Wann zum Logopäden?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mondfluesterin 01.02.11 - 19:55 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

im Dezember hatte mein Sohn die U8 zum 4. Geburtstag, aber bei uns wird die immer nur husch, husch gemacht und man als Eltern selbst ankreuzen, was das Kind kann und was nicht.
Sie fand ihn sprachlich nicht auffällig, auch wenn ein paar kleinere Sachen waren. Ich frage mich, wann ich nun wirklich mit ihm zum Logopäden muss.
Es fällt ihm schwer, ein "k" auszusprechen - meistens sagt er es mit "t" - also Tatze statt Katze, usw. Und manchen Silben ersetzt er durch "so" - z.B. "Heute habe ich einen Bagger sosehen." Dann kommen noch einige Grammatikfehler hinzu "Ich habe heute aufgegesst". Natürlich sagt er viele richtige Sätze, aber ich frage mich, wann ich die Grenze ziehen muss.
Wie sind Eure Erfahrungen? Wann "musstet" Ihr zum Logopäden?

Beitrag von abo55 01.02.11 - 20:15 Uhr

Hallo,

mein Sohn kann das "k" auch nicht sagen und sagt "t". Auch dein Bsp. für Grammatikfehler macht er hin und wieder. Auch das "z" fällt schwer. Uns wurde bei der U 8 letztes Jahr im Mai gesagt, dass man bei solchen "Kleinigkeiten" bis zum Alter von ca. 5 Jahren wartet. Bin gespannt, was der Arzt uns in 3 Monaten rät.

Grüße Abo55

Beitrag von amma1211 01.02.11 - 20:17 Uhr

hallo,

ich bin kein fan vom ewigen therapieren der kinder.
aber beim logopäden sehe ich es aus mütterlicher erfahrung anders.
mein sohn hat einen minimale aussprachefehler.
absolut nicht wild aber es fiel mir auf.
er ging jetzt das fünfte mal zu ihr und es ist so gut wie weg.

ich hatte damals den kinderarzt nach einer überweisung gefragt. dann findet ein erstgespräch statt in dem eingeschätzt wird, ob es eine therapie bedarf.

das "k-t-problem" kommt allerdings oft vor, nur weiß ich nicht, wann es behoben sein sollte

gruß

Beitrag von dustpuppy 01.02.11 - 20:31 Uhr

Hallo,
unser Grosser hat auch das K-T-Problem. Wir haben auf eigenes Draengen bereits bei der U8 eine Ueberweisung zum Logopaeden bekommen (bis zum ersten Termin hat es dann noch ein halbes Jahr gedauert, da Logopaeden ja stark frequentiert sind und wir moe). Er hat schon sehr frueh sprechen gelernt und spricht sehr viel und auch sehr vokabelreich. Dementsprechend hat sich das mit dem K-T schon stark eingeschliffen und laut Logopaedin wird es ca. ein halbes Jahr dauern, bis alles vollstaendig erledigt ist. Wichtig war ihr, dass er K und T akustisch unterscheiden kann, ansonsten bringt eine Therapie noch nichts.

Ich wuerde also eine moeglichst fruehe Therapie empfehlen, da sich das Ganze ja schon hinziehen kann. Und sonst steht man am Ende wegen des Schulbeginns unter Druck.

