gewollt oder ungewollt kinderlos?

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Beitrag von serdes 01.02.11 - 15:44 Uhr

Hi!

Bin neu hier und habe gleich mal eine "komische" Frage.

Nachdem mein Mann und ich seit 3-4 Jahren vergeblich ersucht haben ein Kind zu zeugen, liessen wir uns mal gründlich durchchecken. Bei mir war alles o.k, bei ihm zeigte das Spermiogramm eine ziemlich schlechte Morphologie.

Wir könnten künstlich befruchten oder auch noch ein paar Jahre unser Glück versuchen, aber wir haben uns aus verschiedenen Gründen gemeinsam dagegen entschieden und ich lasse mir jetzt wieder die 3-Monatsspritze geben.

Nun habe ich das einer Freundin erzählt und sie meint dann im Verlauf des Gesprächs, dass wir ja dann nicht ungewollt kinderlos seien, weil wir entschieden haben es nicht weiter zu versuchen.

Ich war etwas verblüfft, empfinde das eigentlich nicht so. Wie seht ihr das?

LG

Beitrag von mama2kinder 01.02.11 - 15:49 Uhr

Hallo,

meine Meinung: Wer verhütet, will keine Kinder.

LG



Beitrag von canadia.und.baby. 01.02.11 - 15:50 Uhr

Ich würde es gewollt Kinderlos ausdrücken , denn du verhütest nun ja wieder anstatt es aufs Glück ankommen zu lassen.

Würdet ihr nun weiterhin alles mögliche versuchen und es klappt einfach nicht wäre es ungewollt.


LG

Beitrag von loona-25 01.02.11 - 15:55 Uhr

Haaalllooo#winke
ich würde auch sagen gewollt kinderlos.

ihr könntet es ja weiter versuchen wenn ihr "wollen" würdet.
#kratz was für ein blöder Satz


LG loona

Beitrag von alegria72 01.02.11 - 15:58 Uhr

Hallo,
daß man die Strapazen einer künstl. Befruchtung nicht auf sich nehmen will, kann ich wohl verstehen aber wenn man nicht mal dem Zufall eine Chance gibt, dann ist es für mich "gewollt kinderlos".

Gruß
Eva

Beitrag von biene81 01.02.11 - 15:58 Uhr

Du verhuetest. Wozu verhuetest Du? Genau, weil Du keine Kinder willst. Also bist du gewollt kinderlos.

LG

Biene

Beitrag von serdes 01.02.11 - 16:02 Uhr

Nein, ich verhüte weil ich keine Menstruation mehr haben will. Den Kinderwunsch haben wir ad acta gelegt weil es auf natürlichem Weg nicht funktioniert.

Beitrag von biene81 01.02.11 - 16:05 Uhr

Hm, dann verstehe ich nicht warum Du die Verhuetung und die Entscheidung gegen ein Kind in einem Satz nennst, aber ist ja auch egal.
Ich denke, solange es eine Moeglichkeit gibt schwanger zu werden und Du diese Moeglichkeit verhinderst, bist Du gewollt kinderlos.

LG

Biene

Beitrag von litalia 01.02.11 - 18:59 Uhr

du belügst dich doch selber.

eine klitzekleine chance habt ihr doch auf normalen wege schwanger zu werden oder etwa nicht???

wenn ihr ein kind haben wollen würden dann würdest du dir NIE die 3 monatsspritze geben lassen nur damit du keine mens mehr bekommt.

ihr wollt kein kind mehr, das steht fest! also seit ihr dann auch gewollt kinderlos!

Beitrag von serdes 01.02.11 - 16:00 Uhr

Wie gesagt wir haben es 3-4 Jahre versucht, das ist eine ziemlich lange Zeit. Und mit 93% Kopfdefekten bei der Morphologie ist eine natürliche Befruchtung so ziemlich ausgeschlossen (sagen jedenfalls unsere Ärzte)

Heisst das, jeder der nicht "nachhelfen" will ist gewollt kinderlos?

Beitrag von alegria72 01.02.11 - 16:01 Uhr

aber warum verhütest du dann?

Beitrag von biene81 01.02.11 - 16:02 Uhr

Es besteht ja die Moeglichkeit natuerlich schwanger zu werden, auch wenn die Chance gering ist. Denn ansonsten wuerdest Du doch nicht verhueten, oder?

Beitrag von windsbraut69 01.02.11 - 16:04 Uhr

Nee, jeder, der verhütet!

LG

Beitrag von litalia 01.02.11 - 19:03 Uhr

fakt ist doch: du verhütest und gibst damit den kinderwunsch komplett auf. nicht mal die 1%ige chance die es vielleicht gibt nutzt du.

also gewollt kinderlos!

wenn ihr euch sehnlichst ein kind wünschen würdet, ohne wenn und aber! dann würdet ihr auch gemeinsam den weg der künstlichen befruchtung gehen....meine meinung!

Beitrag von serdes 01.02.11 - 16:10 Uhr

Also um es übersichtlicher zu machen: Wir haben unseren KiWu aufgegeben als wir erfahren haben, dass die Wahrscheinlichkeit auf natürlichem Weg schwanger zu werden absolut minimal ist und wir seit 3-4 Jahren jeden Eisprung genutzt haben und nichts passiert ist.

Nachdem wir also gemerkt haben, dass sowieso nichts passiert und nichts passieren wird, habe ich mich entschieden die Menstruation gleich mit dem KiWu loszuwerden und verhüte nun wieder.

