Was mache ich nur mit meiner Tochter

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von lakeisha24301 01.02.11 - 19:19 Uhr

Hallo!


Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll...
Meine Tochter wird im März 10 Jahre alt und besucht die 4. Klasse.
Seit sie in die Schule geht "quälen" wir uns mit ihr herum.
Sie mault jedes Mal wenn wir sie fragen wie es war rum. Es war doof , es war schei... usw. Zum lernen hatte sie noch nie Lust. Wir mussten sie immer dazu überreden oder zwingen. Mal von sich aus - in den 4 Jahren evtl 5 mal wenns langt.
Ihre Noten waren immer so 3-4. Sie hatte auch mal eine 2 zwischendurch aber das glaub ich nur ne handvoll- wenn überhaupt.
Inzwischen hatten wir auch schon mehrere 5er.
Sie hat seit nem Jahr Nachhilfe weil es ohne nicht mehr ging.
Für die Hausi braucht sie manchmal den ganzen NAchmittag weil sie keinen "Bock" drauf hat und bockt dann eben stundenlang rum und macht erst am frühen Abend Hausi . Oder sie macht Hausi 3 std lang weil sie zwischendurch eben immer wieder spinnt.
Nun hat sie wie gesagt einmal in der Woche 90 Minuten Nachhilfe. Wir hatten auch schon 2 mal in der Woche 90 Minuten Nachhilfe, aber das geht einfach nicht mehr - finanziell. Es ist einfach zu viel und sie will eh nicht und mault auch da jedes mal rum. Sie ist einfach stinke faul.
Sie hat auch Probleme in manchen Bereichen - wurde in der Schule schon auf Matheschwäche getestet weil es in der 3. Klasse danach aussah. Es kam dabei heraus das sie keine hat aber sehr viel üben muss.
Ihre Noten haben sich auch immer mehr verschlechtert. Inzwischen hat sie eine 4 in Mathe eine 4 in HSU und in Deutsch immer noch eine 3 die sie schon immer hat. Aber wie gesagt , besser wird sie nicht - trotz Nachhilfe.
Ich bin langsam schon am verzweifeln weil ich nicht mehr weiss wie ich ihr noch helfen soll wenn sie nicht will.
Die Lehrerin meinte es muss mal "klick" bei ihr machen - vorher bringt eh alles nix. Naja da hat sie ja evtl sogar Recht aber es hilft mir nicht viel.

Nun bekamen wir hier ja die Notenübersicht mit den obigen Noten. Bei uns ist jetzt im Sep ja Übertritt und wir hatten immer gehofft das sie auf eine Realschule kommen kann. Es war kein Zwung aber ein Wunsch von uns! Und nun haben wir eben von der Lehrkraft gehört das sie es besser finden würde, Lakeisha erstmal noch 1 oder 2 Jahre auf eine Hauptschule zu schicken. Es ist für mich kein Weltuntergang - aber anscheinend fr den Rest der Familie.
Ich bekomme täglich fast gehört das ich ja dran schuld sein usw. Heute hatte ich eben wieder ein espräch mit meiner Schwiegermutter. Es seien alle so enttäuscht das sie noch nie eine 1 hatte und sie eben auf eine HS müsse... Wieso das so wäre und das dan wohl ich daran Schuld sein müsse. Beim Thema Jungs etc wäre sie interessiert und sie weiss auch wie Sex geht woher Kinder kommen usw. Das wäre schlecht das sie das alles wisse, sie sei erst 9 usw... Wir sind mit ihr bei einer Psychiaterin, weil sie auch sonst etwas schwierig ist. Mault jeden an, zickt sehr viel rum usw. Dort wurde ihr IQ bewertet. Es kamen 102 raus und es wurde gesagt sie sei damit im Durchschnitt.
Da komme ich wieder zurücl- das sie anscheinend nicht zu blöd ist sondern wirklich keine Lust hat auf Schule....

