern für Call Center Agents zu tun. Die wenigsten kamen im Anzug, sondern meistens in "normalen", aber ordentlichen Klamotten. Die Gesprächsführer waren z.T. auch ganz leger gekleidet.

Mal abgesehen vom Bankengewerbe und viell. noch konventionell eingestellten Unternehmen, sind Blüschen und Hosenanzug doch total out. Frau hat heutzutage viel Narrenfreiheit, Hauptsache schick und nicht zu sexy.

Die Männer haben es schwerer. Aber es gibt einige, die getrauen sich schon in einer guten Jeans plus Jacket raus.

Und was das Geschwafel anbelangt: in den meisten mittelständischen Firmen sollte man so reden wie man wirklich ist (mal von Kraftausdrücken abgesehen). Das kommt besser an als ein affektiertes Verhalten. Leider gibt es aber noch genug Unternehmen/Vorgesetzte, die Blender/gute Selbstverkäufer toll finden und dann lieber so einen Schleimbolzen nehmen als jemand, der ehrlich ist.

Beitrag von king.with.deckchair 01.02.11 - 18:01 Uhr

Ich arbeite bei einer Behörde und zwar dort, wo es um ALG II geht. Wir laufen alle mal in Jeans, mal in Stoffhose, mal in Rock herum und es geht meist kleidungsmäßig legerer zu. Auch die Bereichsleitung geht meist in - dunklen - Jeans.

Zu Vorstellungsgesprächen jedoch tragen alle Beteiligten "offiziellere" Kleidung und ein Bewerber, der in Jeans aufkreuzen würde, hätte schlechte Karten.

Das Ganze hat IMHO auch etwas mit "Ehrerbietung" gegenüber dem Unternehmen, den Personalern und "dem Anlass angemessen Kleiden" zu tun. Mir persönlich geht es auf den Zeiger, dass alle Welt meint, immer und überall einen auf "Ach, was bin ich doch so frei und leger..." machen zu müssen. Was dazu führte, dass Leistungssachbearbeiterinnen in meiner alten Dienststelle in Spaghettitop und Gummi-Flip-Flops durch die Flure schlappten. Und die Bereichsleitung dazu veranlasste, eine erboste Rundmail zu schreiben, dass man sich bitte angemessen zu kleiden habe.

"Es bringt doch nichts, wenn ich eine super bewerbung habe, beim GEspräch blendend aussehe und dann ein paar Wochen dann doch wieder rumlaufe, wie ich es möchte."

Bringt es sehr wohl. Denn es zeigt, dass du ein Mensch bist, der sich an Konventionen und Umgangsformen hält. Auch wenn viele meinen, man bräuchte so etwas nicht - es hat etwas mit sozialer Kompetenz zu tun, sich dem Anlass angemessen zu kleiden. Menschen, die immer und überall ihre ach so große Individualität unterstreichen müssen, passen sich auch sonst oft nicht gut in eine Gruppe ein.

Und sorry - mag ja sein, dass dir deine Bequemlichkeit von wegen "rumlaufen wie ich möchte" heilig ist. Ich persönlich finde, dass man sich gerade im Bürobereich auf angemessene Kleidung zu achten hat.

"Wie du kommst gegangen, so wirst du empfangen!" - das wusste meine Oma schon zu berichten. Und nicht alles, was Omas so sagen, ist altmodischer Bullshit. Mehr noch: Wie du dich kleidest, dass wirkt sich auch auf deine innere Haltung zum Job aus bzw. zeigt auch die innere Haltung. Schlurfe ich ständig nur in Shirt und Jeans im Büro herum - naja, die meisten Kollegen, die so drauf sind, bleiben nicht nur wegen der Klamotten auf den unteren Positionen kleben....

Beitrag von viva-la-florida 01.02.11 - 18:46 Uhr

#pro
Perfekt. Sonst habe ich dazu nichts zu sagen.

