Nabelschnurblut

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von happykid1981 01.02.11 - 16:27 Uhr

Hallo Zusammen#winke

Wir bekommen im Mai unseren 2. Krümel. Beim ersten Kind wollten wir unser Nabelschnurblut spenden. Das hat leider nicht geklappt, weil ich ne ziemlich schnelle Geburt hatte und der Kreissaal überfüllt war. Naja ist ne längere Geschichte...#bla

Nun würde ich gerne das Nabelschnurblut unseres 2. Kindes einlagern lassen, weil man es ja evtl. noch mal selber benötigt. Mein Mann ist dagegen der Meinung, dass wir das Blut diesmal spenden sollten, da man ja nicht weiß, ob man es wirklich im Ernstfall für das eigene Kind brauchen kann. Die Sache ist ja auch nicht ganz billig. Aber ich denke, wenn ich für ca 1500€ vielleicht das Leben meines Kindes retten kann, dann ist mir das nicht zuviel und ich würde mir ehrlich gesagt in den A.... beißen (sorry für den Ausdruck) wenn mein Wurm dann was bekommt und mir die Sache damals zu teuer war.

Würde gerne wissen, wie Ihr zu dem Thema steht?

Danke für Eure Antworten...#sonne

lg

Beitrag von ju.ja 01.02.11 - 17:02 Uhr

Hallöchen,
ich möchte spenden, denn die Chance es selber zu brauchen ist soooooooooo gering (und eben für uns echt mega mega teuer), aber die Chance jemand anderem zu helfen ist höher!
Lg
ju.ja

Beitrag von zwei-erdmaennchen 01.02.11 - 17:12 Uhr

Hi,

ich sehe das genau wie du. Ich könnte es mir nie verzeihen wenn ich mir irgendwann mal denken müsste "Oh hätt ich doch...". Wir haben das NS-Blut bei beiden Kindern einlagern lassen. Ich habe dabei aber nicht nur an ganz schlimme Krankheiten gedacht (da hilft das Blut ja oft eh nicht wirklich wie z.B. bei Leukämie - da sind wir aber jetzt durch das Geschwisterblut wahrscheinlich besser abgesichert). Es gibt ja derzeit viele Möglichkeiten damit um insbesondere Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes zu behandeln. Allein das war es mir schon wert. Und da die Forschungen da ja auf Hochtouren laufen könnte es durchaus sein, dass man in ein paar Jahren damit schon ganz andere Sachen behandeln kann. Letztens habe ich erst von einem Kind gelesen, das nach einer Hirnschädigung damit behandelt wurde und sich nun deutliche Besserung eingestellt hat. Klar hofft man, dass man es nie braucht. Aber ich für meinen Teil bin da eher auf der sichereren Seite.

Also wir würden es immer wieder so machen. Spenden ist zwar nicht schlecht, aber wer garantiert mir, dass das Blut dann noch da wäre wenn mein Kind es bräuchte??? Darum käme das für mich nie in Frage.

Falls ihr euch dazu entscheidet, ich habe hier noch nen Gutschein über 100 Euro von Vita34 rumliegen. Gebe ich gern weiter ;-).

Aber insgesamt kostet es zumindest dort schon mehr als 1500. Weiß den genauen Betrag nicht mehr aber über 2000 waren's schon #kratz.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von maari 01.02.11 - 17:14 Uhr

Hi,

wir werden das Blut - wenn alles normal läuft - spenden. Ich werde bei der KS-Besichtigung abklären, ob und wie genau das funktioniert bzw. wann man das anmelden muss.
Meines Wissens ist nicht 100%ig geklärt, dass das eingelagerte Blut dem eigenen (also spendenden) Kind in x Jahren überhaupt noch etwas nützt, weil es keinerlei Erfahrungen mit so langen Lagerzeiten gibt.
Dazu kommen noch die geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eine Krankheit bekommt für die eigene Stammzellen überhaupt hilfreich sind (sind sie nämlich bei einige Krankheiten nicht, da ist fremdes "Material" besser) und die hohen Kosten.
Ich hoffe einfach darauf, dass sich, sollte mein Kind oder ein anderes Familienmitglied jemals eine Stammzellenspende benötigen, ein Spender findet und bin deshalb auch selber als Spender registriert (wenn auch momentan wg. der SS "auf Eis gelegt").

LG Maari (20. SSW)

Beitrag von grinsekatze85 01.02.11 - 19:11 Uhr

Hallo!

Wir haben das auch gespendet, da uns es finanziell nicht möglich war das einzulagern #schmoll, was ich wirklich sehr sehr schade finde. Also Leute die Geld haben können das Einlagern lassen und die die nicht viel Geld haben, haben halt Pech.

Erst wollten wir es garnicht spenden, aber haben uns dann doch entschieden, dies wenigstens zutun in der Hoffung, wenn wir mal wirklich was haben (egal wer und was) was wir NIEMALS hoffen wollen, das jemand dann uns auch hilft.