Und das regt mich etwas auf. Wir haben alles getan und nichts hilft. Nun meinte heute die Schwiegermutter auch noch das sie Nachhilfe fürn Ar... wäre weil sie eben eh nicht besser wird. Das sie schlecht ist usw. Die Lehrerin meinte aber wir sollen das lassen, da muss sie wenigstens einmal in der Woche was tun. Ich habe alleridngs nichts gegen die Nachhilfe. Ich sehe immer was sie mit meiner Tochter lernt. Oft sind es eben Sachen wo dann eine Probe dran kommt. Daheim kann Lakeisha diese Dinge und in der Schule sind sie wie weg geblasen.

Neusten Beispiel ihr Diktat. Sie kam mit einer 5 nach Hause. Es ging um i und ie. Die Wörter wurden sehr oft geübt - hat auch im Diktat funktioniert. Leider wurden dann andere Dinge falsch geschrieben. Sie schrieb zb fühlen statt füllen - oder wieggen anstatt wiegen.

Manchmal denke ich schon man übt was mit ihr und dann haben andere Sachen keinen Platz mehr bei ihr im Kopf....

Ich bin einfach Ratlos......

Kann mir jemand Tipps geben?

Sollten wir sie evtl noch mal testen lassen? Evtl stimmt doch was nicht mit ihr. Am liebsten hätten wir jemand der jeden Tag mit ihr Hausi macht und übt aber sowas kommt aus finanzieller Lage nicht in Frage. Da zahlt man sich ja dumm....


LG Anna

Beitrag von ilva08 01.02.11 - 19:59 Uhr

Hallo,

lass dich erstmal #liebdrueck . Du hast es ja echt nicht einfach mit deiner angeheirateten Verwandschaft... #augen

Du scheinst schon eine Menge ausprobiertzu haben, um bei deiner Tochter Verhaltensänderungen zu bewirken. Hast du schonmal mit Verstärkerplänen gearbeitet, zum Beispiel für die Hausis?

Schau mal hier:
http://www.mehr-vom-tag.de/bgdisplay.jhtml?itemname=g_downloads

Wirkt nicht nur bei ADHS - Kindern. ;-)

Wichtig ist, dass ihr eine Belohnung in Aussicht stellt, wenn eine Woche gut gelaufen ist. Z. B. ein schöner gemeinsamer Kinobesuch.

Ansonsten... Hast du schonmal daran gedacht, dich bei einer Erziehungsberatungsstelle beraten zu lassen? Die gibts in fast jedem Ort und die Beratung ist kostenlos. Ich habe damit gute Erfahrngen gemacht! #pro

LG

Beitrag von delfinchen 01.02.11 - 20:07 Uhr

hallo,

verhaltensmodifikation mithilfe eines verstärkersystems wäre auch mein vorschlag gwesen.
ich kann mir aber auch vorstellen, dass ein fehlerhaftes attribuierungsmuster vorliegt und die kleine deshalb nicht lernen will.
vielleicht mal beim beratungslehrer testen lassen, die haben spzielle tests für das lern- und arbeitsverhalten, den LAVI (für ältere kinder) oder aber den SESSCO oder SELLMO (wenn ich die namen richtig in erinnerung habe).


lg,
delfinchen

Beitrag von lakeisha24301 01.02.11 - 20:47 Uhr

Danke schön!

Werd ich in der Schule mal ansprechen...


LG Anna

Beitrag von lakeisha24301 01.02.11 - 20:44 Uhr

Danke schön! #liebdrueck

Naja eigentlich komme ich mit denen gut zurecht. Aber da war eben keiner auf der HS und alle mehr oder weniger fleissig etc. Meine Schwiegermutter kennt sowas nicht.... #augenJa mei kann eben net jeder so sein wie ihre Kinder. Sind eben alle anders.

Und solche 5 Minuten hat sie zum Glück nicht zuuu oft. Aber heute wars eben wieder mal soweit. Wenn sie sich was net erklären kann sind immer Leute dran schuld. Heute ich. Wer sonst......

So einen Belohnungsplan hatten bzw haben wir schon. Am Anfang ging alles gut. Sie wollte reiten lernen und hat dann geübt immer mal und dafür nen Aufkleber bekommen. Und eben wenn der Plan voll war ne reitstd oder nen Ausflug was sie eben wollte. Aber seit nem 3/4 Jahre geht das auch nicht mehr......