Beitrag von king.with.deckchair 01.02.11 - 19:38 Uhr

#blume

Beitrag von ayshe 01.02.11 - 18:49 Uhr

##
naja, die meisten Kollegen, die so drauf sind, bleiben nicht nur wegen der Klamotten auf den unteren Positionen kleben....
##
Also bleiben sie da kleben, weil sie es eben nicht bringen oder weil sie diese Klamotten tragen?
warum werden sie nicht einfach abgemahnt, wenn es dort so nicht paßt?

Beitrag von king.with.deckchair 01.02.11 - 19:37 Uhr

"warum werden sie nicht einfach abgemahnt, wenn es dort so nicht paßt?"

Schlurfiger "Geht gerade noch so"-Klamottenstil wird ebenso wenig abgemahnt wie schlurfiger "Geht gerade noch so"-Dienst nach Vorschrift.

"Also bleiben sie da kleben, weil sie es eben nicht bringen oder weil sie diese Klamotten tragen?"

Ich denke nicht, dass ich dir meinen letzten Satz explizit erläutern muss, es steht eindeutig da, was ich meine.

Beitrag von rotihex 01.02.11 - 21:42 Uhr

Lehnst du dich an dieser Stelle nicht etwas weit aus dem Fenster?

Ich denke, es kommt auch auf den Berufszweig an, dem man angehört. In "meinem" Betrieb laufen alle nur in Jeans und T-Shirt rum und da würde ich mal behaupten klebt keiner "auf den unteren Positionen " wie du es ausdrückst.

Vielleicht trifft das bei euch in der Behörde zu.

Zum Vorstellungsgespräch erscheint man aber auch hier im (Hosen-)Anzug.

Beitrag von ayshe 02.02.11 - 08:33 Uhr

Dito, bei uns tragen auch die GF Jeans und T-Shirts, und ja, sie durften ihren unteren Plätze, mit denen sie anfingen auch verlassen und ganz nach oben aufsteigen.

Ich bevorzuge Branchen, in denen die Leistung wichtiger ist als die Kleidung, macht einfach mehr Sinn, aber vllt muß man sich dann auch nicht mehr über diverse Ämter-MA wundern.

Beitrag von nele27 02.02.11 - 11:32 Uhr

***Menschen, die immer und überall ihre ach so große Individualität unterstreichen müssen, passen sich auch sonst oft nicht gut in eine Gruppe ein.***

Oh jaaaaa - und es fängt bereits in der ersten Klasse an...

Beitrag von king.with.deckchair 02.02.11 - 17:43 Uhr

Ich sag' ja nicht, dass man immer mit der Masse mitlaufen sollte und einen quasi modischen Uniformzwang mitmachen muss. Aber ich finde es einfach auch respektlos, wie manche Leute zum Job oder auch zu "halboffiziellen" Terminen gehen. Sei es nun bei der Behörde (ich bin da echt Kummer gewohnt, mache aber aus Abstriche, weil es eben oft eine Schicht ist, die es nicht besser weiß) oder aber auch - ohja! - Wohnungsbesichtigung. Wir waren neulich bei einer mit mehreren Interessenten. Dass der eine im Blaumann und mit schmutzigen Fingernägeln auflief, dafür entschuldigte er sich, denn er kam gerade vom Job. Kein Thema. Eine Interessentin aber stank. Stank wie ein Esel. Nach Kippen, Tier, menschlichem was auch immer, fettigen Haaren... sie stank. Hatte eine Labber-Cargo-Hose und ein Herren-Shirt an und nein - sie kam NICHT vom Job. Sagte dem Makler zumindest, dass sie Hausfrau sei und ihr Mann berufstätig.

Ich verstehe das einfach nicht und wenn man sich so umsieht, dann meine ich, dass schon recht viele Leute ziemlich abgefuckt herumlaufen. Und das ist IMHO durchaus keine Frage des Geldes. Selbst in bittersten Zeiten bin ich nicht so abgerissen herumgelaufen wie manche Kollegen in meiner alten Dienststelle.

