Auf Patientenwunsch in anderes KH verlegen lassen.. Geht das?

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Beitrag von lamama192 02.02.11 - 07:56 Uhr

Hallo

Mein SV hatte letzte Woche einen Herzinfarkt und liegt nun in der klinik in der Nähe des arbeitsortes, da der herzinr´farkt auf der Arbeit passiert ist! Für uns alle schwer zu erreichen...

Er würde sich gern in das KH in der Nähe seines Wohnortes verlegen lassen! Dieses KH ist auch ein sehr großes. Das KH wo er aktuell liegt, meint aber es geht nicht! Klar, die wollen ja auch ihr geld verdienen ;-)

Ich muss dazusagen, dass das aktuelle KH eigentlich auch noch zusätzlich Mist gebaut hat. Denn seitdem mein SV diesen Stand gesetzt bekommen hat, hat er einen mega großen Bluterguss an der Leiste. Sowas hab ich im Leben noch NIE gesehen!!! Er klagte seit ein paar tagen schon über schmerzen an der stelle, bis gestern endlich mal ein Arzt danach geschaut hat. Und was kam bei raus: ein leistenbruch! Der arzt wurde kreidebleich, weil die das im KH wohl zu verschulden haben, aber sagte natürlich gleich, "wer weiß ob sie das nicht schon vorher hatten! Ja nee, ist klar :-[

Kann er sich auf Wunsch in das nächstgelegene KH seines Wohnortes verlegen lassen? Denn seine Frau, also meine SM, hat kein auto/Führerschein und es ist immer ein Akt dort hinzugurken!

Oder kann evtl. sein Hausarzt sowas "anordnen" oder "verschreiben", dass er verlegt wird?

Kenn mich da ja nicht so aus!

DANKE und lg

Beitrag von best2108 02.02.11 - 09:08 Uhr

Hi,

grundsätzlich ist eine heimatnahe Verlegung in ein anderes Krankenhaus nach, ja NACH der Akutphase immer möglich. Man sollte das auf einem vernünftigen sachlichen Niveau klären.

Selbstverständlich kann eine Hausarzt NICHT so etwas anordnen oder verschreiben. Der Hausarzt hat NICHTS mit dem Krankenhaus und den dortigen Abläufen zu tun und ist auch einem Krankenhaus in KEINSTER WEISE weisungsbefugt.

Da hilft nur ein vernünftiges unemotionales sachliches Gespräch mit der Bitte um eine heimatnahe Verlegung.

Der zweite Punkt ist, dass nach einer Stenteinlage immer Blutverdünnende Medikamente gegeben werden müssen um einen Stentverschluß also weitern Herzinfarkt zu vermeiden. Auch wird Dein SV diese Medikamente über mehrere Monate einnehmen MÜSSEN, daraus resultiert natürlich ein Bluterguß in der Leiste mal mehr oder weniger groß. Geht aber immer wieder weg dauert nur einige Wochen.

Ein Leistenbruch hat NICHTS, aber auch gar NICHTS mit der arteriellen Gefäßpunktion bei einem Herzkatheter zu tun. Der muss schon vorher dagewesen sein. Ein Leistenbruch ist eine Aussackung des Bauchfelles im Leistenbereich, die Punktion der Arterie für die Coro findet weiter unten statt.

Grüße und alles Gute und immer die Nerven behalten.

Beitrag von elofant 02.02.11 - 09:46 Uhr

Der Bluterguss hat meiner Meinung nach nichts mit dem Leistenbruch zu tun. Der kommt sicher vom Katheder-Eingang. Denn irgendwie mussten die Ärzte ja den Stent setzen können. Da Dein Schwiegervater nach dem Eingriff sicher blutverdünnende Medis nehmen musste/muss, kommt das schon mal vor; bzw. die Gefahr ist eben größer. Da gehört vielleicht gleich nach dem Eingriff ein Sandsack drauf, um das bißchen einzudämmen.

Und ein Leistenbruch entsteht sicher nicht, bei einem solchen Kathedereingriff. Denn dieser ist nur ein kleiner Schnitt in der Leiste, um in das Blutgefäß zu kommen. Ein Leistenbruch hat was mit dem tieferen Gewebe zu tun.

Eure Hausarzt hat nichts mit der Sache zu tun. Er darf einen Patienten nur einweisen, aber nicht verlegen.

Ich würde mit den dortigen Ärzten nochmal verhandeln. Nicht streiten! Führt einfach auf, dass eine heimatnahe Klinik auch der Gesesung des Patienten gut tut, denn da hat er einfach mehr Besuch etc.

Beitrag von windsbraut69 02.02.11 - 15:05 Uhr

http://www.medizinfo.de/kardio/chstents.htm

"Kenn mich da ja nicht so aus!"

Hat ganz den Anschein. Deshalb solltest Du auch vorsichtig und zurückhaltend mit Vorwürfen sein, die Ärzte hätten "Mist gebaut".
Das kannst Du nicht beurteilen.

Gruß,

W

Beitrag von angel2110 02.02.11 - 20:57 Uhr

Hallo.

Ich arbeite schon seit 1,5 Jahren nicht mehr. Aber zuletzt war es so, dass eine Verlegung von der Krankenkasse nur aus medizinischen Gründen bezahlt wird.
Das heißt, ihr müsstet die Kosten einer Verlegung selbst bezahlen.
Ich würde auch mal mit den Ärzten des Krankenhauses reden, in die ihr ihn verlegt haben wollt.

LG angel