Bei einer Beratungstelle war ich bisher noch nicht aber wie gesagt ist sie in Behandlung auch weil wir eben nicht soo gut mit einander auskommen. Dabei kamen schon viele Dinge zum vorschein. Aber schulisch gesehen hats noch nichts geholfen. Egal was man sagt sie machts anders oder gar nicht...

LG ANna

Beitrag von froehlich 01.02.11 - 20:47 Uhr

Habt Ihr schon einmal über einen Wechsel an eine nicht-staatliche Schule nachgedacht? Zum Beispiel Waldorf oder Montessori? Wir haben uns vor der Einschulung unseres Sohnes sehr intensiv mit Alternativmodellen zu staatlichen Schulträgern befasst und haben im Verlauf dessen viele hochinteressante Gespräche mit Eltern führen dürfen, deren Kinder auf der staatlichen Schule "untergingen" - und auf der Waldorfschule plötzlich aufblühten. Motivation ist natürlich immer wichtig - aber manche Kinder brauchen einfach andere Anreize als die, die üblicherweise in den staatlichen Schulen gegeben werden. Ich will hier keinesfalls eine Debatte pro-kontra alternative Schulkonzepte eröffnen (!!!) - wir selbst haben uns schlussendlich für die staatliche Grundschule entschieden (nicht zuletzt deshalb, weil wir Zweifel an der Weltanschauung des Steiner-Konzeptes hatten), aber ich kenne wirklich persönlich einige Leute, deren Kinder vor allem auch bei Montessori glänzend aufgehoben sind. Geld ist logischerweise auch da ein Thema, aber das Schulgeld ist oft gestaffelt und berechnet sich nach dem Einkommen. Dies nur so als Tip und Anregung....

Alles Gute und viel Glück!

Beitrag von delfinchen 01.02.11 - 20:57 Uhr

hallo,

das montessori-konzept ist aber gift für kinder, die eigentlich nicht wollen und die immer zum arbeiten aufgefordert werden müssen.

ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei ihrer tochter was nützt, zumal es eigentlich schon zu spät ist. wenn man erst in der 4. oder 5. klasse mit der freiarbeit, wie sie montessori versteht, konfrontiert wird, glaube ich nicht, dass die kleine mit dieser enormen freiheit umgehen kann. im gegenteil, sie wird eher gar nichts mehr machen, wenn es nicht zwingend nötig ist.

lg,
delfinchen
delfinchen

Beitrag von lakeisha24301 01.02.11 - 21:01 Uhr

Das befürchte ich eben auch.... Das sie dann evtl noch weniger macht.. Und wie ich auch grad geschrieben habe, denke ich wäre es eben u spät jetzt...


Beitrag von lakeisha24301 01.02.11 - 21:00 Uhr

Hallo!


Ja bevor sie eingeschult worden ist habe ich mich damit sehr befasst. Sie ist schon immer mehr sportlich und musikalisch als alles andere. Bzw da hat sie auch eine 2 in der Schule, in den Fächern. Leider braucht sie eben die anderen auch.

Das Finanzielle wäre nicht so das Problem, da wir nun auch überlegt haben sie in eine Ganztagsschule zu tun ab der 5. Klasse und es da auch Geld kostet.... Je nach Schule mehr oder weniger.

Allerdings werde ich mit beiden Schulen nicht sehr warm. Ich hab da so meine eigene Meinung. Mir gefallen allerdings auch Sachen die in den Schulen anders gemacht werden. Aber mir missfällt zb das bei der Montesorri Schule bei uns hier Elternmitarbeit erwartet wird. Ich würde wirklich gerne - aber ich habe 3 Kinder einen Beruf. Ich weiss nicht wo ich da noch groß in der Schule mitarbeiten könnte.
Das ist nicht das Hauptproblem sondern mit eins....WObei man da sicherlich drüber reden könnte.

Aber die GS ist eben auch zu Fuß in 10 Minuten zu erreichen. Zu den andern Schulen müsste sie immer mit Bus oder Auto gefahren werden. Aber wie gesagt ausschlaggebend war für uns das wir eben nicht ganz warm damit geworden sind.

Wobei ich meinen entschluß fast schon bereue ich glaube doch das so eine Schule evtl doch was für sie gewesen wäre. Ich weiss nur nicht ob ein Schulwechsel nach der 5. Klasse jetzt noch sein soll?!
Unterm Jahr würde ich sie sehr ungern wechseln lassen.