Naja, als Teenager der "durchgestylten" ;-) 80er bin ich wohl etwas verwöhnt...

LG
Ch.

Beitrag von weiblich-ueber-30 01.02.11 - 18:09 Uhr



Hallo Schnubb,


ich gebe Dir sowas von recht!

Zumindest was die Bewerbung und die Sprache angeht.

Eigentlich bin ich ein aufgeschlossener Typ, der sagt was er denkt. Natürlich mit einer Gesunden Portion Respekt gemischt.

Wenn es nach mir ginge, würde ich in meine Bewerbungen lieber schreiben, warum ich diesen Beruf gelernt habe, was mich an diesem Beruf glücklich macht, einfach das ich ihn lebe und liebe. Denn ich denke, das sind meine Stärken die ein Unternehmen bereichert.
Pünktlichkeit, Flexibilität, Freundlichkeit und der ganze Kram, der sollte doch selbstverständlich sein, oder????

Was die Kleidung angeht, ich liebe Hosenanzüge, Pumps und Schals, Ketten und passende Handtaschen. Diese Kleidung ziehe ich jeder Jogginghose und Turnschuhen vor. Aber: ich besitze nur schwarze Hosenanzüge und trage dazu auch nur schwarze Oberteile. Farbig wird es dann bei mir mit Schuhen, Kette, Tasche und Schal. Kommt auch net immer gut, aber da verbiege ich mich nicht.


Ich fand Dein Posting übrigens nicht sinnlos!

LG

Beitrag von hippogreif 01.02.11 - 20:55 Uhr

<>>>Wenn es nach mir ginge, würde ich in meine Bewerbungen lieber schreiben, warum ich diesen Beruf gelernt habe, was mich an diesem Beruf glücklich macht, einfach das ich ihn lebe und liebe. Denn ich denke, das sind meine Stärken die ein Unternehmen bereichert.
Pünktlichkeit, Flexibilität, Freundlichkeit und der ganze Kram, der sollte doch selbstverständlich sein, oder????<<<<

Ähm, also genau so schreibt man ein Bewerbungsanschreiben!
Selbstverständlichkeiten wie Pünktlichkeit und Freundlichkeit zu erwähnen, ist ein perfketes Beispiel für eine schlechte Bewerbung.
Ich glaube, Du solltest Dich nochmal schlau machen, wie man eine richtige Bewerbung schreibt...

Beitrag von nele27 02.02.11 - 11:40 Uhr

***Pünktlichkeit, Flexibilität, Freundlichkeit und der ganze Kram, der sollte doch selbstverständlich sein, oder???? ***

Deswegen gehört es auch NICHT in eine gute Bewerbung! Zumindest nicht als Aufzählung, sondern höchstens belegt mit Beweisen ("Mein Organisationst<lent bewies ich bereits, als in der Firma x das Projekt y...)

LG, Nele

Beitrag von valeska1979 01.02.11 - 19:01 Uhr

Hallo,

GUTE Personaler und Vorgesetzte merken sofort WER und WAS du bist.

Ich verstelle mich nicht. Warum auch? Ich weiß doch gar nicht was genau die für eine Person suchen.
Eher inrovertiert oder extrovertiert? Kommunikativ oder "leise"? Teamworker oder Einzelkämpfer?

Ich bin ein sehr offener Mensch und verstelle mich nicht. Ich rede viel und bin sehr von meinen Fähigkeiten und Erfahrungen überzeugt.
Ich mache mich niemals klein und stelle viele Fragen.

So eine Art wird nicht von allen Menschen geschätzt, ABER die die es mögen, da bin ich richtig.

Und solche Stellen muss man eben finden. Es muss ja nicht nur sein, dass sie sich für mich entscheiden, sondern auch umgekehrt.
Ich nehme ja auch nicht jeden Job.

Bei der Kleidung finde ich schon, dass man überall ordentlich erscheinen sollte. Und Frauen haben doch wirklich viele Möglichkeiten sich ordentlich und schick zu kleiden (auch ohne Jeans).