Gruss
dustpuppy

Beitrag von kati543 01.02.11 - 20:31 Uhr

Als erstes kommt es darauf an (so blöd es klingt), wo du wohnst. In den meisten Gegenden Deutschlands herrscht absoluter Logopädenmangel. Solche kleinen Sprachfehler werden da erst wirklich kurz vor der Einschulung zum Logopäden geschickt, zumal das in einem Rezept (10 Sitzungen) "behoben" ist. Da die Kinderärzte diese Situationen kennen in "ihrem" Einzugsgebiet, reagieren sie auch unterschiedlich darauf. Aber bis zumm 5. Geburtstag dürfen solche Fehler noch vorkommen. Du kannst ja auch versuchen selber kleine Übungen mit ihm zu machen.
Ansonsten kann ich dir zwar von unseren Logopädieerfahrungen berichten, aber meine Söhne sind viel schwerere Fälle als deiner, von daher ist es ein schlechter Vergleich. Mit 3 Jahren hat mein Großer genau 31 Wörter gesprochen. Jetzt ist er 4,5 Jahre und dank massiver Förderung kann er nun sogar 3-4- Wort-Sätze sprechen. Allerdings vertauscht er Buchstaben und kann vieles gar nicht aussprechen. Derzeit hat er 60 Stunden Logo hinter sich und wird sicher auch noch mindestens 1-2 Jahre Hilfe und Förderung brauchen. Mein Jüngster ist genau 3 Jahre. Er spricht nicht ein einzigstes Wort. Seine Entwicklung ist derzeit noch im vor-sprachlichen Bereich bei der Silbenverdopplung. Er hat jetzt 20 Stunden Logopädie hinter sich, allerdings waren die nicht zum sprechen lernen, sondern zum Mundmotorik trainieren. Er hat auch eine Esssstörung.

Beitrag von bine3002 01.02.11 - 21:11 Uhr

Bleib locker und vertrau deinem Kind. Niemals zuvor gab es so viele Therapien wie heute. Aber mal ehrlich? Wie viele Menschen mit Sprachfehlern kennst Du?

Beitrag von bussi999 01.02.11 - 22:05 Uhr

hallo,

mein sohn hat auch das k immer als t ausgesprochen.

auf meinen wunsch hin bekam ich vom kinderarzt eine überweisung ins frühförderzentrum. dort wurde alles genau unter die lupe genommen (wir hatten insgesamt drei termine) und es wurde gesagt, er hätte noch zeit bis zum fünften geburtstag.

mein kinderarzt sagte das gleiche. und was soll ich sagen: ein halbes jahr vorm fünften geburtstag konnte er das k sprechen.

trotzdem sind wir jetzt beim logopäden, da er das s, das sch und das ch teilweise unsauber ausspricht, sprich er nuschelt leicht.

die logopädin fand es aber auch völlig ausrichend, ein jahr vor der einschulung mit logopädie anzufangen. also bei diesem problem.

hat ein kind andere probleme, fängt man zu einem anderen zeitpunkt an.

und aufgeesst rutscht meinem sohn auch manchmal noch raus. oder andere kleine ausrutscher.

ich denke, das gibt sich noch bei deinem sohn. lass ihm noch zeit.

lg kirsten

Beitrag von cassidy 01.02.11 - 22:56 Uhr

Hi,

in diesem Alter ist es noch normal das die typischen Laute wie "T" und "D", "B" und "P", "K" und "T" vertauscht werden. Auch das Sätze noch verdreht werden.

Wenn nicht eine Sprachentwicklungsstörungen oder -verzögerung vorliegt, wird spätestens vor der Einschulung genau darauf geachtet. Denn so ist immer noch Zeit für eine "Sprint-Maßnahme".

Wenn du Privat versichert bist, wirst du auch jetzt schon ein Rezept für eine Logopädin oder Sprachtherapeutin bekommen. (gesetzliche Kassen tun sich in diesem Alter eher schwer; es sei denn es besteht definitiv, aus den genannten Gründen, Handlungsbedarf)

Unsere Tochter (vier Jahre) zB hatte die letzten vier Jahre extrem große und harte Ohrenschmalz-Pfropfen im Ohr (unser alter Kinderarzt hat das leider nie gesehen; frage mich immer wie er die Mittelohrentzündungen sehen konnte#kratz)und es kamen kaum akustische Reize im Ohr an, so das sie einfach nicht richtig Sprechen lernen konnte. Somit besteht akuter Handlungsbedarf und sie hat ein Rezept für die Logopädin bekommen.

Bei unserem Sohn (damals fast fünf Jahre alt) war vor gut eineinhalb Jahren deutlich zu hören, das er hier und da Probleme mit einigen Lauten hatte und da wir Privat versichert sind, haben wir damals auchohne wenn und aber ein Rezept bekommen.

Liebe Grüße,

cassidy