Und vorallem etwas für die Schule tun muss man dort ja auch.... Sie hat eben zu nichts Lust. Ich weiss nicht ob sie da Lust hätte.....

Die Schule ist eine Hauptschule - würde auch passen. Sie ist eine wunderschöne Montessori.... Aber es wäre die Nachbarstadt wird müssten Gastschulantrag stellen. ICh weiss nicht ob wir einen bekommen würden..

Noch dazu habe ich ebe auch Vor - und Nachteile von solchen Schulen gehört.... Evtl werde ich noch mal mit der Lehrerin drüber reden. Allerdins hatte ich das Gespräch scho mal mit einer anderen aus der 2. Klasse und diese hielt von solchen schulen nichts....


LG Anna

Beitrag von froehlich 01.02.11 - 21:12 Uhr

Ich kann Dich total gut verstehen! Wir haben auch ewig hin- und herüberlegt und gemacht und getan.....ist keine leichte Entscheidung. Und natürlich wäre der Einstieg in ein Alternativmodell recht spät für Eure Tochter. Es gibt aber - laut Waldorfstatistik - viele Beispiele, wo dieser Wechsel super funktioniert hat. Delfinchen hat natürlich recht - mit der Montessorifreiheit oder auch der Waldorffreiheit muß man umgehen können....andererseits: wenn Deine Tochter musisch und gestalterisch begabt ist, könnte Ihr die Waldorf- oder Montessoriphilosophie vielleicht genau den "Kick" geben, den sie braucht, um endlich loszulegen. Ich würde mich an Eurer Stelle einfach noch einmal eingehend informieren und das Gespräch mit Lehrern beider Schultypen suchen. Daß staatliche Lehrer Alternativmodellen eher skeptisch gegenüberstehen ist nichts Neues. Davon würde ich mich erst mal nicht abschrecken lassen. Etwas anderes ist es, wenn IHR nicht warm werdet (wie gesagt: war bei uns letztendlich dann auch so, obwohl wir immer noch finden, daß die Waldorfschule in unserer Nähe einfach toll aufgestellt war!). Guckt doch mal. Solche Schulen haben bei uns in Bayern gerade jetzt im Januar/Februar Tage der offenen Tür, die würde ich auf jeden Fall nutzen, wenn's geht!

Beitrag von lakeisha24301 01.02.11 - 21:23 Uhr

Du sagst es. Genau genommen überlegen wir seit 4 Jahren hin und her. Ob es richtig war sie einzuschulen. Ob sie noch 1 Jahr gebraucht hätte... usw....

Laut Lehrerin haben wir alles richtig gemacht. Das eine Jahr hätte auch nix geändert.

Oh ja die Schulen hier sind wunderschön!! Egal ob in Erlangen oder in Nürnberg. Und wurst ob Wald. - oder Mont.- Schulen. Sie sind einfach sehr schon gebaut und gestaltet. Es muss wohl auch sehr beleibt sein weil die Schulen auch ziemlich voll sind....

Evtl werden wir doch mal die Schulen anschauen gehen. Ja die haben jetzt alle Tag der offenen Türe.

Werd evtl doch noch mal mit der lehrerin drüber reden und auch mal von dort mit den Schulen. Und evtl auch noch mal mit ihrer Ärtzin. Da haben wir jetzt bald wieder einen Termin...

Danke noch mal!

Beitrag von chaizy83 01.02.11 - 23:50 Uhr

Liebe Anna,

es tut mir leid für dich, mit deiner tochter so ein Stress zu haben, aber mal ganz ehrlich, ich denke du solltest konsequenter und darauf pochen das sie ihre Faulheit ablegt, deine Tochter hat kein bock gut denk dir ne alternative und vorallem gerechte strafe aus, was macht sie gerne usw, wird gestrichen punkt!