Ja leider sind 1500 € schon eine Menge Geld, klar würde ich mehr als nur Geld für das Leben meines Kindes geben, aber in Schulden stürzen wollten wir uns deswegen auch nicht. Ist halt ne Blöde Sache.

LG
grinse#katze die bei Kind Nr.2 irgendwann das selbe machen muss.

Beitrag von banshee1981 01.02.11 - 19:24 Uhr

Hi#winke

Also wir bekommen Zwillinge. Heißt auf uns kommen die doppelten Kosten zu. Wir haben uns informiert und wir finden das SERACELL die beste Variante ist. Man zahlt so um die 300 € einmalige Gebühr und dann kann man das Nabelschnurblut auch für monatlich 6 € einlagern. Finde das einfacher zu bewältigen als einige Tausend Euro auf einmal. Und uns geht es finanziell wirklich sehr gut. Ich denke 6 € bzw. bei uns 12 € im Monat ist Kleckerkram und das investiere ich gerne für das Leben meiner Kinder. Auch wenn es nacher nicht zum Einsatz kommt, aber man hat doch irgendwie das ruhige Gewissen, alles getan zu haben.

Ich hoffe nur das Seracell auch in meiner Wunschklinik angewendet wird#zitter. Das ist wohl auch nochmal die große Frage????


Liebe Grüße an alle:-)

Beitrag von nicolefischer 01.02.11 - 21:30 Uhr

Guten Abend liebe Kugelbäuche!

Hab mich mit diesem Thema umfassend beschäftigt. Bin Kinderkrankenschwester von Beruf und betreue krebskranke Kinder. Hatte einige Gespräche mit unseren Ärzten ( sogar dem Oberarzt Onkologie) alle haben mir geraten das Geld sinnvoller zu verwenden...

Die Stammzellforschung sei noch viel zu weit weg um jetzt Nabelschnurblut einzulagern. Es wird viel mehr Blut benötigt als abgenommen wird, und ob die Stammzellen in 5-10 Jahren noch "zu gebrauchen" sind ist auch ungewiss!

Das waren die häufigsten Aussagen die ich zu hören bekommen habe.
Leider wurde das Thema Nabelschnurspende nicht angesprochen, aber ich denke das das Blut viel zu wenig ist um daraus die nötige Menge an Stammzellen zu gewinnen.

Schöne Kugelzeit
Nicole 36.SSW

Beitrag von zwei-erdmaennchen 01.02.11 - 22:42 Uhr

Hi Nicole,

dass das NS-Blut nur bedingt zur Krebstherapie geeignet ist das ist ja hinlänglich bekannt. Wer es deswegen einlagert hat sich nicht wirklich informiert. Da wir jedoch auch NS-Blut der leiblichen Geschwister eingelagert haben sieht die Sache wahrscheinlich schon wieder anders aus. Klar sind es nicht sooooo viele Stammzellen aber besser wenige als gar keine.

Leider ist es so, dass es nur wenige Ärzte gibt, die wirklich etwas von dieser Therapieform verstehen (auch in der Onkologie gibt es da nur ganz wenige in Deutschland) von daher bin ich da sehr zurückhaltend. Und wenn ich es mit der größten Koryphäe auf dem Gebiet der Onkologie zu tun habe so heißt das leider noch gar nichts. Ich hab mich da lieber weltweit in erfolgte Studien und Therapieberichte zu genau dem Thema eingelesen.

Insbesondere bei Stoffwechselerkrankungen gibt es ganz tolle Erfahrungen auf dem Gebiet. Und wenn ich durch die Einlagerung meinen Kindern vielleicht eine Erkrankung erleichtern kann dann mache ich das.

Außerdem ist die Stammzellforschung in den letzten Jahren nahezu explodiert und es sind unzählige Forscher aktuell auch damit beschäftigt, so dass niemand sagen kann wie schnell es da weitere Meilensteine geben wird.

Aus diesen Gründen halte ich es für sehr sinnvoll das Nabelschnurblut einlagern zu lassen. Für mich gibt es auch nichts sinnvolleres als meinem Kind vielleicht im Falle des Falles helfen zu können.

Wir konnten uns bei keinem unserer Kinder das wirklich so einfach leisten und mussten dafür an anderen Ecken ganz schön sparen. Aber gerade weil ich mich so umfangreich informiert habe würde ich immer wieder so entscheiden.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von matongea 02.02.11 - 10:06 Uhr

Ich glaube leider, dass das nur Geldmacherei ist mit der Angst der Eltern. Alle Ärzte mit denen ich gesprochen habe, raten dringend davon ab, für so etwas Geld auszugeben.

Krankheiten, die das Kind hat, sind dann ja im Nabelschnurblut sowieso angelegt und daher kann das gar nicht helfen, rein von der Logik.

Wir werden das Blut auf jeden Fall spenden, damit vielleicht einem anderen Kind geholfen werden kann.

Beitrag von expedition2008 02.02.11 - 12:12 Uhr

Ich werde es auch spenden und hoffen, dass mein Kleiner es nie brauchen wird.