Oma ist jetzt schon 2 Wochen tot, aber ich komm einfach nicht klar!

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von samy1981 01.02.11 - 19:05 Uhr

Meine Oma ist, nur einen Tag vor ihrem 80 Geburtstag, von uns gegangen! Sie wurde auf Reha verlegt, wir dachten wirklich jetzt geht es wieder aufwärts, aber sie hatte sich schon längst aufgegeben. Nur 5 Stunden nach ihrer Verlegung, haben einfach die Nieren ihre Funktion eingestellt, und dann hat auch noch das Herz einfach aufgehört zu schlagen! Die Ärzte fragten uns, ob sie sie weiterhin künstlich am Leben behalten sollen, aber hätte das noch einen Sinn gemacht, sie wollte sterben, sie hat sich mit Tränen von uns verabschiedet, sie hatte keinerlei Schmerzen! Nein, das wollten wir nicht und ich weiß auch die richtige Entscheidung getroffen zu haben, trotzdem tut es so entsetzlich weh.
Wir wollten doch richtig schön mit ihr feiern, statt desen musste ich ihr in der Leichenkühlung zum Geburtstag gratulieren und Leb Wohl sagen! Ich musste ihr einen Sarg aussuchen, obwohl ich viel lieber mit ihr ihren Geburtstag gefeiert hätte!

Ich hoffe so sehr, dass ihr geliebter Hund Benji und ihr Sohn sie im Himmel in Empfang genommen haben. Ich denke aber schon, sie sah sehr friedlich und glücklich aus! Ich hatte die beste Oma der Welt und werde sie immer im Herzen behalten!

Ich muss immer so stark sein, für meine Kinder, für meine Mutter, aber kaum bin ich alleine, so wie jetzt, weiß ich einfach nicht mehr, was ich tun kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nie mehr ihre weiche Hand halten werde, sie nie mehr meine Kinder in die Arme schließen kann. Ich bin so froh, dass wir dieses Jahr Weihnachten noch einmal alle zusammen verbracht haben und ich weiß auch, dass es für meine Oma das allerbeste ist, aber wie kann ich das meinem Herzen begreiflich machen?

Meine Oma war eine so herzensgute Frau, das wenige was sie besessen hat, hat sie mit uns geteilt. Ach man ich vermisse sie so schrecklich!

Jetzt habe ich dieses Wochenende erfahren, dass von Ihrem verstorbenen Sohn, ein Kind da ist, sozusagen meine Cousine. Der Kontakt wurde damals von dem neuen Lebensgefährten unterbunden. Naja jedenfalls hat meine Oma nie wirklich ihre andere Enkeltochter und auch ihren Urenkel kennengelernt! Mir tut das so weh, weil ich mir denken kann, wie verletzt meine Oma damals gewesen sein muss, dass sie ihre Enkeltochter nicht sehen durfte und als ich meine erste Tochter bekam, war sie so stolz endlich Uroma sein zu dürfen. Dabei war sie schon lange Uroma ohne es aber zu wissen!

Mir ist es ein großes Bedürfnis mit meiner Cousine Kontakt aufzunehmen, aber ich weiß nicht ob das richtig ist? Was soll ich denn ihr sagen, was ist wenn sie gar nichts mit mir zu tun haben will?

Oh man ich weiß momentan gar nicht weiter, mich zerreißt es innerlich, meine wichtigste Anlaufsstelle ist weg, mir fehlt meine Oma so!

Samy

Beitrag von derhimmelmusswarten 01.02.11 - 20:54 Uhr

#kerze

Ich kann dich verstehen. Mein Opa verstarb letzten Mai kurz nach seinem 84. Geburtstag unter schlimmen Umständen. Nun wurde meine Oma zu einem Pflegefall. Es ist schlimm, wenn man niemanden mehr hat. Und so schade für die Enkel und Urenkel.

Beitrag von sugargirl81 03.02.11 - 21:29 Uhr

Mein Opa ist am 05.Januar gestorben im Alter.Er wurde nur 81Jahre.Ich vermisse in so und komm auch nicht da mit klar.wenn ich ehrlich bin ich weine auch noch jeden Tag.
Ich verstehe dich und weiss wie du dich fühlst.

Eine #kerze für deine Oma und meinem Opa

und eine #kerze für alle Verstorbenen

Kuss Steffi mit Brian Conner und Ian (#stern 23ssw.)