Weißt du meine Tochter ist auch kein As in der Schule, jedoch nehme ich mir die zeit zum lernen die sie braucht, klar hatte sie ne Phase gehabt Hausaufgaben???? Habe ich keine auf, als mir das nach 4 Tagen komisch vorkam, sprach ich mit der Lehrerin und die teilte mir mit das chantal seit 4 tagen keine HA vorgelegt hat ( schulmappe wurde täglich mit ihr zusammen durch geschaut,die HA hatte sie mit Absicht in der schule gelassen), ich hatte da schon so ne Ahnung gehabt jetzt sind wir so verblieben das meine tochter ein Ha heft hat und die lehrer ihre Kürzel drunter setzen müssen, für chantal war dies ein schock aber es funktioniert, verstehst du ich gehe auch vollzeit arbeiten und habe 2 kids und trotzdem würde meine mit so einem verhalten nicht weit kommen! Und das weiß sie auch.Meine kids wachsen in einer gewaltfreien zone auf und trotzdem gibt es strafen die konsequent durchgezogen werden.

Ist nicht nur gut für jetzt sondern auch für die Zukunft.....

Ich mache dir keinen Vorwurf aber klemm dich rein bevor deine Tochter ganz den hahn von ihrer seite zu dreht, du packst das es wird dich viele nerven kosten, aber ich bin mir sicher das du durch greifen kannst.

Ich drück dir die Daumen

alles gute und lg chaizy

Beitrag von lakeisha24301 02.02.11 - 11:38 Uhr

Hallo!


Ja das mit dem koseuqenter sein haben schon mehr gesagt. Ich muss leider gestehen das ich da etwas schludrig bin manchmal. Ich wurde streng erzogen und wollte so etwas nicht für meine Kinder. Und ich denke ich bin deshalb ein wenig zu "weich".

Allerdings kann ich auch konsequent sein. Ist bei mir ein hin und her - aber im großen und ganzen denke ich , könnte ich meine erziehung ein weniger strenger angehen.

DAs mit den bestrafen haben wir schon ausprobiert. Hilft leider auch nicht wirklich etwas. Sie wollte damals unbedingt reiten anfangen. Wenn sie mal wieder gesponnen hat wurde keine Reitstd ausgemacht. Oder wir haben abgesagt. Wir haben schon weggehvebote und besuchverbote gehabt... irgendwie leider alles hilflos. Im Moment haben wir wieder ein weg und besuchverbot. Sie schreibt am Freitag HSU Probe aber so richtig lernen tut sie nicht. Immerhin hat sie gestern ein wenig was getan dafür. Ein kleiner ERfolg schon mal. Allerdings wird das jetzt jeden Tag ein wenig gelernt.

Bei uns gehts auch Gewaltfrei zu ;-)

Wenn sie keine lust hat und bockt verlasse ich auch ihr Zimmer und lass sie ausspinnen. Wir hatten deswegen schon jedes Jahr gespräche mit der Lehrkraft. Die meinten immer wenn sie bis zb 18 Uhr keine Hausi erledigt hat, muss sie eben ohne am nächsten Tag in der Schule erscheinen und den Grund dafür der Lehrerin sagen. Das kam bisher noch nicht vor, weil sie eben immer dann doch noch nach 2 std spinnen gearbeitet hat. Aber das ist eben keine Lösung!
Wir klemmen uns da alle rein. Die Oma, die Eltern, die Tante, die Lehrkraft... Aber es hilft nicht wirklich was. Immer wenn man denkt es wird besser dann krachts wieder.

Danke schön fürs Daumen drücken!

LG Anna

Beitrag von chaizy83 03.02.11 - 12:28 Uhr

Hey Anna,

Ich kenn das mit der Erziehung und strenger sein und vorallem konsequent, ich wurde auch mega streng erzogen da ich das erste mädchen bin und dachte mir bei meinen kids mach ich es anders, ich tats und es ging in die hose, als ich anfing wirklich strenger( nicht so extrem wie meine Eltern ) zu werden was auch in maßen ist und vorallem konsequent alles durchziehe auch wenn ich mir manchmal denke naja eigentlich tut sie mair leid...... ich meine selbst beim gedanken schwach zu werden sag ich mir...... nein sie muss daraus lernen, es funktioniert ja auch, auch wenn ich mir manchmal anhören muss, dass ich voll gemein bin, das sie mich nicht mehr mag usw usw aber ich stehe über dem.

