Verhalten vom Ex nach der Trennung

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von *** 01.02.11 - 16:11 Uhr

Hallo,

ich weiß, man sollte nach einer Trennung irgendwann loslassen, nach vorne schauen und das Leben genießen, man hat schließlich nur das eine.

Ich mache das auch. Ich bin jetzt in einer sehr glücklichen Beziehung, glücklicher als es die davor war; ich hab hier auch schon so einiges über meine vermurkste Beziehung zu meinem spielsüchtigen Noch - Ehemann geschrieben, der mich zudem auch noch behandelt hat, als sei ich der letzte Dreck.

Im Moment habe ich den Eindruck, als ob er in seiner neuen Beziehung (oder für die neue Frau?) so einige Dinge geändert hat, die ich mir auch gewünscht hätte (bis auf die Spielsuchttherapie, die macht er immer noch nicht, die hätte er aber auch für sich (!) machen müssen) und die ich auch angesprochen hab bzw. wir haben darüber geredet; manchmal hat er nix getan, manchmal etwas für 2 Wochen geändert und ist dann in sein altes Verhalten "zurück gefallen".

Es tut nicht mehr richtig weh, das mit zu bekommen, aber es "kratzt" mich schon ein wenig.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit klar gekommen?

#danke im Voraus für eure Antworten!

Beitrag von nalle 01.02.11 - 16:49 Uhr

Du bist jetzt Glücklicher

Er ist jetzt Glücklicher

Da ändert man schon mal sein Verhalten ;-)

Also seit alle Glücklich und stör Dich nicht daran ....

Ändern kannst Du eh nicht !

Manchmal brauchen Menschen neue Wege um sich zu ändern.Er hat einen neuen Weg (neue Partnerin) gefunden.

lg

Beitrag von nightwitch 01.02.11 - 18:57 Uhr

Hallo,

wie lange sind die beiden schon zusammen?
Ich wette mit dir, es dauert nicht mehr lange, da fällt er auch bei ihr in alte Verhaltensmuster zurück ;-)

Ich habe mich z.B. von meinem Partner getrennt, weil ihm das "Familienleben innerhalb der Woche zu anstrengend wurde". Es war ihm zu stressig, am Familienalltag teilzunehmen, er wollte nur die "Sonnenseiten" einer Familie (Ausflüge, wenn es IHM passt, die Kinder bespaßen, wenn ER gerade mal Lust hatte und nicht am PC gesessen hat, wollte nach der Arbeit nicht noch gerade im Discounter vorbei, weil ich keine Möglichkeit hatte Getränke zu holen usw).

Jetzt hat er sich mehr oder minder eine "Neue" angelacht. Erst hat er mit ihr das Singleleben genossen (sie hat schon ein Kind, aber am Wochenende ist das fast immer abgeschoben - anders kann man es wirklich objektiv gesehen nicht bezeichnen) und nun stellt sie auch Ansprüche in der Woche ...

Sprich: melde dich ständig bei mir, wenn du unterwegs bist, komm nach der Arbeit bitte doch noch vorbei (er ist oftmals nur knapp 6-7 Stunden zu Hause gewesen, dann halt schnell was essen und schlafen) und bring das und das mit...

Also tut er jetzt wieder genau das, was er bei mir nicht mehr wollte.

Jetzt beschwert er sich bei mir (wohlgemerkt, wir sind mal grad einen Monat auseinander). Sie würde ihn einengen usw.

Tja... Pech gehabt denk ich mal. Sicher, die Trennung ist nicht leicht, aber für die Kinder und mich definitiv die richtige Entscheidung. Ich will ihn nicht mehr zurück. Eigentlich... mein Herz und meine Gewohnheit müssen das nur noch akzeptieren ;-)


Also: lehn dich zurück und genieße deine neue Partnerschaft. Grüble nicht über alte Zeiten. Er wird sich im Laufe der Zeit nicht grundlegend geändert haben. Irgendwann fällt fast jeder in seine Verhaltensmuster zurück - der eine früher, der andere später.

Gruß
Sandra

Beitrag von *** 02.02.11 - 09:46 Uhr

Hallo Sandra,

danke für deine Antwort.

Die beiden sind seit letzten Mai zusammen, ich bin im Februar gegangen. Wir waren insgesamt über 12 Jahre zusammen, davon fast 2 verheiratet.
Sie hat ein Kind, einen Jungen im Alter von 3 Jahren. Mit mir wollte er angeblich auch Kinder (als er mir den Antrag gemacht hat, hat er gemeint, er hätte jetzt kapiert, um was es geht, und dass er Nägel mit Köpfen machen will, mich heiraten, eine Familie gründen. Leider hat er wohl vergessen, dass man dafür auch miteinander schlafen sollte und ist lieber spielen gegangen, noch mehr als vor der Hochzeit :-[).

Nun ja, sie hat jetzt also ein Kind (als wir uns zu einer Aussprache trafen, meinte er auch, dass die nächste Frau entweder gleich eins hat, oder 27 Jahre alt oder jünger sein sollte, auf keinen Fall wolle er nochmal eine so alte Frau wie mich (ich bin 32, er 39), das wäre ja schon zu alt zum Kinderkriegen :-[

Er hat mir dann vor Kurzem auch vorgejammert, wie stressig der Urlaub mit Kind war. Ich hab auch den Verdacht (hab Anhaltspunkte!), dass er noch spielt.