Muss ich also wirklich jahrelang auf den 6er im Lotto warten, um als ungewollt kinderlos zu gelten?

Ich hab das mal mit meinem Mann besprochen, er sieht uns eindeutig als ungewollt kinderlos an. Ich seh das irgendwie schon auch so...

Beitrag von alegria72 01.02.11 - 16:15 Uhr

...also ICH würde in dem Fall auf den Sechser im Lotto warten. Du wärst sicher nicht die erste, die schwanger wird, obwohl es als sehr unwahrscheinlich angesehen wird.
Allerdings wäre ICH im Falle eines unerfüllten Kinderwunsches auch sehr wahrscheinlich den Weg einer künstl. Befruchtung gegangen.

Beitrag von lucccy 01.02.11 - 16:16 Uhr

Hallo,

mal ne blöde Gegenfrage: ist man denn in Deinen Augen auch nach 6 Monaten ohne Verhütung ungewollt kinderlos?

Gruß Lucccy

Beitrag von serdes 01.02.11 - 16:21 Uhr

Da man ja schon nach 2-3 Jahren üben von Sterilität spricht, würde ich jetzt meine 3-4 Jahre nicht mit 6 Monaten vergleichen. Ist ja schon noch ein Unterschied. Aber prinzipiell würde ich schon sagen, wer ein Kind will und keins bekommt gilt als ungewollt kinderlos

Beitrag von simone_2403 01.02.11 - 16:32 Uhr

Du aber nicht,denn du verhütest trotzdem.

Ungewollt Kinderlos wäre für mich,wenn du auf Verhütungsmaßnamen verzichtest und tatsächlich auf den 6er im Lotto hoffst/wartest.

Nachdem du verhütest sagst du wissent und willentlich NEIN zum eventuelle 6er im Lotto.

Beitrag von lucccy 01.02.11 - 16:40 Uhr

Hallo,

nein, man kann 3-4 Jahre nicht mit 6 Monaten vergleichen, da hast Du recht. Aber jede hormonelle Verhütung kann durchaus nachwirken und aus 3-4 Jahren nur noch 2-3 werden lassen, selbst wenn regelmäßig eine Blutung vorhanden war.

Ich kann aber auch den Standpunkt Deiner Freundin verstehen. Denn ungewollt kinderlos sein zu wollen, aber dem 6er im Lotto keine Chance geben, das ist schon ungewöhnlich.

Habt Ihr eigentlich über Details gesprochen? Mich würde ja auch interessieren, ob eine Bauchspiegelung bei Dir gemacht wurde, ob mehrere SG im nötigen Abstand gemacht wurden, ...

Gruß Lucccy

Beitrag von snowwhite1974 01.02.11 - 16:28 Uhr

Wofür ist es denn so wichtig, als ungewollt kinderlos zu gelten?

Die Art, wie Du darüber schreibst, macht auf mich nicht den Eindruck, als sei für Euch/Dich ein Lebenstraum zerbrochen - sollte halt nicht sein und gut ist - von daher verstehe ich nicht, wieso Dich das Thema umtreibt.

Musst Du Dich anderen gegenüber rechtfertigen oder befürchtest Du, andere könnten Dir bei "gewollter Kinderlosigkeit" etwas Negatives unterstellen?

Gruß snowwhite

Beitrag von serdes 01.02.11 - 16:32 Uhr

Es îst ja nicht so, dass ich mir jetzt darüber tage- und nächtelang den Kopf zerbreche, aber es fühlte sich in dem Moment einfach sehr komisch an.

Ich sehe mich als ungewollt kinderlos und sie knallt mir dann so hin, wir würden es ja nicht wollen. Das ist schon ein bisschen strange...

Beitrag von silbermond65 01.02.11 - 16:36 Uhr

Hört sich vielleicht hart an ,aber im Grunde genommen hat sie eigentlich recht.
Es gibt die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung für euch ,wenn ihr nicht auf den Sechser im Lotto warten wollt .
Ihr nutzt diese Chance nicht,also wollt ihr nicht. Ich sehe das auch so.
Wäre Adoption denn auch kein Thema für euch?

Beitrag von serdes 01.02.11 - 16:54 Uhr

Künstliche Befruchtung kam für uns nie in Frage, das sind unter anderem auch Glaubensgründe zudem die Belastung durch Hormone und dazu noch die psychische Belastung.
Das stand für uns beide nie zur Debatte.

Auf eine Adoption mache ich mir ehrlich gesagt nicht viel Hoffnungen, ist schwierig.

Beitrag von silbermond65 01.02.11 - 17:11 Uhr

zudem die Belastung durch Hormone


Aber die 3-Monatsspritze ,der Hormonhammer schlechthin, ist für dich okay?

Auf normalem Wege schwanger zu werden.....dauert wahrscheinlich lange oder geht gar nicht......ist euch zu schwierig,da wird lieber verhütet....warum auch immer.
Künstliche Befruchtung ist euch durch die ganzen Belastungen zu schwierig.
Adoption.......zu schwierig.

Ich will dir nicht zu nahe treten,aber bist du sicher ,daß du bzw. ihr jemals wirklich Kinder wolltet ?
Es ist in euerm Fall sicher nicht einfach ,aber irgendwie wollt ihr in meinen Augen gar nicht wirklich.