Ich glaube ganz fest an dich das auch du es schaffst glaub einfach dran und zeig auch mal deine "böse Mama" Seite #schein

Sei lieb #liebdrueck

also bis denne und wenn noch irgendwas ist schreib mich dann einfach persönlich an, würd mich freuen :-)

lg chaizy

Beitrag von lakeisha24301 03.02.11 - 20:08 Uhr

Danke! #liebdrueck mach ich!


LG Anna

Beitrag von luka22 02.02.11 - 01:33 Uhr

"Neusten Beispiel ihr Diktat. Sie kam mit einer 5 nach Hause. Es ging um i und ie. Die Wörter wurden sehr oft geübt - hat auch im Diktat funktioniert. Leider wurden dann andere Dinge falsch geschrieben."

Ich könnte mir vorstellen, dass deine Tochter einen unglaublichen Schulfrust hat und du nennst selber ein Beispiel: Sie hat das neue Thema im Deutschunterricht geübt und auch super umgesetzt. Aber was hat es ihr gebracht? In ihren Augen nichts, denn es war wieder alles rot uns sie hatte eine 5. Ich meine, was lernt ein Kind aus so einer Erfahrung: Ob ich mich abstrample oder nicht, ob ich lerne oder nicht, ob ich Nachhilfe 1,5 oder 3 Stunden pro Woche habe: Meine schlechten Noten bleiben. Ich bin dumm. Dass das nicht gerade motivierend ist, liegt doch auf der Hand. WEr von uns würde sich in eine Sache reinhängen, wenn ein Misserfolg den anderen jagt? Natürlich gehört auch das zum Schulleben dazu: Dinge, die nicht nach meiner Vorstellung laufen, auszuhalten, dranzubleiben. Aber wenn sich nach großen Mühen keine Erfolge einstellen, gibt jeder Mensch auf. Mir scheint, als habe deine Tochter schon lange aufgegeben. Kein Kind ist von grundauf faul. Jedes Kind wird lern- und wissbegierig geboren und diese Eigenschaft geht auch nicht irgendwie verloren. Es gibt einen Grund, warum deine Tochter sich verweigert. Ist sie überfordert? WEnn ja. In welchem Fach? Wo sind ihre großen Schwächen? Gerade eine nicht erkannte Lese-Rechtschreibschwäche kann Kinder unglaublich frustrieren, denn lesen und schreiben müssen sie in allen Fächern. Und wenn das nicht klappt, dann ist es nicht eine Frage von nicht Wollen sondern nicht Können. Ich komme auf LRS, weil du das Beispiel mit dem Diktat gebracht hast, wo man sieht, dass sie die Regeln der Rechtschreibung noch nicht verinnerlicht hat. Gab es da schon mal Verdachtsmomente?

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von lakeisha24301 02.02.11 - 11:46 Uhr

Also ehrlich gesagt muss ich leider sagen, Lakeisha hatte noch nie Lust in die Schule zu gehen. Der erste Schultag war noch ok. Aber schon am 2. Tag fand sie es doof. Sie wollte noch nie Hausi machen. Sie hat eine Schwester die 4 Jahre alt ist. Die will schreiben und rechnen etc. Sie ist wissbegierig. Lakeisha war das leider nie in der Form.
Sie wollte noch nie wirklich etwas lernen. Wir hatten mit ihr schon Ergotherapie als sie 4 Jahre alt war. Grund unter anderem, sie malte damals weit unter ihrem Alter. Wir mussten sie fast zwingen etwas zu tun. Und dies ist heute immer noch der Fall. Wenn jemand besser ist wie sie gibt sie zu schnell auf. Wir sagen ihr immer weiter üben das wird besser. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sie beommt Lob für jede 3 . Bei den wenig 2ern die sie heim gebracht hat, hat sie noch mehr Lob bekommen usw.

Es kann sein das sie aufgegeben hat. Allerdings dann nur daheim bzw teilweise daheim. Wir hatten dieses Jahr schon ein Gespräch mit der Lehrerin und die meinte, Lakeisha sei ruhiger, redete nicht mehr so viel. Ist konzentrierter. Leider wie gesagt nur dort. Ich vermute fast und die Lehrerin auch, das Lakeisha sich da nicht noch wieter ausdehnen kann und die konzentration in der Schule aufgebaut hat aber daheim eben nicht merh kann.