Dennoch: Im Moment sieht es so aus, als ob er mit seinem geliebten Hobby, dem Sportkegeln (wobei es ihm da wegen dem Trinken und Feiern gefallen hat, der Sport an sich hat ihn nicht so gereizt, hat er immer gesagt) aufgehört hat.
Wenn ein Spiel ist, dann ist mal schnell so ein Samstag oder Sonntag gelaufen; er wusste das, hätte es aber nie für unser Familienleben aufgegeben, für sie hat er das offensichtlich. Ich muss aber auch so ehrlich sein und zugeben, dass ich es nie verlangt hätte. Ich hab ihn so geliebt wie er war und eigene Hobbiesund Freiräume gehören für mich dazu, auch heute noch; irgendwann hat es halt Überhand genommen. Da wurde nicht mehr trainiert, sondern nur noch Karten gespielt und in die Spielhölle gefahren.
Zudem hat ihn das Familienleben, nach eigener Aussage, sehr eingeengt und Verantwortung übernehmen (für ein gemeinsames Kind) hat ihm Angst gemacht. Auch wenn diese Gedanken kamen und Feiertage im Kreise der Familie anstanden oder vorüber waren (gerade Weihnachten war so ein Thema), fuhr er lange in die Stadt und ging (wie ich heute weiß), spielen.

Und jetzt hat er das alles angeblich aufgegeben und sitzt brav zu Hause bei Freundin und deren Kind?!

Ich mag's nicht so recht glauben und frage mich, wenn er mich so sehr geliebt all die Jahre, mit mir ein Haus gebaut hat und mich gefragt hat, ob ich ihn heiraten und mit ihm alt werden will, warum hat er all das nicht mit mir gekonnt? Warum hat er mich immer alleine gelassen mit dem Haus und Garten und der vielen Arbeit damit und mir immer gesagt (auch nach der Trennung!), dass ich die beste Frau von allen sei und keine käme mehr an mich ran?

Nun ja, dieser Thread hilft mir dabei, auch in diesem Punkt los zu lassen; eine ehrliche Antwort von ihm werde ich wohl eh nie erhalten.

#danke nochmal, du hast recht, ich schaue nach vorne und genieße mein neues Glück #blume

GLG ***

Beitrag von joermungander 02.02.11 - 09:27 Uhr


oh, ich würde mich freuen, wenn mein Exfreund endlich eine neue (liebe) Freundin hätte und er wieder glücklicher wäre. :-D

Wir verstehen uns ganz gut und ich wünsche ihm sehr, dass er endlich eine findet, die besser zu ihm passt als ich es getan habe.

Beitrag von *** 02.02.11 - 12:03 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Ich wollte nicht, dass man meinen Beitrag falsch versteht. Natürlich gönne ich ihm eine neue Partnerschaft und ein neues Glück. Ich hatte sogar gehofft, dass er durch mein Gehen "aufwacht", der nächsten Partnerin reinen Wein über seine Spielsucht einschenkt und für sich und sein neues Glück eine Therapie beginnt.

Das hat er nicht getan. Ganz im Gegenteil, sie weiß noch nicht mal was davon und denkt, ich wäre wegen einem anderen Mann (angebliche Affäre während meiner Ehe, die ich aber nicht hatte, das sind alles seine Lügen) gegangen.

In dem Punkt, hätte ich mich gefreut, wenn das neue Glück ihn dazu motiviert hätte, sein Leben zu ändern.

Ich freu mich auch jetzt, nur dass Familie, Verantwortung, gemeinsame Freizeitaktivitäten für ihn früher ein "no go" waren (siehe meine Antwort oben) und er gemacht hat, was er wollte (hab ihm immer gesagt, er verhält sich wie ein Single in unserer Beziehung, war aber zu co-abhängig, um einen Schlussstrich zu ziehen) und auf einmal nicht mehr?

Vielleicht ist das der Schlüssel, vielleicht hat sie jetzt "die Hosen an" und sagt ihm, wo es langgeht und vielleicht hat er all die Jahre genau das gebraucht.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich unerfahren war, als wir zusammen kamen und er schon mehrjährige Beziehungen (auch mit Zusammenleben) hatte; falls ihm da von Anfang an was gefehlt hat, dann hätte er es mir zumindest sagen müssen, denn ich hab ihn abgöttisch geliebt und fühlte mich (vor der Spielsucht) auch geliebt und wurde auch gut behandelt (dennoch: kein Vergleich zu der Beziehung heute). So hätten wir beide vor inzwischen 13 Jahren die Chance auf ein neues Glück gehabt und ich hätte vielleicht schon Familie...
Andererseits hätte ich dann auch diesen wunderbaren Mann, mit dem ich jetzt zusammen bin, nicht kennen gelerntM dann ist es wohl gut so, wie alles gekommen ist.
BTW:Findet ihr, dass man mit 33 Jahren zu alt ist für das erste Kind?

Wie schon geschrieben, ich werde für mich auch dieses Thema abschließen müssen, ihm wünschen, dass er wirklich glücklich ist (er meinte mal, "die Nächste wird nach Strich und Faden verarscht, ob mit Kind oder ohne, weil ich keine mehr an mich ranlasse" - mich hat er übrigens auch nicht an sich rangelassen, fällt mir dazu noch ein, die Ex vor mir hat ihm schon das Herz rausgerissen) und mich um mein Glück und mein Leben "kümmern".

#danke für deine Antwort

***

Beitrag von anira 02.02.11 - 18:03 Uhr

eine gute bekannte ist das erste mal mit 36 mama geworden
das 2te mal mit 38;)

Beitrag von *** 03.02.11 - 14:02 Uhr

Ich dank dir.

LG ***