Viele Grüße


Beitrag von king.with.deckchair 01.02.11 - 19:40 Uhr

"Und Frauen haben doch wirklich viele Möglichkeiten sich ordentlich und schick zu kleiden (auch ohne Jeans)."

Eben. Und das auch noch modisch und "jung" - siehe Kollektionen von Esprit zum Beispiel.
LG
Ch.

Beitrag von mama-02062010 01.02.11 - 19:33 Uhr

In meiner Bewerbung habe ich noch nie meine Stärken rein geschrieben, weil ich einfach nicht die passenden finde.
Auch zu einen Vorstellungsgespräch gehe ich in jeans und polluver, habe auch schon einen Job bekommen, allerdings sind es ja auch keine Bürojobs die ich ausübe.

Stoffhose und Bluse trägt man ja auch nur in Vorstellungsgeprächen wo man diese auch auf Arbeit trägt wie bei der Bank.

Beitrag von hippogreif 01.02.11 - 21:05 Uhr

Sorry, also für einfache Aushilfsstellen mag das gelten, was Du schreibst. Aber für jede halbwegs vernünftige Stelle ist es völlig selbstverständlich nicht in Jeans und T-Shirt zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen.
Da kommt man nunmal nicht hin wie zu einem Kaffeekränzchen, sondern erweißt dem Chef und der Firma Respekt und zeigt, dass man die Besonderheit der Situation verstanden hat.
Im Übrigen zu Deinem Bankbeispiel: dort ist man mit ziemlicher Sicherheit mit Stoffhose und Bluse durchgefallen. Ein Hosenanzug oder Kostüm ist absolutes Muss.

PS: gut gemeinter Tipp: setz Dich mal 5 min in Ruhe hin und überlege Dir, welche persönlichen Stärken Du hast - sowas ist nicht nur für den Job gut...

Beitrag von hippogreif 01.02.11 - 21:13 Uhr

Ein Vorstellungsgespräch ist keine alltägliche Situation! Du würdest zu einer Hochzeitsfeier, dem Abschlußball oder einer Beerdigung ja auch nicht im Schlabberpulli kommen, oder?
Man erweist mit der Wahl seiner Kleidung zum Vorstellungsgespräch der Firma und dem Chef gegenüber seinen Respekt und zeigt, dass man verstanden hat, dass es eine besondere Situation ist.
Und eine vernünftige Ausdrucksweise in einem Anschreiben zeigt einfach nur, dass Du der deutschen Sprache mächtig bist und unterscheidet Dich von denen, die sich auf Helferstellen bewerben.
Das alles ist Bestandteil von gewissen Höflichkeitsformen und Etiketten, so wie es sich auch gehört, "Gesundheit" zu sagen, wenn jemand nießt oder älteren Menschen im Bus einen Platz anzubieten.

Beitrag von nele27 02.02.11 - 11:37 Uhr

Hi!

So blöde Floskeln wie Du genannt hast, stellen in der Tat keine gute Bewerbung dar!!!
Man sollte das Schreiben schon individuell und genau auf die Stelle zugeschrieben gestalten. Schließlich ist es eine Bewerbung, kein Kettenbrief, den man dann an alle verschickt.

Und der Satz "Mit großem Interesse habe ich Ihr Annonce gelesen" ist so ziemlich das Blödeste, was es in der schönen bunten Welt der Bewerbungen gibt :-)

Naja und zu den Klamotten haben andere schon was gesagt - Respekt ist das Schlüsselwort ...

LG, Nele

Beitrag von marion2 02.02.11 - 12:48 Uhr

"dass ich mich frage, ob sich hier alle auf eine Geschäftsführer-Position bewerben, weil das meiste so hochgestochen klingt."

Als Geschäftsführer scheint man auch die Fäkalsprache beherrschen zu müssen... (man erlebt so sachen im laufe eines lebens, ....#augen)

Ich hab auch ein total gruseliges Vorstellungsgesprächsoutfit.

Gruß Marion

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