Sie kann zb immer noch nicht den Grundwortschatz richtig! Dann in Mathe Textaufgaben versteht sie nur die leichten bei schweren Sachen gibt sie auf. Was sie richitg gut kann ist erstaunlicherweise Englisch.

Ja es gab Momente. Allerdings in Mathe. Sie wurde damals getestet und es kam eben heraus sie neigt zu einer Matheschwäche aber sie muss nur üben und das wird das. LRS wurde noch nicht getestet aber ich werde mich an die Schule wenden und mal einen Test machen lassen. Bisher wurde zwar deswegen noch nichts gesagt aber besser ist es wohl.

LG Anna

Beitrag von luka22 02.02.11 - 22:07 Uhr

Vielleicht war sie damals einfach noch nicht reif für die Schule.

Grüße
Luka

Beitrag von lakeisha24301 03.02.11 - 12:10 Uhr

Das hab ich mich auch schön öfter gefragt...

LG

Beitrag von sunny42 02.02.11 - 09:40 Uhr

Liebe Anna,

vielleicht hat sich in den 4 Jahren ein unglaublicher Druck
und eine nicht enden wollende Gegenwehr bei euch aufgebaut.

Du meinst es gut und denkst an ihre Zukunft,
sie hat das Gefühl funktionieren zu sollen und stellt sich quer.

Wenn Du mal in Dich hinein hörst ... wenn Du sie jetzt mal lassen würdest
.. sie die Klasse wiederholen müsste ... Du würdest Dich sehr schlecht und als Versager fühlen, oder?
Das wäre jedenfalls ein großes Problem für mich.
Ich habe immer diese Gedanken ... sie muss es schaffen!

Aber warum eigentlich?
Was muss sie schaffen und für wen?
Ich kann doch nur für mich etwas schaffen was ich mir vornehme,
warum soll mein Kind etwas schaffen was es im Moment gar nicht will,
und wie soll das denn funktionieren?
Was wäre so schlimm daran wenn sie jetzt erst einmal unter geht mit ihren Noten?

Vielleicht würde sie ja von alleine erkennen das lernen gar nicht so schlimm ist, wenn der Druck weg ist.
Wenn zu Hause sein bedeutet, ich werde geliebt egal mit welcher Note ich nach Hause komme und zu Hause machen wir ganz viele Dinge um uns wohl zu fühlen und stellen die Schule in den Hintergrund.

Ich weiß das es verdammt schwer ist, vor allem die eigenen Ansprüche von denen des Kindes zu trennen und Liebe nicht von Leistung abhängig zu machen, aber vielleicht würde es helfen aus dieser Spirale heraus zu kommen.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von lakeisha24301 02.02.11 - 11:50 Uhr

Hallo!

Ich habe sie nie zu etwas gezwungen. Ganz im Gegenteil. ICh war selbst nur auf einer Hauptschule. Habe also nur einen sehr guten Quali. Aber gerade deswegen würde ich niemals verlangen sie muss einser schreiben , sie muss auf eine Real oder Gym gehen. Ich habe immer gesagt es wäre schön aber es ist kein muss.

Leider sieht das meine Schwiegermutter und meine Schwägerin anders. Wir sind hier alle zusammen auf einen Haufen. Sie bekommen die Noten meiner Tochter und das Verhalten auch mit. Und alle sind enttäuscht von ihr. Sie wurde von ihnen mehr zusammen gestaucht als von mir wenn eine schlechte Note raus kam.

Wenn sie wiederholen müsste, wäre ich nicht erfreut aber es wäre eben mal so. Und als Versager würde ich mich nicht fühlen. Ich weiss wir haben wirklich alles versucht.

LG Anna

Beitrag von leiahenny 02.02.11 - 09:55 Uhr

Ohne Erfolgserlebnisse macht nichts Spaß und deine Tochter ist sicher auch frustriert.
Was mir in Bezug auf das Diktat auffällt. Hört deine Tochter richtig?
Gerade "fühlen statt füllen" kann LRS sein, aber auch richtiges hören ist wichtig. Lass das doch macl checken.

