Kann sich ein richtig schlechtes SG mit den Jahren verbessern?

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Beitrag von heike230284 02.02.11 - 09:38 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann hatte als Kind einen beidseitigen Hodenhochstand, der erst sehr spät operativ korrigiert wurde (mit ca 16 Jahren erst).
Dadurch seien die Hoden nicht richtig ausgereift.

Nun haben wir vor 4 Jahren eine ICSI machen lassen, die gleich beim ersten Mal klappte und nun haben wir 3-jährige Zwillinge die unser Leben bereichern.

Nun möchten wir noch einmal Nachwuchs und haben vielleicht Hoffnung, das es durch ein Wunder natürlich funktioniert.

Damals waren gerade mal max. 10 (!!!) Spermien im Ejakulat. Also, alles andere als viel.

Meint ihr, so ein niederschmetterndes Ergebnis kann sich ändern?? Sind ja nun 4 Jahre vergangen.

Wir wollen es eigentlich nicht drauf anlegen, das wir wieder Zwillinge oder sogar Drillinge bekommen. Denn bei mir ist alles in Ordnung, habe regelmäßig einen Eisprung und alles andere läuft auch bilderbuchmäßig.

Oder werden wir wohl ohne ärztliche Hilfe kein Baby bekommen können.

Hat jemand Erfahrung mit solch einem SG??

Mein Mann möchte ein erneutes SG machen lassen...aber bis dahin zerbreche ich mir schon den Kopf, ob das Hibbeln jeden Monat nicht umsonst ist.

Danke fürs zuhören.

Heike

Beitrag von shiningstar 02.02.11 - 11:11 Uhr

Natürlich weiß ich es nicht genau -am besten fragst Du mal beim Urologen nach oder so.

Spontan fiel mir aber ein, dass es von der Ursache für das SG abhängig ist. Hatte der Mann z.B. ein schlechtes SG aufgrund von Übergewicht, miese Hormone, Rauchen usw. kann man ja was dagegen tun, aber bei einem zu spät erkannten Hodenhochstand... Ich weiß es nicht...
Mein Mann hatte Mumps als Kind, das hat gereicht -bin gerade schwanger nach der 3. ICSI und für uns steht fest, wir werden gar nicht wieder erst verhüten, sondern es drauf ankommen lassen... Auch wenn wir wenig Hoffnung haben.,..

Beitrag von darismama 02.02.11 - 13:09 Uhr

Hallo Heike,
erstmal herzlichen Glückwunsch zu euren Zwillis. Nun zu meiner Geschichte: mein Mann hatte früher Mumps und war immer zu 0% zeugungsunfähig. Auch die Embryonen sind nach ein paar Tagen eingegangen. Vor 2 Jahren hatte er eine schwere Lungenentzündung und hat über 6 Wochen lang Kortison genommen. Dann 3 Monate später war er zeugungsfähig und ich bin sogar ss geworden, leider Totgeburt 32. SW. Jetzt starten wir wieder durch mit IXCY und Kortison, bei manchen Männern bewirkt es wahre Wunder. Habe ich hier im Forum schon öfter gelesen- in manchen Kliniken gibt es sogar Studien darüber- ein Versuch ist es doch wert, oder?
viel Glück und liebe Grüße Meike

Beitrag von heike230284 02.02.11 - 13:20 Uhr

Hallo Meike,

tut mir leid das du eine Totgeburt hattest. :-(

Aber dein Mann ist dank Kortison zeugungsfähig geworden???

Das wäre natürlich eine Idee, wobei ja Kortison ja nicht sooo gut sei, oder??

Ich denke, wir werden uns wohl doch wieder in unsere KiWu-Praxis begeben müssen und da nach Hilfe fragen.

Aber danke für deinen Hinweis...das werden wir mal ansprechen.

Wünsche dir viel Glück.

LG
Heike

Beitrag von darismama 02.02.11 - 20:29 Uhr

Hallo Heike,
mein Mann war jahrelang immer zu 0% zeugungsunfähig. Nur durch den Zufall mit der Lungenentzündung ist mein Mann zu 40% zeugungsfähiger geworden. Echt der Hammer! Klar ist Kortison nicht gerade gut, aber wir als Frauen spritzen ja auch selbstverständlich die Hormone, oder?
ganz viel Glück wünsche ich dir Meike

Beitrag von littlecat 02.02.11 - 21:14 Uhr

Hi,

aus unserer Erfahrung kann ich sagen: Generell ist es möglich, dass das SG sich im Laufe der Zeit verbessert. Aber es kommt sicherlich auch drauf an, was überhaupt der Grund für das schlechte SG ist.

Ursache ist bei uns eine Cushing-Erkrankung meines Mannes gewesen, die er nach unserer Rekonstruktion so ca. 12 bis 15 Jahre gehabt haben muss, bevor sie entdeckt wurde. Das ist jetzt knapp sechs Jahre her und in den vergangenen Jahren hat sich sein SG zwar verbessert, aber für unser zweites Kind stecken wir auch gerade wieder mitten in der "ICSI-Mühle";-).

Darüber eine Prognose abzugeben wird sicherlich nur erfahrenen Ärzten (in unserem Fall Urologe oder Endokrinologe) möglich sein. Aber auch die können keine konkreten Zeitangaben machen, sondern nur den Rahmen abstecken.

Schaut doch erstmal, wie die aktuellen Werte aussehen und entscheidet dann, was Ihr macht.

Wünsch Euch alles Gute und viel #klee für's Geschwisterchen.

LG
Littlecat