Ansonsten denke ich das Thema Hausaufgaben muss umgehend geändert werden, weder hat deine Tochter Erfolge noch ihr ein entspanntes miteinander. Und warum müssen die Hausaufgaben zu Hause sein ?
Hab geschaut du kommst ja aus Nürnberg.
Gibt es sowas in eurer Nähe
http://www.kjw-nuernberg.de/index.php?page_id=310

Zudem würde ich in Zukunft über eine Ganztagsschule nachdenken, am besten im Form einer Gesamtschule wie Nürnberg die Brecht.

Ansonsten gute Nerven

Beitrag von lakeisha24301 02.02.11 - 11:51 Uhr

Hallo!

Also beim Hörtest kam bisher nichts auffälliges raus. Allerdings muss sie mal wieder hin. Weil sie in letzter Zeit "absichtlich" gern nicht genau hin hört denken wir. Evtl hat sich auch da was geändert. Aber bisher war nichts.

Ja eine Ganztagsschule wollten wir auch. Genau deshalb.

Danke schön!

LG Anna

Beitrag von manavgat 02.02.11 - 10:43 Uhr

Ich bin schon beim Vornamen von Deiner Tochter gestolpert. Heißt sie wirklich so?

Zu Deinem Problem:

ich würde einen Termin mit der zuständigen Schulpsychologin machen und sie testen lassen. Man muss bei so lang anhaltenden Schwierigkeiten doch mal hinsehen, ob es ein kognitives Problem gibt. Hörtest-, Sehtest, auditive + visuelle Wahrnehmung muss ebenfalls überprüft werden.

Wie ist Deine Tochter denn in anderen Gruppen? Welche Hobbies hat sie, was macht ihr Freude? Was kann sie gut? Wann hat sie mal ein positives Erlebnis?

Es ist völlig normal, das sie jetzt bockig ist - vermutlich hat sie den Anschluss in der Schule verpasst.

Was ist denn das für eine Nachhilfe, bei der dem Kind der Stoff in den Kopf geschüttet wird, so dass sie erst recht kein Motiv hat in der Schule aufzupassen? 90 Minuten sind für Grundschüler zu lang und 2 x 90 Minuten in der Woche ist Kinderqälen, zumindest in dem Alter. Wenn ihr das macht, dann nicht mehr als 60 Minuten am Stück, 1 oder 2 x in der Woche mit der klaren Vorgabe, dass das Kind aktiviert wird. Eventuell müsste das jemand machen, der etwas davon versteht!

Es gibt die Möglichkeit (das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden) einen Integrationshelfer für die Schule zu bekommen. Es gibt auch vom Jugendamt bezahlte Helfer, die nach Hause kommen. Hausaufgaben betreuen ist was anderes als Nachhilfe und ist weniger kostenintensiv. Das kann auch eine ältere, geduldige Schülerin übernehmen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lakeisha24301 02.02.11 - 12:18 Uhr

Hallo!

Ja sie heisst wirklich so ;-) Der Name ist von ihrem Papa - meinem Exmann. Der hatte einen amerikanischen Papa. Deshalb der Name.

Also das mit dem Test werden wir machen lassen.

In anderen Gruppen?

Sie reitet gerne und spielt jetzt Flöte seit Weihnachten. Das lernt sie mit mir daheim.

Positive Erlebnise hat sie für sich wenn sie eine 3 schreibt. Darüber freut sie sich immer sehr. Oder wenn sie eben reiten war und da ihre Sache gut gemacht hat. Oder wenn sie ein neues Lied gelernt hat. Oder sie liest Bücher und hat eins beendet da freut sie sich immer.

Gut können? Sie ist sportlich und musikalisch. Sie kann wundervoll mit Tieren umgehen. Mit unserem Hund trainiert sie immer ein wenig. Das sind auch positive Erlebnisse für sie.

Hm eigentlich finden wir die Nachhilfe ganz gut. Aber wie ich auch schon sagte hat sie nur einmal pro Woche. Die beiden Male haben wir ganz schnell abgesagt.

Am Anfang hatte ich eine Bekannte hier die mit ihr Hausi gemacht hat aber das hat auch nicht mehr geholfen. Wir sind eben der Meinung es müsste jemand professionelles her. Oder eben eine Ganztagsschule.


Grüße

Anna

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